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6. SSW – Der erste Herzschlag

6. SSW - Schwangerschaftswoche

Häufig ist die 6. Schwangerschaftswoche von den ersten Schwangerschaftsanzeichen geprägt. Diese können in dieser Woche entweder zum ersten Mal auftreten oder, solltet ihr diese bereits seit Beginn der Schwangerschaft verspüren, in ihrer Intensität zunehmen. Dabei sind Müdigkeit, Übelkeit, Sodbrennen, Rücken- sowie Unterleibsschmerzen, Stimmungsschwankungen, Verstopfungen und Blähungen von Schwangeren zu Schwangeren unterschiedlich stark ausgeprägt.

Schwangerschaftsbeschwerden sind zwar äußerst lästig und verlangen Schwangeren viel ab, doch gesundheitsgefährdend sind diese weder für euch, noch für euer Kind. Haltet durch! Ab der 12. Schwangerschaftswoche lassen Übelkeit & Co. spürbar nach und ihr könnt den weiteren Schwangerschaftsverlauf so richtig genießen.

Und ein ganz bestimmtes Wunder, welches in der 6. Schwangerschaftswoche geschieht, entschädigt für alle Schwangerschaftsbeschwerden und lässt euer eigenes Herz höherschlagen. Denn zu Beginn der 6. Schwangerschaftswoche beginnt das Herz eures Kindes zu schlagen.

Der Embryo in der 6. Schwangerschaftswoche

In der 6. Schwangerschaftswoche nimmt das Wunder des neuen Lebens seinen Lauf. Denn etwa 22 Tage nach der Befruchtung beginnt das kleine Herz eures Kindes zu schlagen. Dieses Wissen erfüllt werdende Eltern mit unsagbarer Freude und Erleichterung, denn seit jeher steht der Herzschlag für Vitalität, Gesundheit und Leben.

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In dem sich die bereits gebildeten Herzzellen Anfang der 6. SSW zusammenziehen, beginnt das kindliche Herz in eurem Mutterleib zu schlagen. Ab diesem Zeitpunkt pumpt das Herz im Laufe eines Lebens sage und schreibe um die 2,5 Millionen Liter Blut durch den Körper. So wird gewährleistet, dass alle Organe sowie das Gewebe kontinuierlich durchblutet werden.


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Bereits jetzt besitzt das winzige Herz eures Kindes zwei Herzkammern. Vereinfacht ausgedrückt pumpen die linke und die rechte Herzkammer den Sauerstoff aus der Plazenta ins Blut und versorgen somit die kindlichen und im Wachstum befindlichen Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Dadurch gelangt nicht nur das sauerstoffreiche Blut in den Organismus, sondern auch das verbrauchte Blut wird gewissenhaft abtransportiert. Dieser Vorgang ist enorm wichtig, da der Sauerstoffaustausch zwischen den beiden Herzkammern vorerst über die Plazenta und nicht über die Lungen erfolgt.

Sobald das Herz seine Arbeit aufnimmt, schlägt dieses zuerst sehr zaghaft. Doch schon schnell beginnt sich der Herzschlag zu erhöhen, bis dieser mit 120 bis 160 Schlägen pro Minute sogar doppelt so schnell schlägt, wie euer eigenes Herz. Zum Vergleich: Euer Ruhepuls liegt bei etwa 60 Schlägen pro Minute. Der hohe Herzschlag des Embryos ist jedoch ganz normal und normalisiert sich im weiteren Schwangerschaftsverlauf von ganz allein.

Dass das Herz eures Kindes seine Arbeit aufnimmt, gehört definitiv zu den Highlights der 6. Schwangerschaftswoche. Doch in eurem Bauch gehen zeitgleich auch noch viele andere wichtige Entwicklungen vonstatten.

So bilden sich beispielsweise die Schilddrüse, die Leber, der Darm sowie die Nervenbahnen und das Innenohr weiter aus. Faszinierend ist auch, dass Magen und Nieren ihre Tätigkeiten aufgenommen haben und bereits Magensaft und Urin produzieren können.

Um sich auf den ersten Atemzug vorzubereiten, entwickeln sich auch die Lungen rasant weiter und die Einzelröhren sind bereits zu erkennen. Bis die Lungen jedoch ausgereift sind, funktioniert der Sauerstoffaustausch mithilfe der Plazenta, die mit den ersten Anlagen der Nabelschnur mit dem Embryo verbunden ist.

Dabei führt die Nabelschnur, die in der 6. Schwangerschaftswoche noch nicht vollständig entwickelt ist, vom Bauch des Embryos zum Mutterkuchen und bildet die Blutgefäße für den wichtigen Nährstoff-Transport, um euer Kind ausreichend zu versorgen.

Des Weiteren beginnt sich das empfindliche Neuralrohr zu schließen und der Rückenstrang, aus welchem die Wirbelsäule entsteht, bildet sich weiter aus. Dabei erstreckt sich der Rückenstrang vom Nacken bis hin zum Ende des Rumpfes und endet mit einem Schwänzchen. Dieser kleine Schwanz ist ein Überbleibsel der Evolution und bildet sich in der weiteren Entwicklung wieder zurück.

Zur gleichen Zeit bilden sich die Arme und Beine sowie das Gehirn und der Kopf weiter aus. In der 6. Schwangerschaftswoche misst das kleine Wunder bereits um die 4 bis 4,5 Millimeter und ist damit in etwa so groß, wie ein kleines Böhnchen oder ein Granatapfelkern.

Das zeigt der Ultraschall in der 6. Schwangerschaftswoche

Wird bei euch bereits in der 6. Schwangerschaftswoche ein Ultraschall vorgenommen, könnt ihr unter Umständen schon ganz leicht die Anlagen der späteren Gliedmaßen erkennen. Auch der Hals sowie die Anlagen für das Gehirn, die Augen sowie für die Ohren sind bereits zu erahnen.

Zu diesem Zeitpunkt erscheint der Kopf des Embryos, im Vergleich zum restlichen Körper, noch überdimensional groß. Dies liegt daran, dass sich der Embryo immer von oben nach unten entwickelt, weshalb der gesamte Oberkörper größer erscheint.

Zudem kann der Puls in den Blutgefäßen der Nabelschnur im Ultraschall wahrgenommen werden und unter Umständen ist der Herzschlag bereits zum Ende der 6. SSW zu erkennen. Spätestens jedoch zwischen der 7. und 8. Schwangerschaftswoche.

Ob ihr den Herzschlag eures Kindes bereits jetzt erkennen könnt, kommt unter anderem auf die Qualität des Ultraschallgeräts sowie auf die Lage des Embryos in der Gebärmutter an. Das Herz wird euch auf dem Ultraschall noch überdimensional groß erscheinen sowie den Eindruck erwecken, dass sich dieses außerhalb des Körpers befindet.

Was ihr auf dem Ultraschall in der 6. SSW hingegen schon sehr gut erkennen könnt, ist die Fruchtwasserhöhle sowie den Dottersack. Dieser übernimmt vorerst noch die Stoffwechselfunktionen sowie die Blutbildung.

Die werdende Mama in der 6. Schwangerschaftswoche

Erlebt ihr gerade ein Auf und Ab der Gefühle oder verbringt mehr Zeit als euch lieb ist vor der Kloschüssel? Dann ergeht es euch wie vielen anderen werdenden Mamas auch. Zu den körperlichen Schwangerschaftsanzeichen wie Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen spielen häufig auch noch die Gefühle verrückt.

Durch die rasante Hormonumstellung sind dies zwar lästige und definitiv unerwünschte, jedoch auch ganz normale körperliche sowie psychische Reaktionen eures Körpers, welche bis zur 12. Schwangerschaftswoche auftreten können. Ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester haben sich die Hormone in der Regel eingependelt und ihr könnt die Schwangerschaft in vollen Zügen genießen.

In der 6. SSW kann der Frauenarzt durch das Ertasten des Gebärmutterhalses feststellen, dass dieser zunehmend fester wird und nicht mehr so leicht zu bewegen ist. Neben dem Schwangerschaftshormon hCG, Progesteron sowie Östrogen, welches später auch für den Milchfluss verantwortlich ist, wird jetzt auch das Hormon Relaxin gebildet.

Relaxin sorgt unter anderem dafür, dass das Bindegewebe, der Muttermund und der Beckenboden elastischer werden, was wiederum den Geburtsvorgang erleichtern soll. Progesteron hingegen hat die Aufgabe, die Gebärmuttermuskulatur weich zu machen und zu entspannen, damit euer Baby auch gegen Ende der Schwangerschaft noch ausreichend Platz zum Wachsen hat.

Vielleicht nehmt ihr jetzt auch schon wahr, dass eure Brüste nicht nur empfindlicher, sondern auch größer geworden sind. Gleichzeitig können sich die Warzenhöfe dunkler verfärben, was mit dem Östrogen-Anstieg in Verbindung steht.

Guter Tipp:
Spezielle und bequeme Schwangerschafts-BHs können durch ihren guten Halt sowie ein hohes Tragekomfort für eine Linderung sorgen und die bereits wachsenden Brüste entlasten.

Dies gilt es in der 6. Schwangerschaftswoche zu beachten

Vorsicht bei starken Schmerzen im Unterleib: Verläuft die Schwangerschaft normal, ist der erste Vorsorgetermin meist für die 7. oder 8. Schwangerschaftswoche vorgesehen. Solltet ihr hingegen starke Schmerzen im Unterleib oder auch Blutungen haben, solltet ihr umgehend euren Frauenarzt aufsuchen.

Unter Umständen handelt es sich um eine Eileiterschwangerschaft, bei der sich die befruchtete Eizelle, anstatt in der Gebärmutterschleimhaut, im Eileiter einnistet. Um die Gesundheit der Schwangeren zu gewährleisten, muss eine Eileiterschwangerschaft unbedingt vom Frauenarzt beendet werden. Im schlimmsten Fall kann der Eileiter reißen und es kommt zu einer lebensbedrohlichen Situation.

Dabei gleichen die Symptome zuerst einer normalen Schwangerschaft und selbst der Schwangerschaftstest kann ein positives Ergebnis hervorrufen. Häufig werden Eileiterschwangerschaften jedoch mit starken Unterleibsschmerzen sowie einer Schmierblutung, die meist etwa 6 Wochen nach der letzten Menstruation auftritt, begleitet.

Beginnt mit der Hebammen-Suche: Für einige erscheint die 6. Schwangerschaftswoche noch etwas verfrüht, um sich nach einer geeigneten Hebamme umzuschauen. Doch eine Hebamme zu finden ist, vor allem in den Großstädten, kein einfaches Unterfangen.

Hebammen begleiten euch nicht nur bei der Geburt im Kreißsaal, sondern bereits in den Wochen vor der Entbindung und vor allem in den Wochen nach der Geburt. Gerade im Wochenbett ist die Unterstützung einer erfahrenen und einfühlsamen Hebamme, die sich um euer Wohl und das Wohl des Neugeborenen kümmert, unerlässlich.

Selbst die regelmäßig anfallenden Vorsorgeuntersuchungen, mit Ausnahme des Ultraschalls, können von Hebammen durchgeführt werden. Gleichzeitig beraten euch Hebammen intensiv und haben immer ein offenes Ohr für all eure Fragen sowie hilfreiche Tipps für die Schwangerschaft sowie die Stillzeit. Manche Hebammen bieten sogar Rückbildungskurse, Schwimmen für Schwangere oder Babyschwimmen an.

Eine Hebamme in eurer Nähe findet ihr unter anderem online über spezielle Hebammenverzeichnisse oder über offizielle Hebammenlisten, die häufig in Frauenarztpraxen ausliegen. Dabei werden die Kosten für eine Hebamme größtenteils von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Vereinbart einen Frauenarzttermin: Falls noch nicht geschehen, solltet ihr spätestens jetzt einen Frauenarzttermin für die erste Vorsorgeuntersuchung vereinbaren. Für die Erstuntersuchung ist die 7. oder 8. SSW ausreichend, sofern ihr keine Schmerzen oder Blutungen habt.

Achtet auf eine gesunde Lebensweise: Esst viel frisches Obst sowie Gemüse und trinkt täglich mindestens 2,5 bis 3 Liter in Form von Mineralwasser oder ungesüßten Tees. Außerdem solltet ihr euren Speiseplan unter anderem mit ballaststoffreichen Lebensmitteln sowie Milchprodukten erweitern. Verzichtet strikt auf Alkohol, Zigaretten, Drogen und das Passivrauchen.

Zudem solltet ihr bis zur 12. Schwangerschaftswoche weiterhin zusätzlich 400 µm Folsäure pro Tag zu euch nehmen. Wichtig ist auch, dass ihr euch ausreichend bewegt, um Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen oder Verstopfungen vorzubeugen.

Zusammenfassung 6. Schwangerschaftswoche

  • Etwa 22 Tage nach der Befruchtung, also zu Beginn der 6. SWW, beginnt das Herz eures Kindes zu schlagen. Den Herzschlag könnt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit bei eurer Erstuntersuchung beim Frauenarzt, die meist um die 8. Schwangerschaftswoche herum stattfindet, bewundern.
  • Auch die Lungen, die Nieren, die Leber, der Darm und der Magen entwickeln sich rasant.
  • Das Neuralrohr beginnt sich zu schließen und gleichzeitig entwickelt sich der Rückenstrang, aus welchem sich später die Wirbelsäule bildet.
  • Die Anlagen der Gliedmaßen sowie für Gehirn, Augen und Ohren sind bereits vorhanden.
  • Der zunehmend fester werdende Gebärmutterhals ist das erste tastbare Schwangerschaftsanzeichen.
  • Schwangerschaftsbeschwerden können zunehmen oder aber erstmals auftreten.

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