Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 13. SSW – In der 13. Schwangerschaftswoche beginnt das zweite Trimenon

13. SSW – In der 13. Schwangerschaftswoche beginnt das zweite Trimenon

13. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem der Aufbau des Organismus eures Babys ab der 12. SSW abgeschlossen ist, kann es in der 13. SSW (12+1 – 12+7) bereits seine Sinnesorgane verwenden, um die Umgebung besser kennenzulernen.

13. SSW:

Beim Baby:


  • Die Bauchspeicheldrüse beginnt mit der Insulinproduktion.
  • Das Immunsystem funktioniert bereits.
  • Das Skelett verknöchert mehr und mehr.
  • Langsam passen sich alle Proportionen der endgültigen Lage und Form an.
  • Der Körper des Fötus legt sich langsam eine Fettschicht zu.
  • Größe des Babys: ca. 6,0 – 7,5 cm
  • Gewicht des Babys: ca. 18,0  – 30 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Das zweite Trimester beginnt.
  • Ein Bäuchlein wird sichtbar.
  • Das hCG hat seinen Höchststand überschritten und fällt langsam wieder.
  • Die Einnahme von Folsäure muss jetzt nicht mehr weitergeführt werden.

Das zweite Trimester hat begonnen

Das zweite Schwangerschaftsdrittel beginnt mit der 13. und endet mit der 28. Schwangerschaftswoche. Alle drei Schwangerschaftsdrittel zeichnen sich durch ein besonderes Entwicklungsmerkmal aus. Im ersten Trimenon entwickelt sich die gesamte Körperstruktur des neuen Lebens. Im zweiten Trimester ist der Fötus vor allem mit dem Wachstum beschäftigt, während das zweite Drittel der Schwangerschaft für die Mutter die wohl schönste und entspannteste Zeit sein wird. Im letzten Trimenon geht es für den kindlichen Organismus nur noch um die Ausreifung und um die Gewichtszunahme des Babys. Für die Mutter stellt das letzte Drittel das anstrengendste Trimenon dar.

Das erwartet euch im zweiten Trimester

Euer Bauch wird zusehends wachsen. Es schadet daher nicht, sich bereits um schöne Umstandskleidung umzusehen. Vielen Schwangeren bereitet das gerade jetzt große Freude, denn in dieser Zeit scheinen sie aufgrund des Hormonhaushalts voller Energie und Tatendrang zu sein. Denkt daher auch noch gegen Ende des zweiten Trimesters an die Ausgestaltung des Kinderzimmers. Denn im dritten Schwangerschaftsdrittel werdet ihr eure Energien für andere Dinge benötigen und nicht mehr so viel Kraft dafür zur Verfügung haben. Ab jetzt gilt aber: Sobald sich Müdigkeit einstellt, legt euch eine Zeitlang hin und entspannt euch!

Ab diesem Schwangerschaftsdrittel werdet ihr die Bewegungen eures Babys deutlich spüren können. Das wird spätestens ab der 20. SSW der Fall sein. Viele sensible Schwangere berichten jedoch bereits viel früher von einer Art „Schmetterlingsflügelschlag“, den sie als kindliche Bewegungen identifizieren.


Noch immer bilden sich unentwegt neue Synapsen im Gehirn des Babys. Es beginnt die Ausprägung der Sinnesorgane. Ab der. 19 SSW kann das Baby gezielt Geräusche hören. Forscher sind jedoch darauf gestoßen, dass die Wahrnehmung von Babys im Mutterleib schon viel früher beginnt, als bisher angenommen. Im Prozess der Reifung ist es durchaus möglich, dass der Fötus bereits in der 13. SSW seine Umgebung durch Fühlen und Hören wahrnimmt. Sogar Lichtveränderungen kann der kleine Mensch schon sehen.

Im Vergleich zum Körper wächst der Kopf nun langsamer. So werden im Laufe der nächsten Wochen die Proportionen stimmiger. Ab jetzt beginnt der Körper des Ungeborenen damit, Fett einzulagern. Anfangs noch etwas zögerlich, aber ab der 23. SSW in besonderem Maße. Das bewirkt eine starke Gewichtszunahme beim Kind. Ab der 23. Schwangerschaftswoche ist ein Frühchen bereits überlebensfähig.

Dass ihr nicht für zwei essen müsst, ist bereits hinlänglich bekannt. Aber etwas mehr darf es ruhig sein, wobei ihr nicht auf die Menge, sondern mehr Wert auf die Konzentration der Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren Wert legen sollt.

HINWEIS:
Der tägliche Kalorienbedarf liegt jetzt bei etwa 2.100 bis 2.500 kcal.

Besonders jetzt macht Sport noch viel Spaß. Und es ist fast alles erlaubt, was nicht euren Gleichgewichtssinn oder eine hohe Beweglichkeit in fordert. Normalerweise werdet ihr aber in dieser Zeit selbst keine besondere Lust auf Bungee-Jumping, Parcours oder Tauchen verspüren.

Mit der Größe des Bauches wächst die Bindung zum Baby. Viele Schwangere halten sich aufgrund des erhöhten Risikos einer Fehlgeburt in den ersten drei Monaten noch mit ihrer Freude zurück. Diese Zeit ist jetzt vorbei. Das erhöhte Risiko ist gebannt! Seit euer Bauch zu wachsen begonnen hat, wird die Schwangerschaft zunehmend realer. Das führt zu den ersten großen Muttergefühlen.

Auch der Vater macht sich langsam, aber sicher bewusst, dass hier bald eine große Aufgabe vor ihm liegt: Das Umsorgen und die Erziehung eines neuen Lebens.

Welche Untersuchungen und Termine im zweiten Trimenon vorgenommen werden sollten

  • Zwischen der 14. und 17. SSW: Amniozetese (Fruchtwasseruntersuchung)
  • Anfang der 15. SSW: Anmeldung für einen Geburtsvorbereitungskurs
  • Ab der 15. SSW: Triple Test
  • Zwischen der 19. Und 22. SSW: Ultraschalluntersuchung
  • Zwischen der 20. Und 24. SSW: Organscreening
  • Ab der 20. SSW: Doppler-Screening
  • Zwischen 26. und 28. SSW: Termin mit einer Hebamme machen, die euch die restliche Schwangerschaft betreut und bei eurer Geburt begleitet.
  • Gegen Ende des zweiten Trimesters: 3D / 4D Ultraschall

Was ist die Amniozetese?

Die Amniozetese ist die Fruchtwasseruntersuchung, die grundsätzlich allen schwangeren Frauen ab dem 34. Lebensjahr empfohlen wird. Sie kann ab der 14. SSW durchgeführt werden. Der beste Zeitpunkt liegt um die 16. oder 17. SSW. Es handelt sich dabei um eine minimal invasive Pränataldiagnostik zur frühzeitigen Erkennung von Chromosomenstörungen (genetischen Erkrankungen). Dabei werden dem Fötus Zellen entnommen und im Labor gezielt auf gewisse Beeinflussungen untersucht.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen eine Amniozetese bei:

  • Schwangeren ab dem 35. Lebensjahr.
  • In der Familie aufgetretenen Erbkrankheiten.
  • Aufgrund vorergehender Risikoschwangerschaften.
  • Die Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen einen Verdacht ergibt, der abgeklärt werden muss.

Was ist der Triple Test?

Auch der Triple Test (MoM Test) soll bereits im Frühstadium frühkindliche Chromosomenstörungen, und somit genetische Erkrankungen, erkennen. Bei diesem Test werden die Konzentration bestimmter Blutwerte verglichen und der Hormonstatus mit dem Alter der Mutter und dem Schwangerschaftzeitpunkt kombiniert betrachtet. Auf diese Weise wird die Durchschnittswahrscheinlichkeit für ein Down-Syndrom (Trisomie 21) berechnet. Ab der 15. SSW kann der Triple Test durchgeführt werden. Die optimale Zeit liegt um die 16. oder 17. SSW.

Heutzutage gilt der Triple Test als Pränataldiagnostik als umstritten und wird meist durch den Combined Test ersetzt, da bei dieser Untersuchung die Entdeckungsrate höher ausfällt.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten des Triple Tests nicht.

Was ist der Combined Test?

Der Combined Test ist die bisher sicherste Früheinschätzung des Risikos von genetischen Erkrankungen wie beispielsweise Trisomie 21. Dieser Test kann nur von der 11. bis zur 14. SSW durchgeführt werden. Mit jeder Woche sinkt die Aussagekräftigkeit des Tests.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten des Tests nur dann, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht:

  • Risiko einer Chromosomenveränderung
  • Schwangere über 35 Jahre
  • Chromosomenanomalien in der Familie
ACHTUNG!
Wer sein Kind auf Chromosomschäden untersuchen lassen möchte, sollte das spätestens jetzt mit dem Combined Test tun!

Was ist das Organscreening?

Beim Organscreening werden alle Organe des Babys mittels Ultraschall genau überprüft. Der beste Zeitpunkt für das Organscreening ist zwischen der 20. und 24. SSW. Der Feinultraschall ist wesentlich umfangreicher als eine herkömmliche Ultraschalluntersuchung.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Untersuchung nur in folgenden Fällen:

  • Behindertes Kind aus einer vorergehenden Schwangerschaft.
  • Erblich bedingte Krankheiten der Eltern (z.B.: Diabetes).
  • Wenn die Schwangere sich während der Schwangerschaft einer Röntgenuntersuchung unterziehen musste.
  • Bei Auffälligkeiten während der Vorsorgeuntersuchung.

In allen anderen Fällen müsst ihr die Kosten des Feinultraschalls selbst tragen.

Was ist das Doppler-Screening?

Kommt es im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung zu Auffälligkeiten oder hegt der Gynäkologe nur den geringsten Zweifel an einer gesunden Entwicklung des Babys, schickt er euch zu einem Doppler-Screening.

KEINE ANGST!
Hier sind die Ärzte Gott sei Dank übergenau. Das heißt, dass in den meisten Fällen beim Doppler-Screening keine besorgniserregenden Auffälligkeiten zutage treten.

Bei diesem Test wird der Blutfluss der Mutter in Richtung Plazenta sowie in die Nabelschnur gemessen. So kann eine mögliche Unterversorgung des Babys festgestellt werden. Außerdem kann mit dem Doppler-Screening das Risiko für eine spätere Präeklampsie-Entwicklung (HELLP-Syndrom) abgeschätzt werden.

Eine Doppler-Sonographie wird ab der 20. SSW durchgeführt. Sinnvoll ist sie zwischen der 22. und der 24. SSW, da zu diesem Zeitpunkt der Blutfluss des Ungeborenen und die Gefäße der Mutter gut sichtbar sind.

Diese Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen dann getragen, wenn der Gynäkologe eine Vermutung ausspricht und euch zur Doppler-Sonografie weiterschickt. Oft muss sie heutzutage aber auch aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Der 3D/4D Ultraschall

Beim dreidimensionalen Ultraschall lassen sich schon die Gesichtszüge eures Babys erkennen. Daher ist diese Live-Untersuchung für viele Eltern das Highlight der Schwangerschaft. Der Unterschied zwischen einem 3D- und einem 4D-Ultraschall ist, dass bei Zweiterem die kindlichen Bewegungen live miterlebt werden können, während es sich beim 3D-Ultraschall lediglich um unbewegliche Bilder handelt.

Die beste Zeit für dieses Screening liegt zwischen der 25. und der 32. SSW. Es schadet also nicht, sie bis an den Anfang des 3. Trimesters hinauszuzögern.

Bessere Untersuchungsergebnisse als das normale Ultraschallgerät kann das 3D/4D-Ultraschall jedoch nicht bieten. Das ist der Grund, warum diese Untersuchung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Sie muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Während euer Baby wächst, nehmen mehr und mehr Organe ihre Arbeit auf

Das Herz schlägt bereits seit längerer Zeit. Auch die Nieren haben schon ihre Tätigkeit aufgenommen und sondern kleine Mengen Urin in das Fruchtwasser ab. Die Schilddrüsen produzieren schon männliche oder weibliche Hormone. Jetzt wird durch das vermehrte Wachstum der Darm schon bald an seinem Platz sein und damit beginnen, Stuhl abzusondern. Auch die Bauchspeicheldrüse nimmt ab jetzt ihre Arbeit der Insulinproduktion auf.

Die Bauchspeicheldrüse ist jedoch nicht nur für die Produktion des Stoffwechselhormons Insulin verantwortlich. Sie spielt auch bei der Verdauung eine wesentliche Rolle. Sie stellt nämlich wichtige Verdauungssäfte für den Darm her, die eine Vielzahl an Enzymen enthalten, die ausschlaggebend dafür verantwortlich sind, dass die Nahrung richtig zersetzt wird.

Das Immunsystem des Babys entwickelt sich ab der 13. SSW langsam aber sicher zu einem funktionierenden Abwehrsystem

Das Immunsystem des Fötus ist bereits im zweiten Trimenon in der Lage, fremde Proteine zu erkennen. Es geht jedoch noch nicht so schnell zur Attacke über, wie es ein ausgereiftes Abwehrsystem tun würde. Bisher wurde in den Lehrbüchern das Dogma eines passiven Fötus vertreten, der nur mithilfe des Abwehrsystems gegen Eindringlinge geschützt wird.

Heute weiß die Wissenschaft: Bereits ab der 9. SSW besitzt der Organismus des Kindes T-Zellen und natürliche Killerzellen, die später für die Vernichtung von Krankheitserregern verantwortlich sein werden. Euer Baby besitzt schon dendritische Zellen, die körperfremde menschliche Proteine erkennen, aber, anders als ein ausgereiftes Immunsystem, nicht vernichten. Wissenschaftler vermuten, dass das Abwehrsystem in dieser Phase der Entwicklung auf diese Weise eine Abwehrreaktion gegen die mütterlichen Zellen verhindert. Fest steht, dass das Immunsystem bereits vorhanden ist, aber auf eine ganz andere Art reagiert, als es nach der Entbindung reagieren wird.

Die Knorpel, welche das Knochengerüst formen, verhärten sich

Die Verknöcherung, die jetzt langsam beginnt, wird noch bis ins Teenageralter eures Nachwuchses weiter andauern. Wenn der Prozess der Umwandlung von Knorpel in Knochen abgeschlossen ist, ist das Längenwachstum des Ungeborenen abgeschlossen. Auch die Schädelknochen sind bereits vorhanden und beginnen damit, mehr und mehr zu verknöchern. Endgültig schließen werden sie sich jedoch erst im Laufe des ersten Lebensjahres. Diese Flexibilität der Schädelknochen garantiert dem Gehirn einerseits genügend Platz zur Ausdehnung und andererseits die Möglichkeit der Geburt, die ohne sie schier unmöglich wäre.

Die hCG-Konzentration fällt

Seit die Plazenta die Entwicklung abgeschlossen hat und alle Aufgaben übernehmen kann, zu der auch die Produktion der benötigten Hormone gehört, nimmt die hCG-Konzentration im Blut der Mutter ab. Spätestens ab der 13. SSW, meist bereits in der 12. SSW, fällt der hCG-Wert ab. Mit dem Abfall des hCG-Wertes verschwindet auch Übelkeit und Erbrechen sowie andere Frühschwangerschaftsanzeichen.

Folsäure kann jetzt abgesetzt werden

Die Einnahme von Folsäure hilft dabei, Neuralrohr-Defekten bei der kindlichen Entwicklung vorzubeugen. Das Vitamin spielt bei der Zellteilung und der Zellneubildung eine wichtige Rolle. Ab der 12./13. SSW muss Folsäure nicht mehr in demselben Maß zugeführt werden.

TIPP:
Sprecht mit eurem Arzt darüber, ober er sich eher für eine geringere Dosierung oder für das Absetzen der Folsäure-Supplementierung ausspricht.

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