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26. SSW – Schwangerschaftswoche 26 – Mozart oder doch lieber Popmusik?

26. SSW - Schwangerschaftswoche

Das 2. Trimester ist bald geschafft und die Bindung zwischen euch und eurem Baby wächst von Tag zu Tag. Die letzten Wochen, bis ihr euren kleinen Schatz endlich in den Armen halten dürft, werden wie im Fluge vergehen. Im Falle einer Frühgeburt steigen die Überlebenschancen mit einer speziellen medizinischen Versorgung in einem Perinatal-Zentrum bereits auf etwa 85 Prozent.

In der 26. Schwangerschaftswoche (25+0 bis 25+6) bilden sich die kindlichen Reflexe weiter aus und der Seh- sowie der Hörnerv werden fleißig trainiert. Die werdende Mama spürt das zusätzliche Gewicht immer mehr und Schwangerschaftsbeschwerden, wie zum Beispiel Wassereinlagerungen in den Beinen, Schafprobleme sowie Rückenschmerzen, nehmen zu.

Das Baby in der 26. Schwangerschaftswoche

Nachdem der Sehnerv seine Tätigkeiten und Funktionen bereits um die 24. SSW herum aufgenommen hat, öffnet euer Schatz spätestens jetzt zum ersten Mal seine Augen. Einige Babys öffnen ihre Augen schon etwas früher, was sich durch flatternde Augenlider bemerkbar macht.

Doch könnt ihr bereits jetzt die Augenfarbe erkennen? Eine Frage, die viele werdende Eltern mit Spannung stellen. Zwar können die Schattierungen der Iris schon unterschiedlich ausfallen, zum jetzigen Zeitpunkt haben jedoch alle Babys blaue Augen. Bis sich die tatsächliche Augenfarbe einstellt und sich die individuellen Schattierungen sowie Sprenkelungen zeigen, müsst ihr euch sogar bis zum 2. Lebensjahr gedulden.

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Der Sehnerv bildet sich ab jetzt rasant weiter, da die Nervenbahnen der Augen nun mit dem Cortex, also der Großhirnrinde, vernetzt sind. Somit kann euer Baby Formen, Schatten sowie Helligkeit und Dunkelheit besser unterscheiden. Sobald euer Baby in rund dreieinhalb Monaten das Licht der Welt erblickt, kann es etwa 30 Zentimeter scharf sehen. Dies dient ziemlich wahrscheinlich dem Zweck, das Gesicht der Mama beim Stillen sehen zu können. Erst mit etwa acht Monaten sind die Augen eures Kindes fähig, die Umwelt visuell wie ein Erwachsener wahrzunehmen.


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Da sich zudem das komplexe Nervengeflecht in den Ohren weiter ausbildet, kann euer Baby Stimmen, Melodieverläufe und Rhythmen zunehmend besser hören und einordnen. Ihr könnt eurem Baby nun also eure Lieblings-Musik vorspielen, wenn ihr durch seine Bewegungen merkt, dass es wach ist. Durch das Fruchtwasser kommen die Geräusche nur gedämpft an und Obertöne können noch gar nicht gehört werden.

Achtet allerdings darauf, dass die Musik nicht zu laut ist, da das Ungeborene bereits ohne Einfluss von außen mit vielen Geräuschen, die in der Gebärmutter sogar bis zu 80 Dezibel laut sein können, beschallt wird. So hört euer Baby unter anderem euren Herzschlag, das Gluckern und Grummeln eures Magens oder Darms sowie das Pochen der Schlagader hinter der Fruchtblase.

Welche Musikrichtung ihr eurem kleinen Schatz vorspielt, spielt übrigens keine große Rolle. Die Annahme, dass sich klassische Musik, wie Beethoven oder Mozart, positiv auf die Intelligenz und Entwicklung des Ungeborenen auswirkt, konnte nicht wissenschaftlich bestätigt werden. Daher könnt ihr eure Baby-Playlist mit gutem Gewissen um Pop- und Rocksongs oder Schlager erweitern. Denn alle Lieder, die eine wiederkehrende Melodie, feste Rhythmen und eine nachvollziehbare Struktur haben, können die neuronale Entwicklung positiv beeinflussen.

In der 26. SSW wird neben dem Gehör und dem Sehnerv auch der Greifreflex kräftig trainiert, indem häufig mit der Nabelschnur gespielt wird. Das derzeitige „Lieblings-Spielzeug“ eures Kindes wird gefangen und mit den Händen oder Füßen gegriffen und bewegt. Dabei dient die Beschäftigung mit der Nabelschnur zum einen der Unterhaltung, zum anderen, um den Greifreflex zu trainieren. Keine Sorge, die Nabelschnur ist äußerst robust und hält dem häufigen Ziehen und Reißen locker stand.

Durch das Schlucken von Fruchtwasser wird der Schluckreflex geübt und gleichzeitig der gesamte kindliche Harn- sowie Verdauungsapparat auf ihre Funktionen vorbereitet. Auch die Atemfunktion wird fleißig trainiert, da die Nasenflügel mittlerweile geöffnet sind. Indem euer Baby zudem ausgiebig und mittlerweile sogar ganz bewusst am Daumen nuckelt, kann es sich selbst beruhigen und den wichtigen Saugreflex weiter ausbauen, der wiederum die Nahrungsaufnahme nach der Geburt gewährleistet.

Der Bewegungsdrang eures Kindes bleibt auch in der 26. Schwangerschaftswoche weiter vorhanden und wird tatkräftig ausgelebt. Zwar wird der Platz in eurer Gebärmutter von Woche zu Woche kleiner, doch so lange es irgendwie möglich ist, werden die Wach-Phasen für sportliche Aktivitäten genutzt.

Da euer Liebling derzeit verstärkt der Hormonausschüttung ausgesetzt ist, kann sich zudem der Schlafrhythmus verändern und euer Baby unruhig wirken. Sanfte Berührungen und Streicheleinheiten auf dem Babybauch sowie eure Stimme können euer Baby beruhigen. Wenn ihr Glück habt, werdet ihr sogar mit einem kleinen Tritt gegen eure Bauchdecke belohnt.

Nach wie vor ist euer Baby fleißig dabei, wichtige Fettreserven für die Zeit nach der Geburt anzulegen und neben Körpergröße auch an Gewicht zuzulegen. Bis zur Entbindung wächst euer Baby pro weiterer Schwangerschaftswoche im Durchschnitt einen ganzen Zentimeter, sodass es bei der Geburt in etwa 50 Zentimeter groß sein wird. In der aktuellen Schwangerschaftswoche misst das Ungeborene um die 34 Zentimeter (SFL) und wiegt zwischen 800 Gramm und 900 Gramm.

Bitte beachten:
Sollte das Gewicht oder die Größe eures Babys von den hier angegebenen Durchschnittsgrößen abweichen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter eure Schwangerschaft voranschreitet, umso individueller entwickelt sich euer Kind.

Das zeigt der Ultraschall in der 26. Schwangerschaftswoche

Mit etwas Glück könnt ihr eurem Baby beim Daumenlutschen oder Spielen mit der Nabelschnur beobachten. Allerdings ist es gut möglich, dass euer Baby ein wohlverdientes Nickerchen hält, denn bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag sind nicht ungewöhnlich und vor allen Dingen nötig, damit die neuronale sowie körperliche Entwicklung vonstattengehen kann.

Die werdende Mama in der 26. Schwangerschaftswoche

Die Schwangerschaft wird immer anstrengender und abends fallt ihr hundemüde ins Bett, doch an einen erholsamen Schlaf ist nicht zu denken. Kommt euch diese Situation vielleicht bekannt vor? Ab Ende des zweiten Schwangerschaftstrimesters klagen viele Schwangere über schlaflose Nächte, denn durch den größer werdenden Babybauch wird es immer komplizierter, eine bequeme Schlafposition zu finden.

Hinzu kommt, dass euer Baby durch die Hormone in der 26. Schwangerschaftswoche einen ausgeprägten Bewegungsdrang verspürt, dem am liebsten nachgegeben wird, wenn ihr euch ins Bett zum Schlafen gelegt habt. Dass euer kleiner Sportler eure Ruhephasen für seine täglichen Bewegungseinheiten nutzt, ist jedoch völlig normal. Eure aktiven Phasen hingegen werden von eurem Kind zum Schlafen und Ausruhen genutzt.

Viele werdende Mamis müssen nachts außerdem immer häufiger die Toilette aufsuchen, da die Gebärmutter zunehmend auf die inneren Organe drückt und diese zur Seite schiebt. Neben dem Magen und Darm ist auch die Blase von dem einsetzenden Platzmangel betroffen.

Doch nicht nur körperliche Beschwerden machen sich in der Nacht bemerkbar, je näher der Geburtstermin rückt, umso schneller dreht sich natürlich auch das Gedankenkarussell. Werde ich eine gute Mutter? Bekomme ich alles unter einen Hut? Wie wird die Entbindung ablaufen? Typische Fragen, die werdenden Müttern im Kopf umherschwirren und den Schlaf negativ beeinflussen können.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation oder Autogenes Training haben sich in der Schwangerschaft bewährt und können dabei helfen, besser abzuschalten und sich nachhaltig zu entspannen. Oft reicht auch schon ein offenes Ohr und Gespräche mit dem Partner, Freunden oder der Familie, um seine Ängste und Sorgen zu minimieren.

Guter Tipp:
Anstatt sich nachts schlaflos hin und her zu wälzen und zu grübeln, solltet ihr stattdessen zu einem guten Buch greifen, das jedoch nichts mit Schwangerschaft zu tun hat, und euch ablenken. Oft kommt der Schlaf dann von allein.

Viele Schwangere nehmen ab der 26. Schwangerschaftswoche nun auch die Übungswehen verstärkt wahr, die euch auf die bevorstehende Geburt einstimmen und trainieren. Denn indem sich die Gebärmuttermuskulatur bei einer Kontraktion für einige Sekunden zusammenzieht, wird euer Körper schon jetzt auf die echten Wehen vorbereitet.

Dabei treten die Kontraktionen bei jeder Schwangeren unterschiedlich stark auf uns selbst euer Baby kann diese spüren. Dabei haben die Übungswehen jedoch keinerlei Auswirkungen auf euer Baby oder euren Muttermund. Solange die Übungswehen nicht regelmäßig und häufiger als 10 Mal täglich auftreten, nicht mit anhaltenden sowie starken Schmerzen oder gar Blutungen verbunden sind, braucht ihr euch keine Sorgen zu machen.

Eure entzückende Babykugel ist seit einigen Wochen auf den ersten Blick zu sehen und die Extra-Kilos machen sich natürlich auch auf der Waage bemerkbar. Bis zur 30. Schwangerschaftswoche nehmt ihr in der Regel pro Woche ein halbes Kilogramm zu. Dies liegt unter anderem daran, dass sich immer mehr Wasser in eurem Körper einlagert. Aus diesem Grund haben viele Schwangere mit Wassereinlagerungen in den Beinen zu kämpfen.

Warum es in der Schwangerschaft vermehrt zu Wassereinlagerungen kommt

Neben Schlafproblemen, einem Ziehen und Zwicken im Unterleib, Gliederschmerzen, müden Beinen und Rückenschmerzen kommt es gegen Ende der Schwangerschaft auch häufig zu unangenehmen Wassereinlagerungen in den Beinen. Doch wie kommt es überhaupt zu Ödemen, wie die Wassereinlagerungen genannt werden?

Bei Wassereinlagerungen tritt vermehrt Wasser in euer Gewebe ein, woraufhin vor allem die Beine und Füße anschwellen. Doch auch die Arme, Hände und sogar das Gesicht können durch Wassereinlagerungen betroffen sein und dicker werden.

Aufgrund der schwangerschaftsbedingten erweiterten Blutgefäße setzt sich das Wasser verstärkt in den Zellzwischenräumen des Bindegewebes ab. Zudem sind die Blutgefäße in der Schwangerschaft generell durchlässiger, weshalb es deutlich schneller zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im Gewebe kommt.

Hinzu kommt, dass die Venen in der Schwangerschaft auf Hochtouren arbeiten müssen, da die wachsende Gebärmutter immer stärker auf die Beckenvenen drückt und die Beine gleichzeitig Blut in Richtung Herz pumpen müssen. Können die beanspruchten Venen dem starken Druck nicht mehr standhalten, versackt vermehrt Gewebeflüssigkeit sowie Blut in den Beinen und sorgen für Wassereinlagerungen.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr unter Wassereinlagerungen leidet, kann ein kleiner Trick Licht ins Dunkle bringen: Übt einen leichten Druck auf die betroffene sowie geschwollene Stelle aus. Verschwindet die Delle daraufhin nur langsam, sind Wassereinlagerungen ziemlich wahrscheinlich.

Bitte beachten:
In der Regel sind Wassereinlagerungen für euer Baby und euch selbst harmlos. Spätestens im Wochenbett werdet ihr diese unter anderem durch verstärktes Schwitzen wieder los. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Wassereinlagerungen mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, einem erhöhten Blutdruck (von über 140/90 mmHg), Schwindel oder Sehstörungen auftreten. Dann könnte eine Präeklampsie vorliegen, die unbedingt behandelt werden muss. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sowie die Blut- und Urinkontrollen wahrzunehmen.

Was tun bei Wassereinlagerungen in den Beinen?

Das regelmäßige Hochlagern der Beine ist das A und O, um Wassereinlagerungen vorzubeugen oder zu lindern, denn dadurch kann die angestaute Flüssigkeit besser und schneller abfließen. Zudem ist es äußerst wichtig, dass ihr euch regelmäßig bewegt und mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit täglich zu euch nehmt. Verzichtet außerdem auf zu langes Stehen sowie den Aufenthalt in der Mittagshitze sowie auf zu viel Sonneneinstrahlung.

Auch Wechselduschen und Massagen wirken sich positiv bei Wassereinlagerungen aus und helfen diese zu reduzieren. Achtet außerdem darauf, bequemes Schuhwerk zu tragen und verzichtet unbedingt auf zu enge und hochhackige Schuhe. Sind eure Wassereinlagerungen mit starken Schmerzen verbunden, kann euch der Frauenarzt individuell angepasste Kompressionstrümpfe verschreiben. Diese helfen oft Wunder und sehen schon lange nicht mehr „omahaft“ aus.

Gut zu wissen:
Früher wurde Schwangeren bei Wassereinlagerungen häufig eine salzarme Ernährung oder die Kartoffel-Diät empfohlen. Dies gilt heutzutage jedoch als veraltet und sollte auf keinen Fall durchgeführt werden. Das Gleiche gilt für entwässernden Brennnessel- oder Löwenzahntee sowie für eine Selbstmedikation mit entwässernden Tabletten, da diese das Blut verdicken können.

Das ist in der 26. Schwangerschaftswoche wichtig

Achtet auf Zeichen für eine Präeklampsie: Da eine Präeklampsie schwerwiegende Folgen für Mutter und Baby haben kann, solltet ihr erste Anzeichen wie Sehstörungen, Augenflimmern sowie einen erhöhten Blutdruck (von über 140/90 mmHg) ernst nehmen. Sucht bei einem Verdacht umgehend euren Frauenarzt auf oder begebt euch bei einer drastischen Verschlechterung eures Zustandes direkt in das Krankenhaus. Weitere Anzeichen für eine Präeklampsie sind erhöhte Eiweißwerte im Urin sowie eine unerklärliche Gewichtszunahme.

Über die Anschaffung eines Gymnastikballs nachdenken: Im Zuge der Schwangerschaft wird der Beckenboden immer mehr belastet und auch Rückenprobleme nehmen im Laufe der 40 Schwangerschaftswochen zu. Mit einem Pezziball, wie der Gymnastikball auch genannt wird, könnt ihr diesen Beschwerden effektiv vorbeugen und die Rückengesundheit fördern.

Neben der Entlastung der Wirbelsäule, der Stärkung des unteren Rückens sowie der Entspannung des Beckenbodens fördert der Gymnastikball außerdem eure Durchblutung und die Blutzirkulation. Im Krankenhaus wird der Gymnastikball zudem als schmerzlinderndes Mittel angewandt, um die Wehen besser zu überstehen. Später könnt ihr mit den sanften Auf- und Ab-Bewegungen euren Schatz beruhigen und den Gymnastikball für die Rückbildung verwenden.

Die 26. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Die Augen sind mittlerweile geöffnet und das Ungeborene kann Formen sowie Schattierungen erkennen.
  • Das Baby kann immer besser hören und nimmt neben eurer Stimme und diversen Bauchgeräuschen auch Musik wahr.
  • Der Greifreflex wird fleißig trainiert, indem häufig mit der robusten Nabelschnur gespielt wird. Auch die anderen Reflexe, wie zum Beispiel der Saug- und Schluckreflex, werden weiter ausgebaut.
  • Auch in der aktuellen Schwangerschaftswoche ist das Baby äußerst aktiv und bewegungsfreudig.
  • Schwangere leiden vermehrt unter Übungswehen, Schlafproblemen, Rückenproblemen sowie Wassereinlagerungen.
  • Das Baby misst etwa 34 Zentimeter und wiegt zwischen 800 Gramm und 900 Gramm.

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