Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 22. SSW – In der 22. Schwangerschaftswoche hat euer Baby bereits Träume

22. SSW – In der 22. Schwangerschaftswoche hat euer Baby bereits Träume

22. SSW - Schwangerschaftswoche

Mit der Entwicklung des Gehirns in der 21. SSW fängt euer Baby ab der 22. SSW (21+1 – 21+7) zu träumen an.

22. SSW:

Beim Baby:


  • Das Kind im Mutterleib erlebt erstmals REM-Phasen.
  • „Don´t blame the mothers!“
  • Die frühesten Frühchen
  • Größe des Babys (SSL): rund 28-29 cm
  • BPD: rund 53 – 56 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 480 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Blutungen in der Spätschwangerschaft
  • Zu schnelle Zunahme in der Schwangerschaft
  • Erstausstattung: Kleidung
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Die Geburt im Liegen
  • Gewichtszunahme: bis zu 11 kg

Träum schön, Baby: Erste REM-Phasen des Ungeborenen

Nachdem das Gehirn eures Babys in der letzten Woche ordentlich an Größe zugenommen hat, verlangsamt sich die Wachstumsgeschwindigkeit nun allmählich wieder. Jetzt geht es an die Feinarbeit. Mehr und mehr neuronale Netzwerke werden gebildet. Im Zusammenhang damit steht die Fähigkeit, einen Wach-Schlaf-Rhythmus zu entwickeln, und zu träumen.

Wie gefällt dir der Artikel bisher?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
Bitte bewerte den Beitrag: 22. SSW - In der 22. Schwangerschaftswoche hat euer Baby bereits Träume! Aktuell gibt es 1 Bewertungen mit 1,00 von 5 Sternen!

Der Schlaf wird grob in drei Phasen unterteilt:

  • Leichtschlaf
  • Tiefschlaf
  • REM-Phasen

Die REM-Phasen sind gekennzeichnet durch schnelle Augenbewegungen (Rapid Eye Movement) während des Schlafes. Der schlafende Erwachsenen durchlebt rund alle 90 Minuten eine unterschiedlich lange REM-Phase. Insgesamt können während eines 8-stündigen Schlafes bis zu 6 REM-Phasen vorkommen. Dabei schaltet das Gehirn alle Wahrnehmungen von außen ab, die Muskeln entspannen sich. Das ist neben dem Tiefschlaf die Phase, in der das Gehirn, und damit der ganze Körper die meiste Energie nachtankt. Wird man während einer REM-Phase geweckt, berichtet die Mehrzahl von sehr real erscheinenden Traumerlebnissen.


Babys im Mutterleib schlafen rund 16 Stunden pro Tag. Ab der 22. SSW kann es dabei bereits die eine oder andere kurze REM-Phase durchleben. Anders gesagt: Euer Baby träumt!

Die gesamte weitere Entwicklung des Organismus, vor allem aber die Entwicklung des Zentralnervensystems, wird von Wissenschaftlern in Zusammenhang mit der REM-Phase gebracht. Die REM-Phasen nehmen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft zu, nach der Entbindung nehmen die REM-Phasen wieder deutlich ab.

INFO
Vor der REM-Phase treten oft die so genannten slow-wave-sleep-Wellen (SWS) auf. Mit ihnen schüttet der Körper vermehrt das Wachstumshormon Somatotropin aus. Das Baby wächst also während der REM-Phase.

Don´t blame the mothers!

Die Mutter ist nicht an allem schuld. In den 70er Jahren gab man den Müttern nicht nur die Schuld am Autismus ihrer Kinder, sondern auch an Fehlbildungen, geistigen Behinderungen und kriminellen Tendenzen. Damals sprach die Wissenschaft von „Kühlschrank“-Müttern. Diese waren angeblich die Ursache für autistische Kinder.

Auch heute geht die Tendenz in der Epigenetik wieder in diese Richtung. Egal, was die Mutter auch tut, sie wird verantwortlich gemacht für so gut wie alle Erkrankungen des Kindes.

Unser Schicksal liegt nicht allein in unseren Genen!

Die Epigenetik beschreibt eine Entwicklung des Menschen, die sich außerhalb der genetischen Entwicklung abspielt. Wissenschaftler dieser Richtung betonen, dass neben der genetischen Prägung vor allem die Umwelt einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Menschen hat. Umwelteinflüsse führen dazu, dass sich gewisse Gene an- oder abschalten. Was einerseits bahnbrechende neue Erkenntnisse bringt, macht andererseits den Müttern genauso zu schaffen, wie es schon in vergangenen Zeiten der Fall war: Ihnen allein wird die Bürde aufgetragen, durch das „richtige“ Verhalten und durch die „richtigen“ Gewohnheiten ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

Ein Artikel in der Online-Ausgabe von Nature unter der Leitung der Wissenschaftshistorikerin Sarah Richardson von der Harvard-University weist darauf hin, die Erkenntnisse der Epigenetik als das zu bezeichnen, was sie sind: Vorläufige, nicht gesicherte Untersuchungen. Viele wissenschaftliche Studien wurden lediglich an Tieren durchgeführt, und können daher nicht übereinstimmend auf den Menschen übertragen werden. Außerdem weist der Artikel „Don´t blame the mothers“ darauf hin, dass auch das Erbgut des Vaters seinen Teil dazu beiträgt, wie sich das Kind entwickelt.

22 Schwangerschaftswochen: Die frühesten Frühchen

Viele Mütter haben gerade in dieser Zeit Angst vor der Möglichkeit einer Frühgeburt. Die Ursachen, die zu einer Frühgeburt führen, sind bisher noch unklar. In Betracht gezogen werden Depressionen, starker Alkohol- oder Nikotinkonsum, Drogen und Infektionskrankheiten der Mutter. Es gibt aber auch genügend Fälle von Frühchen, bei denen sich die Mutter gesund ernährt, nicht geraucht oder Alkohol konsumiert hat.

Ihr könnt einiges zur Vorbeugung beitragen:

Nehmt alle Vorsorgeuntersuchungen wahr: Der erfahrene Gynäkologe kann Komplikationen oder das Risiko einer Frühgeburt einschätzen.

Gebt auf euch Acht: Haltet euch daran, keine schweren Gegenstände über 5 kg zu heben und zu tragen, nehmt Abstand vor dem Hantieren mit giftigen Stoffen, geht keiner Fließbandarbeit nach und gönnt euch öfters eine Pause. Holt euch bei langanhaltendem Stress oder Depressionen Hilfe.

ACHTUNG!
Bei Wehen oder Blasensprung: Sofort Notarzt anrufen und hinlegen!

Ein Kind, das vor der 37. SSW geboren wird, und unter 2500 Gramm wiegt, wird als Frühchen bezeichnet. Frühgeburten vor der 28. SSW stellen ein hohes Risiko dar. Wird ein Baby in der 22. SSW geboren, besteht das Risiko einer bleibenden Behinderung oder einer Entwicklungsstörung. Dank den neuesten medizinischen Errungenschaften und Erkenntnissen ist es jedoch heute schon möglich, auch die frühesten Frühchen durchzubringen.

Blutungen in der Spätschwangerschaft

Blutungen ab der 21. SSW kommen selten vor, und müssen ernst genommen werden. Im „besten“ Fall handelt es sich um einen Polypen am Gebärmutterhals oder um eine Venenverletzung der Scheide. Auch bei Bluthochdruck oder Präeklampsie kommt es zu Blutungen.

ACHTUNG!
Bei Blutungen ab der 21. SSW ist auf jeden Fall der Rat eines Arztes einzuholen!

Eine solche Blutung kann unter Umständen die Stärke der normalen Periode erreichen. In seltenen Fällen ist sie auch stärker als die normale Regelblutung. Die Ursache muss nicht unbedingt besorgniserregend sein, abgeklärt gehört der Umstand jedoch auf jeden Fall.

Eine von vielen Möglichkeiten ist die Lösung des Schleimpfropfes vom Gebärmutterhals. Das geschieht normalerweise einige Tagen oder Wochen vor Einsetzen der Wehen. Es kann sich bei einer Blutung in der Spätschwangerschaft auch um eine riskante Plazentakomplikation handeln, bei der sich die Plazenta vorzeitig löst oder tiefer als normal liegt (Placenta praevia).

In einigen Fällen lösen Blutungen in der Spätschwangerschaft Wehen aus. Dann wird im Krankenhaus alles dafür getan, um eine drohende Frühgeburt zu unterdrücken. Zum Einsatz kommen in diesen Fällen beispielsweise Wehenhemmer. Auf diese Weise wird die Geburt so lange wie möglich hinausgezögert.

HINWEIS:
Durchatmen! In 50 % der Fälle wird keine Ursache für die Blutung gefunden.

Zu schnelle Zunahme in der Schwangerschaft

Sowohl eine zu starke als auch eine zu schwache Gewichtszunahme kann im schlimmsten Fall zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen.

Bei einer starken Gewichtszunahme kommt es oft dazu, dass Babys bei der Geburt zu groß sind und mit einem Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden müssen. Eine zu schnelle Zunahme von rund 1 kg pro Woche kann ein Zeichen für Präeklampsie sein. Sie macht sich durch Bluthochdruck, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel bemerkbar.

HINWEIS:
Abnehmen in der Schwangerschaft kommt nicht infrage! Schwangere können durch eine Ernährungsumstellung die Gewichtszunahme aber drosseln.

Schwangere, die zu wenig an Gewicht zunehmen, tragen vermehrt das Risiko einer Fehlgeburt. Daher lohnt es sich in solchen Fällen, mit dem Arzt über weiterführende Maßnahmen zu sprechen. In manchen Fällen reicht eine Ernährungsumstellung, die gemeinsam mit einem Ernährungsberater erarbeitet wird. In anderen Fällen können Nahrungsmittelergänzungen zur gewünschten Gewichtszunahme führen.

ACHTUNG!
Neueste Studien haben gezeigt, dass die übermäßige Aufnahme von Protein der Entwicklung des Kindes schaden kann. Besprecht eure Ernährungsgewohnheiten mit einem Ernährungsberater.

Wie kann man zu schneller Gewichtszunahme vorbeugen?

„In der Schwangerschaft darf man für zwei essen.“ Dieses alte Sprichwort verleitet viele werdenden Mamis dazu, viel zu viel zu essen. Es ist ja auch zu schön, sich alles erlauben zu können!

Leider ist sowohl das Sprichwort, als auch der Gedanke, jetzt alles essen zu können, ein Irrglaube. Wer Probleme mit seinem Gewicht hat, dem kann eine Ernährungsberatung und ein Bewegungsprogramm weiterhelfen.

HINWEIS:
Um nicht zu viel zuzunehmen ist eine Ernährungsumstellung in Kombination mit Bewegung das beste Rezept.

Erstausstattung: Die erste Kleidung fürs Baby

Kommen wir zu einem Thema, das jeder werdenden Mami ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Die Erstausstattung. Hier eine Auflistung der Kleidungsstücke, die ihr bereits vor der Entbindung zu Hause haben solltet:

  • 1 Pucktuch
  • 2 Jäckchen
  • 3 T-Shirts
  • 7 Paar Babysocken
  • 7 Strampler
  • 7 Strumpfhosen oder Leggings mit Füßchen
  • 7 Spucktücher

Weiters braucht ihr noch einiges an Textilien für Babys Schlaf:

Alles zur anstehenden Entbindung: Die Geburt im Liegen

Viele Frauen in den westlichen Industrienationen gebären im Liegen. Das heißt nicht, dass es die beste Art ist, zu gebären. Eher das Gegenteil ist der Fall. Bei aufrechter Position der Gebärenden hilft die Erdanziehungskraft mit, das Baby auf die Welt zu bringen.

Bei der klassischen Geburt im Liegen umfasst die Gebärende in der Austreibungsphase ihre Kniekehlen und zieht die Beine an.

Mütter, die sich für eine Periduralanästhesie (PDA) entscheiden, gebären in den meisten Fällen auch im Liegen, da sie ihren Körper dann vom Becken abwärts nicht mehr spüren können.

Obwohl schon lange bekannt ist, dass die Geburt durch das Liegen erschwert und verlängert wird, gehört sie trotzdem noch immer zu den häufigsten Arten der Geburt in Deutschland. Der einzige Vorteil dabei ergibt sich für die Hebammen und Ärzte: Sie haben in dieser Position den besten Blick auf das Ungeborene.

Die Geburt im Liegen kann auch zu einer Komplikation, Vena-Cava-Syndrom genannt, führen. Dabei drückt das Ungeborene auf die untere Hohlvene der Gebärenden, was zu Übelkeit und Kreislaufstörungen der Mutter und darauffolgend zu schlechter Sauerstoffversorgung des Ungeborenen führen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auch interessant

40. SSW – In der 40. Schwangerschaftswoche ist die Schwangerschaft zu Ende

Inhalt dieses Beitrags1 Vorsorgeuntersuchung in der 40. SSW2 Entspannung ab der 40. SSW: F…