Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 6. SSW – In der 6. Schwangerschaftswoche bewegt sich euer Baby bereits

6. SSW – In der 6. Schwangerschaftswoche bewegt sich euer Baby bereits

6. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem ihr in der 5. SSW den errechneten Geburtstermin vom Gynäkologen erfahren, und euer Baby möglicherweise bereits auf dem Ultraschall gesehen habt, wächst es ab der 6. SSW (5+0 – 5+6) schnell weiter. Jetzt bilden sich bereits die Extremitäten aus, Ansätze von Armen und Beinen sind erkennbar. Euer Baby kann sich ab diesem Zeitpunkt bereits bewegen.

6. SSW:

Beim Baby:

  • Arme und Beine werden langsam ausgebildet.
  • Das Neuralrohr hat sich geschlossen.
  • Kopf und Gehirn bildet sich aus.
  • Größe des Babys: ca. 4,5 mm.

Bei der werdenden Mami:

  • Euer Körper befindet sich direkt in einer hormonellen Umstellungsphase.
  • Achtet auf die ausreichende Zufuhr gesunder Nährstoffe.
  • Rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilchprodukte sind tabu.
  • Stress reduzieren!

Langsam, aber sicher wird aus dem „Würmchen“ auch optisch ein kleiner Mensch

Euer Baby entwickelt sich in einem rasanten Tempo weiter, ist bereits um die 4,5 mm groß und wächst jeden Tag um einen weiteren Millimeter. Das ist in etwa die Größe einer Erbse. Das schlagende Herz ist oft bereits in der 5. SSW am Ultraschall zu erkennen. Erste Ansätze der Extremitäten (der Gliedmaße) sind zu sehen. Das Neuralrohr hat sich bis gegen Ende dieser Schwangerschaftswoche geschlossen, was bedeutet, dass die Entwicklung des Kopfes und des Gehirns beginnt. Da sich neues menschliches Leben „von oben nach unten“ entwickelt, bildet sich in der 6. SSW vorrangig der Oberkörper, die Bauchhöhle (Leber und Nieren), die Brusthöhle (Lungenflügeln) und der Verdauungstrakt eures Babys. Die vagen Ansätze der Hände und Füße sowie der Muskelstränge ermöglichen es dem werdenden Menschen, erste Bewegungen auszuführen.

Was ist am Ultraschallbild in der 6. SSW erkennbar?

Das kleine, schnell schlagende Herz in Miniformat ist bereits schön erkennbar. Auch schon zu sehen ist der richtige Sitz des Embryos in der Gebärmutter. Das heißt, ab der 6. SSW kann der Gynäkologe mit einem guten Ultraschallgerät bereits eine Eileiterschwangerschaft ausschließen.

HINWEIS:
Je nach Alter und Bauart des Ultraschallgeräts kann es vorkommen, dass euch manche Gynäkologen mit der Aussage überraschen, man könne noch nichts sehen. Das heißt auf keinen Fall, dass es sich um eine Fehlgeburt handeln muss. Vielmehr leidet die Qualität des Bildes an den mangelnden technischen Voraussetzungen des Ultraschallgerätes.

Die Entwicklung des Herzens in Miniformat

Um den 18. Tag herum hat sich eine Zellgruppe geformt, die nach und nach zu Herzzellen ausgebildet werden. Am 19. Tag entsteht daraus eine „kardiogene Platte“. Zwei Endokardschläuche, die später für den An- und Abtransport des Blutes zuständig sein werden, gallertiges Bindegewebe und Perikardialgewebe werden nach und nach gebildet. Die Zellen erschaffen täglich, ja fast stündlich neues Gewebe, das sich in Gestalt eines gesunden Herzens formiert. In der 6. SSW besitzt das schlagende Herz schon zwei Herzkammern.

Die hormonelle Umstellungsphase eures Körpers könnt ihr deutlich spüren

Euer Körper passt sich nun nach und nach an die Veränderungen an. Euer Hormonspiegel steigt rasant nach oben (hCG, Progesteron, Östrogen). Neben den bereits bekannten Frühschwangerschaftsanzeichen wie ein Ziehen im Bauch, menstruationsähnliche Bauchschmerzen, Müdigkeit, dunkler gefärbte Warzenhöfe, Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall können Anzeichen wie Sodbrennen, Stimmungsschwankungen, verstärkter Speichelfluss und ein metallischer Geschmack im Mund auftreten.

Tipps gegen verstärkten Speichelfluss und metallischen Geschmack im Mund:

  • Konsum stärkehaltiger Lebensmittel (Kartoffel, Brot, Milchprodukte, Nudeln) einschränken.
  • Mit Salzwasser gurgeln.
  • Viel frisches Obst essen.
  • Zitronen- oder Petersilienwasser trinken.

Auf die Zufuhr von genügend Nährstoffen achten

Während eurer Schwangerschaft ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig, um dem Baby alle wichtigen Mikronährstoffe anbieten zu können, die es für sein Wachstum braucht. Möglicherweise rät euch eurer Arzt zur Supplementierung (Lebensmittelergänzungen) bestimmter essentieller Nährstoffe wie Eisen, Omega-3-Fettsäure, Vitamin D, Kalzium und Magnesium. Neben der Folsäure, die ihr derzeit unbedingt für das Zellwachstum eures Babys nehmen solltet, sind folgende Nährstoffe wichtig (D-A-CH Referenzwerte):

  • Biotin: tägl. ca. 30 – 60 µg (z.B. in Haferflocken und Eiern) für die Entwicklung von Haut und Haaren.
  • Kalzium: tägl. ca. 1000 mg (z.B. in Milchprodukten und grünem Gemüse) für die Entwicklung von Knochen, Zähnen, Herz und Muskeln.
  • Chrom: tägl. ca. 30 – 100 µg (z.B. in Linsen und Hühnchen) für die Entwicklung des Gewebes.
  • Eisen: tägl. ca. 30 mg (z.B. in Kichererbsen und rotem Fleisch) für die Sauerstoffversorgung der Muskeln und Zellen.
  • Fluorid: tägl. ca. 3,0 mg (z.B. in fluoridiertem Mineralwasser) für die Bildung der Zähne.
  • Jod: tägl. ca. 230 µg (z.B. in jodhaltigem Tafelsalz) für die Regulation des Stoffwechsels.
  • Kalium: tägl. ca. 4.000 mg (z.B. in Kartoffeln, Rosinen, getrockneten Aprikosen) für den Aufbau der Muskeln und für den Energiehaushalt.
  • Kupfer: tägl. ca. 1 – 1,5 mg (z.B. in Nüssen, Kakaopulver und Emmentaler) für die Bildung des Herzens, des Nervensystems sowie der Skelettbildung.
  • Magnesium: tägl. ca. 310 mg (z.B. in Spinat und Naturreis) für die Bildung von Knochen, Zähnen und Gewebe.
  • Mangan: täglich ca. 3 mg (z.B. in Haselnüssen) für die Entwicklung der Knochen und der Pankreas.
  • Molybdän: täglich rund 50 – 100 µg (z.B. in Bohnen) für einen gesunden Stoffwechsel.
  • Niacin: täglich rund 14 mg (z.B. in Erbsen) zur Energiegewinnung und für einen gesunden Stoffwechsel.
  • Pantothensäure: tägl. ca. 6 mg (z.B. in Avocado) Kofaktor von Proteinen und Fetten.
  • Phosphor: tägl. ca. 800 mg (z.B. in weißen Bohnen) für die Bildung von Knochen, Zähnen und zur Regulation der Blutgerinnung.
  • Selen: tägl. ca. 60 µg (z.B. in Emmentaler) gegen freie Radikale.
  • Vitamin A: tägl. ca. 1 mg (z.B. in Karotten) regt das Zellwachstum an,  gesunde Augen, Haut und Schleimhäute.
  • Vitamin B 1 (Thiamin): tägl. ca. 1 mg (z.B. in Mais) für die Gehirnentwicklung des Gehirns.
  • Vitamin B2 (Riboflavin): tägl. ca. 1,3 mg (z.B. in Pilzen) für die Entwicklung der Muskeln und der Nerven.
  • Vitamin B6 (Pyridoxin): tägl. ca. 1,9 mg (z.B. in Bananen) für die Gehirnentwicklung und ein gesundes Nervensystem.
  • Vitamin B12 (Cobalamin): tägl. ca. 3,5 µg (z.B. in Frischkäse) für die Bildung roter Blutkörperchen und des Knochenmarks.
  • Vitamin C (Ascorbinsäure): tägl. ca. 105 mg (z.B. in Orangen) stärkt das Immunsystem.
  • Vitamin D: tägl. ca. 20 µg (z.B. in Joghurt) für die Nerven, Knochen und Zahnbildung.
  • Vitamin E (Tocopherol): tägl. ca. 13 mg (z.B. in Gouda) wichtig für die Bildung der Zellen und für das Immunsystem.
  • Vitamin K: tägl. ca. 60 µg (z.B. in Sauerkraut) für die Blutbildung.
  • Zink: tägl. ca. 10 mg (z.B. in Lammfleisch) für die Ausbildung der Organe und der Nerven.

Rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilchprodukte sind tabu

Zur Minimierung des Risikos einer Salmonellenvergiftung, ist es ratsam, die gesamte Schwangerschaft über auf rohes Fleisch und rohe Eier (z.B. in Beef Tartare oder Bouillon mit Ei) zu verzichten. Auch Rohmilchprodukte solltet ihr lieber nicht essen, auch, wenn sie als sehr gesund angesehen werden. Nicht pasteurisierte und wärmebehandelte Milch kann eine Menge an Krankheitserregern enthalten, die euer Baby in seiner Entwicklung schädigen.

Stress reduzieren!

Denkt mal an den Tag, an dem ihr den ersten Strampelanzug für euer Baby gekauft habt / kaufen werdet: Und schon ist er da: Der Eustress! Auch positive Erregung ist Stress. Aber eben positiver Stress. Der Ratschlag, Stress zu reduzieren heißt jetzt nicht, dass ihr eure Lebendigkeit neun Monate lang auf Eis legen müsst. Ein bisschen Stress hat man doch immer und kann auch kaum vermieden werden.

Unser Rat bezieht sich auf dauerhaften Distress. Langanhaltender, negativer Stress wie Angst, Verzweiflung und übermäßige Belastung wirken sich auch auf das ungeborene Kind negativ aus. Diese Art von Stress führt oft zu schädlichem Verhalten wie dem Griff zur Zigarette. Oder er führt dazu, dass Warnzeichen nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Im schlimmsten Fall geht dem Immunsystem die Kraft aus, um schädliche Krankheitserreger abwehren zu können, die dann ungehindert in die Gebärmutter und in den Organismus des Ungeborenen gelangen können.

Weitere Risiken von dauerhaftem Distress sind:

  • Fehlgeburt
  • Depression der Mutter
  • Depression beim Kind

Anzeichen von Distress richtig deuten

Sobald ihr über einen längeren Zeitraum hinweg mit belastenden Situationen konfrontiert seid, solltet ihr auf körperliche Anzeichen wie Schlafstörungen achten. Lieber einmal zu viel zum Arzt oder zur Hebamme gehen, als ein Mal zu wenig. Sucht euch Hilfe, um das Problem so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen. Alles Gute!

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