Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 26. SSW – In der 26. Schwangerschaftswoche öffnet das Baby seine Augen

26. SSW – In der 26. Schwangerschaftswoche öffnet das Baby seine Augen

26. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem sich in der 25. SSW das Gehirn des Babys weiterentwickelt hat, öffnet es ab der 26. SSW (25+1 – 25+7) bereits die Augen.

26. SSW:

Beim Baby:


  • Die Augen öffnen sich
  • Das Schmerzempfinden des Ungeborenen ist voll ausgeprägt
  • So winzig sind Frühchen in der 26. SSW
  • Größe des Babys (SSL): rund 33 – 36 cm
  • BPD: rund 62 – 65 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 800 – 915 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Das zweite Trimester ist fast geschafft!
  • Der Geburtsvorbereitungskurs beginnt
  • Empfindliche Hände in der Schwangerschaft
  • Erste Übungswehen
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Welche Leistungen können von einer Hebamme, einem öffentlichen Krankenhaus und einer Privatklinik erwartet werden?
  • Gewichtszunahme: bis zu 13 kg

Das 2. Trimester ist fast geschafft!

Endspurt! Es ist soweit. Das letzte Drittel der Schwangerschaft beginnt im Verlauf der nächsten Woche. Jetzt habt ihr zeitlich den größten Teil der Schwangerschaft schon hinter euch, aber den körperlich anstrengendsten noch vor euch. Nicht nur das letzte Drittel der Schwangerschaft wird euch einiges abverlangen. Mit der Geburt wird euer Körper etwas Großes leisten. Danach werdet ihr viele Dinge anders sehen als vorher.

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Seht euch an, was ihr bereits hinter euch habt:


Die Augen öffnen sich

Das Auge hat sich im Laufe der Wochen und Monate, die jetzt bereits hinter euch liegen, aus dem Ektoderm und Mesoderm entwickelt. Am Vorderhirn lag zunächst eine Augenknospe, aus denen sich Augenbläschen bildeten. Um die 7. Bis 10. SSW wurden sie durch die Augenlider fest verschlossen. Es entwickelte sich die Iris, die Retina, die Linse und der Glaskörper.

Ab der 26. Schwangerschaftswoche löst sich die Verklebung. Die Augenlider (Palpebrae) des Babys öffnen sich. Jetzt kann das Baby die Augen durch die neu gebildeten Muskeln bewegen. Es öffnet und schließt die Augen, und übt die Benutzung des neuen Sinnesorgans.

Das Schmerzempfinden des Ungeborenen ist voll ausgeprägt

Vor rund fünfzig Jahren ging die Medizin davon aus, dass Kinder bis zum dritten Lebensjahr kein Schmerzempfinden besitzen. Babys wurden damals ohne Narkose operiert. Die Mediziner waren der Auffassung, dass das Baby bei Schmerz lediglich mit Reflexen reagiere. Schließlich seien die Nerven des Neugeborenen noch nicht ausgebildet.

Heute weiß man, das bereits Ungeborene im Mutterleib ab der 20. SSW Schmerzen empfinden können. Ab der 26. Schwangerschaftswoche sind die Nerven soweit ausgebildet, dass sie definitiv Schmerzsignale übertragen. Die neuralen Elemente im Gehirn sind angelegt, das Zentrale Nervensystem ist funktionstüchtig. Vegetative und motorische Reaktionen sind bei Ungeborenen, die Schmerzen erleben, bereits zu beobachten.

INFO:
Auch, wenn dieses Schmerzempfinden qualitativ ein anderes ist, als beim Erwachsenen: Das Baby im Mutterleib empfindet schon Schmerzen.

So winzig sind Frühchen in der 26. SSW

Ein kleines Wunder hat der Vater dieser Zwillinge gefilmt, die in der 26. Schwangerschaftswoche mit einem Gewicht von 380 und 880 Gramm auf die Welt kamen. Es handelt sich dabei nicht nur um ein Video, das Hoffnung macht. Es zeigt, wie sehr die Ärzte um diese beiden winzigen Menschlein bemüht sind. Es lohnt sich, den Film bis zum Ende anzusehen!

Der Geburtsvorbereitungskurs beginnt

Wenn ihr unserem Rat gefolgt seid, habt ihr euch schon frühzeitig zu einem Geburtsvorbereitungskurs angemeldet. Die guten Kurse sind nämlich auch immer gut besucht, und daher fast immer voll ausgebucht. Die meisten beginnen in der 25. oder 26. Schwangerschaftswoche.

Die wichtigste Aufgabe eines solchen Kurses besteht darin, darauf vorzubereiten, was die werdende Mami bei der Geburt erwartet / erwarten kann. Es werden also auch heftige Themen angeschnitten, über die ihr unbedingt informiert sein solltet. Folgende Punkte werden in einem guten Geburtsvorbereitungskurs angesprochen:

  • Wie verläuft die normale Geburt?
  • Welche Hilfsmittel gibt es, wie sehen sie aus und wie fühlen sie sich an?
  • Besuch im Kreißsaal
  • Welche Atem- und Entspannungstechniken kann ich während einer Wehe anwenden?
  • Welche Massagetechniken kann der werdende Papa während der Wehen ausführen?
  • Welche Geburtspositionen gibt es und welche ist für mich die bevorzugte?
  • Welche Arten der Schmerzlinderung gibt es während und nach der Geburt?
  • Was erwartet mich im Wochenbett?
  • Wie läuft das Stillen ab?
  • Was muss ich bei der Säuglingspflege beachten?
INFO:
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für 14 Stunden Geburtsvorbereitung, wenn ihr ihn an anerkannten Einrichtungen absolviert. Die weiteren Leistungen und Mehrstunden müsst ihr aus eurer eigenen Tasche bezahlen.

Empfindliche Hände in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verändert sich durch die Ausschüttung der Schwangerschaftshormone der gesamte Körper. Aber auch die Haut reagiert auf den veränderten Hormonhaushalt. Neben der Linea Nigra und der Chloasma kann die Haut auch anfälliger auf Pickel und Akne werden. Die Haut kann sich am ganzen Körper wund, empfindlich und gereizt anfühlen.

Viele werdende Mamis berichten von empfindlichen oder juckenden Händen. Oft sind dafür Reize von außen in Verbindung mit der ohnehin sensibleren Haut die Ursache. Versucht daher zunächst, alle Waschmittel und Seifen durch Naturprodukte zu ersetzen. Auch auf Waschpulver, Weichspüler oder Parfüm kann die Haut während der Schwangerschaft anders reagieren, als gewohnt. Achtet daneben auch auf gesunde, lose Baumwollkleidung, und eine gute Hautpflege.

TIPP:
Wenn die Haut juckt und spannt, lohnt es sich, dem Badewasser Öl oder heilpflanzliche Auszüge zuzusetzen.

Chloasma

Bei einer Chloasma spricht man von einer Pigmentveränderung im Gesicht der Schwangeren. Sie wird auch „Schwangerschaftsmaske“ genannt. Es entstehen dabei dunkle oder helle Flecken auf der Stirn, den Wangen und am Hals der werdenden Mutti. Bei Frauen mit dunklerem Teint wirken die Stellen heller. Besonders sichtbar werden die Flecken, wenn die Schwangere sich oft in der Sonne aufhält. Ausgelöst wird Chloasma durch eine erhöhte Melaninproduktion. Nach der Schwangerschaft verschwinden die Pigmentveränderungen wieder. Spätestens, wenn euer Baby drei Monate alt ist, werden sie ganz verschwunden sein.

TIPP:
Schützt euch im Sommer mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und setzt einen Sonnenhut auf!

Linea Nigra

Auch die Linea Nigra wird durch die erhöhte Melaninproduktion ausgelöst. Es handelt sich dabei um einen braunen Strich am Babybauch, der oft genau durch den Nabel hindurch verläuft. Er kann bis zu einem Zentimeter breit sein. Das ist die Linie, um die sich der Bauchmuskel streckt, um dem Baby sein Wachstum zu ermöglichen. In der Regel entsteht die Linea Nigra im zweiten Trimester, also zwischen der 13. und 26. Schwangerschaftswoche. Die Linie verschwindet spätestens 4 Wochen nach der Geburt vollständig.

Das Karpaltunnelsyndrom

Sind eure Hände nicht nur empfindlich, sondern kribbeln ständig? Schmerzen die Hände oder fühlen sie sich manchmal taub an? Dann leidet ihr möglicherweise am Karpaltunnelsyndrom. Es wird durch eine erhöhte Flüssigkeitsmenge in Händen und Füßen ausgelöst, die zu Schwellungen führen kann. Es kann vorkommen, dass ihr Dinge nicht richtig greifen könnt, oder dass feinmotorische Bewegungen nur schwer auszuführen sind. Die dominante Hand ist davon meist stärker betroffen. Oft tritt dieses Phänomen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf. Folgende Maßnahmen versprechen Abhilfe:

  • Akupressur
  • Eiskaltes Wasser
  • Gelenk-Schienen für die Nacht
  • Homöopathie
  • Kamillentee-Kompresse
  • Massage
  • Reflexzonenmassage
  • Umschläge aus ätherischem Kamillen-, Zypressen-, oder Salbeiöl

Das Karpaltunnelsyndrom ist – obwohl es unangenehm ist – nichts, worüber Ihr euch große Sorgen machen solltet. Das Phänomen wird spätestens 3-4 Wochen nach der Geburt wieder verschwunden sein.

Erste Übungswehen

Zwischen der 20. und 26. Schwangerschaftswoche treten erstmalig Übungswehen auf. Der Bauch wird dabei für rund eine Minute hart. Übungswehen treten in unregelmäßigen Abständen auf, können euch aber sehr wohl auch schon mal in einer Stunde mehrmals überraschen. Diese Wehen öffnen noch nicht den Muttermund, und leiten auch keine Geburt ein. Es handelt sich dabei um Übungsdurchgänge für die bald folgende, richtige Geburt.

INFO:
Die charakteristischen Merkmale von Übungswehen ist zum Einen die Unregelmäßigkeit, mit der sie erscheinen, zum Anderen die Schmerzlosigkeit.

Bei den Übungswehen habt ihr weder Rückenschmerzen, noch Schmerzen im Unterbauch. Auch Blutungen oder Ausfluss gibt es in Verbindung mit den Übungswehen nicht.

ACHTUNG!
Kommen die Wehen alle 3-4 Minuten, und sind sie schmerzhaft, kann es sich um richtige Wehen handeln. In diesem Fall gilt: Ab zum behandelnden Arzt, zur Hebamme, oder eventuell ins Krankenhaus!

Alles zur anstehenden Entbindung: Welche Leistungen können von einer Hebamme, einem öffentlichen Krankenhaus und einer Privatklinik erwartet werden?

Die Hebamme

Der Beruf der Hebamme kann weder mit dem einer Kranken- noch einer Säuglingsschwester verglichen werden. Die Hebamme wurde speziell darauf geschult, Schwangere zu begleiten und Gebärende zu unterstützen. Das Schönste an einer Betreuung durch die Hebamme ist, dass sie euch wirklich von Anfang bis Ende eurer Schwangerschaft, und einige Wochen darüber hinaus, betreut.

Eine Hebamme betreut die gesamte Schwangerschaft hindurch, führt Hausgeburten oder ambulante Geburten durch. Nach der Geburt erfolgt eine intensive Nachbetreuung über mehrere Wochen (4 – 6 Wochen) hinweg. Dieser Beruf wird nach wie vor nur von Frauen ausgeübt. Viele Hebammen halten auch den Geburtsvorbereitungskurs ab, bieten Schwangerschaftsgymnastik, Schwangeren-Yoga, Beckenbodentraining und Stillberatung an. Engagierte Hebammen lassen sich oft zu Heilpraktikerinnen ausbilden. Manche bieten Akupunktur für Schwangere oder Massageeinheiten an.

Auch die Vorsorgeuntersuchungen werden teilweise von ihr übernommen. Eine Hebamme notiert die Daten der Schwangeren, hört die Herztöne des Ungeborenen ab, überprüft die Lage des Babys, und kann sogar die Größe mittels Ultraschalluntersuchungen bestimmen. All diese Daten trägt sie in den Mutter-Kind-Pass ein.

Während der Geburt überwacht sie den Gesundheitszustand der Mutter. Sollte es zu Komplikationen kommen, wird sie den Arzt kontaktieren. Hat das Kind das Licht der Welt erblickt, entfernt sie die Nabelschnur und die Plazenta.

Nach der Geburt übernimmt die Hebamme die Aufgaben, die auch vom Arzt im Krankenhaus durchgeführt werden. Dazu gehört das Verzeichnen des Geschlechts, die Größe, die Kopfmaße, die Kontrolle der Lidreflexe, des Herzschlages und der Atmung. Sie wird das Baby nach der Geburt waschen und ankleiden.

Das Geburtshaus

Ein Geburtshaus wird von mehreren Hebammen gemeinsam betrieben. Hier können die Schwangeren gebären, für welche weder die Hausgeburt noch die Geburt in der öffentlichen Klinik infrage kommen. Hier ist der große Vorteil, dass ihr von Anfang an die Räumlichkeiten kennt, in denen ihr gebären werdet. Denn dort werden oft gleichzeitig die Informationsabende, Vorsorgeuntersuchungen oder Geburtsvorbereitungskurse angeboten. Außerdem habt ihr hier eine ebenso große Auswahl an Hilfsmöglichkeiten zur Verfügung, die euch ein Krankenhaus anbietet. Gebärwanne, Gebärhocker oder Pezziball, um nur einige zu nennen, sind im Gebärhaus vorhanden. Die Kosten die bei einer Geburt im Geburtshaus anfallen, werden von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

TIPP:
Informiert euch schon frühzeitig über die Hilfsmittel, die im Geburtshaus angeboten werden können.

Das öffentliche Krankenhaus

Zwar finden die meisten Geburten noch immer in öffentlichen Krankenhäusern statt, doch die Zahl derer, die sich für eine Hebamme entscheiden, steigt rasant. Im Krankenhaus wird die Schwangere einem Zimmer zugeteilt, in dem sie, meist gemeinsam mit anderen Schwangeren, die Wehen bis kurz vor den Presswehen verarbeitet. Erst gegen Ende geht es ab in den Kreißsaal. Dort steht meist zumindest eine Gebärwanne zur Verfügung. Viele Krankenhäuser bieten aber viele andere Hilfsmittel für Gebärende an. Das Angebot unterscheidet sich von Spital zu Spital.

HINWEIS:
Informiert euch schon jetzt darüber, welche Hilfsmittel das Krankenhaus eurer Wahl für die Geburt eures Kindes zur Verfügung stellt.

Wenn ihr das Angebot einer in vielen Spitälern angebotenen Kreißsaal-Führung wahrnehmt, dann klärt außerdem noch folgende Fragen für euch ab:

  • Empfindet ihr die Zimmer als angenehm?
  • Ist das Personal zuvorkommend, freundlich und sympathisch?
  • Wie viele Kreißsäle stehen zur Verfügung?
  • Wie sind die Kreißsäle ausgestattet?
  • Wo ist der Operationssaal für den Ernstfall?
  • Wie sieht der Operationssaal aus?
  • Welche Arten der Schmerzlinderung werden im Krankenhaus angeboten?
  • Wie viele Ärzte sind immer im Dienst?
  • Wie viele Krankenschwestern und Hebammen sind immer im Dienst?
  • Wann ist der Schichtwechsel?
  • Bei Zutreffen welcher Umstände wird ein Not-Kaiserschnitt durchgeführt?
  • Wie oft werden Dammschnitte durchgeführt?
  • Hat das Krankenhaus eine Kinderstation / eine Frühchenstation?
  • Bleibt das Baby für das Bonding nach der Geburt bei der Mutter?
  • Kann die Mutter gemeinsam mit dem Baby im Zimmer sein (Rooming-in)?
  • Stellt die Klinik Familienräume zur Verfügung, wo sich der neugierige Besuch gemeinsam gemütlich zusammensetzen kann?
  • Kann man seine eigene Hebamme zur Geburt mitbringen?

Der Vorteil bei einer Geburt im Krankenhaus ist das Schnelle Eingreifen der Ärzte im Falle einer Komplikation.

Die private Geburtsklinik

In einer privaten Geburtsklinik können eine Vielzahl an Leistungen angeboten werden. Hier geht auch das, was in öffentlichen Krankenhäusern nicht angeboten wird. Meist sind sie auch sehr gut, oder sogar besser ausgestattet als die öffentliche Klinik. Das Leistungsangebot ist größer, und die Betreuung intensiver. Die lassen sich die Geburtskliniken aber auch einiges kosten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen selbstverständlich nicht die Kosten, die bei einem Aufenthalt in einer Privatklinik entstehen.

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