Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 8. SSW – In der 8. Schwangerschaftswoche steht die Erstuntersuchung an

8. SSW – In der 8. Schwangerschaftswoche steht die Erstuntersuchung an

8. SSW - Schwangerschaftswoche

Viele werdende Mamis haben spätestens in der 8. Schwangerschaftswoche (7+0 bis 7+6) ihre mit Spannung erwartete Erstuntersuchung bei ihrem Frauenarzt. Im Zuge dieser Untersuchung wird auch der erste der drei vorgesehenen Ultraschalls durchgeführt und ihr dürft euer kleines Wunder endlich zum ersten Mal betrachten.

Den besonderen Moment, in welchem ihr den Herzschlag eures Kindes zum allerersten Mal schlagen seht, werdet ihr so schnell nicht vergessen. Zu diesem Zeitpunkt sieht euer Kind schon aus wie ein winziger Mensch und mit etwas Glück könnt ihr bereits winzige Hände und Füße erkennen.

Der Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche

Die körperlichen und organischen Entwicklungen schreiten rasant voran. So entwickelt sich in der 8. SSW der Darm, der aufgrund seiner Größe allerdings noch nicht in die Bauchhöhle des Embryos passt. Aus diesem Grund bewegt sich ein mittlerer Schleifenteil in die Nabelschnur hinein und es kommt zum sogenannten Nabelbruch, der jedoch völlig normal und harmlos ist. In wenigen Wochen zieht sich das Darmsystem, welches jetzt schon Abfallstoffe aus dem Körper des Embryos abführt, komplett aus der Nabelschnur zurück.

In der 8. SSW beginnen sich zudem die ersten Knochenzellen und Gelenke zu entwickeln. Auch das Gehirn macht weiterhin große Fortschritte in der Entwicklung. So ist beispielsweise der Grundstein für die Emotionen und die Sinneswahrnehmungen gelegt. Das Gesicht nimmt weiter an Form an und Zunge, Nasenspitze sowie Nasenlöcher entstehen.

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Die inneren Organe haben mittlerweile ihre richtigen Positionen eingenommen und bilden sich weiter aus. Bis sich diese jedoch vollständig entwickelt haben, wird es noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Nieren und Magen hingegen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und können schon Urin sowie Magensaft produzieren.


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So langsam entstehen auch die Augenlider und die Größe der Augen, welche sich noch seitlich am Kopf befinden, nimmt zu. Und nicht nur die Augen des Embryos entwickeln sich rasant, auch das Innenohr wird weiter ausgebildet. Das Innenohr ermöglicht es uns zu hören und übernimmt noch weitere sehr wichtige Aufgaben. So ist das Innenohr unter anderem für den Gleichgewichtssinn sowie für das Raumgefühl zuständig.

In den nächsten Wochen werden neben dem Innenohr auch noch andere Sinnesorgane ausgebildet, mit welchen euer Kind später fühlen, schmecken, riechen, hören und sehen kann. Da sich auch die Muskeln immer weiter ausbilden, beginnt sich der Kopf des Embryos zu strecken und aufzurichten.

Der Embryo ist in der 8. Schwangerschaftswoche bereits zwischen 15 und 17 Millimeter groß (SSL) und hat damit in etwa die Größe eines 1-Cent-Stücks oder einer Himbeere erreicht. Durch die sich bildenden Muskeln und Nerven bewegt sich euer Kind bereits viel und turnt im schützenden Fruchtwasser herum. Mittlerweile besitzt das Herz vier Kammern und schlägt nach wie vor um die 150-mal pro Minute.

Das zeigt der Ultraschall in der 8. Schwangerschaftswoche

Spätestens gegen Ende der 8. Schwangerschaftswoche ist der Herzschlag des Kindes auf dem Ultraschall zu erkennen. Ein absolut unglaubliches und einzigartiges Gefühl, an dass ihr euch noch sehr lange erinnern werdet. Solltet ihr auf dem Ultraschall einen hellen Fleck im Kopfbereich wahrnehmen, ist dies höchstwahrscheinlich der Kiefer mit den bereits angelegten Zähnchen. Der Embryo sieht jetzt aus wie ein Mensch, allerdings in winziger Miniaturausgabe.

Die werdende Mama in der 8. Schwangerschaftswoche

Unter Umständen nehmt ihr jetzt vermehrt ein Zwicken oder ein leichtes Ziehen im Unterleib wahr. Dies ist jedoch nichts worüber ihr euch Sorgen machen müsst. Das Zwicken und Ziehen wird durch die wachsende Gebärmutter ausgelöst, die sich außerdem aus ihrer abgeknickten Lage aufrichtet. Außerdem kann es zu dem sogenannten Dehnungsschmerz der Mutterbänder kommen, welche den Uterus in einer aufrechten Position halten.

Fühlt ihr euch oft müde, abgeschlagen oder erschöpft? Starke Müdigkeit gehört zwar zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen hinzu, kann jedoch auch auf einen Eisenmangel hindeuten, der ab der 8. SSW häufiger auftritt. Um einen Eisenmangel erkennen zu können, wird der Frauenarzt bei der Blutuntersuchung auch euren Hämoglobin-Wert überprüfen.

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Ab der 8. Schwangerschaftswoche steigt der Eisenbedarf stark an, da gleichzeitig das Blutvolumen der werdenden Mama zunimmt. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Schwangeren 30 mg Eisen täglich zu sich zu nehmen. Nichtschwangeren hingegen werden 15 mg Eisen täglich empfohlen.

Doch für was wird Eisen überhaupt benötigt? Eisen übernimmt viele lebenswichtige Aufgaben in eurem Körper und gewährleistet die optimale Sauerstoffversorgung von Mutter und ungeborenem Kind. Somit gehört Eisen in der Schwangerschaft, neben Folsäure sowie Magnesium und Kalzium, zu den wichtigsten Nährstoffen überhaupt.

In erster Linie ist Eisen an der Bildung von Hämoglobin, also den roten Blutkörperchen, beteiligt. Gleichzeitig wird Eisen für verschiedene Stoffwechselfunktionen benötigt und ist mitverantwortlich für die kindliche Gehirnentwicklung sowie für das Wachstum.

Da der Eisenverbrauch in der Schwangerschaft, unter anderem durch die wachsende Gebärmutter, in etwa auf das Doppelte ansteigt, kann es leicht zu einem Eisenmangel kommen. Zwar kann der Körper wertvolle Eisenspeicher anlegen und bei Bedarf darauf zurückzugreifen, jedoch sind diese Depots bei vielen Frauen schon vor der Schwangerschaft nicht ausreichend gefüllt.

Ein Eisenmangel kann sich durch folgende Beschwerden äußern:

  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Nervosität sowie Schlafprobleme
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Antriebslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Blasse und spröde Haut
  • Brüchige Fingernägel
  • Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab

Eisenhaltig Lebensmittel

Der tägliche Eisenbedarf lässt sich, anders als Folsäure und Jod, in der Regel gut über die Nahrung abdecken. Nur in seltenen Fällen muss euch der Frauenarzt zusätzlich ein Eisenpräparat verschreiben. Von einer Selbstmedikation mit Eisen oder auch anderen Nahrungsergänzungspräparaten solltet ihr während der Schwangerschaft unbedingt absehen und vor einer Einnahme Rücksprache mit eurem Frauenarzt oder der Hebamme halten.

Um einen Eisenmangel zu beheben oder bestenfalls vorzubeugen, solltet ihr auf eine gesunde und eisenhaltige Ernährung achten. Besonders eisenhaltig sind unter anderem pflanzliche Lebensmittel wie Weizenkleie, Haferflocken, Pfifferlinge, Spinat und Mangold, Pistazien, Kürbiskerne, Sesamsamen, Leinsamen, Linsen, Quinoa, getrocknete Aprikosen und rote Säfte. Auch Fisch, Eier sowie mageres rotes Fleisch können als Eisenlieferant dienen.

Kürbiskerne enthalten beispielsweise um die 12,5 Milligramm Eisen auf 100 Gramm, Quinoa sowie getrocknete Linsen um die 8 Milligramm, Pistazien über 7 Milligramm und der Eisenklassiker Spinat um die 4 Milligramm. Weizenkleie enthält sage und schreibe 16 Milligramm pro 100 Gramm.

Guter Tipp:
Damit das Eisen, vor allem aus pflanzlichen Lebensmitteln, besser von eurem Körper aufgenommen werden kann, solltet ihr zum Essen gleichzeitig eine Extraportion Vitamin-C zu euch nehmen. Ein Glas Orangen- oder Sanddornsaft haben sich als Vitamin-C-Lieferanten bewährt und schmecken auch noch lecker.

Alternativ könnt ihr auch etwas Zitronensaft über eure eisenhaltigen Lebensmittel geben. Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke hemmen hingegen die Eisenaufnahme, weshalb mindestens 2 Stunden vor sowie nach der eisenhaltigen Mahlzeit darauf verzichtet werden sollte.

Erstuntersuchung beim Frauenarzt

Häufig findet die Erstuntersuchung in der 7. oder 8. SSW statt, denn zu diesem Zeitpunkt sind bereits der Herzschlag sowie die ersten Anlagen zu erkennen. Dieser Termin wird von vielen werdenden Mamas mit Spannung und Aufregung erwartet, denn sobald die Schwangerschaft auch noch offiziell vom Frauenarzt bestätigt wird, erscheint diese oft erst so richtig real zu werden.

Bei der Erstuntersuchung sowie dem ersten Ultraschall werden die Herztöne überprüft und der Geburtstermin sowie das Alter des Kindes ermittelt. Auch eine Blutabnahme gehört bei der ersten Untersuchung dazu, um euren Rhesusfaktor sowie eure Blutgruppe bestimmen zu können. Gleichzeitig könnt ihr dem Frauenarzt all eure Fragen stellen und ihr erfahrt, worauf ihr jetzt besonders achten müsst.

Spätestens, wenn dem Frauenarzt eure Blutwerte vorliegen, wird er diese in euren Mutterpass eintragen und an euch aushändigen. Der Mutterpass wird euch bis zur Geburt begleiten und beinhaltet alle gemessenen Werte, Test- und Laborergebnisse sowie die Daten der werdenden Mama. Gleichzeitig wird die Entwicklung des Kindes genauestens dokumentiert. Tragt den Mutterpass stets bei euch, damit im Falle eines Notfalls richtig und schnell gehandelt werden kann.

Bei eurer ersten Untersuchung wird zudem eine vaginal Untersuchung sowie ein Beratungsgespräch durchgeführt, in welchem ihr unter anderem Auskunft über eure bisherige Krankengeschichte geben müsst. Euer Frauenarzt wird euch außerdem über bestehende Allergien befragen und ob in der Vergangenheit ein Schwangerschaftsabbruch oder eine Fehlgeburt stattgefunden hat.

Des Weiteren werdet ihr über die anfallenden Untersuchungen, Tests sowie Impfungen aufgeklärt und über eine gesunde Lebensweise in der Schwangerschaft beraten. In regelmäßigen Abständen wird zudem der Hämoglobinwert in eurem Blut gemessen, um den Eisengehalt im Auge zu behalten.

Wie viele Untersuchungen sind in der Schwangerschaft üblich? Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft sind in den Mutterschafts-Richtlinien der DGGG zehn Untersuchungen, die insgesamt drei große und für euch kostenlose Ultraschalluntersuchungen beinhalten, vorgesehen. So finden regelmäßig etwa alle vier Wochen Untersuchungen statt. Die Vorsorgeuntersuchungen können, mit Ausnahme der drei großen Ultraschalluntersuchungen, sogar von eurer Hebamme durchgeführt werden.

Bei allen Untersuchungen wird der Frauenarzt standardmäßig euer Gewicht und den Blutdruck messen sowie euren Urin auf mögliche Bakterien untersuchen und den enthaltenen Glukose- und Eiweißgehalt überprüfen. So kann unter anderem eine Schwangerschaftsdiabetes oder Präeklampsie festgestellt werden. Gleichzeitig wird die Größe eurer Gebärmutter sowie die Lage des Kindes durch Abtasten des Bauches kontrolliert.

Ab der 32. Schwangerschaftswoche verkürzt sich der Abstand der Untersuchungen auf alle 2 Wochen. Steht der errechnete Geburtstermin kurz bevor oder wurde dieser überschritten, wird euch euer Frauenarzt noch häufiger in die Praxis einbestellen.

Zu den Standarduntersuchungen kommt etwa ab der 30. SSW in der Regel auch noch der Wehen-Schreiber (CTG) zum Einsatz, der die kindlichen Herztöne überprüft und Auskunft über die Wehentätigkeit gibt. So ist für den Frauenarzt ersichtlich, ob vorzeitige Wehen auftreten oder das Ungeborene nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Neben den regulären Untersuchungen, die von der Krankenkasse übernommen werden, gibt es auch noch individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). Die Kosten hierfür müssen von den Schwangeren selbst übernommen werden. Eine Kostenübernahme findet hingegen statt, wenn ein begründeter Verdacht auf ein besonderes Risiko für das Ungeborene besteht.

Zu den kostenpflichtigen Zusatzleistungen gehören unter anderem:

  • Blutuntersuchung auf Toxoplasmose sowie Listerien
  • Früh-Ultraschall, um eine Schwangerschaft festzustellen
  • Ersttrimester-Screening
  • 3D/4D-Ultraschall
Gut zu wissen:
Seid ihr berufstätig, muss euch euer Arbeitgeber für die anstehenden Untersuchungen beim Frauenarzt freistellen.

Zusammenfassung 8. Schwangerschaftswoche

  • In der 8. SSW wird häufig die erste Untersuchung beim Frauenarzt sowie ein Ultraschall durchgeführt.
  • Spätestens in dieser Schwangerschaftswoche ist der Herzschlag eures Kindes zu erkennen.
  • Der Embryo ist jetzt zwischen 15 und 17 Millimeter groß.
  • Während der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen der werdenden Mama zu, weshalb der Eisenbedarf auf das Doppelte ansteigt.
  • Eisenmangel kann sich durch starke Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder blasse und fahle Haut äußern.
  • Um einem Eisenmangel in der Schwangerschaft vorzubeugen, solltet ihr auf eine eisenhaltige Ernährung achten.

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