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Kindergeldantrag: So muss das Kindergeld beantragt werden

Kindergeldantrag

Ihr wollt das Kindergeld für euren Nachwuchs beantragen und seid euch unsicher, in welcher Form dies erledigt werden und wohin alle der notwendigen Formulare geschickt werden müssen? Hier in diesem Ratgeber-Beitrag findet ihr passend dazu alle Antworten zu dem Kindergeldantrag.

So erfolgt der Kindergeldantrag 2017

Um nun das Kindergeld beantragen zu können, müsst ihr euch an die zuständige Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit wenden. Dort sollte der vollständig ausgefüllte Kindergeldantrag hingeschickt werden, damit dieser bearbeitet werden kann. Um feststellen zu können, welche Familienkasse für euch zuständig ist, ruft ihr euch am besten das Ortsverzeichnis der Familienkassen auf. Dort findet ihr die genaue Anschrift, sodass ihr das Schreiben losschicken könnt. Zunächst gilt es die Existenz des Kindes nachzuweisen. Hierfür bietet sich die Geburtsurkunde beispielsweise an, die ihr dem Antrag belegt.

Welche Kindergeld-Formulare sind für den Antrag notwendig?

Für den Kindergeldantrag sind verschiedene Formulare auszufüllen. Diese findet ihr allesamt auf unserer Übersichtsseite zu den Kindergeld-Formularen. Verwendet hierzu das Formular KG1 sowie die Anlage Kind. Je nach Sonderfall ist es unter Umständen ebenfalls notwendig, dass weitere Kindergeld-Formulare ausgefüllt werden müssen. Dies gilt zum Beispiel für Kinder, die nicht mehr bei den Eltern leben oder bereits das 18. Lebensjahr überschritten sowie eine Ausbildung oder ein Studium begonnen haben.

So muss der Kindergeldantrag gestellt werden

Tipp
Hier findet ihr alle Kindergeld-Formulare!

Als Erstes ladet ihr euch die Kindergeld-Formulare herunter, die allesamt für euch zur Beantragung dieser sozialen Leistung notwendig sind. Dann gilt es sämtliche Formulare vollständig mit den Kontakten und richtigen Angaben auszufüllen. Zu guter Letzt müssen die Kindergeld-Formulare dann noch ausgedruckt und unterschrieben werden. Alle Dokumente sendet ihr dann in einem Schreiben zur Bearbeitung an die zuständige Kindergeldkasse.

Hinweis
Seit dem Jahr 2016 fordert die Familienkasse, dass die Steueridentifikationsnummern der Eltern und des Kindes in dem Kindergeldantrag vermerkt werden. Beachtet also bitte, dass ihr diese Informationen mit angebt, sodass es nicht zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von eurem Antrag kommt.

Kann der Kindergeldantrag online bearbeitet und abgeschickt werden?

Nein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bieten die Familienkassen noch keine Möglichkeit an, damit der Kindergeldantrag online bearbeitet werden kann. Auf unserer Seite der Kindergeld-Formulare habt ihr lediglich die Möglichkeit dazu, dass ihr euch die einzelnen Dokumente herunterladen und direkt am Computer ausfüllen könnt. Dennoch müssen diese Formulare nach wie vor ausgedruckt und unterschrieben zur Familienkasse versendet werden.

Der Familienkasse Veränderungen zum Kindergeld mitteilen

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass jegliche relevanten Änderungen der Familienkasse mitzuteilen sind, um das Kindergeld erhalten zu können. Wechseln ihr also beispielsweise eure Anschrift und seid umgezogen, so haltet die zuständige Familienkasse auf jeden Fall auf dem Laufenden, da ansonsten im schlimmsten Fall mit Rückzahlungen zu rechnen ist und kein Anspruch mehr besteht.

Um der Familienkasse nun über die Veränderungen zu informieren, reicht es aus, wenn ihr dies über den praktischen Online-Service der Bundesagentur für Arbeit erledigt. Besucht hierzu einfach diese Webseite und folgen Sie allen Anweisungen.

Wohin muss der Kindergeldantrag geschickt werden?

Weiter oben hier in diesem Ratgeber-Beitrag sind wir bereits auf das Ortsverzeichnis der Familienkasse eingegangen. Für jedes Bundesland listet die Bundesagentur für Arbeit hierbei die jeweiligen Adressen und Kontaktdaten auf. Genau an diese Anschrift schickt ihr dann den komplett ausgefüllten Kindergeldantrag. Dort erfolgt danach eine Prüfung, ob dieser vollständig ist. Ist dies nicht der Fall, so bekommt ihr eine Rückmeldung mit den fehlenden Dokumenten bzw. Informationen. Außerdem kann es auch möglich sein, dass bestimmte Details auch von anderen Ämtern zu eurer Person abgefragt werden, was die Zeit zur Bearbeitung des Antrags erhöht.

Wie lange dauert die Bearbeitung des Kindergeldantrags?

In der Regel bearbeiten die Familienkassen innerhalb von vier Wochen die eingegangenen Kindergeldanträge. Allerdings kann es durchaus einmal der Fall sein, dass eine Überbelastung der Mitarbeiter in den Familienkassen besteht und aufgrund dessen dieser Zeitraum nicht eingehalten werden kann. Solltet ihr innerhalb von sechs Wochen nach dem Absenden vom Kindergeldantrag hingegen noch keine Rückmeldung erhalten haben, so ruft am besten einmal bei der kostenlosen Service-Telefonnummer 0800 4 5555 30 an und fragt nach dem aktuellen Status.

Was steht in dem Kindergeld-Bescheid?

Nach der erfolgreichen Bearbeitung von eurem Kindergeldantrag bekommt ihr einen Bescheid. Aus diesen Dokumenten könnt ihr unter anderem die Höhe der monatlichen Zahlungen vom Kindergeld entnehmen. Dies gilt ebenfalls für den Zeitpunkt, wann mit dem Eingang des Kindergeldes auf dem Konto zu rechnen ist.

Der Kindergeldanspruch: Gibt es eine Verjährung?

Solltet ihr es einmal vergessen haben das Kindergeld zu beantragen, so müsst ihr euch in der Regel keine Sorgen machen. Laut dem Kindergeldanspruch könnt ihr dies nämlich auch rückwirkend bis zu vier Jahre erledigen und das Geld somit nachträglich überwiesen bekommen.

Hier ein Beispiel zur Verjährung vom Kindergeldanspruch
Euer Kind wurde am 10. September 2010 geboren. Ihr stellt den Antrag auf das Kindergeld erst am 10. September 2016. In einem solchen Fall bekommt ihr das Kindergeld rückwirkend ab dem September 2012 auf dem Konto ausgezahlt.

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