Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 25. SSW – In der 25. Schwangerschaftswoche nimmt das Baby ordentlich zu

25. SSW – In der 25. Schwangerschaftswoche nimmt das Baby ordentlich zu

25. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem das Baby in der 24. SSW mehr und mehr Neues kennenlernt, ist es ab der 25. SSW (24+1 – 24+7) bereits so weit entwickelt, dass es auch als Frühchen gute Überlebenschancen hat. Jetzt nimmt es nochmals ordentlich an Gewicht zu.

25. SSW:

Beim Baby:


  • Mehr und mehr Fettgewebe bildet sich
  • Letzte Entwicklungsschritte des Gehirns vor der Geburt
  • Spezifische Zeitfenster in der Entwicklung
  • Letzte Entwicklungsschritte der Ohren vor der Geburt
  • Größe des Babys (SSL): rund 31 – 35 cm
  • BPD: rund 58 – 62 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 600 – 785 Gramm

Bei der werdenden Mami:

Der 7. Monat der Schwangerschaft hat begonnen!

Gratulation! Schon bald kann man der werdenden Mami zur Geburt gratulieren. Die letzten Wochen können jedoch auch ziemlich beschwerlich sein, und dadurch die Wartezeit verlängern. Es dauert aber nicht mehr allzu lange, bis ihr euren Spross in Händen halten könnt. Versprochen!

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Aufgrund des Bauchumfanges und mit der Schwangerschaft einhergehender körperlicher Beschwerden werden Reisen ab dem 7. Monat schwierig und belastend. Bleibt jetzt lieber zu Hause und bereitet euch auf die bevorstehende Geburt vor. Richtet das Babyzimmer fertig ein, kauft noch die letzten Erstausstattungs-Utensilien, und vergesst dabei auf eure intensive Pflege nicht!

HINWEIS:
Intensive Hautpflege nicht vergessen!


Mehr und mehr Fettgewebe bildet sich

Auch in der 25. Schwangerschaftswoche legt der Fötus ordentlich zu. Unter der feinen Haut bildet sich eine Fettschicht, die das Baby gleich nach der Geburt mit Wärme und Energie versorgt. Nachdem es nämlich die wohltemperierte Gebärmutter verlässt, würde es sonst für das Neugeborene ziemlich ungemütlich kalt werden. Die Fettreserven, die vor der Entbindung aufgebaut werden können, blocken die Kälte und halten es warm genug, bis es mollig warm verpackt in Mamis Arm gelegt wird.

Letzte Entwicklungsschritte des Gehirns vor der Geburt

In der 25. Schwangerschaftswoche haben die meisten Zellen des Neocortex (Großhirnrinde) die Migration abgeschlossen. Eine Ausnahme bildet das Kleinhirn (Cerebellum). Hier dauert die Migration auch nach der Entbindung noch weiter an. Das Cerebellum ist zuständig für die Motorik, die Koordination und für das Erlernen von Bewegungsabläufen.

Neuronale Induktion

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, haben wir in den vorergehenden Artikeln von den Entwicklungsschritten des Gehirns gesprochen, die ab der 3. Schwangerschaftswoche ihren Lauf nehmen. Wir haben euch vom Ektoderm, der äußeren Keimschicht des Embryos berichtet, aus der die Neuralplatte entstand, und die sich im weiteren Verlauf der Frühschwangerschaft zu einem Rohr aus Nervengewebe entwickelte, das Neuralrohr genannt wird. In SSW 4 – 6 entwickelten sich aus den ersten Neuronen drei Ausbuchtungen, aus denen sich Vorderhirn, Mittelhirn und Hinterhirn gebildet haben. Am Vorderhirn saß eine Augenknospe, am Hinterhirn eine Ohrknospe. Später teilte sich das Vorderhirn, um die Gehirnhälften zu erschaffen. Diesen ersten Abschnitt der Gehirnentwicklung nennt man in der Fachsprache Neuronale Induktion.

Neuronale Proliferation

Ab der 4. SSW kam es zur Proliferation. So nennt man die Phase, in der sich vermehrt Neuronen-Stammzellen teilen und daraus Nervenzellen bilden (Neurogenese).

Migration, Aggregation

Während der Migration suchten die Nervenzellen den Platz, an dem sie sich niederließen. Haben sie den Ort gefunden, schlossen sie sich zu Zellaggregaten zusammen und bildeten gemeinsam das Gehirn.

Bildung von Verbindungen

Jetzt, ab der 25. SSW, befinden sich die Neuronen an ihrem Platz. Sie bilden Zellfortsätze und Synapsen, die sich im späteren Verlauf vernetzen. Erst, wenn sie untereinander vernetzt sind, erfüllen sie ihre Funktion. Beim strategischen Zelltod (Apoptose) werden die Nervenzellen selektiert, und diejenigen, die nicht gebraucht werden, sterben ab. Rund ein Drittel der ursprünglich gebildeten Neuronen sterben wieder ab, weil sie nicht gebraucht werden, oder ihre Funktion nicht erfüllen können.

Neuronale Plastizität

Das Gehirn ist auch nach der Geburt in der Lage, sich ständig zu verändern, um sich an eine veränderte Umwelt anpassen zu können. Die Größe von Neuronen oder die Länge der Dendriten kann sich verändern. Synapsen können vermehrt gebildet werden, und Gliazellen können aktiviert werden. All das führt zu einer veränderten Stoffwechselaktivität. Der Prozess wird sowohl durch Benutzung und Nichtbenutzung als auch durch synchrone und asynchrone Inputs ausgelöst. So ist es möglich, gewisse Schädigungen zu kompensieren.

Spezifische Zeitfenster in der Entwicklung

Studien zeigen, dass es spezifische Zeitfenster oder Stadien in der Entwicklung des zentralen Nervensystems gibt, in denen bestimmte Erfahrungen zu einer positiven Nervenaktivität führen. Werden die Erfahrungen in dieser sensiblen Phase verpasst, kann daraus auch größter Schaden angerichtet werden. Diese Feststellung wird von folgendem Versuch untermauert:

Werden Katzenbabys in ihren ersten 8 Lebenswochen in völliger Dunkelheit (sensorische Deprivation) gehalten, verhalten sie sich anschließend so, als wären sie blind. Die Informationsweitergabe über das Zentrale Nervensystem bleibt aus, obwohl es eigentlich intakt ist. Das ist auch der Grund, warum Augenerkrankungen oder –fehlstellungen beim Menschen in den ersten sieben Lebensjahren (= sensible Phase der Ausbildung der Sehfunktion) korrigiert werden sollten.

INFO:
Auch bei Erwachsenen kann sich das Gehirn jederzeit verändern. Auch hier spricht man von der Neuronalen Plastizität und von der adulten Neurogenese.

Letzte Entwicklungsschritte der Ohren vor der Geburt

Wie bereits in den vorigen Artikeln beschrieben, entwickelten sich die Öhrchen des Babys aus einer einzigen Ohrknospe am Hinterhirn (Ektoderm). Es entstanden Ohrbläschen, die sich in Schneckengänge (Scala media oder Ductus cochlearis) umwandelten. Das Innenohr entfaltete sich aus dem Ektoderm, während sich das Mittelohr aus dem Entoderm bildete. Daraus entwuchsen im weiteren Schritt Paukenhöhlen (Cavum tympani), die Tuba auditiva und die Mastoidzellen (Cellulae mastoidae).

Später begannen der Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes) mit ihrer Entwicklung. Sie verknöcherten nach und nach. Im 7. Monat wird die Verknöcherung des Hammers so gut wie abgeschlossen sein. Das stellt den letzten Entwicklungsschritt der Ohren dar.

Schwangerschaftsdiabetes

In unserem Artikel zur 24. Schwangerschaftswoche haben wir euch darauf hingewiesen, dass es jetzt ratsam ist, eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes durchführen zu lassen. Der orale Glucosetoleranztest wird zwischen der 24. und 28. SSW durchgeführt. Die Kosten für den Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen gedeckt.

Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist eine Erkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerspiegelwerten führt. Es ist eine spezielle Form der „Zuckerkrankheit“. Sie tritt während der Schwangerschaft auf, und bildet sich danach wieder zurück. Für Schwangere und Kind stellt Schwangerschaftsdiabetes ein erhöhtes Risiko dar.

Nicht nur die Mutter leidet an den zu hohen Blutzuckerwerten. Auch das Baby bekommt über die Nabelschnur zu viel Zucker ab. Für die Schwangere heißt das, sie hat ein erhöhtes Risiko für:

  • Entbindung durch Kaiserschnitt.
  • Harnwegsinfektionen
  • Nierenbeckenentzündungen
  • Vorzeitige Wehen

Für das Kind bedeutet die Gesatationsdiabetes ein Risiko für:

  • Diabetes
  • Entwicklungsstörungen
  • Frühzeitige Geburt mit allen möglichen Folgeerscheinungen
  • Übergewicht
HINWEIS:
Wer sich frühzeitig auf Schwangerschaftsdiabetes untersuchen lässt, verringert das Risiko von Folgeerkrankungen.

Ernährungsumstellung bei Schwangerschaftsdiabetes

  • Achtung bei Kohlenhydraten (mehr komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten oder Kartoffeln)
  • Gesunde Ernährung
  • Mehrmalig kleine Portionen essen
  • Vermehrte Eiweißaufnahme
  • Verzicht auf Fett
  • Verzicht auf Obst (Fruchtzucker!)
  • Viel Bewegung
  • Viel Flüssigkeit (nicht zuckerhaltig)
  • Weißmehl meiden

Schwangerschaftsdiabetes Risikopatienten

  • Diabetes in der Familiengeschichte
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck

Was führt zu Schwangerschaftsdiabetes?

Die Schwangerschaft geht mit einer Hormonumstellung einher. Viele Schwangerschaftshormone sind jedoch gleichzeitig Gegenspieler von Insulin. Wird zu wenig Insulin produziert, kann der Zucker im Körper nicht gesund verarbeitet werden.

Ischias-Schmerzen in der Schwangerschaft

Schon in unserem Artikel über die 24. SSW haben wir darüber geschrieben, dass über die Hälfte der Schwangeren an Rückenschmerzen leidet. Wir haben die Rückenschmerzen in „normalen Rückenschmerz“ und Beckenschmerzen eingeteilt. Es gibt jedoch noch eine bestimmte Form von Rückenschmerz, die in der Schwangerschaft häufig auftritt: Der Ischias.

Der Ischiasschmerz (Lumboischialgie / Ischialgie) geht in den meisten Fällen auf Bandscheibenprobleme oder Muskelverspannungen zurück. Nicht in jedem Fall handelt es sich bei Schwangeren um eine echt Lumboischialgie.

Symptome einer echten Ischialgie

  • Quälende, stechend-brennende Schmerzen, die sowohl kurzzeitig einschießen oder auch ganzzeitig dumpf-bohrend vorhanden sind
  • Die Schmerzen verschlechtern sich durch Husten oder Pressen
  • Taubheitsgefühl
  • Kribbeln
  • Kraftminderung
RED FLAG SYMPTOME:
Treten mit den oben genannten Symptomen Probleme mit der Blasen- oder Darmentleerung oder Lähmungserscheinungen im Bein auf, muss schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden!

Therapien bei Ischiasschmerz und bei echter Ischialgie

Möglicherweise rät der Mediziner zu einer Physiotherapie. Aber auch alternative Heilverfahren wie Akupunktur können gute Erfolge erzielen.

Eine echte Ischialgie wird nach ausgesprochenem Verdacht durch geeignete Methoden diagnostiziert. Diese diagnostischen Methoden werden in der Schwangerschaft jedoch grundsätzlich vermieden. Die Therapie einer Ischialgie kann eine Kombination aus schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten und Physiotherapie sein. Soweit möglich, wird auf eine medikamentöse Behandlung während der Schwangerschaft verzichtet.

Ursachen für Ischiasschmerz und Ischialgie

  • Druck der Gebärmutter auf den Ischiasnerv
  • Druck- und Dehnungsschäden durch die Entbindung
  • Gewichtszunahme
  • Hormonelle Veränderung
  • Venenstauung durch das Gewicht des Ungeborenen

Erstausstattung: Mit Baby unterwegs

Manche Utensilien und Gerätschaften solltet ihr bereits vor der Entbindung zu Hause haben. Hier die Auflistung der Dinge, die ihr für Unterwegs braucht:

  • Babyschale für das Auto
  • Decke für den Kinderwagen
  • Kinderwagen
  • Kinderwagensack
  • Regenschutz für den Kinderwagen
  • Sonnenblenden für das Auto
  • Tragetuch
  • Wickeltasche

Alles zur anstehenden Entbindung: Das Gebärrad

Das Gebär- oder Roma-Rad ist eine Art moderner Gebärstuhl, der wie schwebend auf einem Radgesell befestigt ist. Es hilft dabei, das Kind vertikal zu gebären. Die vertikale Geburt ist in vielen Fällen besser, als die Geburt im Liegen. Durch das verstellbare Gebärrad kann die Frau eine sitzende oder stehende Position einnehmen. Auf dem Gebärrad kann die Gebärende wippen, pendeln oder schaukeln, was in vielen Fällen schmerzlindernd wirkt.

TIPP:
Viele Frauen kommen mit dem Gebärrad aufgrund des Wippens und des fehlenden Bodenkontaktes nicht zurecht. Es ist daher von Vorteil, sich dieses Hilfsmittel vor der Entbindung, beispielsweise bei einer Geburtsvorbereitung, anzusehen und auch hineinzusetzen. So bekommt ihr eher ein Gefühl dafür, ob diese Art des Gebärens das Richtige für euch ist.

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