Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 23. SSW – In der 23. Schwangerschaftswoche wird der Platz knapper

23. SSW – In der 23. Schwangerschaftswoche wird der Platz knapper

23. SSW - Schwangerschaftswoche

In der 23. Schwangerschaftswoche (22+0 bis 22+6) werden die ersten Erinnerungen abgespeichert und gleichzeitig kann euer Baby bereits einige Geräusche unterscheiden. Neben der voranschreitenden Entwicklung des Gehirns liegt auch die kindliche Gewichtszunahme weiter im Vordergrund. In diesem Artikel informieren wir euch außerdem, warum Schwangere einen erhöhten Magnesiumbedarf haben und was ihr gegen Wadenkrämpfe tun könnt.

Das Baby in der 23. Schwangerschaftswoche

Euer Baby beginnt damit, bestimmte Erinnerungen, wie zum Beispiel die Tonlage eurer Stimme, in seinem Gehirn abzuspeichern. Dadurch ist es ihm möglich, die Stimmen von Mama und Papa von anderen Stimmen zu unterscheiden.

Sprecht deshalb viel mit eurem Ungeborenen oder lest und singt ihm etwas vor. Dies stärkt die Eltern-Kind-Bindung nachhaltig und euer Schatz fühlt sich geborgen. Zieht den werdenden Papa in dieses Ritual mit ein, denn seine tiefe Stimme wird jetzt immer deutlicher von eurem Baby wahrgenommen.

Forscher haben sogar herausgefunden, dass Ungeborene männliche Stimmen besser hören können als die höhere Stimmlage von Frauen. Ein sehr schlauer Schachzug der Natur, denn so kann auch der frisch gebackene Papi das Neugeborene mit seiner vertrauten Stimme beruhigen.

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Da im Gehirn des Ungeborenen immer komplexere Prozesse sowie Entwicklungen vonstattengehen und sich das Innenohr weiter verhärtet, können Reize und Geräusche von außen nun viel besser wahrgenommen und gleichzeitig verarbeitet werden. Mittlerweile kann euer Baby ihm bekannte Geräusche, wie zum Beispiel Magengrummeln oder euren Herzschlag, sogar teilweise unterscheiden.


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Die Geräusche werden wiederum als Erinnerungen im Gehirn abgespeichert. Sobald euer Baby das Licht der Welt erblickt, könnt ihr endlich gemeinsam viele neue und wundervolle Erinnerungen schaffen. Bis dahin werden die Sinne eures Kindes verfeinert und das Gehirn prägt sich weiter aus.

Doch nicht nur das Gehirn entwickelt sich rasant. In dieser Schwangerschaftswoche entsteht der wichtige Lungenkreislauf, den euer Baby unter anderem durch das Ein- und Ausatmen von Fruchtwasser bereits tatkräftig unterstützt. Zudem öffnen sich die Nasenlöcher, welche bis zum jetzigen Zeitpunkt fest verschlossen waren. Ein weiterer wichtiger Schritt um eigenständig atmen und überleben zu können.

Hättet ihr gedacht, dass euer Baby durch die Atemübungen täglich mindestens 500 ml Fruchtwasser trinkt? Somit dient das Fruchtwasser nicht nur als Schwimmbecken sowie als wertvolle Schutzhülle vor Stößen, sondern auch als gesunder Durstlöscher. Zudem ist das Fruchtwasser maßgeblich daran beteiligt, die Körperfunktionen in Gang zu halten und um die Nieren zu trainieren.

Dabei hat das wohlig warme Fruchtwasser einen süßlichen Geschmack, der in etwa an eine Tasse Tee mit einem Löffel Zucker erinnert. Im Fruchtwasser enthalten sind unter anderem Wasser, Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien sowie Hormone aus der Plazenta. Nach dem Verzehr wird das Fruchtwasser über die Harnwege und Nieren wieder ausgeschieden.

Ein anderer Teil wird in der kindlichen Lunge sowie im Darm resorbiert und anschließend über die Blutgefäße zur Mama geleitet. Ein wichtiger Kreislauf entsteht, in welchem das Fruchtwasser etwa alle vier Stunden komplett ausgetauscht wird.

Durch die Fettpölsterchen, die sich in Form von braunem Fettgewebe seit kurzem unter der Haut bilden, wird die Haut eures Kindes dicker und sieht nicht mehr so transparent aus, wie zu Beginn der Schwangerschaft. Auch das Gesich wird durch die Fettreserven aufgepolstert und nimmt bereits einen individuelleren sowie charakteristischen Gesichtsausdruck an. In erster Linie dienen die Fettdepots als wichtige Energiequelle für die Zeit nach der Geburt sowie als Wärmespeicher.

In der 23. SSW bewegt sich euer Zwerg noch mehr und turnt fleißig in eurem Bauch umher. Getreu dem Motto: Einer geht noch! Und damit ist in diesem Falle ein Purzelbaum oder Salto gemeint. Da euer Baby schon eine gewisse Größe erreicht hat, könnt ihr bei den Turnübungen unter Umständen einen Fuß oder kleinen Popo sehen, der von innen gegen eure Bauchdecke drückt. Diese winzigen Ausbuchtungen, die sich, je nach der Bewegung des Kindes, von einer Seite zur anderen schieben können, sehen wahnsinnig lustig aus.

Euer Baby misst jetzt zwischen 28 und 30 Zentimeter (SFL) und wiegt rund 580 Gramm. Bis zur Geburt wird euer Kind noch etwa das 6-fache an seinem bisherigen Gewicht zulegen. In nur einer Woche hat euer Bauchzwerg um die 150 Gramm Gewicht zugenommen und diese rasanten Sprünge in der Gewichtszunahme werden auch die nächsten Wochen beibehalten. Somit wird euer Baby zum Ende des zweiten Trimester bereits die 1-Kilo-Marke überschreiten.

Doch selbst unter den aktuellen Voraussetzungen hätte das Ungeborene, allerdings mit einer langen sowie intensiven medizinischen Versorgung, theoretisch schon Überlebenschancen. Und ab jetzt steigen die Überlebenschancen im Falle einer Frühgeburt von Woche zu Woche. Spätere Beeinträchtigungen bei einer Frühgeburt sind, dank der medizinischen Weiterentwicklungen, heute kaum noch zu befürchten.

Bitte beachten:
Sollte das Gewicht oder die Größe eures Babys von den hier angegebenen Durchschnittsgrößen abweichen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter eure Schwangerschaft voranschreitet, umso individueller entwickelt sich euer Kind.

Das zeigt der Ultraschall in der 23. Schwangerschaftswoche

Euer kleines Wunder sieht einem Neugeborenen schon sehr ähnlich, die Proportionen sind mittlerweile angepasst und der Kopf erscheint schon lange nicht mehr überdimensional groß. Lediglich die Fettpölsterchen müssen weiter angelegt werden, doch daran arbeitet euer Baby seit der letzten Schwangerschaftswoche verstärkt.

Die werdende Mama in der 23. Schwangerschaftswoche

Fühlt ihr euch momentan öfters schwindelig? Vor allem das Aufstehen ist bei werdenden Mamis häufig mit einem unangenehmen Schwindelgefühl verbunden. Dies hängt in erster Linie damit zusammen, dass die Blutgefäße in der Schwangerschaft geweitet sind und gleichzeitig das Blutvolumen erhöht ist.

Dadurch sackt das Blut schneller in die Beine und wird langsamer als gewöhnlich nach oben zum Herzen gepumpt. In dieser Zeit sinkt der Blutdruck ab und muss erst wiederaufgebaut werden. So kann es zu einem kurzen, aber in der Regel ungefährlichen, Blutmangel im Gehirn kommen, der den Schwindel auslöst.

Je größer euer Babybauch wird, umso häufiger ist die Gebärmutter an dem Schwindel beteiligt, denn diese drückt nun vermehrt auf die Blutgefäße. Auch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr sowie Schlafmangel und Stress führen nicht selten zu Schwindelattacken.

Um Schwindel vorzubeugen, solltet ihr unbedingt auf eure tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,5 Litern achten. Um gleichzeitig den Blutzuckerspiegel vor einem Absinken zu hindern, haben sich zum Beispiel Saftschorlen bewährt. Zudem solltet ihr bei Problemen mit dem Kreislauf regelmäßig Snacks zu euch nehmen. Vor allem Kohlenhydrate wie Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte und auch Obst eignen sich hierbei besonders gut. Für den Notfall könnt ihr Traubenzucker, ein Saftpäckchen, eine Banane oder einen Müsliriegel für unterwegs einpacken.

Bei niedrigem Blutdruck können zudem regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft Wunder bewirken. Auf große sportliche Anstrengungen solltet ihr hingegen besser verzichten. Achtet außerdem beim Aufstehen aus einer liegenden als auch sitzenden Position darauf, euch Zeit zu lassen und es vor allem morgens langsamer angehen zu lassen.

Bitte beachten:
Schwindel in der Schwangerschaft ist in den meisten Fällen harmlos und unbedenklich. Sollte der Schwindel jedoch sehr ausgeprägt sein, gar in Ohnmacht enden, mit starken Kopfschmerzen, Herzrasen sowie Sehstörungen auftreten, solltet ihr nicht zögern und euren Frauenarzt aufsuchen. Unter Umständen liegt bei euch ein Eisenmangel vor, der mit Nahrungsergänzungsmitteln behoben werden muss.

Wadenkrämpfe durch Magnesiummangel?

Werdet ihr in letzter Zeit häufiger von Wadenkrämpfen heimgesucht? Die schmerzhaften Wadenkrämpfe, die bis in die Füße ausstrahlen können und eine anschließende Muskelverhärtung mit sich bringen, treten dabei vorwiegend in der Nacht auf und reißen werdende Mamis regelrecht aus dem Schlaf.

Nach einigen Sekunden hören die Kontraktionen in der Muskulatur zwar normalerweise wieder auf, doch häufig bleiben verhärtete und schmerzende Waden zurück. Dabei hängen Wadenkrämpfe in den meisten Fällen mit einem Magnesiummangel zusammen. Auch Nervosität, Abgeschlagenheit sowie innere Unruhe oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen können mit einem Magnesiummangel mit einhergehen.

Insbesondere ab der 23. Schwangerschaftswoche sind viele Schwangere von einem Magnesiummangel betroffen. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die kindlichen Muskeln und Nerven zurzeit schnell entwickeln und euer Baby daher viel Magnesium benötigt. Durch hormonelle Veränderungen wird zudem verstärkt Magnesium über den Urin ausgeschieden. Somit steigt der Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft auf etwa 350 Milligramm pro Tag an.

Im schlimmsten Fall kann ein länger andauernder Magnesiummangel zu vorzeitigen Wehen und somit zu einer Frühgeburt sowie zu einer Präeklampsie führen. Daher werden bei vorzeitigen Wehen, neben absoluter Ruhe und Entspannung, zusätzlich hoch dosierte Magnesiumpräparate verschrieben, um eine Frühgeburt zu verhindern.

Um einem Magnesiummangel in der Schwangerschaft rechtzeitig vorzubeugen, solltet ihr unbedingt magnesiumreiche Lebensmittel in euren Speiseplan integrieren. So ist unter anderem in Bananen, Himbeeren, Spinat sowie anderem grünen Gemüse, Mandeln, Vollkornprodukten, Naturreis, Linsen, Orangen, Sojaprodukten, Käse sowie Fisch und Sonnenblumenkernen reichlich Magnesium enthalten.

Auch die Naschkatzen unter euch kommen auf ihre Kosten, denn Magnesium ist auch in Marzipan enthalten. Neben der Ernährung können außerdem regelmäßige Bewegung sowie Wechselduschen und Dehnübungen schmerzhaften Wadenkrämpfen vorbeugen.

Doch nicht immer kann der erhöhte Magnesiumbedarf allein durch die Ernährung gedeckt werden. Solltet ihr also regelmäßig von Wadenkrämpfen geplagt werden, solltet ihr dies unbedingt eurem Frauenarzt mitteilen. Dieser wird euch ein geeignetes Magnesiumpräparat verschreiben, um vorzeitige Wehen oder eine Präeklampsie zu verhindern. Auf eine vorsorgliche Magnesiumeinnahme ohne vorherige Absprache mit dem Frauenarzt oder der Hebamme solltet ihr in jedem Fall verzichten, um Risiken in der Schwangerschaft zu vermeiden.

Gut zu wissen:
In der Regel empfehlen Hebammen und Frauenärzte das verschriebene Magnesiumpräparat etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche abzusetzen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass die bald einsetzenden und sehr wichtigen Senk- und Vorwehen abgeschwächt oder gar verhindert werden.

Schmerzlindernde Sofortmaßnahmen bei einem Wadenkrampf:

  • Setzt euch bei einem Wadenkrampf schnell hin und streckt das krampfende Bein so gut es geht aus, bis ihr eine Dehnung in der betroffenen Wade spürt. Streckt dabei gleichzeitig eure Zehen in Richtung Oberkörper oder drückt eure Füße gegen die Wand.
  • Lauft nach einem (nächtlichen) Wadenkrampf etwas umher, um eure Wadenmuskulatur zu lockern und die Durchblutung in Schwung zu bringen.
  • Massiert eure verkrampfte Wadenmuskulatur, dies tut gut und lockert die verhärteten Muskeln. Gleichzeitig beugt ihr durch die Massage einem Muskelkater am nächsten Tag vor.
  • Wärme in Form einer Wärmflasche oder einer warmen Wadendusche können für Linderung nach einem Wadenkrampf sorgen, andere Schwangere hingegen empfinden Kälte nach einem Wadenkrampf als angenehmer. Probiert einfach aus, was euch am meisten zusagt.

Das ist in der 23. Schwangerschaftswoche wichtig

Termin für Glukosetoleranztest vereinbaren: Etwa in der 24. Schwangerschaftswoche wird der sogenannte orale Glukosetoleranztest, der von den Krankenkassen gezahlt wird, durchgeführt. Bei bestimmten Risikogruppen, wie zum Beispiel einem BMI der Schwangeren von über 30 (vor der Schwangerschaft) oder einer familiären Vorerkrankungen mit Diabetes, wird der Test schon früher durchgeführt.

Durch den wichtigen Glukosetoleranztest wird festgestellt, ob bei euch eine beginnende Schwangerschaftsdiabetes vorliegt. Ist dies der Fall, wird euer Blutzucker regelmäßig vom Frauenarzt kontrolliert und gegebenenfalls medikamentös behandelt. Nach der Schwangerschaft normalisieren sich die Blutzuckerwerte in der Regel wieder.

Beim Geburtsvorbereitungskurs anmelden: Wenn ihr dies nicht bereits getan habt, solltet ihr euch spätestens jetzt zum Geburtsvorbereitungskurs anmelden, denn die Plätze sind verständlicherweise heiß begehrt und vor allem in den Städten begrenzt. In einem Geburtsvorbereitungskurs erhaltet ihr unter anderem wichtige Informationen zum weiteren Schwangerschaftsverlauf sowie zur Entbindung und ihr bekommt wertvolle Tipps für die Wochen nach der Geburt.

Zudem könnt ihr euch mit anderen werdenden Mamis austauschen, eure Sorgen und Ängste teilen und der Hebamme alle Fragen stellen, die euch beschäftigen. Auch Atem- und Entspannungsübungen sowie Übungen für den Beckenboden werden euch im Geburtsvorbereitungskurs gezeigt und beigebracht.

Zwischen der 25. und spätestens 30. SSW solltet ihr mit dem Geburtsvorbereitungskurs, der insgesamt 14 Stunden umfasst, beginnen. In der Regel werden die Kurse, sofern diese von einer Hebamme geleitet werden, von den Krankenkassen übernommen. Begleitet euch euer Partner, wird lediglich eine kleine Gebühr fällig.

Die 23. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Das Ungeborene beginnt damit, bestimmte Erinnerungen abzuspeichern und kann bereits Geräusche zuordnen.
  • Da euer Baby dunkle Männerstimmen besonders gut hören kann, sollte auch der werdende Papa viel mit dem Ungeborenen sprechen oder ihm etwas vorlesen. Das stärkt die Bindung und führt dazu, dass sich das Neugeborene auch von Papas Stimme beruhigen lässt.
  • Die Nasenlöcher beginnen sich zu öffnen und der Lungenkreislauf entsteht.
  • Viele Schwangere haben vor allem morgens mit Schwindel zu kämpfen. Dies liegt unter anderem an dem erhöhten Blutvolumen und daran, dass die Gebärmutter verstärkt auf die Blutgefäße drückt.
  • Durch den derzeit erhöhten Magnesiumbedarf kann es vermehrt zu Wadenkrämpfen kommen. Sollten diese regelmäßig auftreten, zögert nicht und sucht euren Frauenarzt auf. Dieser wird euch, wenn nötig, ein Magnesiumpräparat verschreiben.
  • Euer Baby misst zwischen 28 und 30 Zentimeter (SFL) und wiegt um die 580 Gramm.

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