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Schwangerschaftsanzeichen Ausfluss – Farben, Fakten & Tipps

Schwangerschaftsanzeichen Ausfluss

Während einer Schwangerschaft kommt es im Körper der Frau zu zahlreichen Veränderungen, die meistens auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen sind. Neben dem Ausbleiben der Periode gibt es eine Reihe von Anzeichen, die auf eine mögliche Schwangerschaft hinweisen:

  • bestimmte Gerüche scheinen plötzlich abstoßend zu sein
  • Heißhunger und Appetit auf ungewöhnliche Lebensmittel und Speisen
  • verstärkter Druck auf die Harnblase
  • Schwindelgefühle und Kreislaufstörungen
  • häufige Stimmungsschwankungen
  • Übelkeit und Erbrechen nach dem Aufstehen
  • hohe Basaltemperatur
  • vermehrter Ausfluss

Ausfluss als erster Hinweis auf Schwangerschaft

Ein häufiger und erhöhter Ausfluss ist während einer Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Für den Ausfluss sind Veränderungen im Hormonhaushalt verantwortlich. Im Normalfall bleibt der Ausfluss in der Schwangerschaft klar bis weiß und ist geruchslos. Bei einer gelben, braunen, grünen oder grauen Farbe des Ausflusses, und wenn der Ausfluss unangenehm riecht, ist mit einer Pilz- oder einer bakteriellen Infektion zu rechnen. Ein vermehrter Scheidenausfluss könnte in vielen Fällen der erste Hinweis auf eine Schwangerschaft sein. Wie kommt das? Nach der Befruchtung der Eizelle steigt die Produktion des Östrogens. Das weibliche Geschlechtshormon trägt zu einer gesteigerten Durchblutung der Scheidenschleimhaut. Das Ergebnis ist ein vermehrter Ausfluss aus der Scheide. Daran beteiligen sich zusätzlich die Drüsen des Gebärmutterhalses und die sogenannten Bartholinischen Drüsen. Sie befinden sich an der Innenseite der kleinen Schamlippen und sondern ebenfalls mehr Sekret als normal ab. In dem Ausfluss sind zum größten Teil die abgeschilferten Zellen der Scheidenwand sowie Elektrolyte und Harnstoff zu finden.

Ausfluss in der Schwangerschaft: Auf die Farbe kommt es an

Scheidenausfluss in der Schwangerschaft kommt im Normalfall immer vor und ist ein gesundes Indiz für Eizellenbefruchtung. Solange der Ausfluss klar bis weiß und geruchslos ist, gibt es keinen Grund zu Beunruhigung. Worauf deutet jedoch eine andere Färbung des Ausflusses?

Weißer Ausfluss

Wenn Ihr während der Schwangerschaft einen weißen Scheidenausfluss entdeckt, gibt es keinen Grund zu Sorge. Das ist normal und hängt mit den hormonellen Veränderungen im Körper einer Frau in der Schwangerschaft zusammen. Das ungeborene Kind fordert den Körper einer Frau stark. Der ganze Unterleib samt Gebärmutter muss gut durchblutet werden, was eine steigende Temperatur mit sich bringt. Die Vagina wird dazu angeregt, den weißen Ausfluss abzusondern. Vor allem in der Frühschwangerschaft werden die Körperflüssigkeiten und Sekrete um einiges schneller ausgeschieden. Das weiße Sekret besteht zum größten Teil aus Wasser und ist durchsichtig, seine Aufgabe ist der Transport der Schleimhautzellen aus der Gebärmutter. Somit werden Scheide sowie Gebärmutter gereinigt und vor eventuellen Infektionen geschützt. Die Konsistenz des weißen Ausflusses ist meist flüssig, durchsichtig und das Sekret ist geruchslos. Der weißliche Ausfluss wird zu Beginn und zum Ende der Schwangerschaft verstärkt abgesondert. Insbesondere in den letzten Schwangerschaftswochen kann Euch der weiße, manchmal leicht milchige Ausfluss, verunsichern. Nicht selten haben dann Frauen das Gefühl, dass es sich dabei um Fruchtwasser handelt. Die Konsistenz des Fruchtwassers ist allerdings viel flüssiger, in etwa wie normales Wasser. Ein einfacher Test kann schnell die Gewissheit bringen: Mit Lackmuspapier aus der Apotheke lässt sich nachweisen, ob es Fruchtwasser oder weißer Scheidenausfluss ist, weil das Fruchtwasser einen hohen pH-Wert (über 7) hat.

Hier wird besondere Achtsamkeit geboten

Gefahrlos ist ein weißer Ausfluss von einer wässrigen, durchsichtigen Konsistenz, der nahezu farb- und geruchslos ist. In der Schwangerschaft sind Frauen ein leichtes Ziel für eine Scheidenpilzinfektion. Grund dafür sind hormonelle Schwankungen. Falls zum weißen Ausfluss die folgenden Merkmale hinzukommen, ist eine Konsultation beim Arzt Pflicht:

  • Schmerzen im Unterleib
  • dem Sekret ist Blut beigemischt
  • der Ausfluss nimmt einen gelblichen, bräunlichen oder grünlichen Farbton an
  • die Konsistenz des Ausflusses verändert sich
  • Juckreiz
  • der Ausfluss kommt in größeren Mengen als üblich vor
  • der Geruch wird unangenehm (fischartig)

Brauner Ausfluss

Ein brauner oder bräunlicher Ausfluss in der Schwangerschaft deutet darauf hin, dass die natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Je nach Begleitsymptomen ist es ein Anzeichen einer bestimmten Krankheit und darf nicht unterschätzt werden. Der Farbton des Ausflusses kann dabei variieren und von einer leicht bräunlichen Färbung, über ein etwas gerötetes Braun bis hin zu einem dunkelbraunen Farbton übergehen (nicht mit Zwischenblutungen verwechseln!). Bräunlicher Ausfluss ist keine autarke Erkrankung, die Gründe der veränderten Färbung des Ausflusses müssen in einer anderen Grunderkrankung gesucht werden. Die Ursachen der bräunlichen Ausflussfärbung können unterschiedlicher Natur sein. Am häufigsten deutet die braune Färbung auf bakterielle, virale oder Pilzinfektionen der Scheidenflora hin. Ein stark braun verfärbter Ausfluss wird meistens durch Humanen Papillomvirus (HPV) verursacht. Eine Infektion mit diesem Virus kann zum Gebärmutterhalskrebs führen. Andererseits kann ein bräunlicher Scheidenausfluss bedeuten, dass eine Schwangerschaft im frühen Stadium vorliegt. In den ersten Schwangerschaftswochen kommt es oft zu Einnistungsblutungen, die den Scheidensausfluss braun verfärben können (Blut). Um 100-prozentig sicher zu sein, empfiehlt es sich einen Schwangerschaftstest durchzuführen und damit die Ursache für einen bräunlichen Ausfluss zu finden. Scheidensausfluss in dieser Farbe muss nicht immer ein Grund zur Sorge sein. Ein bräunlicher Ausfluss in der Schwangerschaft weist häufig eine bröckelige Konsistenz auf, nicht selten enthält er kleine Blutbeimengungen und hat einen unangenehmen, fischähnlichen, Geruch. Unterleibsschmerzen und Jucken oder Brennen im Genitalbereich treten oft begleitend auf.

Brauner Ausfluss – so geht Ihr dagegen vor

Während einer Schwangerschaft kommt ein bräunlicher Ausfluss normalerweise nach der 5. SSW nicht mehr auf. Liegt jedoch eine Infektion vor, so klingt ein brauner Scheidensausfluss erst dann ab, wenn die Grunderkrankung vollständig geheilt wurde. Der bräunliche Ausfluss belastet das Immunsystem der Frau, das Aufsuchen eines Arztes wird daher empfohlen. In der Schwangerschaft kommt es zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, bei denen Ursachen des braunen Ausflusses früh erkannt und diagnostiziert werden können. Diese Untersuchungen sind unter anderem dazu da, die Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes zu schützen. Ein Scheidenpilz der Gattung Candida kann ebenfalls einen bräunlichen Ausfluss verursachen. Er lässt sich jedoch mit einem Anti-Pilz-Medikament aus der Apotheke (rezeptfrei) beseitigt werden.

Ein bräunlicher Ausfluss ist oft ein Hinweis für bestehend Geschlechtskrankheiten. Dem könnt Ihr leicht vorbeugen, indem Ihr beim Geschlechtsverkehr Kondome zur Sicherheit nutzt. Eine Antibaby-Pille soll immer nach Absprache mit Arzt eingenommen werden. Dadurch wird der vermeintlich braune Ausfluss, der in der Tat eine Zwischenblutung ist, vermieden. Junge Frauen und Mädchen, die noch nie einen Geschlechtsverkehr hatten, können sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen.

Das sind die typischen Symptome von Scheidenpilz und veränderter Scheidenflora:

  • Schamlippen sind leicht gerötet und geschwollen
  • Jucken im Genitalienbereich
  • Geschlechtsverkehr ist mit Schmerzen verbunden
  • brauner Ausfluss mit fischähnlichem Geruch
  • Urinieren geht nur unter Schmerzen
  • weiße Ablagerungen.

Grüner Ausfluss

Ein grünlicher oder grünlicher Scheidenausfluss ist nicht normal und weist fast immer auf eine Infektion hin. Eine ärztliche Untersuchung ist im solchen Fall unbedingt zu empfehlen, weil die Infektion die Harnröhre und die inneren Geschlechtsorgane befallen kann. Bleibt die Infektion unbehandelt, kann sogar die Unfruchtbarkeit die Folge sein. Schwangere sollten besonders auf der Hut sein – ein unbehandelter grünlicher Ausfluss kann zu Entzündungen des ungeborenen Babys führen. Was sind die Ursachen für einen grünlichen Ausfluss und wie wird der behandelt? In den meisten Fällen ist eine Infektion die Ursache dafür. Durch Infektion kommt es zu Veränderungen in der Scheidenflora, was folglich verschiedene Beschwerden mit sich bringt. Wenn zu einem grünlichen Ausfluss begleitend unterschiedliche Beschwerden hinzukommen, ist das natürliche Scheidenmilieu in Mitleidenschaft gezogen. Unangenehme Beschwerden erscheinen meist als:

  • Rötungen und Brenngefühl der Scheide
  • ein unangenehmer, fischähnlicher Geruch des Ausflusses
  • das Scheidensekret ist dickflüssig und krümelig, ein schaumiger Ausfluss kommt auch oft vor
  • Schmerzen beim Sex
  • Juckreiz

Die Begleitsymptome treten jedoch nicht immer in Verbindung mit grünlichem Ausfluss auf. Stellt Ihr jedoch solche Veränderungen fest, ist eine Untersuchung beim Arzt Pflicht. Zu den Infektionskrankheiten, die einen grünlichen Ausfluss hervorrufen, gehören:

  1. Gonorrhoe. Der Auslöser der Krankheit, die auch als Tripper bekannt ist, sind Gonokokken. Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Ein bis drei Wochen nach der Infizierung sind die ersten Symptome feststellbar: Brennen oder stechende Schmerzen beim Wasserlassen und ein schaumiger grünlicher Ausfluss.
  2. Trichomoniasis (Trichomonas vaginalis). Die Trichomonas vaginalis Erreger sind für diese Infektionskrankheit verantwortlich, sie werden beim Sex übertragen. Ein starker gelber bis grünlicher Ausfluss mit fischähnlichem Geruch und als Begleitbeschwerden Juckreiz an der Scheide deuten auf diese Krankheit hin. Schmerzen beim Sex gehören ebenfalls dazu.
  3. Sonstige bakterielle Infektionen. Für einen grünlichen Ausfluss kann eine weitere Reihe von Bakterien verantwortlich sein („bakterielle Vaginose“). Der Ausfluss ist dünnflüssig bis schaumig mit einem strengen fischartigen Geruch.

Vorbeugemaßnahmen und Behandlung

Falls eine Infektion mit Bakterien oder Trichomonas festgestellt wurde, werden meist Antibiotika als Behandlungsmaßnahme eingesetzt. Nach einigen Tagen ist eine deutliche Besserung in Sicht. Ein grüner Ausfluss und Infektionskrankheiten werden durch Geschlechtsverkehr verursacht. Daher ist es enorm wichtig, beim Sex Kondome zu verwenden. Bei einer festgestellten Infektion sollten beide Partner untersucht und behandelt werden, um die Gefahr einer Wiederansteckung zu eliminieren.

Gelber Ausfluss

Ähnlich wie bei einem grünlichen oder bräunlichen Ausfluss aus der Scheide deutet ein gelber Farbton des Scheidenausflusses auf Veränderungen im Gleichgewicht der Scheidenflora hin. Ein gelblicher Ausfluss kommt vor allem bei Entzündungen der Scheide vor. Als Auslöser kommen Bakterien, Chlamydien, Pilze oder Viren in Betracht. Stellt Ihr bei Euch einen gelben Ausfluss fest, dann sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, damit die Infektion nicht auf das Baby übergeht. Ein gelblicher Ausfluss ist eine Reaktion des Immunsystems, das sich gegen bestimmte Erreger zu verteidigen versucht (ein erhöhter Leukozytenpegel). Zu den Begleitsymptomen gehört unter anderem Brennen beim Urinieren oder an der Scheide und ein unangenehmer, fischähnlicher Geruch.

Ursachen für einen gelblichen Ausfluss:

  • ein geschwächtes Abwehrsystem. Das kommt oft während oder nach überstandenen Infektionen, beim Stress oder chronischen Erkrankungen, vor.
  • Unregelmäßigkeiten im Hormonhaushalt. Oft festzustellen in der Pubertät, in der Schwangerschaft, bei hormonellen Verhütungsmitteln oder in den Wechseljahren.
  • bestimmte Medikamente können einen gelblichen Ausfluss verursachen, darunter sind Rheumamittel, Chemotherapie und Antibiotika zu nennen.
  • bei zu genauer Intimhygiene. Duschgels, Intimdeos, parfümierte Seifen oder Scheidenspülungen können die Scheidenflora negativ beeinflussen und einen gelben Ausfluss verursachen.

Auch während einer Schwangerschaft kann der gelbe Ausfluss mit einer Scheideninfektion in Verbindung gebracht werden. Zu den typischen Symptomen einer Scheideninfektion mit gelblichem Ausfluss gehören:

  • ein penetranter, fischähnlicher Geruch
  • ein brennendes Gefühl oder Schmerzen beim Urinieren
  • Juckreiz (insbesondere an den Schamlippen)
  • oft ist der pH-Wert der Scheide höher als normal und liegt bei über 4,5
  • es kommt zu Rötungen oder Schwellungen.

Gelblicher Ausfluss in der Frühschwangerschaft

In der früheren Phase einer Schwangerschaft ist ein reichlicher Ausfluss normal, allerdings sollte er geruchlos und klar bzw. weiß sein. Das kann ein Zeichen sein, dass die Frau bereits ein Baby in sich trägt. Werden jedoch zu diesem frühen Zeitpunkt einer Schwangerschaft etwaige Veränderungen der Scheidenflora, wie zum Beispiel ein gelblicher, unangenehm riechender Scheidenausfluss, festgestellt, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Verschiedene Anti-Pilz-Mittel in Form von Salben oder Zäpfchen reichen hier normalerweise aus, bei härteren Fällen ist jedoch eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich.

Schleimiger, zäher Ausfluss

Anders als in der Schwangerschaft hat der Ausfluss kurz vor einer Periode oder vor dem Eisprung eine veränderte Konsistenz. Er ist nicht mehr durchsichtig, wässrig und ein wenig milchig, sondern eher schleimig und zähflüssig. Der schleimige, zähe Ausfluss, auch als Zervixschleim bekannt, wird am Gebärmutterhals (Zervix) gebildet. Seine Funktion besteht darin, die Spermien weiterzuleiten. Ein schleimiger, zähflüssiger Schleim ist ein Zeichen für Eisprung. Aufgrund seiner schleimigen aber doch zähen Eigenschaft blockiert der Ausfluss den Weg für die Spermien außerhalb der fruchtbaren Zeit. Wird die Frau während des Zyklus fruchtbar, verändert der Ausfluss seine Konsistenz von schleimig, zäh zu flüssig, um die Spermien zu Gebärmutter zu geleiten. Nach einer Periode, also am Beginn eines Zyklus, stoppt die Absonderung des Scheidensekrets fast komplett. Nach einigen Tagen ist der Zervixschleim wieder da und hat meist eine gelbliche oder weißliche Farbe, seine Konsistenz ist etwas milchig und zäh. Naht der Eisprung, dann wird der Ausfluss durchsichtiger und wässriger, was durch Östrogenbildung gefördert wird. Der Scheidenausfluss ist schleimiger und sieht wie rohes Eiweiß aus. Er ist auch richtig zähflüssig und lässt sich bis zu fünf Zentimeter lang ziehen.

Schleimiger Ausfluss in der Schwangerschaft

In den letzten Wochen einer Schwangerschaft bereitet sich der Körper einer Frau, vor allem die Gebärmutter, auf die Geburt. Dafür ist das weibliche Hormon Östrogen zuständig. Ab der 35. SSW wird der Ausfluss in größeren Mengen abgesondert. Seine Konsistenz unterscheidet sich jedoch entscheidend von dem Fruchtwasser. Er ist viel milchiger und schleimiger als Fruchtwasser, darüber hinaus wird er dickflüssiger. Anhand eines pH-Tests lässt sich schnell feststellen, ob es sich bei dem Sekret um Fruchtwasser oder Ausfluss handelt (pH-Wert unter 7 weist auf Scheidenausfluss hin).

Ausfluss schützt den Körper vor Krankheitserregern

Der Ausfluss in der Schwangerschaft spielt eine wichtige Rolle in der Keimbekämpfung: Er reinigt den Scheidenkanal und blockiert dadurch den Weg für Krankheitskeime oder Pilze. Auch die normale Scheidenflora beteiligt sich an diesem „Kampf“. Die sogenannten Milchsäurebakterien, die in der Scheidenflora angesiedelt sind, verhindern das Andocken und Ansiedeln von gesundheitsgefährdenden Bakterien und Pilzen. Außerdem produzieren die Milchsäurebakterien das Wasserstoffperoxid und andere Stoffe, die als Wachstumshemmer vieler feindlichen Bakterien bekannt sind. Falls jedoch die Krankheitskeime die überhand gewinnen, ist eine Infektion meist unumgänglich. In der Schwangerschaft kommen Infektionen der Scheide etwas häufiger vor, dafür ist vor allem die hormonelle Umstellung verantwortlich.

Maßnahmen beim Ausfluss in der Schwangerschaft

Ausfluss in der Schwangerschaft ist kein Grund zu Unruhe, es ist etwas völlig normales. Von der Menge her gibt es individuelle Unterschiede – bei manchen Frauen ist der Ausfluss reicher als bei anderen. Ist der Ausfluss weiß und geruchslos dann ist es ein Zeichen einer gesunden bakteriellen Flora der Scheide. Damit es im weiteren Verlauf der Schwangerschaft so bleibt, solltet Ihr die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • zum Waschen des Intimbereichs am besten nur Wasser (keine Seife!) verwenden
  • insgesamt keine übertriebene Intimhygiene
  • Unterwäsche aus Baumwolle bevorzugen
  • keine Slipeinlagen mit Folie aus Kunststoff anwenden

Falls es zur Infektion kommt

Manchmal kann ein vermehrter Ausfluss in der Schwangerschaft ein Anzeichen für eine Infektion sein, zudem sind Entzündungen der Scheide bei Schwangeren keine Seltenheit. Hier ist äußerste Vorsicht geboten: Solche Infektionen können das Leben des ungeborenen Kindes gefährden. In folgenden Fällen ist der Besuch bei einem Frauenarzt unbedingt zu empfehlen:

  • die Ausflussmenge ist größer als sonst
  • wenn darin Blut feststellbar ist
  • der Ausfluss ist besonders flüssig und riecht unangenehm
  • bei einer grünlichen Farbe und wenn er grobkörnig ist
  • falls der Ausfluss ausschließlich nach dem Aufstehen vorkommt.
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