Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 4. SSW – In der 4. Schwangerschaftswoche sind erste Frühschwangerschaftsanzeichen möglich

4. SSW – In der 4. Schwangerschaftswoche sind erste Frühschwangerschaftsanzeichen möglich

4. SSW - Schwangerschaftswoche

In der 4. Schwangerschaftswoche (3+0 bis 3+6) habt ihr in vielen Fällen schon eindeutige Anzeichen, die darauf hinweisen, dass ihr euch in glücklichen Umständen befindet. Nachdem euer Körper sich in der 3. SSW auf die Befruchtung vorbereitet hat, ist in der 4. SSW das befruchtete Ei bereits in die Gebärmutter gewandert und hat sich dort eingenistet. Es wird Zeit für den ersten Schwangerschaftstest!

4. SSW:

Beim Baby:

  • Das Baby ist zu Beginn der 4. SSW eine Woche alt.
  • Der Keimling hat sich in der Gebärmutter eingenistet.
  • Die Plazenta entwickelt sich.
  • Die Nabelschnur beginnt mit ihrer Arbeit.
  • Größe des Babys: 0,5 mm.

Bei der werdenden Mami:

  • Ein Schwangerschaftstest wird fällig.
  • Die Periode bleibt aus.
  • Termin beim Frauenarzt ausmachen.
  • Frühschwangerschaftsanzeichen können bereits jetzt auftreten.
  • Schwangerschafts-Fitnessprogramm beginnen!

Außerdem:

  • Bis zur 5. Schwangerschaftswoche gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip.

Schwanger oder nicht?

In der 4. SSW wird es das erste Mal richtig spannend! Ihr könnt aufgrund des von eurem Körper aufgebauten Schwangerschaftshormons HCG einen ersten Schwangerschaftstest machen! Anfang bis Mitte der 4. Schwangerschaftswoche könnt ihr euch bereits einen Frühschwangerschaftstest besorgen. Es gibt auch einige, die bereits 5 Tage vor dem Tag der erwarteten (ausbleibenden) Periode durchgeführt werden können. Denkt jedoch daran, dass ein Schwangerschaftstest in dieser Phase noch unzuverlässig ist. Viele werdende Mamis machen daher gleich mehrere Tests, um ein wenig mehr Sicherheit zu bekommen.

Das erste wichtige Anzeichen: Die Periode bleibt aus!

Wenn sich der befruchtete Keimling in der Gebärmutter eingenistet hat, steigt der Progesteronspiegel im Körper. Dieser bewirkt, dass die Gebärmutterschleimhaut, die sich bereits aufgebaut hat, nicht wieder abtransportiert wird. Das Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe) gibt euch neben dem Schwangerschaftstest noch ein wenig mehr Sicherheit. Gewissheit bringt jedoch nur der Besuch beim Gynäkologen.

HINWEIS: Jetzt Termin für den Besuch des Gynäkologen ausmachen!
Wenn die Periode ausgeblieben ist, wird es Zeit, einen Termin mit dem Frauenarzt eures Vertrauens festzusetzen. Erst dann werdet ihr absolute Gewissheit darüber haben, ob ihr schwanger seid oder nicht.

Euer Baby ist in der 4. SSW rund 0,5 mm groß

Die Blastozyste hat es sich bereits in eurer Gebärmutter gemütlich gemacht. Dafür hat sie sich tief in die Gebärmutterschleimhaut eingegraben und sich auf diese Weise mit dem mütterlichen Organismus verbunden. Diese Blastozyste hat sich schon mehrmals geteilt, sieht jedoch optisch noch nicht wie ein werdender Mensch, sondern eher wie ein Zorbing aus. In dieser Phase ist euer Baby nicht mehr als ein winzig kleiner Zellhaufen (Embryoblast). Aus einem Teil des Zellhaufens entwickelt sich bereits jetzt die Plazenta (Trophoblast), die auch schon eine große Menge an Schwangerschaftshormonen produziert. Bis die Plazenta so weit entwickelt ist, um die Heranreifung des Babys zu unterstützen, übernimmt diese Aufgaben der sogenannte Dottersack. Auch die Nabelschnur beginnt bereits im Eiltempo mit ihrer Entwicklung, um den Embryo bald mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen zu können.

Frühschwangerschaftsanzeichen

Die Schwangerschaft sieht man euch im 1. Monat eurer Schwangerschaft noch nicht an. Doch in eurem Körper tut sich schon so einiges. Er produziert eine Vielzahl an Hormonen und baut euren Hormonspiegel auf. Der wichtigste Wert zur Feststellung einer Schwangerschaft ist der hCG-Wert. Es handelt sich dabei um ein Hormon, das bei Schwangeren im Eileiter von Zellen produziert wird, die sich später zur Plazenta ausbilden. Das ist der Wert, dein ihr bei einem Schwangerschaftstest bestimmt. Durch die vermehrte Bildung von Hormonen kommt es zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Das Empfinden der Frühschwangerschaftsanzeichen variiert dabei von Frau zu Frau. Während einige Frauen heftige körperliche Erscheinungen haben, spüren andere wieder gar nichts.

Folgende Frühschwangerschaftsanzeichen können auftreten:

  • Ablehnung gewisser Lebensmittel
  • Appetit auf gewisse Lebensmittel
  • Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen
  • Erbrechen
  • Gereiztheit
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Grippeähnliche Symptome
  • Häufiger Harndrang trotz leerer Blase
  • Heißhunger
  • Mehr oder weniger Ausfluss als gewöhnlich
  • Morgenübelkeit und Unwohlsein
  • Müdigkeit
  • Sodbrennen
  • Spannen und ziepen in den Brüsten
  • Stimmungsschwankungen
  • Verfärbung des Warzenhofs
  • Verstopfung
  • Ziehen im Unterbauch, an Menstruationsbeschwerden erinnernd, bis hin zu leichten Krämpfen

Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen: Was hilft?

Auftretende Übelkeit ist ein Anzeichen dafür, dass ihr schwanger seid. Acht von zehn Schwangeren sind in den ersten Schwangerschaftswochen von Morgenübelkeit und/oder Erbrechen betroffen. Die Facetten der Übelkeit sind vielseitig: Manchen Schwangeren ist nur etwas flau im Magen, anderen kämpfen mit häufigem Erbrechen. Die Tageszeit spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle. Sollten die Anzeichen einen normalen Tagesablauf unmöglich machen, lasst euch vom Arzt krankschreiben. Sorgen müsst ihr euch deshalb keine machen: Auch häufiges Erbrechen schadet dem Baby nicht. Zum Risiko einer Schwangerschaftskomplikation wird es erst bei gehäuft auftretendem heftigen Erbrechen in Verbindung mit Gewichtsverlust. In diesem Fall ist es notwendig, den Gynäkologen aufzusuchen.

Tipps gegen Übelkeit und Erbrechen:

  • Wenig, aber oft essen. Viel Eiweiß, Kohlenhydrate und natürliches Vitamin B (z.B. in Joghurt) zu euch nehmen.
  • Kekse, Knäckebrot und Zwieback als Frühstück gleich nach dem Aufstehen essen.
  • Fette, saure und stark gewürzte Speisen vermeiden.
  • Trinken, trinken, trinken!
  • Die besten Getränke sind stilles Wasser und ungesüßter Tee.
  • Wenn Trinken nicht funktioniert: Eiswürfel lutschen.
  • Ingwertee ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Übelkeit.
  • Sprecht mit eurem Arzt die Einnahme von Ingwertabletten, Vitamin B6, Eisen- oder Multivitamintabletten ab.
  • Tritt Übelkeit oftmalig auf, führt ein Tagebuch über Datum, Zeit und Heftigkeit der Erscheinungen.
  • In manchen Fällen können Akupressurbänder um das Armgelenk helfen.
  • Macht euch über alternative Heilmethoden wie z.B. die Aromatherapie oder die Homöopathie schlau.

Grippeähnliche Symptome als Schwangerschaftsanzeichen

Viele Mütter berichten von grippeähnlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schnupfen im ersten Drittel (Trimenon) ihrer Schwangerschaft. Bleiben die Symptome nicht mehr als zwei Tage, dann braucht ihr euch darüber keine Sorgen zu machen. Treten jedoch zu den erwähnten Symptomen noch Fieber oder Halsschmerzen auf, sucht einen Arzt auf, um die Symptomatik abklären zu lassen. Ausgeschlossen werden muss ein grippaler Infekt und eine echte Influenza.

Häufiger Harndrang trotz leerer Blase: Was ist da los?

Schon in den ersten Schwangerschaftswochen kann es zu häufigem Toilettengang kommen. Dieser Umstand hat etwas mit dem Gelbkörperhormon Progesteron zu tun. Dieses Schwangerschaftsanzeichen muss euch nicht beunruhigen. Es ist jedoch ratsam, mehr Flüssigkeit als gewohnt zu sich zu nehmen. Sollte das Wasserlassen jedoch mit Schmerzen oder einem Brennen einhergehen, dann müsst ihr das von einem Arzt abklären lassen. Der Mediziner hat die Aufgabe, eine Harnwegsinfektion auszuschließen.

Sodbrennen: Was dagegen tun?

Ein altes Ammenmärchen besagt, dass häufiges Sodbrennen darauf hindeutet, dass euer Baby mit vollem Haar auf die Welt kommen wird. Das ist natürlich Humbug. Sodbrennen ist eine häufige Begleiterscheinung einer Schwangerschaft und betrifft zwei Drittel der Schwangeren. Als Ursache ist auch hier wieder die hormonelle Umstellung zu nennen. Das Steigen des Hormonspiegels führt zu Veränderungen im Verdauungstrakt, der darauf mit Sodbrennen reagiert.

Tipps gegen Sodbrennen:

  • Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke meiden und stattdessen auf ungesüßten Pfefferminz- oder Ingwertee zurückgreifen.
  • Oft und kleine Mahlzeiten zu euch nehmen. Langsam essen und gut kauen.
  • Vor dem Zubettgehen nichts mehr essen.
  • Zu fette, süße und würzige Speisen meiden.

Schwangerschaftshormone und ihre Aufgaben

hCG (Humanes Choriongonadotropin, Synonym: Beta-hCG) regt die Bildung von Östrogen (Synonym: Östradiol, Östron, Östriol) und Progesteron in der Plazenta an, die für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuständig sind. Ab sofort ist die Plazenta für die Bildung von Östrogen zuständig. Östrogen wird für die Reifung des Keimlings, zum Aufbau und zur Blutversorgung der Gebärmutterschleimhaut und für das Wachstum der Brustdrüsen gebraucht. Um all diese Abläufe in eurem Körper zu steuern, steigt der Hormonspiegel rasant an. Zum Vergleich: Eine Schwangere produziert an einem Tag so viel Östrogen wie eine Nichtschwangere in drei Jahren.

Das Gelbkörperhormon Progesteron ist während der ersten Schwangerschaftswochen für den Erhalt des Embryos zuständig. Es wird während einer Schwangerschaft ebenfalls hauptsächlich in der Plazenta produziert und fördert, gemeinsam mit Östrogen, die Bildung der Milchdrüsen und das Wachstum des Keimlings. Wurde eine Eizelle nicht befruchtet, leitet der sinkende Progestronspiegel die Regelblutung ein.

hCG-Tabelle: Wie hoch ist der hCG Wert in der Schwangerschaft?

hCG Tabelle

Das Fitnessprogramm für Schwangere

Um Immunsystem, Stoffwechsel und Muskeln zu stärken, könnt ihr bereits jetzt mit einem gemäßigten Fitnessprogramm beginnen. Aber Achtung! Sport in der Schwangerschaft hat nichts mit einem Trainingsprogramm zu tun! Es soll euch Kraft und Ausdauer schenken, welches ihr für die bevorstehende Entbindung gut gebrauchen könnt. (Keine Angst! Bis dahin habt ihr euch an diesen Gedanken auch schon gewöhnt und seid darauf gut vorbereitet!) Außerdem hilft es euch dabei, nicht zu viel an Gewicht zuzulegen, das ihr nach der Schwangerschaft vielleicht nur mehr schwer loswerdet. Geeignete Sportarten in der Schwangerschaft:

  • Jogging
  • Leichtes Aerobic
  • Leichtes Gewichttraining
  • Nordic Walking
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Spaziergänge
  • Stretching
  • Tanzen
  • Yoga

Bis zur 5. Schwangerschaftswoche müsst ihr euch auf das Alles-oder-Nichts-Prinzip einstellen

Das Risiko einer Fehlgeburt ist in dieser Phase noch sehr hoch. Viele Frauen wissen oft noch gar nichts von ihrer Schwangerschaft und bekommen deshalb auch den Abgang der befruchteten Eizelle nicht mit. Das Alles-oder-Nichts-Prinzip besagt, dass die befruchtete Eizelle entweder alle Abläufe, die in dieser Zeit vor sich gehen, unbeschadet übersteht oder dass sie vom Körper abgestoßen wird, weil ein wichtiger Schritt im Ablauf fehlgegangen ist. Das Risiko für einen Abgang ist in der 4. SSW noch sehr hoch und mit dem heutigen Stand der Medizin nicht zu verhindern. Eine gesunde Lebensweise und der Verzicht auf Tabak, Drogen und Alkohol sind auf jeden Fall wichtige Voraussetzungen für die gesunde Entwicklung in jeder Phase der Schwangerschaft.

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