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36. SSW – In der 36. Schwangerschaftswoche noch für schöne Erinnerungen sorgen

36. SSW - Schwangerschaftswoche

Babys, die in der 36. SSW (35+1 – 35+7) auf die Welt kommen, werden als „späte Frühchen“ bezeichnet.

36. SSW:

Beim Baby:


  • Späte Frühchen
  • Ende der Blutbildung in der Leber
  • Die Zehennägel reichen bis zu den Zehenkuppen
  • Größe des Babys (SSL): rund 48 cm
  • BPD: rund 86-89 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 2381 – 2815 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Eine wunderbare Erinnerung: Babybauch bemalen lassen
  • Nur bei Bedarf: Eine kostenpflichtige Untersuchung auf Streptokokken durchführen lassen
  • Entspannung ab der 36. SSW: Bachblüten
  • Schon jetzt Regelungen mit dem werdenden Papi treffen
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Schmerzlinderung durch Spinalanästhesie
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Atemtechniken während der Geburt
  • Gewichtszunahme: bis zu 18 kg

Späte Frühchen

Keine Angst vor einer Frühgeburt mehr! Ab sofort wird euer Baby, sollte es bereits jetzt das Licht der Welt erblicken, keine spezielle nachgeburtliche Betreuung mehr brauchen.

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Die letzte Phase der Lungenentwicklung ist so gut wie abgeschlossen. Bis zur Geburt wurden rund 100 Millionen Alveolen ausgebildet.

INFO:
Insgesamt wird das Baby bis zum 6. Lebensmonat 300 Millionen Alveolen gebildet haben.

Auch die Organe und das körpereigene Immunsystem des Babys funktionieren bereits einwandfrei, und Fettreserven hat es schon genügend gebildet. Somit wird es bereits in der Lage sein, seinen Wärmehaushalt selbst zu regulieren.


Normalerweise liegt euer Baby nun schon einiger Zeit mit dem Kopf nach unten, und wird von den Senkwehen mehr oder weniger tief ins Becken gedrückt. Das ist die optimale Geburtslage.

Bewegungen wird das Baby in dieser Zeit nur noch selten ausführen. Zu knapp ist der Platz im Bauch der Mama. Schön langsam wird es Zeit, das Licht der Welt zu erblicken!

ACHTUNG!
Es ist normal, dass sich das Baby in dieser Phase der Schwangerschaft nicht mehr so stark bewegt, wie noch vor einigen Wochen. Trotzdem gilt: Sobald ihr Bedenken habt, besprecht diesen Umstand mit eurer Hebamme oder eurem Arzt!

Ende der Blutbildung in der Leber

Die Blutzellen des Babys werden pränatal von verschiedenen Organen gebildet. Die ersten Wochen läuft die Bildung über den Dottersack, kurz darauf übernimmt diese Aufgabe die Leber und die Milz. Diese beiden Organe produzieren bis ca. zur 36. Schwangerschaftswoche die für das Baby überlebensnotwendigen Blutzellen. Ab der zweiten Schwangerschaftshälfte stellt das Knochenmark synchron zur Leber und zur Milz mehr und mehr Blutzellen bereit. Jetzt, ab der 36. SSW übernimmt es diesen Vorgang, den man auch Hämatopoese nennt, im Alleingang. Ab sofort wird sich der Prozess zeitlebens im Knochenmark abspielen.

INFO:
Bei manchen Erkrankungen spielt sich die Blutzellenbildung auch im Kindes- oder Erwachsenenalter wieder in der Leber und der Milz ab. Dies ist dann der Fall, wenn die Blutbildung, beispielsweise aufgrund einer Leukämie, nicht mehr im Knochenmark vonstatten gehen kann.

Die Zehennägel reichen bis zu den Zehenkuppen

Nachdem die Fingernägel bereits etwas schneller gewachsen sind, und schon über die Fingerkuppen hinausreichen können, ziehen nun auch die Zehennägel nach. Sie reichen jetzt oft schon bis zu den Zehenkuppen. Bis zur Geburt können sie auch etwas über die Zehenkuppen schauen. Sollte dies der Fall sein, werden sie zusammen mit den Fingernägeln nach der Entbindung von der Geburtshelferin oder Säuglingsschwester geschnitten.

INFO:
Das Nägelschneiden kann warten. Vergesst nicht das Imprinting! Nehmt euch nach der Geburt genügend Zeit, um euer Baby willkommen zu heißen. Ihr könnt ruhig darauf bestehen!

Eine wunderbare Erinnerung: Babybauch bemalen lassen

Blumen, Mandalas, Spiralen, Verschnörkelungen mit indischen, asiatischen oder türkischen Einflüssen. Alles ist möglich. Aus dem kugelrunden Babybauch wird ein Kunstwerk gemacht. Das geht! Solange ihr noch Energie habt, könnt ihr in Betracht ziehen, euren Babybauch bemalen zu lassen. Noch dazu sind die Pinselstriche auf dem Bauch besonders angenehm, und fast genauso wohltuend wie eine Massage.

HINWEIS:
Der beste Zeitpunkt für ein Babybauch-Fotoshooting liegt rund um die 36. Schwangerschaftswoche.

Das Bodypainting-Angebot wird derzeit immer größer. In allen größeren Städten werdet ihr bereits fündig. Die Bemalung findet dafür in einem eigenen Raum statt, darauf folgt in der Regel ein Fotoshoooting.

Gemalt wird mit speziellen, leicht abwaschbaren und dermatologisch getesteten Körperfarben.

Bei Bedarf: Eine kostenpflichtige Untersuchung auf Streptokokken durchführen lassen

In der Spätschwangerschaft besteht die Möglichkeit, sich dafür zu entscheiden, eine Untersuchung der Geburtswege durchzuführen. Beim sogenannte B-Streptokokken-Test wird ein vaginaler Abstrich genommen, der im Labor unter dem Mikroskop auf Bakterien untersucht wird.

Im Falle eines B-Streptokokken-Nachweises wird vier Stunden vor der Geburt eine Antibiotika-Infusion verabreicht. Das reicht zeitlich aus, um die Bakterien zu bekämpfen, und somit eine Übertragung auf das Baby zu verhindern.

Leider wird dieser Test nicht immer von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Er wird nur bei Verdacht auf eine Infektion durchgeführt.

Sicher ist sicher. Wenn ihr euch auf Streptokokken untersuchen lassen möchtet, teilt euren Wunsch dem behandelnden Arzt mit. Gründe dafür gibt es vielfältige. Vielleicht wisst ihr von euch, das ihr anfällig auf eine Streptokokken-Infektion seid. Die Kosten, mit denen ihr rechnen müsst, halten sich dabei in Grenzen. Es ist jedoch nicht unter allen Umständen nötig, sich untersuchen zu lassen.

INFO:
Auf jeden Fall Sinn macht die Untersuchung dann, wenn bereits ein Verdacht auf eine Infektion besteht.

Entspannung ab der 36. SSW: Bachblüten

Viele Schwangere schwören darauf. Sie „verschönern“ sich die gesamte Schwangerschaft mit Bachblüten. Verschönern – das können Bachblüten nach den Aussagen von Schwangeren tatsächlich. Sie können nämlich den psychischen Zustand der Mutter positiv beeinflussen.

Eine entspannte Mutter wird einen leichteren Geburtsvorgang erleben, als eine gestresste, angespannte und verängstigte Mutter. Speziell für die Schwangerschaft gibt es Bachblütenmischungen, die eine individuelle Hilfestellung bieten. Beispielsweise soll MIMULUS besonders dann helfen, wenn eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Gerüche vorliegt. IMPATIENS wird dann eingenommen, wenn Mama zu Gefühlsausbrüchen neigt. Und ELM wird dann empfohlen, wenn eine lange und schwere Geburt zu erwarten ist.

Auch während der Geburt ist die Einnahme von Bachblütenmischungen kein Problem. Ängstliche Muttis nehmen auch noch während der Wehen MIMULUS ein, um sich zu beruhigen. Das Selbstbewusstsein steigert ELM. VERVAIN hilf dabei, sich zu entspannen.

TIPP:
Für die Begleitperson ist die Bachblütenmischung RESCUE zu empfehlen.

Schon jetzt Regelungen mit dem werdenden Papi treffen

Für all diejenigen, die noch keine Regelungen mit ihrem Partner getroffen haben, ist jetzt die Zeit dafür gekommen. Im Speziellen handelt es sich um die Zeit kurz vor, während und nach der Geburt. Ihr solltet nun besprechen, welche Aufgaben der werdende Papi in dieser Zeit übernehmen soll. Hier geht es jetzt gar nicht in erster Linie um die Unterstützung während der Geburt, sondern vielmehr um Dinge, die im Haushalt zu erledigen sind. Welche Arbeiten im Haus soll der Papi übernehmen, wenn Mami nicht mehr kann? Welche Pflanzen im Garten gehören regelmäßig gepflegt? Welche Arbeiten erfordern oftmaliges Bücken oder andauerndes Stehen? Genau diese Arbeiten sollte nun er übernehmen. Vielleicht kann ja Oma und Opa auch ein wenig mithelfen? So kann die ganze Familie gemeinsam dafür sorgen, dass ihr ein angenehmes und erholsames Wochenbett genießen könnt.

Alles zur anstehenden Entbindung: Schmerzlinderung durch Spinalanästhesie

Die PDA haben wir euch ja bereits vorgestellt. Es gibt jedoch noch eine andere Art der Betäubung während der Geburt. Den Unterschied zwischen einer Periduralanästhesie und Spinalanästhesie wollen wir euch hier kurz näherbringen.

Sowohl die PDA als auch die Spinalanästhesie sind für die Betäubung größerer Körperbereiche geeignet. Während jedoch die PDA großteils zur Schmerztherapie in der Geburtshilfe Anwendung findet, wird bei Operationen am Unterbauch und am Damm meist mit der Spinalanästhesie gearbeitet. Der Unterschied zwischen beiden Verfahren liegt lediglich im Zeitpunkt der Schmerzausschaltung und der Stelle, in welche die Betäubung gespritzt wird. Beide Narkosen werden rückenmarksnah eingespritzt, die PDA wird jedoch in den Periduralraum injiziert, die Spinalanästhesie in den Spinalkanal.

Außerdem ist die Spinalanästhesie einfacher zu stechen, weil die Nadel dünner ist und kein Katheder gelegt werden muss. Oft entscheiden sich Ärzte spontan, je nach individueller Ausgangslage, für eine der beiden Schmerztherapien.

Alles zur anstehenden Entbindung: Atemtechniken während der Geburt

Die richtige Atemtechnik kann den Wehenschmerz lindern, und die Verarbeitung der Wehen um ein Vielfaches vereinfachen. Verkrampft ihr euch, wird der Bereich rund um Schultern und Nacken hart, und eure Atmung flach und schnell. Diese flache Atmung und die verkrampfte Körperhaltung sind die besten Voraussetzungen für Panik.

Wer richtig atmet, entspannt sich. Nehmt euch die folgende Atemtechnik zu Herzen und verinnerlicht sie:

  • Augen schließen
  • Auf den Rhythmus der Atmung konzentrieren
  • langsam einatmen
  • Kurze Pause
  • Ganz lang und langsam ausatmen
  • Das Ausatmen sollte länger dauern als das Einatmen
  • Kurze Pause vor dem neuerlichen Einatmen

Ihr könnt auch versuchen, durch die Nase ein- und durch den Mund wieder auszuatmen. Manchmal hilft es auch, beim Ausatmen einen Laut wie beispielsweise „Oooooooh“ oder „Mmmmmmh“ von sich zu geben. Wichtig ist dabei, dass ihr euch immer auf den Rhythmus der Atmung konzentriert. Das entspannt.

Was ihr nicht tun sollt ist, euch direkt auf die Entspannung zu konzentrieren. Viele Gebärende spannen sich dann noch mehr an, was für den Geburtsvorgang nicht förderlich ist.

INFO:
Während der Presswehen nicht das Atmen vergessen! Nicht den Atem anhalten!

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