Startseite Schwangerschaft Geburt Wie finde ich eine Hebamme? Die 11 besten Anlaufstellen in der Übersicht!

Wie finde ich eine Hebamme? Die 11 besten Anlaufstellen in der Übersicht!

Hebamme finden

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, ist eine Hebamme zur Stelle. Für werdende oder frisch gebackene Mamas ist eine Hebamme nicht nur eine wichtige Geburtshelferin, sondern im besten Fall eine verständnisvolle Wegbegleiterin während der Schwangerschaft und in den Wochen nach der Geburt, die mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch eine passende Hebamme in der Region zu finden, wird aufgrund des steigenden Hebammenmangels und der damit einhergehenden sinkenden Hebammendichte in Deutschland immer schwieriger.

Um euch bei der Suche zu unterstützen, informieren wir euch in diesem Artikel über die besten Anlaufstellen für Hebammen. Zudem haben wir Tipps für euch, auf was ihr bei der Hebammensuche achten solltet und wir klären euch über die Kostenübernahme durch die Krankenkassen auf.


Alle Aufgaben einer Hebamme

Sobald der Frauenarzt die Schwangerschaft feststellt, beginnt für die werdende Mama eine sehr spannende und hochemotionale Phase, die mit unsagbarer Freude und Glücksgefühlen, aber natürlich auch mit gewissen Sorgen und Ängsten sowie mit vielen Fragen einhergeht: Bin ich dem Muttersein und den damit verbundenen Aufgaben gewachsen? Traue ich mir eine natürliche Geburt zu? Bei allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt kommt das große Fachwissen, die jahrelange Erfahrung und die liebevolle Fürsorge der Hebamme ins Spiel. Neben dem Frauenarzt ist die Hebamme somit die erste Ansprechperson bei Fragen, aber auch bei Schwangerschaftsbeschwerden, Problemen, Sorgen und Ängsten. Wie wichtig eine Hebamme ist, zeigt auch die Tatsache, dass in Deutschland bei der Entbindung eine Hebamme anwesend sein muss, wohingegen ein Arzt nicht zwingend notwendig ist.

Zu den Hauptaufgaben einer Hebamme gehören, euch aktiv bei der Schwangerschaft zur Seite zu stehen, euch in den Wochen und Monaten vor der Geburt eures Babys zu betreuen und in diesem Zuge all eure Fragen rund um eure Schwangerschaft und die Geburt zu beantworten. Aufgrund ihrer oft jahrelangen Erfahrung in Sachen Geburtsbegleitung haben Hebammen ein sehr gutes Gespür dafür, wenn bei euch in der Schwangerschaft etwas nicht so läuft, wie es sollte. Hebammen zeigen hilfreiche Entspannungs- und Atemtechniken, die ihr bei der Entbindung sowie zwischen den Wehen anwenden könnt. Zudem informiert euch die Hebamme unter anderem über die verschiedenen Geburtsmethoden und sie zeigt euch infrage kommende Positionen, die während dem Geburtsvorgang vorteilhaft sind. Auch bei Problemen in der Partnerschaft oder bei Fragen zum Thema Sexualität haben Hebammen stets ein offenes Ohr und gute Ratschläge.

Wie gefällt dir der Artikel bisher?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
Bitte bewerte den Beitrag: Wie finde ich eine Hebamme? Die 11 besten Anlaufstellen in der Übersicht!! Aktuell gibt es 1 Bewertungen mit 5,00 von 5 Sternen!

Doch nicht nur in der Schwangerschaft und während der Entbindung ist die Hebamme an eurer Seite, auch in der Zeit im Wochenbett sowie während der Stillzeit werdet ihr bei Fragen und Problemen betreut. In den ersten Tagen und Wochen hilft euch die Hebamme beim Umgang mit dem Neugeborenen und sie gibt euch Tipps, wie ihr eine innige Stillbeziehung zueinander aufbauen könnt. Zudem wiegt und badet sie gemeinsam mit euch das Baby und sowohl die Haut, das Gewicht und der Bauchnabel werden kontrolliert. Hattet ihr einen Kaiserschnitt, beobachtet eure Hebamme die Narbe.

Wir haben euch die Aufgaben einer Hebamme auf einen Blick zusammengefasst:

  • Begleitung, Vorsorge und Beratung in der Schwangerschaft
  • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden
  • Geburtsvorbereitung
  • Geburtshilfe
  • Betreuung im Wochenbett
  • Unterstützung und Tipps bei der Rückbildung
  • Beratung in der Stillzeit bis hin zur Beikost
  • Tipps zum Thema gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit
Gut zu wissen:
Auch im Falle einer Fehlgeburt steht die Hebamme zur Betreuung zur Seite.

Selbst die regelmäßig anfallenden Vorsorgeuntersuchungen können, mit Ausnahme der Ultraschalluntersuchungen sowie der Pränataldiagnostik, bei eurer Hebamme durchgeführt werden. In den meisten Fällen kommt die Hebamme für die Untersuchungen, welche Urin- und Blutabnahme sowie Blutdruck- und Gewichtsmessungen beinhalten, zu euch nach Hause. Im Zuge der Vorsorgeuntersuchungen kontrolliert die Hebamme zudem das Gewicht, die Größe sowie die Lage des Ungeborenen und dessen Herztöne und die Wehentätigkeiten werden gegen Ende der Schwangerschaft im Auge behalten. Des Weiteren ist die Hebamme dazu berechtigt, die Untersuchungsergebnisse in euren Mutterpass einzutragen und sie kann – wenn nötig – Laboruntersuchungen in Auftrag geben. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr nicht extra die Frauenarztpraxis aufsuchen und keine Wartezeiten in Kauf nehmen müsst.

Hebamme

Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr die Vorsorgeuntersuchungen lieber bei eurem Frauenarzt oder bei eurer Hebamme wahrnehmen wollt. Es ist auch möglich, die Vorsorgeuntersuchungen abwechselnd von eurem Frauenarzt sowie eurer Hebamme durchführen zu lassen. Auf diesem Wege profitiert ihr sowohl von der Erfahrung und dem Gespür der Hebamme als auch von dem Fachwissen und der technischen Ausstattung eures Frauenarztes, was dem Wohl eures ungeborenen Kindes zugutekommt. Entscheidet ihr euch dafür, die Vorsorgeuntersuchungen aufzuteilen, müsst ihr jedoch euren Frauenarzt und eure Hebamme davon in Kenntnis setzen.

Einige Hebammen bieten zudem folgende Zusatz-Leistungen an:

Gut zu wissen:
Insbesondere Erstgebärende sind sehr dankbar für die Schwangerschaftsbegleitung und Unterstützung ihrer Hebamme vor, während und nach der Entbindung.

Die 11 besten Anlaufstellen für die Hebammensuche

Oft ist die Suche nach einer geeigneten Hebamme leider nicht so leicht, was in erster Linie mit dem Hebammenmangel zu erklären ist. Vor allem freiberufliche Hebammen für die Betreuung in der Schwangerschaft sowie im Wochenbett sind vielerorts sehr nachgefragt, doch die meisten Hebammen haben nur ein begrenztes Kontingent an Betreuungsplätzen. Informiert euch daher so früh wie möglich, bestenfalls sofort nach der festgestellten Schwangerschaft, nach Hebammen in eurer Nähe und kontaktiert diese zeitnah. Vielleicht kann euch eine Freundin oder Bekannte, die vor kurzem selbst gerade Mutter geworden ist, eine Hebamme empfehlen. Doch welche Möglichkeiten gibt es noch, um eine Hebamme in der Nähe zu finden?

Wir haben euch die 11 besten Anlaufstellen für eine erfolgreiche Hebammensuche zusammengestellt:

Plattform des Deutschen Hebammenverbandes: Auf der kostenlosen sowie bundesweiten Plattform des Deutschen Hebammenverbands (DHV) Ammely.de könnt ihr ganz unkompliziert eine Hebamme in eurer Region suchen und sogar nach den gewünschten Leistungen auswählen. Zudem ermöglicht die Plattform eine Kommunikation und ein erstes „Beschnuppern“ mit infrage kommenden Hebammen. Hier kommt ihr zur Webseite von Ammely.de.

Internetseiten von Hebammen: Die meisten freiberuflichen Hebammen haben ihre eigene Webseite, die ihr über die Suche im Internet schnell und einfach finden könnt. Mit etwas Glück könnt ihr eine Hebamme in eurer Nähe finden und Kontakt aufnehmen. Zudem gibt es viele Facebook-Gruppen, bei welchen es sich oft lohnt, einen Blick hineinzuwerfen und sich mit anderen Schwangeren oder frisch gebackenen Mamas über ihre Erfahrungen in Sachen Hebammensuche auszutauschen.

Landesverbände der Hebammen: Auf der Seite der Landesverbände könnt ihr in eurem Bundesland nach einer Hebamme suchen und Kontakt aufnehmen. Hier kommt ihr zur Internetseite.

Spitzenverband der Krankenkassen: Mittlerweile gibt es eine praktische Suchfunktion auf der Internetseite des Spitzenverbands der Krankenkassen, auf welcher ihr nach freiberuflichen Hebammen für die Betreuung und Versorgung während der Schwangerschaft sowie für die Wochenbettbetreuung suchen könnt. Ihr müsst lediglich eure Kontaktdaten in ein Online-Formular eintragen und welche Leistungen ihr gerne in Anspruch nehmen wollt und im Anschluss werden euch zur ersten Kontaktaufnahme die Kontaktdaten einer Hebamme in eurer Nähe zugeschickt. Hier kommt ihr zur Hebammensuche.

Hebammenlisten der Krankenkassen: Oft lohnt es sich, direkt bei eurer Krankenkasse nach Hebammen in eurer Umgebung zu fragen, denn diese verfügen in der Regel über eine Liste mit verfügbaren Hebammen.

Arztpraxen, Geburtshelfer und Hebammenpraxen: Frauenärzte, Allgemeinmediziner sowie Geburtshelfer sind ebenfalls gute Ansprechpartner, wenn es um die akute Suche nach einer Hebamme geht. Neben gynäkologischen Praxen legen Hebammen zudem hin und wieder auch Visitenkarten in Apotheken oder örtlichen Familienzentren aus. Des Weiteren könnt ihr Kontakt mit Hebammenpraxen in eurer Nähe aufnehmen und anfragen, ob eine Hebamme Kapazitäten übrig hat.

Geburtskliniken und Krankenhäuser: Die meisten Geburtskliniken verfügen über eigene Hebammenlisten. Zudem könnt ihr euch in dem Krankenhaus, in welchem ihr entbindet, über verfügbare Hebammen informieren.

Zuständiges Gesundheitsamt: Euer zuständiges Gesundheitsamt kann euch Auskunft über Hebammen in eurer Nähe geben und euch einen Kontakt vermitteln.

Die Gelben Seiten: Ganz klassisch könnt ihr euch auch mithilfe der Gelben Seiten auf die Hebammensuche begeben.

Hebammensuche.de: Online auf hebammensuche.de könnt ihr nach verfügbaren Hebammen mit freien Kapazitäten in eurer Region suchen.

Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e. V. (BfHD): Auf dieser Seite könnt ihr nach freiberuflichen Hebammen in eurem Bundesland suchen.


Tipps und Hilfestellungen für die Hebammensuche

Das A und O bei der Suche nach einer geeigneten Hebamme in eurer Nähe ist, mindestens fünf Monate vor dem errechneten Entbindungstermin, am besten jedoch sofort nach der festgestellten Schwangerschaft, mit der aktiven Suche zu beginnen. Hier gilt: je früher, desto besser. Aufgrund der sinkenden Hebammendichte in deutschen Städten, welche unter anderem durch steigende Haftpflichtversicherungsprämien sowie zu geringe Fallpauschalen der Krankenkassen hervorgerufen und stark verschärft wurde, können sich viele Hebammen ihren Beruf schlicht und ergreifend nicht mehr leisten.

Aus diesem Grund müsst ihr vor allem in Großstädten mit einer längeren Vorlaufzeit bei der Hebammensuche rechnen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ihr euer Kind im Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder bei einer Hausgeburt auf die Welt bringen wollt. Je früher ihr zudem mit der Suche beginnt, umso mehr Zeit habt ihr, euch für eine passende Hebamme zu entscheiden, die gut zu euch und euren Bedürfnissen passt. Verstehen sich Schwangere und Hebamme auch auf zwischenmenschlicher Basis gut miteinander und stimmt die Chemie, fällt es leichter, offen und ehrlich über mögliche Probleme, Beschwerden oder Sorgen zu reden.

Wichtig ist auch, dass sich eure Wunsch-Hebamme in eurer näheren Umgebung befindet, damit sie im Falle eines Notfalls oder bei Problemen schnell vor Ort und an eurer Seite sein kann. Viele Hebammen haben aus diesem Grund einen begrenzten Einzugsbereich, um allen Schwangeren gerecht zu werden. Doch nicht nur die Nähe zu eurem Wohnort ist von Vorteil, ihr solltet bei eurer Suche auch darauf achten, dass das individuelle Angebot der Hebamme zu euren Vorstellungen passt. Wünscht ihr euch zur normalen Betreuung und Vorsorge zum Beispiel Akupunktur, Massage, Schwangerschaftsgymnastik oder einen Geburtsvorbereitungskurs, solltet ihr dies bei eurer Suche berücksichtigen.


Welche Hebammen kommen infrage?

Bei der Suche und anschließenden Auswahl kommen verschiedene Hebammen infrage. Wir geben euch nachfolgend einen kurzen Überblick über die Unterschiede zwischen freiberuflichen Hebammen, Beleghebammen, angestellten Hebammen und Hebammen für die Nachsorge:

Freiberufliche Hebamme

Hebammen, die freiberuflich arbeiten, haben keine Festanstellung in einem Krankenhaus oder Geburtshaus. Seid ihr auf der Suche nach einer Betreuung vor und nach der Schwangerschaft sowie nach einer Stillberaterin im Wochenbett, stellen freiberufliche Hebammen eine sehr gute Wahl dar. Zudem sind freiberufliche Hebammen die ersten Ansprechpartner, solltet ihr euer Kind bei einer Hausgeburt auf die Welt bringen wollen. Hier müsst ihr jedoch bedenken, dass nicht alle freiberuflichen Hebammen eine Hausgeburt anbieten, weshalb ihr bei Interesse bei eurem ersten gemeinsamen Gespräch direkt danach fragen solltet.

Gut zu wissen:
Eine Hausgeburt oder eine Entbindung in einem Geburtshaus kommt nur infrage, wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt. Sollte es bei der Geburt außerdem zu Komplikationen kommen, müsst ihr in ein Krankenhaus gebracht werden.

Beleghebamme

Genauso wie freiberufliche Hebammen sind Beleghebammen nicht angestellt, sondern freiberuflich tätig. Der Unterschied ist, dass Beleghebammen einen sogenannten Belegvertrag mit einem Krankenhaus oder einem Geburtshaus haben. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, mehrere Belegverträge mit verschiedenen Krankenhäusern oder Geburtshäusern zu schließen. Soll euch eure Hebamme nicht nur vor und nach der Schwangerschaft, sondern auch bei der Entbindung zur Seite stehen, kommt für euch die Beleghebamme in Betracht. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Hebamme einen Vertrag mit dem Krankenhaus hat, in welchem ihr entbinden wollt. Zudem kommen durch die Rufbereitschaft zusätzliche Kosten auf euch zu.

Angestellte Hebamme

In den meisten Fällen werden die Gebärenden im Krankenhaus von einer dort angestellten Hebamme betreut und bei der Geburt begleitet. Für die Vor- sowie Nachsorge solltet ihr euch dennoch eine freiberufliche Hebamme suchen, die euch mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen während eurer Schwangerschaft und vor allem im Wochenbett sowie in der Stillzeit zur Seite steht.

Nachsorgehebamme

Nicht jede Schwangere möchte die Vorsorge durch eine Hebamme in Anspruch nehmen. In diesem Fall könnt ihr euch für eine Nachsorgehebamme entscheiden, die sich lediglich um die Wochenbettbetreuung und die Stillberatung kümmert. Nichtsdestotrotz müsst ihr euch früh genug auf die Suche nach einer verfügbaren Hebamme für die Nachsorge machen.

Hebammenpraxen

Des Weiteren kommen sogenannte Hebammenpraxen infrage. Vorteilhaft hierbei ist, dass die eigene Hebamme im Krankheitsfall oder generell bei einer Abwesenheit von einer Kollegin vertreten werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass Hebammenpraxen in der Regel über geeignete Räumlichkeiten verfügen, in welchen unter anderem Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildungskurse, Schwangerschaftsgymnastik, Yoga sowie Akupunktur oder andere Naturheilverfahren abgehalten und durchgeführt werden können.


Werden die Kosten für eine Hebamme übernommen?

Jede Versicherte hat während und nach ihrer Schwangerschaft sowie bei der Entbindung aus rechtlicher Sicht einen Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme sowie eine Wochenbettbetreuung bis zum Ablauf von zwölf Wochen nach der Geburt des Kindes. Dies ist im Sozialgesetzbuch (SGB V) § 24d geregelt. Lediglich besondere Extra-Leistungen, wie zum Beispiel Akupunktur, Babymassagen oder Säuglingspflegekurse, müssen genauso wie homöopathische Mittel sowie Naturheilverfahren aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Zudem fallen zusätzliche Kosten für die Rufbereitschaft an, wenn ihr eure Beleghebamme, die euch bereits in der Schwangerschaft zur Seite stand, mit in den Kreißsaal nehmen wollt.

Nachfolgend geben wir euch einen Überblick, welche Leistungen von den Krankenkassen komplett und welche Leistungen nur teilweise übernommen werden:

In der Schwangerschaft: In der Schwangerschaft wird jede Vorsorgeuntersuchung, die entweder bei der Hebamme oder dem Frauenarzt durchgeführt wird, von den Krankenkassen übernommen. Beratungstermine in den eigenen vier Wänden oder in der Hebammenpraxis (bis zu 12 Termine) sowie Vorbereitungsgespräche über die Entbindung werden wie auch telefonische Beratungen ebenfalls von den Krankenkassen gezahlt. Zudem kommen die Krankenkassen für die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs (bis zu 14 Stunden) auf. Nimmt der Partner beim Geburtsvorbereitungskurs teil, müssen die Kosten in den meisten Fällen zumindest anteilig selbst übernommen werden.

Bei der Geburt: Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Versorgung während und nach der Entbindung in der Klinik oder bei einer Hausgeburt vollständig, wenn entweder eine angestellte Hebamme oder eine Beleghebamme anwesend ist. Zudem ist die Betreuung im Krankenhaus nach der Geburt eine Kassenleistung. Findet die Entbindung in einem Geburtshaus statt, solltet ihr euch im Vorfeld über die Höhe der Kostenübernahme informieren. Weitere Kosten kommen bei einer Rufbereitschaft eurer Beleghebamme hinzu. Wie hoch die Kosten für die Rufbereitschaft ausfallen, ist unterschiedlich, weshalb ihr euch diesbezüglich bei eurer Hebamme erkundigen solltet.

Wochenbett und Stillzeit: Zur Kassenleistung gehört, dass die Hebamme bis zum zehnten Tag nach der Entbindung täglich zur Nachsorge zu euch nach Hause kommt und euch beim Umgang mit dem Neugeborenen unterstützt. Bei Problemfällen können die Hausbesuche auch zweimal täglich stattfinden. Bei der sogenannten Wochenbettbetreuung sind zudem bis zu acht Wochen nach der Geburt insgesamt zusätzliche 16 Hausbesuche vorgesehen und diese werden von der Krankenkasse übernommen. Kommt es beim Stillen zu Problemen, übernehmen die Krankenkassen weitere vier Besuche der Hebamme. Ist eine längere und intensivere Betreuung durch die Hebamme nötig, verlangen die Krankenkassen in der Regel ein ärztliches Attest. Kosten für Kurse zur Säuglingspflege sowie andere spezielle Kurse müssen hingegen selbst übernommen werden.

Neben den Kosten für die Hebamme übernehmen die Krankenkassen zudem die anfallenden Kosten für den Rückbildungskurs. Der Kurs findet insgesamt zehnmal statt und dient in erster Linie dazu, die Beckenboden- sowie Bauchmuskulatur wieder aufzubauen und nachhaltig zu stärken. Für eine Kostenübernahme muss der Kurs allerdings neun Monate nach der Entbindung abgeschlossen sein.

Bitte beachten:
Zwar kommen normalerweise auch private Krankenkassen für umfangreiche Hebammenleistungen auf, nichtsdestotrotz sollten privatversicherte Schwangere rechtzeitig Kontakt mit ihrer Krankenkasse aufnehmen, um sich über die genaue Kostenübernahme informieren zu lassen. Ob die Kosten komplett oder nur teilweise übernommen werden, ist abhängig von der jeweiligen Krankenkasse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.