Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 14. SSW – In der 14. Schwangerschaftswoche trainiert das Baby seine Gesichtsmimik

14. SSW – In der 14. Schwangerschaftswoche trainiert das Baby seine Gesichtsmimik

14. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem euer Baby ab der 13. SSW seine Sinnesorgane mehr und mehr entdeckt, beginnt es in der 14. SSW (13+1 – 13+7) damit, seine Gesichtsmimik zu trainieren.

14. SSW:

Beim Baby:

  • Das Baby trainiert seine Atmung.
  • Der Hand-Greif-Reflex ist ausgeprägt.
  • Die Leber produziert Gallenflüssigkeit.
  • Die weißen Blutkörperchen bilden sich.
  • Das Baby macht Schluckübungen.
  • Größe des Babys: ca. 7 – 8 cm
  • Gewicht des Babys: ca. 25 – 50 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Was tun gegen Bänderschmerzen?
  • Erkältung in der 14. SSW
  • Harnwegsinfektion in der 14. SSW
  • Zahnfleischbluten in der Schwangerschaft
  • Unruhe und Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft
  • Flugreisen in der Schwangerschaft
  • Darf ich noch auf dem Bauch schlafen?
  • Bei Unterleibsschmerzen nicht beunruhigen lassen.
  • Ab jetzt mit einer intensiven Hautpflege beginnen.
  • Es wird Zeit, sich für den Geburtsvorbereitungskurs anzumelden.

Das Kleine schneidet Grimassen

Jetzt, wo sich Ohren, Augen, Nase und Mund gebildet haben, beginnt der Fötus damit, seine neu erworbenen Gesichtsmuskeln zu trainieren. Er ändert oft seinen Gesichtsausdruck und versucht sich in neuen Grimassen. Er streckt die Zunge heraus, kneift die Augen zusammen und rümpft die Nase. Das alles hat noch wenig mit der Mimik zu tun, die wir als Erwachsene verwenden, um unsere Stimmungslage zu auszudrücken. Es ist vielmehr eine Übung dafür.

Die Reflexe sind ausgebildet

Neben dem Schneiden von Grimassen wird euer Baby nun durch den Hand-Greif-Reflex schon nach der Nabelschnur greifen oder einfach die kleinen Händchen zu einer Faust ballen. Ein anderes Mal nuckelt es an seinem Finger. Auch der Saugreflex ist bereits ausgebildet.

Die Organe nehmen mehr und mehr ihre Tätigkeit auf

Die Organe beginnen mehr und mehr damit, der Tätigkeit nachzukommen, für welche sie ein ganzes Menschenleben lang zuständig sein werden. Jetzt beginnt auch die Leber damit, Gallenflüssigkeit zu produzieren – eine gallertähnliche Flüssigkeit, die als ein wichtiger Teil der Verdauung angesehen wird. Auch die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) werden ab dieser Zeit langsam gebildet. Sie sind ein wichtiger Teil des Immunsystems des Ungeborenen.

Was tun gegen Bänderschmerzen?

Schon zu Beginn der Schwangerschaft verspüren viele werdende Mütter ein Ziehen im Bauch. Das ist jedoch meist noch nicht von den Mutterbändern. Ab der 14. SSW kann ein Ziehen, manchmal auch ein brennender Schmerz im Bauch- oder Hüftbereich auftreten. Macht euch aber wegen dieser Schmerzen aber keine unnötigen Sorgen. Sie sind ganz normal. Grund dafür sind die Mutterbänder, die sich dem Wachstum des Kindes anpassen und ausdehnen. Die Mutterbänder sind zwei Bänder, welche die Aufgabe innehaben, die Gebärmutter an der richtigen Stelle zu halten. Der Dehnungsschmerz kann in der Leistengegend bis hinauf ins Kreuzbein, oder aber als Rückenschmerz wahrgenommen werden. Mit Rückenschmerzen werdet ihr wahrscheinlich in nächster Zeit öfter zu tun haben. Aber bis dahin ist noch ein bisschen Zeit. Jetzt kann schnelles Aufstehen oder Niesen zu einem stechenden, scharfen Schmerz im oben genannten Bereich auslösen. In der Regel dauert er aber nur wenige Sekunden. Um den Schmerz zu lindern, gönnt ihr euch am besten etwas Ruhe. Macht es euch auf der Couch gemütlich und lagert die Füße hoch. Dann ist der Schmerz genauso schnell wieder vorbei, wie er gekommen war.

HINWEIS:
Ab sofort solltet ihr keine schweren Dinge mehr heben.

Von Unterleibsschmerzen nicht beunruhigen lassen

Auch sie gehören zu einer normalen Schwangerschaft dazu. Viele Mütter machen sich, verständlicherweise, viel zu viele Sorgen. Wir können euch an dieser Stelle beruhigen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Erscheinung, die mit dem Wachstum eures Bauchumfanges zu tun hat. Eine Wärmflasche kann hier Abhilfe schaffen.

ACHTUNG: Bei gleichzeitig auftretenden Blutungen ab zum Arzt!
Unterleibsschmerzen in Verbindung mit Blutungen gehören mit dem Arzt abgeklärt.

Erkältung in der 14. SSW

Viele werdende Mütter sind gerade in dieser Zeit besonders anfällig für Erkältungen. Bei leichtem Schnupfen oder Husten braucht ihr nichts weiter zu tun, als abzuwarten. Sie verschwinden in den nächsten Tagen von alleine.

ACHTUNG!
Die Einnahme von Medikamenten muss immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

Andere Erkrankungen, die ebenso oft in dieser Zeit auftreten, sind Hanwegsinfektionen und Zahnfleischbluten. Dagegen solltet ihr auf jeden Fall etwas unternehmen. Der erste Weg sollte daher wieder zu eurem Arzt führen. Die Ursache einer Harnwegsinfektion sind Bakterien. Unbehandelt kann sie sehr schmerzhaft verlaufen und sich im gesamten Unterbauch ausbreiten. Aufgrund der durch das Schwangerschaftshormon Progesteron ausgelösten Muskelentspannung im Bereich des Beckens wird der Urinfluss verlangsamt. Das ist ein wunderbares Milieu für Bakterien, die sich durch diesen Umstand genügend Zeit verschaffen, um sich ausgiebig zu vermehren.

Symptome einer Harnwegsinfektion

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Eiter im Urin
  • Schmerzen im Bereich des Beckens
  • Stark riechender Urin
  • Schüttelfrost
  • Blasenschwäche
  • Erhöhte Temperatur
  • Schwindelgefühl
  • Wechselndes Körpergefühl von heiß auf kalt
  • Brechreiz

Fragt den Arzt bei der Untersuchung um unterstützende alternative Heilmittel bei Harnwegsinfektion. Auch die Homöopathie hat hier einiges zu bieten. Hilfe versprechen die homöopathischen Mittel Cantharis D6, Dulcamara D6 und Solidago virgaurea D3.

Zahnfleischbluten tritt meist in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten vermehrt auf, kann aber auch im zweiten Trimenon auftauchen. Grund dafür ist die Lockerung des gesamten Körpergewebes durch die stärkere Durchblutung. Das belastet jedoch Zähne und Zahnfleisch, welches in dieser Zeit besonders heikel auf Säuren reagiert. Säure greift auch den Zahnschmelz an, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Karies führt.

Benutzt daher immer, nicht nur in der Schwangerschaft, neben der normalen Zahncreme auch Zahnseide und reinigt eure Zähne gründlich. Bei Zahnfleischbluten helfen sanfte Massagen mit der Zahnbürste oder das Gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee.

Unruhe und Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft

Eine der am Häufigsten auftretenden Schwangerschaftsbeschwerden sind Unruhe und Schlaflosigkeit. Was in den meisten Fällen erst im letzten Trimester verstärkt auftritt, kann manche werdenden Mütter bereits jetzt treffen – je nachdem, wie stark euch eure Schwangerschaft beschäftigt. Sehr oft hängen Unruhe und Schlaflosigkeit damit zusammen, dass sich die werdenden Mütter Kopfzerbrechen über Alles und Nichts machen. Viele Fragen geistern jungen Müttern durch den Kopf. Häufig sind es Fragen wie „Werde ich eine gute Mutter sein?“ oder „Wie werde ich die Geburt erleben?“, die zu Unruhe und Schlafproblemen führen. Behandlungsbedürftig sind diese Zustände in den meisten Fällen nicht. Trotzdem können sie auf Dauer belastend werden.

Medikamente gegen Schlaflosigkeit werdet ihr von eurem Arzt definitiv nicht bekommen. Ihr könnt jedoch mit natürlichen Mitteln dem Körper etwas mehr Entspannung verschaffen. Unter anderem mit folgenden:

  • Abends einen Kamillentee oder heiße Milch trinken
  • Beine auf eine Wärmflasche legen.
  • Entspannungsmusik hören.
  • Vor dem Schlafengehen ein angenehm temperiertes nehmen.
  • Lavendelöl in eine Duftlampe oder ins Badewasser geben.
  • Meditation und Entspannungsübungen.

Darf ich noch auf dem Bauch schlafen?

Ja. Und zwar dürft ihr das so lange, wie es euch angenehm ist. Euer Baby wird ja durch das Fruchtwasser rundum geschützt und liegt dadurch kuschelig gepolstert in eurem Bauch. Sobald euch diese Position unangenehm wird, weicht ihr ganz einfach auf eine seitliche Schlafposition aus. Hier kann auch ein Stillkissen Wunder wirken und zu einem angenehmen Schlaf verhelfen.

Fliegen in der Schwangerschaft

Viele werdende Mütter sind sich nicht sicher, ob eine Flugreise in der Schwangerschaft gut für sie ist. Grundsätzlich ist das Fliegen für gesunde Mütter bis zum 7. Schwangerschaftsmonat überhaupt kein Problem. Bei einer Risikoschwangerschaft und bei hohem Blutdruck solltet ihr jedoch auf das Fliegen verzichten. Reisen in Länder, die nicht dieselben Hygienebedingungen wie unsere Breiten bieten können, stellen immer ein Risiko dar. Sprecht euer Vorhaben daher in solchen Fällen immer mit eurem Arzt ab, einen ausführlichen Ratgeber findet Ihr hier.

Ab jetzt mit intensiver Hautpflege beginnen

Ob festes oder schwaches Bindegewebe: In der Schwangerschaft besteht für jede Frau dasselbe Risiko, Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Sie treten vor allem ab dem letzten Trimenon verstärkt auf. Auch, wenn sie ein schönes, lebenslanges Zeichen dafür ist, dass man ein Kind in seinem Bauch ausgetragen hat, können die mit der Zeit verblassenden Streifen am Bauch zu einem späteren Zeitpunkt doch belastend sein. Es geht hier eindeutig nicht darum, einem Schönheitsideal hinterherzulaufen. Artikel mit dem Titel „Gerade noch schwanger, jetzt wieder den perfekten Körper“ gibt es in Modezeitschriften zur Genüge. Wir glauben nicht an diese Art der weiblichen Schönheit. Schwangerschaftsstreifen sind kein Makel.

Trotzdem muss auch gesagt werden, dass ein schwaches Bindegewebe mit zunehmendem Alter zur Belastung werden kann. Gar nicht so sehr aufgrund der Optik. Vielmehr geht es um den Darm. Frauen mit schwachem Bindegewebe am Bauch spüren mit zunehmendem Alter die Bewegungen im Unterbauch intensiver. Das kann bis zu einem erhöhten Schmerzempfinden führen. Aus diesem Grund möchten wir euch empfehlen, eurer Haut eine intensive Pflege zukommen zu lassen, damit sie geschmeidig genug ist, um sich mit dem Bauch mit auszudehnen, ohne zu reißen.

Besonders gut geeignet sind stark fettende Öle und Natursalben mit einem hohen Anteil an Vitamin E, die ihr großzügig auf Bauch, Oberarme und Oberschenkel aufträgt und einmassiert.

Es wird Zeit, sich für den Geburtsvorbereitungskurs anzumelden

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Arten der Geburtsvorbereitung. Dabei kann nicht gesagt werden, welcher der bessere oder der schlechtere Kurs ist. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs soll euch jedenfalls dabei helfen, euch körperlich und mental auf die anstrengende Geburt vorzubereiten. Ihr solltet dort nicht nur gute Fitnessübungen, sondern auch Atemübungen und Entspannungstechniken lernen, die ihr während der Geburt anwenden könnt. Entscheidet euch für den Kurs, der euch am meisten zusagt. Sehr beliebt ist Aquafitness oder die gelenkschonende Wasseraerobic. Ebenfalls sehr gut besucht ist Yoga für Schwangere.

Sinn macht der Geburtsvorbereitungskurs ab der 26. Schwangerschaftswoche. Da jedoch die beliebtesten Kurse meist schnell ausgebucht sind, lohnt es sich, schon jetzt einen Termin festzulegen.

INFO:
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen 14-stündigen Geburtsvorbereitungskurs dann, wenn er von einer Hebamme begleitet wird. Wer sich für einen Kurs bei einer Krankengymnastin entscheidet, muss eine Verordnung vom Arzt vorlegen, um den Kurs erstattet zu bekommen. Bezahlt wird dabei ausschließlich der Besuch der Mutter. Sollte der Vater Interesse daran haben, mitzugehen, muss er den Kurs aus der eigenen Tasche bezahlen.

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