Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 35. SSW – In der 35. Schwangerschaftswoche ist das Baby schon recht rundlich

35. SSW – In der 35. Schwangerschaftswoche ist das Baby schon recht rundlich

35. SSW - Schwangerschaftswoche

Ab der 35. SSW (34+1 – 34+7) stellen sich die Mamis bereits langsam auf die Geburt ein. Das Baby legt in dieser Zeit hauptsächlich noch an Gewicht zu. Die pränatale Entwicklung ist größtenteils abgeschlossen.

35. SSW:

Beim Baby:


  • Die Bandbreite der hörbaren Töne wird größer
  • Im Bereich der Ellenbogen und der Knie entwickeln sich Hautfalten
  • Rund 15 % des Gewichts ist bereits Fett
  • Die Vernetzung der Nervenbahnen schreitet voran
  • Größe des Babys (SSL): rund 48 cm
  • BPD: rund 86-87 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 2381 – 2600 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Noch fünf Wochen warten
  • SSW 34 – 36: Vorsorgeuntersuchung mit CTG
  • Entspannung ab der 35. SSW: Aromatherapie
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Die Hausgeburt
  • Nach der Geburt: Imprinting und Bonding
  • Gewichtszunahme: bis zu 17 kg

Noch 5 Wochen warten

Den größten Teil eurer Schwangerschaft habt ihr nun hinter euch. Jetzt dauert es noch rund 5 Wochen, bis ihr euer Baby in den Händen halten könnt. Auf die Geburt seid ihr wahrscheinlich schon gut vorbereitet. Der Geburtskoffer ist gepackt, der Geburtsplan aufgestellt. Ihr habt bereits eine Ahnung davon, was euch erwartet, und welche Hilfsmittel es gibt, um die Entbindung zu erleichtern.

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Die pränatale Entwicklung ist so gut wie abgeschlossen

Euer Baby ist ausgebacken! Sein Immunsystem funktioniert, es öffnet und schließt die Augen und bewegt sich – soweit es der Platz in eurem Bauch noch zulässt. Die Sinneswahrnehmungen und Reflexe sind ausgeprägt. Dabei wird die Bandbreite der hörbaren Töne jetzt noch größer. Dass die Hertzzahl der Töne, die das Baby im Bauch wahrnehmen kann, mit jeder Schwangerschaftswoche zunimmt, haben wir bereits in der 33. SSW beschrieben. Zunächst hört es die tiefen und dumpfen Töne. Jetzt, in der 35. SSW, reagiert es auch schon auf Frequenzen im Bereich von 1000 bis 3000 Hertz.


Was das Immunsystem anbelangt, bleibt euer Baby aber auch nach der Geburt noch relativ sensibel. Weitere Abwehrstoffe werden ihm beim Stillen durch die Muttermilch zugeführt werden. Durch das Stillen wird es noch intensiver gegen Krankheitserreger geschützt.

Im Bereich der Ellenbogen und der Knie entwickeln sich Hautfalten

Euer Baby hat in den letzten Wochen eine dicke Fettschicht aufgebaut, die es nach der Geburt vor Kälte und Einwirkungen von Außen schützen wird. Rund 15 % des Gewichts ist bereits Fettmasse. An manchen Stellen werden die Hautfalten jedoch trotzdem nicht verschwinden. Sie werden sich eher noch weiter ausbilden. So der Fall bei den Ellenbogen und den Knien.

Die Vernetzung der Nervenbahnen schreitet voran

Wie ihr bereits wisst, entwickelt sich der Großhirnbereich im letzten Trimester. Die Hirnmasse, und mit ihr die weiße Substanz, verändert sich. Ab jetzt läuft ein wichtiger Prozess in der Gehirnentwicklung. Um die 35. Schwangerschaftswoche herum verfünffacht sich der Myelinanteil. Die Myelinisierung des Gehirns beginnt. Myelin ist eine Substanz aus Fett und Protein, die sich wie eine Isolierung über die Axone legt und dafür sorgt, dass die Impulsübertragung an den Neuronen beschleunigt wird.

SSW 34 – 36: Vorsorgeuntersuchung mit CTG

Vielleicht habt ihr diesen Termin bereits hinter euch. Vielleicht steht er aber auch erst an. Zwischen der 34. und der 36. Schwangerschaftswoche wird eine weitere Vorsorgeuntersuchung mit CTG fällig. Ebenfalls durchgeführt wird dieses Mal eine letzte Blutabnahme zur Bestimmung von Hepatitis B sowie der Eisenwerte.

Entspannung ab der 35. SSW: Aromatherapie

In der Aromatherapie werden ätherische Öle verwendet, die aufgrund ihrer enthaltenen Stoffe therapeutisch wirken. In den Ölen befinden sich hochkonzentrierte Wirkstoffe, die über die Nase oder die Haut in den Körper gelangen.

Gerade während der Schwangerschaft kann die Aromatherapie oft Wunder wirken. Und das nicht nur zur Entspannung. Manche Mütter schwören darauf, dass durch die Entspannung auch Wehwehchen von jetzt auf gleich verschwinden. Eine Aromatherapie kann beispielsweise blutdrucksenkend wirken oder beim Einschlafen helfen.

Weiterer therapeutischer Nutzen einer Aromatherapie:

  • Geschwollene Gelenke
  • Hämmorhoiden
  • Kopfweh
  • Leichte Schmerzen
  • Linderung bei Erkältung
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schnupfen
  • Übelkeit
  • Verstopfte Nase
  • Verstopfung

Die Ätherischen Öle müssen nicht unbedingt in eine Duftlampe geträufelt werden. Eine Massage mit ausgewählten Ölen kann Verspannungen und Blockaden lösen, und ist gleichzeitig eine Wohltat für die Haut. Ebenfalls gerne verwendet werden spezielle ätherische Öle als Badezusatz und als Kompresse.

ACHTUNG:
Erkundigt euch bei Massagen und Badezusätzen über die Inhaltsstoffe des jeweiligen ätherischen Öls. Auf Orangenöl als Badezusatz reagieren beispielsweise viele Menschen allergisch. Einige Öle dürfen in der Schwangerschaft überhaupt nicht verwendet werden. Sie können im schlimmsten Fall sogar eine Fehlgeburt auslösen.

Die Aromatherapie kann auch unterstützend bei der Geburt eingesetzt werden. Besonders beliebt sind dafür die Ätherischen Öle Schwarzer Pfeffer und Weihrauchöl. Einige wissenschaftliche Studien belegen, dass schon das regelmäßige Massieren einige Wochen vor der Geburt den Wehenschmerz lindern kann.

ACHTUNG:
Ist die Fruchtwasserblase einmal geplatzt, solltet ihr keine ätherischen Öle mehr als Badezusatz verwenden!

In allen Fällen gilt:  Fragt eure Hebamme, bevor ihr selbst mit Aromaöl herumprobiert. Besondere Vorsicht ist dann geboten, wenn ihr bereits Vorerkrankungen wie Diabetes, Asthma oder eine Schilddrüsenerkrankung habt.

Alles zur anstehenden Entbindung: Die Hausgeburt

Neben der Entbindung in einem Geburtshaus oder einer Klinik gibt es auch die Möglichkeit, zu Hause zu entbinden. Das ist für einige werdende Mamis die wohl entspannteste Art, ein Baby auf die Welt zu bringen.

In unseren Breiten ist die Hausgeburt nicht die bevorzugte Variante. Erstens deshalb, weil die Kosten einer Hausgeburt hoch sind. Die Hebamme kostet Geld, das nur zu einem kleinen Teil von den Krankenkassen zurückerstattet wird. Zweitens fühlt sich der Großteil der Schwangeren in einer Klinik sicherer. In Deutschland und den Ländern rund um Deutschland wird dieser jedoch sehr stark als medizinischer Akt begriffen. Dabei sollte jede Frau selbst entscheiden können, wie und wo sie entbinden möchte. Schließlich ist der Geburtsvorgang ein völlig natürlicher Prozess.

Wer sich für eine Hausgeburt entscheidet, der macht sich zunächst auf die Suche nach einer Hebamme. Sie begleitet die werdende Mutter von den ersten Schwangerschaftswochen weg. Sie macht sich ein Bild über den Gesundheitszustand von Mutter und Kind, und wird dann ihre Empfehlung pro oder kontra Hausgeburt abgeben. Besteht auch nur der geringste Verdacht auf Komplikationen, wird sie die Reißleine ziehen und der Mutter eine Entbindung in der Klinik empfehlen. Einige Wochen vor eurem errechneten Geburtstermin wird die Hebamme in ständiger Abrufbereitschaft sein. Während des gesamten Geburtsvorganges wird sie anwesend sein und euch begleiten. Nach der Geburt bleibt sie so lange, wie ihr oder euer Kind Hilfe benötigen. Und auch im Wochenbett kümmert sie sich intensiv um Eltern und Baby.

ACHTUNG:
Auch, wenn ihr eine Hausgeburt plant, solltet ihr euch in einer Klinik zur Geburt anmelden. Sollte es nämlich während der Entbindung zu Hause zu Komplikationen kommen, ist das Krankenhaus besser vorbereitet.

Nach der Geburt: Imprinting und Bonding

Das Prägen des Babys auf die Mutter wird „Imprinting“ genannt. Der Zeitraum, in dem das intensivste Imprinting passiert, liegt kurz nach der Entbindung. Zu diesem Zweck legt man der Mami gleich nach der Geburt das Baby auf den nackten Oberkörper. Für das Unterbewusste des Babys bedeutet dies: Ich bin angekommen. In dieser Prägungsphase laufen spezielle instinktive Muster ab, die bei jeder Mutter-Kind-Bindung beobachtet werden können. Der erste Augenkontakt wird hergestellt, beide können sich durch den Hautkontakt das erste Mal richtig fühlen, sie nehmen den Geruch des anderen wahr.

Heute wird Imprinting bereits in so gut wie jeder Klinik durchgeführt. Man nimmt der Mutter das Baby nicht sofort weg. Alle Routinemaßnahmen, die nicht notwendigerweise sofort nach der Entbindung durchgeführt werden müssen, werden auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Dazu gehört unter anderem das Waschen des Babys, das Wiegen, Abmessen und Anziehen.

Psychologen, die sich mit der Eltern-Kind-Bindung auseinandersetzen, sind der Ansicht, dass Babys, die gleich nach der Geburt der Mutter entrissen werden, diesen Akt als eine Art von Gewalt erleben. Wenn es im Säuglingszimmer schreit und niemand kommt, um es zu trösten, erlebt es gleich in den ersten Stunden nach der Geburt die erste Resignation.

Unter Bonding versteht man das Zusammensein von Mutter und Kind. Die ersten Jahre sind für die Entwicklung des Kindes von größter Wichtigkeit. Aus diesem Grund sollte auch nach dem Krankenhausaufenthalt das Zusammensein von Mutter und Kind in den ersten Lebensjahren gewährleistet werden.

TIPP:
Nehmt euch die Zeit, die gebraucht wird, um eurem Baby einen glücklichen Start ins Leben zu ermöglichen!

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