Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 8. SSW – In der 8. Schwangerschaftswoche kann euer Baby bereits Schluckauf bekommen

8. SSW – In der 8. Schwangerschaftswoche kann euer Baby bereits Schluckauf bekommen

8. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem in der 7. SSW die wichtigsten Organe ihr Wachstum aufnahmen, legt der kleine Organismus in der 8. SSW (7+0 – 7+6) besonderen Wert auf die Entwicklung der Nerven.

6. SSW:

Beim Baby:

  • Ausdifferenzierung von Armen und Beinen, wobei sich Hände und Finger schneller entwickeln als Füße und Zehen.
  • Die Knochen beginnen sich zu verknorpeln.
  • Der Schwanzteil bildet sich zurück.
  • Das Versorgungssystem beginnt mit seiner Arbeit.
  • Der Schluck- und Saugreflex ist jetzt vollständig ausgebildet.
  • Größe des Babys: ca. 9 – 15 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 1,5 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Die Figur beginnt, sich zu verändern.
  • Oftmals treten jetzt Erschöpfungszustände auf.
  • Bei Anstrengung kommt ihr jetzt vielleicht schon schneller aus der Puste.
  • Kreislaufbeschwerden sind in dieser Zeit normal.
  • Erste Probleme beim Wasserlassen können auftreten.
  • Schon über eure Rechte im Mutterschutz erkundigt?

Aus dem Keimling wird ein Embryo

Ab der 8. Schwangerschaftswoche ist die Phase der Embryogenese, das ist die Zeit, in der sich aus dem Keim ein Embryo entwickelt, abgeschlossen. Euer Baby ist jetzt ungefähr so groß wie eine Kaffeebohne. Arme und Beine des kleinen Menschen sind bereits ausgebildet, wobei Hände und Finger ausgeprägter sind, als Füße und Zehen. Das Baby kann seine Extremitäten bereits bewegen. Jetzt entwickeln sich die Nerven des Embryos, was bedeutet, das euer Nachwuchs, könntet ihr ihn berühren, mit einem Zucken reagieren würde. Noch immer ist der Kopf der größte Teil des kleinen Körpers, aber der Rumpf wird länger und der Schwanzteil bildet sich langsam zurück. Im Zuge dessen werden sich die zukünftigen Knochen verknorpeln.

Das Versorgungssystem nimmt seine Arbeit auf

In der 8. SSW beginnt die Plazenta damit, die Aufgaben des kleiner werdenden Dottersacks zu übernehmen. Die Plazenta ist der wichtigste Teil des Lebenserhaltungssystems. Auch das Darmsystem nimmt bereits jetzt seine Arbeit auf und transportiert Abfallstoffe aus dem kleinen Körper ab. Der Schluck- und Saugreflex ist fertig entwickelt. Euer Baby beginnt ab sofort damit, Fruchtwasser zu trinken. In vielen Fällen kann das zu Schluckauf führen, welches ihr im Normalfall aber erst ab der 22. SSW, als leichtes Zucken der Bauchdecke, spüren könnt.

Welche Aufgaben übernimmt die Plazenta?

Die Plazenta (Synonym: Placenta, Mutterkuchen, Fruchtkuchen) entwickelt sich zu einem Teil aus embryonalen Gewebe und zum anderen Teil aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Sie ist über die Nabelschnur mit dem Baby verbunden. Sobald sie ausgereift ist, erreicht sie eine Größe von 15 bis 20 cm und ein Gewicht von um die 500 bis 600 Gramm. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt sie vielerlei Versorgungsaufgaben im Mutterleib. Sie sorgt unter anderem dafür, dass dem Kind genügend Vitamine, Nährstoffe und Stoffwechselprodukte zugeführt werden, ist für den Sauerstoffaustausch sowie den Abtransport von Kohlendioxid und anderen Abfallprodukten im fetalen Organismus zuständig. Daneben wird der größte Teil der Schwangerschaftshormone in der Plazenta gebildet. Nach der Entbindung wird die Plazenta als „Nachgeburt“ aus dem Körper abtransportiert.

Ultraschall in der 8. SSW

In der 8. SSW kann der Gynäkologe bereits die Scheitel-Steiß-Länge, also die Länge vom Kopf bis zum Ende der Wirbelsäule, des Babys messen. Die Größe des Babys wird in Zentimetern im Mutter-Kind-Pass notiert.

Hängt eure Lieblingsjeans für das kommende Jahr in den Schrank

Traurigkeit ist hier nicht notwendig. Ihr werdet eure Lieblingsjeans mit ein bisschen Bewegung innerhalb eines Jahres wieder tragen können. Aber jetzt braucht das Baby genügend Platz, um sich zu entfalten und zu entwickeln. Möglicherweise ist jetzt schon der Ansatz eines Minibäuchleins erkennbar. Auch der Busen kann sich bereits vergrößern, sodass ihr vielleicht schon auf die nächste Körbchengröße umsteigen müsst.

Erschöpfungszustände bis hin zu Atemnot

Durch die Hochleistungen, die euer Körper in dieser Zeit ausführt, kann es sein, dass ihr schneller ermüdet als sonst. Bei der kleinsten Anstrengung kommt ihr vielleicht aus der Puste. Das ist völlig normal und braucht euch nicht weiter zu beunruhigen. Ab sofort wird ein Teil eurer Sauerstoffversorgung in das Versorgungssystem des Babys eingespeist. Der Körper produziert dafür mehr Blut als üblich. Damit hat dann natürlich auch das Herz mehr zu arbeiten, was wieder zu Kreislaufbeschwerden führen kann.

Probleme beim Wasserlassen

Durch die Lage der Gebärmutter kommt es möglicherweise zu Problemen beim Wasserlassen. In manchen Fällen neigt sich die Gebärmutter nämlich nicht wie üblich nach vorne, sondern nach hinten. Sie drückt dann auf die Harnröhre, was zu schlechterem Ablaufen des Urins oder einem unwillkürlichen Harnverlust führen kann.

TIPP:
Eine verschobene Gebärmutter kann der Gynäkologe so platzieren, dass die Harnröhre nicht weiter belastet wird.

Welche Rechte räumt euch der Mutterschutz ein?

Informiert euch eingehend über eure Rechte im Mutterschutz. Hier ein Auszug der wichtigsten Punkte:

Kündigungsschutz

Sobald ihr dem Arbeitgeber von eurer Schwangerschaft in Kenntnis setzt, beginnt der Kündigungsschutz. Vier Monate nach der Entbindung erlischt der Kündigungsschutz wieder.

Risikoschwangerschaft

Sollte euer Arzt eine Risikoschwangerschaft feststellen, habt ihr ein Arbeitsverbot bis zur Entbindung.

Mutterschutzlohn

Sobald ihr in den Kündigungsschutz fällt, habt ihr Anspruch auf Mutterschutzlohn. Egal, wie lange ihr noch in der Lage seid, weiter zu arbeiten: Euer Lohn ist euch sicher. Das gilt auch dann, wenn ihr für euren Arbeitgeber noch keinerlei Leistung erbracht habt. Dasselbe gilt natürlich bei einer Risikoschwangerschaft.

Arztbesuche

Für Arztbesuche muss die Schwangere vom Arbeitgeber zu jeder Zeit bei vollen Bezügen freigestellt werden. Ein Nachweis über die erfolgte Untersuchung kann eingefordert werden.

Zumutbare Arbeiten

Ab sofort ist das Tragen von schweren Lasten ebenso verboten wie durchgehendes Stehen oder Gehen ohne Möglichkeit einer Pause. Nacht- und Akkordarbeit, Sonntagsschichten oder Tempovorgabe durch ein Fließband sind ab sofort tabu. Das Hantieren mit gesundheitsgefährdenden Stoffen ist ebenfalls untersagt. Auch das Lenken von Bussen, Flugzeugen, Taxis und Bahnen ist ab dem dritten Monat unzulässig.

Mutterschutz

Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt der Mutterschutz. In dieser Zeit müsst ihr nicht mehr arbeiten gehen und bekommt eine Lohnfortzahlung in Form von Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse oder eurer privaten Versicherung. Der Betrag, den ihr von der Krankenkasse oder der Privatversicherung erhält, muss vom Arbeitnehmer auf die Höhe des Gehalts der letzten drei Monate aufgestockt werden. Das Mutterschaftsgeld endet acht Wochen nach der Entbindung.

Der richtige Zeitpunkt, um die freudige Nachricht zu verbreiten

Viele Paare warten das erste Trimester (also die ersten drei Monate) ab, bevor sie anderen von der freudigen Nachricht in Kenntnis setzen. Davor ist das Risiko einer Fehlgeburt noch relativ hoch. Grundsätzlich bleibt es euch überlassen, wann ihr andere darüber informiert. Denkt jedoch daran, dass eure rechtlichen Ansprüche aus dem Mutterschutz erst dann greifen, wenn ihr euren Arbeitgeber über die Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt habt.

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