Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 17. SSW – In der 17. Schwangerschaftswoche werden die ersten Fettreserven angelegt

17. SSW – In der 17. Schwangerschaftswoche werden die ersten Fettreserven angelegt

17. SSW - Schwangerschaftswoche

Kaum zu glauben, aber ihr befindet euch mit der 17. Schwangerschaftswoche (16+0 bis 16+6) bereits im 5. Schwangerschaftsmonat. Euer Babybauch wächst jetzt immer schneller und die Schwangerschaft steht euch hervorragend. Und auch euer Baby legt an Gewicht zu, denn ab dieser Schwangerschaftswoche beginnt es damit, wichtige Fettpolster anzulegen.

Die Fettpolster bilden unter anderem eine effiziente Energiequelle und schützen das Baby bei der Geburt besser vor Kälte. In diesem Artikel erfahrt ihr, was in der 17. SSW noch alles vonstattengeht und warum bei vielen Schwangeren die Schlafqualität in dieser Zeit nachlässt.

Das Baby in der 17. Schwangerschaftswoche

Etwa ab der 17. SSW beginnt sich das Unterfettgewebe eures Babys zu bilden und sich unter der noch sehr dünnen und gleichzeitig faltigen Haut abzulagern. Mithilfe des Unterfetts wird Körperwärme produziert sowie gespeichert und es hält das Neugeborene bei der Geburt ausreichend warm. Mit dem Unterfettgewebe ist euer Baby sogar schon in der Lage, seine Körpertemperatur selbst zu regeln.

Zudem dient das Fettgewebe dazu, eurem Baby Energie zu spenden, was für den wichtigen Stoffwechselprozess unerlässlich ist. Durch die neuen Energiereserven nimmt euer Baby in den kommenden Wochen rasant an Gewicht zu und legt sich schon mal einen kleinen Vorrat an Babyspeck an. Ist das nicht eine zuckersüße Vorstellung?

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Das gesamte Skelett eures Kindes wird nun immer härter. So beginnen die Wirbelsäule, die Schultern und auch der Brustkorb damit, sich zu verknöchern. Der weiche Knorpel, der bis jetzt für die Stabilität des kindlichen Körpers verantwortlich war, wird nach und nach durch Knochen ersetzt.


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Der Kreislauf eures Kindes ist einsatzbereit und auch die Organe müssen nur noch an Größe zulegen und funktionstüchtiger werden, ansonsten haben diese ihre Arbeit bereits aufgenommen. So werden zum Beispiel schon Körperausscheidungen sowie Hormone produziert.

Auch der lebenswichtige Greif- und Saugreflex wird kontinuierlich weiterentwickelt, weshalb euer Baby häufig am Daumen nuckelt oder mit der Nabelschnur spielt. Die Nabelschnur wächst übrigens mit dem Körper eures Babys mit, um dem steigenden Nahrungsbedarf gerecht zu werden. Dabei sorgen drei Blutgefäße im inneren der Nabelschnur dafür, dass Blut und Nährstoffe zum Baby transportiert werden und verbrauchtes Blut wieder abtransportiert wird.

Bis zum Ende der Schwangerschaft kann die Nabelschnur bis zu 60 Zentimeter lang und etwa 1,5 Zentimeter dick werden. Damit sich die Nabelschnur nicht verknoten, verheddern oder knicken kann, ist diese mit einer Art Schleimschicht bedeckt. Und dadurch, dass die Nabelschnur in sich verdreht und gleichzeitig verlängerbar ist, kann sich euer Kind nicht darin verfangen.

Mittlerweile ist auch der Tastsinn, der über die verschiedenen Hautregionen verteilt ist, gut ausgebildet und das Gehör wird immer besser. Laute oder ungewohnte Geräusche können euer Baby sogar schon erschrecken, was sich durch ein Zucken oder einen kleinen Sprung im Fruchtwasser zeigen kann. Macht euch jedoch keine Sorgen, wenn sich euer kleiner Schatz einmal erschrickt. Dies hat definitiv keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung eures Kindes.

Nicht nur auf Geräusche, auch auf Berührungen reagiert euer Baby jetzt immer intensiver. Durch das sanfte Streicheln eures Babybauchs und indem ihr mit eurem Kind sprecht, könnt ihr dieses beruhigen und bereits jetzt die Mutter-Kind-Beziehung stärken. Auch durch eure alltäglichen Bewegungen fühlt sich euer Baby geborgen und gleichzeitig wird der Gleichgewichtssinn trainiert.

Indem euer Baby hin und wieder Fruchtwasser schluckt und die Atembewegungen imitiert, wird die Lunge getestet und auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet. Gleichzeitig bildet sich jetzt ein einfaches Immunsystem, welches euer Baby in der Schwangerschaft gegen Infektionen schützen soll.

In der 17. Schwangerschaftswoche misst euer Baby etwa 11 bis 15 Zentimeter (SSL) und wiegt um die 110 bis 130 Gramm. In einigen Wochen gibt nicht mehr die Scheitel-Steiß-Länge Auskunft über den Entwicklungsstand eures Kindes, sondern unter anderem der Brust-, Bauch- sowie Kopfumfang und die Länge der Oberschenkelknochen. Mithilfe der Messungen und einer speziellen Formel kann der Frauenarzt daraufhin das Gewicht eures Kindes schätzen.

Bitte beachten:
Sollte das Gewicht oder die Größe eures Babys von den hier angegebenen Durchschnittsgrößen abweichen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter eure Schwangerschaft voranschreitet, umso individueller entwickelt sich euer Kind.

Das zeigt der Ultraschall in der 17. Schwangerschaftswoche

Die Beine eures Babys sind mittlerweile etwas länger als die Arme und der Kopf wächst, im Vergleich zum restlichen Körper, nun deutlich langsamer. Somit könnt ihr die neu entwickelten Proportionen gut auf dem Ultraschall erkennen. Auch das Gesicht verfeinert seine niedlichen Züge weiter. Zudem haben die Ohren ihre Position eingenommen und auch die Augen befinden sich nun vorne am Kopf und liegen nicht mehr seitlich.

Euer Baby ist weiterhin sehr aktiv und turnt gerne herum. Die häufigen Turnübungen sind ein wahrer Grund zur Freude, denn diese deuten darauf hin, dass die Nervenbahnen und auch das Gehirn weiter heranreifen und gut miteinander koordinieren. Ab der 17. SSW bildet sich zudem eine schützende Substanz (Myelin), die sich um die Nervenzellen sowie das Rückenmark eures Babys legt.

Der Herzschlag eures Kindes ist jetzt nicht mehr nur auf dem Ultraschall zu sehen, sondern sogar über ein Stethoskop hörbar. Im Zuge eurer nächsten großen Vorsorgeuntersuchung, die um die 19. Schwangerschaftswoche herum stattfindet, wird euer Frauenarzt oder die Hebamme den Herzschlag eures Babys abhören können.

Spätestens im Zuge dieser Untersuchung werdet ihr auch endlich das Geschlecht eures Kindes erfahren, denn zur jetzigen Zeit sollten die Geschlechtsteile, sofern euer Baby richtig liegt, bereits gut zu erkennen sein. Neben der Entwicklung der äußeren Geschlechtsorgane reift bei einem Mädchen zudem die Gebärmutter heran und bei einem Jungen formt sich bereits die Prostata.

Die werdende Mama in der 17. Schwangerschaftswoche

Nehmt ihr vermehrt ein Ziehen im Unterleib oder in euren Leisten, dem Nabelbereich sowie im Rücken wahr? Das sind die sogenannten Mutterbandschmerzen, die aufgrund der wachsenden Gebärmutter entstehen.

Diese treten jetzt verstärkt auf und können bis zum Ende der Schwangerschaft anhalten. Tritt das Ziehen nicht in Verbindung mit starken Schmerzen, Fieber oder Blutungen auf, besteht keine Gefahr für euch oder euer Baby.

Im Großen und Ganzen ist diese Zeit der Schwangerschaft besonders schön und entspannend. Viele Schwangere fühlen sich ausgeglichen und die körperliche sowie seelische Balance ist meist wiederhergestellt. Der Appetit kommt zurück, der Kreislauf hat sich wieder stabilisiert und auch die Stimmung fährt nicht mehr unentwegt Achterbahn.

Da auch die weiblichen Geschlechtsorgane momentan stärker durchblutet werden, verspüren viele Schwangere eine gesteigerte Libido. Nähe zum Partner ist jetzt besonders wichtig und kann das Band zwischen den werdenden Eltern noch mehr verstärken.

Wurde euch vielleicht schon ein Platz in einem öffentlichen Verkehrsmittel angeboten? Wenn ja, ist dies der Tatsache geschuldet, dass sich eure bezaubernde Babykugel jetzt immer deutlicher zeigt. Zwar ist diese noch recht klein, doch auch für Außenstehende wird jetzt sichtbar, dass ihr euch in anderen Umständen befindet. Umstandsmode ist jetzt Gold wert und einmal anprobiert, wollt ihr in eurer Schwangerschaft bestimmt nichts anderes mehr tragen.

Da euer Baby in den kommenden Wochen stark an Gewicht zulegen wird, kann sich die Gewichtszunahme auch bei euch auf der Waage bemerkbar machen. Doch auch die wachsende Gebärmutter sowie das erhöhte Blutvolumen sorgen für Extra-Kilos auf der Waage.

Guter Tipp:
Wollt ihr euren Bauchumfang selbst messen, solltet ihr dies am besten im Liegen tun, doch auch im Stehen ist das Messen kein Problem. Das Messband wird auf die Höhe des Bauchnabels angelegt und eure Babykugel daraufhin vermessen.

Schlafprobleme in der Schwangerschaft

Gehört ihr auch zu den Schwangeren, die unter ihrer schlechten Schlafqualität oder gar unter Schlafproblemen leiden? Im ersten und zweiten Schwangerschaftstrimester resultieren die Schlafprobleme vor allem daher, dass sich der Körper erst an die Hormonumstellung gewöhnen muss und das Gedankenkarussell häufig nachts seine Fahrt aufnimmt.

Werde ich eine gute Mutter? Bekomme ich alles unter einen Hut und was kommt überhaupt auf mich zu? Diese und viele weitere Fragen rund um die Schwangerschaft und das Muttersein beschäftigen Schwangere, so sehr sich diese auf ihre Rolle als Mama freuen und dem Geburtstermin entgegenfiebern.

Je größer dann auch noch der Babybauch wird, umso schwieriger wird es, eine geeignete Schlafposition zu finden. Mit Voranschreiten der Schwangerschaft nehmen zudem Sodbrennen, Rücken- und Beckenschmerzen sowie Wadenkrämpfe zu, welche sich zusätzlich negativ auf die Schlafqualität auswirken.

Gleichzeitig drückt das Gewicht der Gebärmutter immer stärker auf die Blase, was nächtliche Toilettengänge zur Folge haben kann, die wiederum den Schlaf beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass Ungeborene aufgrund hormoneller Einflüsse vorwiegend in der Nacht aktiv werden, wenn ihr euch eigentlich zum Schlafen hingelegt habt.

Tipps für erholsame Nächte in der Schwangerschaft

Dass es während der Schwangerschaft immer mal wieder Nächte gibt, in denen ihr nicht gut schlafen könnt, ist ganz normal. Werden die unruhigen und schlaflosen Nächte hingegen zur Gewohnheit, gehen wichtige Energiereserven sowie Kräfte, die für die Schwangerschaft benötigt werden, verloren.

Damit ihr wieder erholsam schlafen könnt, haben wir einige effektive Tipps für euch zusammengefasst:

Auf der linken Seite schlafen: Mit Babybauch ist es gar nicht so einfach, eine geeignete und gemütliche Schlafposition zu finden. Die linke Seitenlage hat sich in der Schwangerschaft bewährt und bringt zudem gesundheitliche Vorteile mit sich.

Denn indem ihr auf der linken Körperseite liegt, wird der Druck auf die untere Hohlvene sowie die Organe und Gefäße verringert. Durch die Entlastung der großen Hohlvene, die sich im unteren Bauchraum befindet, wird der gesamte Organismus entlastet und die Durchblutung gefördert. In dieser Position können auch eure Nieren besser arbeiten, was Wassereinlagerungen vorbeugt und gewährleistet, dass euer Baby ausreichend mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt wird.

Für eine zusätzliche Entlastung kann das sogenannte Seitenschläferkissen sorgen, welches beim Schlafen oder auch einfach beim Entspannen zwischen eure Beine gelegt wird. So wird die oft verspannte Nacken- sowie Rückenmuskulatur entspannt und gleichzeitig die Halswirbelsäule entlastet.

Entspannungstechniken anwenden: Schlafprobleme in der Schwangerschaft werden häufig verursacht, wenn die werdende Mami nicht richtig abschalten kann und sich zu viele Gedanken macht. Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Autogenes Training, Meditation oder Entspannung nach Jakobsen, können dabei helfen, die Ruhe und Gelassenheit wiederzufinden. Wendet die Entspannungsübungen regelmäßig und bei Bedarf vor dem Schlafengehen an.

Bewegung und viel frische Luft: Ein gesunder und erholsamer Schlaf wird gefördert, wenn ihr euch regelmäßig und ausreichend bewegt. So wird euer Körper besser durchblutet und ihr könnt Stress einfacher abbauen. Geeignete und schwangerschaftstaugliche Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Schwangerschaftsgymnastik oder Yoga.

Auch Spaziergänge an der frischen Luft haben einen positiven Effekt auf euren Körper. Achtet allerdings darauf, dass ihr etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen auf Sport verzichtet, da euer Körper einige Zeit in Anspruch nimmt, um sich wieder herunterzufahren.

Weitere Einschlafhilfen:

  • Entspannende Bäder mit ätherischem Zirben- oder Lavendelöl helfen dabei zu entspannen und neue Kraft zu tanken.
  • Haltet eure Schlaftemperatur im Zimmer bei etwa 16 bis 19 Grad und lüftet vor dem Zubettgehen gründlich durch. Ist die Temperatur im Schlafzimmer zu hoch, mindert das eure Schlafqualität.
  • Esst zum Abendessen, anstelle von einer fettigen und reichhaltigen Mahlzeit, eine leichte und verdauliche Kost. Zudem sollte eure tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Litern am besten vor 19 Uhr gedeckt sein, um nachts nicht ständig auf die Toilette zu müssen.
  • Trinkt abends ein Glas warme Milch mit Honig oder einen entspannenden sowie schlaffördernden Melissentee.
  • Verzichtet bei Schlafproblemen am besten komplett auf koffeinhaltige Getränke.

Das ist in der 17. Schwangerschaftswoche wichtig

Eisen: Fühlt ihr euch trotz ausreichend Schlaf müde und abgeschlagen, sollte euer Frauenarzt testen, ob ihr womöglich unter einem Eisenmangel leidet. Dieser kommt in der Schwangerschaft häufig vor und kann unter anderem mit Nahrungsergänzungspräparaten behoben werden. Nehmt diese jedoch nur nach Absprache mit eurem Frauenarzt oder der Hebamme ein, um möglichen Komplikationen und unerwünschten Nebenwirkungen vorzubeugen.

Umstandsmode: Endlich mal ein triftiger Grund, um euch und eure Garderobe mit ein paar neuen Kleidungsstücken zu beglücken. Durch praktische Knöpfe können die Klamotten an den wachsenden Babybauch angepasst werden und engen die werdenden Mamis nicht ein. Hosen sind meist mit einem elastischen Bund versehen und haben einen speziellen Schnitt. Die Auswahl heutzutage ist riesengroß und bei weitem nicht mehr unförmig oder gar unmodern.

Die 17. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Euer Baby misst jetzt zwischen 11 und 15 Zentimeter und ist damit in etwa so groß wie eine Birne.
  • Das Unterfettgewebe beginnt sich zu bilden, welches Körperwärme produziert und Energie spendet.
  • Der Herzschlag eures Kindes ist ab jetzt durch ein Stethoskop zu hören.
    Durch die größer werdende Gebärmutter können vermehrt Mutterbandschmerzen auftreten.
  • In der gesamten Schwangerschaft kann es immer mal wieder zu Schlafproblemen kommen. Unter anderem durch regelmäßige Bewegung, eine geeignete Schlafposition und gezielte Entspannungsübungen könnt ihr diesen entgegenwirken.

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