Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 10. SSW – In der 10. Schwangerschaftswoche ist die kritische Phase abgeschlossen

10. SSW – In der 10. Schwangerschaftswoche ist die kritische Phase abgeschlossen

10. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem sich in der 9. SSW Hände und Füße weiter ausgeprägt haben, verschwinden ab der 10. SSW (9+0 – 9+7) die Schwimmhäute zwischen Zehen und Fingern.

10. SSW:

Beim Baby:


  • Das Herz ist vollständig ausgebildet.
  • Die Geschmacksnerven bilden sich jetzt aus.
  • Der Organismus beginnt mit der Hormonproduktion.
  • Lippen und Mund sind fast vollständig entwickelt.
  • Die Plazenta ist jetzt voll funktionstüchtig.
  • Größe des Babys: ca. 2,5 – 3,5 cm
  • Gewicht des Babys: ca. 4,5 Gramm

Bei der werdenden Mami:

Die menschliche Gestalt des Babys ist schon gut erkennbar

In der 10. SSW sind viele Organe bereits vorhanden und übernehmen teilweise bereits ihre Funktionen. Das Herz ist sogar schon vollständig ausgebildet und funktionsfähig. Es wird mit der Zeit mehr und mehr Aufgaben synchron zur mütterlichen Versorgung übernehmen. Ab der 10. Schwangerschaftswoche hört der Dottersack auf, weiter zu wachsen. Er wird mit dem Ausreifen der Plazenta nicht mehr gebraucht. Gegen Ende der 12. Schwangerschaftswoche wird er sich zurückbilden und das Ruder vollständig an die Plazenta übergeben.

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Das Baby beginnt zu schmecken

Ab dem dritten Monat eurer Schwangerschaft sind Lippen und Mund des Ungeborenen vollständig konstruiert. Jetzt entwickelt euer rund 3,5 cm kleiner Knirps den Geschmackssinn, die bis zur 15. SSW vollständig ausgeprägt sein werden. Dann kann es den Geschmack des Fruchtwassers wahrnehmen. Ab diesem Zeitpunkt wird es auch damit beginnen, Fruchtwasser zu schlucken. So lernt es schon in diesem frühen Stadium geschmackliche Unterschiede kennen, denn das Fruchtwasser bietet zu verschiedenen Tageszeiten diverse Aromen an. Verschiedene Aromen, die von der Mutter bereitgestellt werden, speichert das Gehirn des Babys ab und werden sein gesamtes Leben beeinflussen. Die Mutter prägt also die Vorlieben des Kindes mit. Deshalb ist es auch besonders wichtig, sich in dieser Zeit gesund zu ernähren.

Der Fötus produziert Sexualhormone

Das wichtigste männliche Sexualhormon ist Testosteron, welches vorwiegend in den Hoden gebildet wird. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, dass der Penis, der Hodensack und die Prostata herausgebildet werden.


Für den weiblichen Organismus ist das Sexualhormon Östrogen bedeutend, welches hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet wird. Die Eierstöcke haben mit ihrer Entwicklung beim weiblichen Fötus bereits in der 5. SSW begonnen. Mit den Wochen bilden sich Eileiter, Vagina und auch die Gebärmutter heraus. Die Schamlippen und der untere Teil der Vagina entwickeln sich aus demselben Gewebe wie die männliche Harnröhre.

Die Plazenta ist jetzt vollständig ausgebildet

Die Plazenta (Synonym: Mutterkuchen) ist der „Vermittler“ zwischen Mutter und Kind. Es handelt sich dabei um ein Organ, das sich zu Beginn eurer Schwangerschaft entwickelt und in der jetzigen Phase eurer Schwangerschaft fertig ausgebildet ist. Ihre Form erinnert in den meisten Fällen an eine Scheibe. Sie ist um die 3 cm dick und hat einen Durchmesser von rund 15 – 25 cm. Das Gewicht liegt bei rund 500 Gramm. Ab sofort übernimmt es mehr und mehr alle Aufgaben zur Versorgung im Alleingang. Das macht den Dottersack in seiner Funktion überflüssig, weshalb er jetzt damit beginnt, sich zurückzubilden. Die Plazenta ist für den Austausch von bestimmen Stoffen, für die Ernährung, die Versorgung und Vermehrung der kindlichen Zellen, die Gewebebildung und den Abtransport von diversen Abbauprodukten wie beispielsweise Kohlendioxid (CO2) zuständig. Nährstoffe gelangen durch die Plazenta vom Körper der Mutter in den kleinen Organismus des Ungeborenen. Bei einer intakten Plazenta kommt das Blut der Mutter nicht mit dem des Ungeborenen in Kontakt. Die Vernetzung der Plazenta mit dem Baby übernimmt die Nabelschnur. 

Plazentainsuffizienz

Ist die Plazenta krankhaft verändert und deshalb nicht voll funktionstüchtig, kann das den Austausch und Abtransport der Stoffe aus dem kindlichen Organismus behindern. Eine funktionsgestörte Planzenta ist aber in den meisten Fällen nicht lebensgefährlich für das Ungeborene. Die Risikofaktoren einer chronischen Plazentainsuffizienz sind vielfältig, oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.

Risikofaktoren für eine Plazentainsuffizienz
  • Abtreibungen
  • Alkoholkonsum
  • Blutarmut (Anämie)
  • Bluthochdruck
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus
  • Drogen
  • Eiweißarme Ernährung
  • Infektionen
  • Mutter jünger als 18 oder älter als 35 Jahre (Risikoschwangerschaft)
  • Rauchen
  • Rhesusunverträglichkeit
  • Schnell aufeinanderfolgende Schwangerschaften
  • Systemischer Lupus erythematodes

Was ist eine Rhesusunverträglichkeit?

Bei einer Rhesusunverträglichkeit (medizinisch: Morbus haemolyticus) reagiert das mütterliche Immunsystem auf den Fötus. Dabei spielen vor allem die Blutgruppenmerkmale (Rhesusfaktoren) des Ungeborenen eine Rolle. Kommt es zu dieser Reaktion, zerstören die Rhesus-Antikörper der Mutter die Blutkörperchen des Babys. Eine Rhesusunverträglichkeit kann nur dann auftreten, wenn die Mutter Rh-negativ und der Vater Rh-positiv ist, und dann tritt sie erst ab der zweiten Schwangerschaft auf. Und zwar dann, wenn die Mutter bei der Geburt mit dem Blut des Kindes in Kontakt kommt, welches die Blutgruppe des Vaters besitzt. Bei Kontakt bilden sich daraufhin im mütterlichen Organismus Rhesus-Antikörper, die in der nächsten Schwangerschaft für das Ungeborene unterschiedlicher Blutgruppe gefährlich werden kann. Als Folge können sich Leber und Milz des Ungeborenen vergrößern, Hirnschäden können beim Ungeborenen ebenso auftreten wie Blutarmut (Anämie). Um das zu verhindern, führt der Gynäkologe in der Frühschwangerschaft einen Antikörper-Suchtest durch. Dieser wird bereits bei der ersten Schwangerschaftsuntersuchung vorgenommen und in den meisten Fällen nochmals zwischen der 24. und 27. SSW. Um einer Rhesusunverträglichkeit vorzubeugen, wird allen Rh-negativ Müttern während oder nach der Schwangerschaft eine Rhesusprophylaxe als Anti-D-Immunglobulin-Spritze verabreicht. Sie verhindert die Entwicklung von Antikörpern im Körper der Mutter.

Entweder unreine Haut und strähnige Haare oder Pfirsichhaut und dichtes Haar

Während manche Mütter im ersten Schwangerschaftsdrittel eine wunderbar zarte und glänzende Pfirsichhaut entwickeln oder dichtes, schönes Haar haben, werden andere von unreiner Haut und strähnigen Haaren geplagt. Schuld an der Schwangerschaftsakne sind die Schwangerschaftshormone, die auf hohem Level laufen. Für die Akne verantwortlich zeigt sich das Hormon Androgen, das die Drüsen anregt, vermehrt Talg zu produzieren.

Tipp gegen Schwangerschaftsakne:
  • Bei Anwendung medizinischer Pflegeprodukte mit dem Arzt Rücksprache halten.
  • Gesunde Ernährung.
  • Hygieneprodukte für sensible Haut verwenden.
  • Nicht ausdrücken!
  • Ölige und fettende Hygieneprodukte vermeiden.
  • Produkte vermeiden, die Benzylperoxid, Tetracycline, Tretinon, Alkohol, Clindamycin und Isotretinoin enthalten.
  • Viel Wasser trinken.
  • Wöchentliche Peelings, um die Verstopfungen der Poren zu reinigen.

Jetzt Zahnarzttermin vereinbaren!

Vereinbart für die nächste Zeit einen Zahnarzttermin, um den Zustand eurer Mundhöhle und eurer Zähne überprüfen zu lassen. Denn in der Schwangerschaft sind Zahnfleisch und Zähne besonders anfällig auf Entzündungen. Auch der Säuregehalt im Speichel verändert sich in der Schwangerschaft, was für den gesamten Mund- und Rachenbereich ungesund sein kann. Nach diesem Termin macht ihr am besten gleich einen zweiten Termin, der rund um die 30. SSW liegt.

ACHTUNG!
Füllungen solltet ihr euch jedoch in der Schwangerschaft keine machen lassen.

Schwangerschaftsstreifen schon jetzt vorbeugen

Beginnt bereits jetzt mit der vorbeugenden Pflege gegen Schwangerschaftsstreifen. Eure Haut wird sich in den nächsten Wochen und Monaten stark dehnen. Um dieser Belastung standzuhalten, muss sie flexibel und dehnbar sein. Pflegt deshalb die Haut um Bauch, Oberschenkel und Busen mit fettreicher Salbe oder einem reichhaltigen Öl. Das kann den zwar ungefährlichen, aber unschönen Rissen im Bindegewebe vorbeugen. Cremt die betreffenden Körperstellen großzügig ein und massiert sie täglich mehrere Minuten lang, um das Bindegewebe dehnbarer zu machen.

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