Startseite Schwangerschaft Anzeichen Einnistungsblutung: So deutet ihr die Anzeichen, Dauer und Stärke

Einnistungsblutung: So deutet ihr die Anzeichen, Dauer und Stärke

Einnistungsblutung

Die Einnistungsblutung ist eines der ersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Sie ähnelt der Menstruationsblutung und wird von Betroffenen oft als solche gedeutet.

Was ist eine Einnistungsblutung?

Bei der Einnistungsblutung (Implantations- oder Nidationsblutung) kommt es durch das Eindringen des Eis in die Gebärmutter (Uterus) zu kleinen Verletzungen an den Blutgefäßen.

An welchen Anzeichen kann eine Einnistungsblutung erkannt werden?

  1. Schwächer als bei einer Periode

Ihr könnt eine Einnistungsblutung zwar im ersten Moment mit einer Periode verwechseln. Auffällig jedoch ist die Stärke der Blutung, die im Vergleich leichter ausfällt. Die Periode beginnt schwach, wird im Verlauf stärker und klingt mit einer schwächer werdenden Blutmenge ab. Die Einnistungsblutung hingegen ist nicht kontinuierlich anhaltend, sondern setzt gelegentlich eine geringe Blutmenge ab.

  1. Nicht kontinuierlich tagelang anhaltend

Eine Einnistungsblutung kann zwar zwei bis vier Tage dauern, aber im Regelfall klingt sie nach einem Tag, oft sogar nach einigen Stunden, wieder ab. Nur bei einer Mehrlingsschwangerschaft kann es aufgrund vermehrter Verletzung der Blutgefäße zu einer bis zu sieben Tage anhaltenden Blutung kommen.

  1. Keine Regelschmerzen

Aufgrund der verursachten Schäden, die das befruchtete Ei (Blastozyste) bei seiner Einnistung hinterlässt, könntet Ihr ein Ziehen im Unterleib spüren. In Ausnahmefällen kommt es zwar auch zu Krämpfen, die aber nicht so stark ausfallen wie während eurer Periode.

  1. Farbe der Einnistungsblutung

Während es bei der Periode zu einer dunkelrötlich bis bräunlich gefärbten Blutung kommt, ist die Farbe der Einnistungsblutung hellrot.

  1. Zeitpunkt der Einnistungsblutung

Die Implantationsblutung beginnt frühestens vier Tage nach der Befruchtung und kann in Ausnahmefällen maximal bis zu sieben Tage anhalten.

Zur Veranschaulichung: Berechnung des Beginns der Einnistungsblutung:
Tag des Geschlechtsverkehrs + mindestens 24 Stunden = Möglicher Zeitpunkt der Befruchtung + 4 Tage = möglicher Beginn der Einnistungsblutung

Was genau geschieht während der Einnistung des Eis in der Gebärmutter?

Nachdem das Ei befruchtet wurde, man spricht dann von einer Blastozyste, wandert es durch den Eileiter zur Gebärmutter. In der Gebärmutter angekommen, nistet es sich zunächst in der Gebärmutterschleimhaut ein (Nidation: lat. nidus, Nest). Danach beginnt es damit, in die Gebärmutterwand einzudringen, was zu Schädigungen von Blutgefäßen und somit zur Nidationsblutung führen kann.  Nach dem abgeschlossenen Vorgang der Einnistung ist die Blastozyste von einem Deckgewebe (Epithel) umschlossen.

Wann nistet sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter ein?

Vier bis sechs Tage nach der Befruchtung fängt das Ei an, in die Gebärmutter einzudringen. Der Vorgang ist sieben bis zwölf Tagen nach der Befruchtung abgeschlossen. In dieser Zeit, vom Eindringen der Blastozyste in die Gebärmutterwand bis zur Abheilung der kleinen Verletzungen, kann es zu Einnistungsblutungen kommen.

Weitere mögliche Symptome einer Einnistung

Neben der Einnistungsblutung kann es zu anderen Symptomen kommen, die meist als Reaktion auf die Veränderungen des Hormonhaushaltes auftreten:

  • Durchfall
  • Häufiges Wasserlassen
  • Hunger
  • Krämpfe, leichte Schmerzen
  • Müdigkeit
  • Schmerzende Brüste, dunkle Brustwarzen
  • Stuhlverstopfung
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Übelkeit, Erbrechen

Ist eine Einnistungsblutung gefährlich?

Nein. Eine Einnistungsblutung kann weder euch noch eurem Nachwuchs schaden. Ihr müsst also nichts gegen die Blutung unternehmen. Sollte die Blutung jedoch stärker werden und mit Schmerzen verbunden sein, ist ein Besuch beim Gynäkologen ratsam.

Ist bräunlicher Ausfluss ein Hinweis auf eine Einnistungsblutung?

Nein. In den meisten Fällen ist brauner Ausfluss das Anzeichen einer Schmierblutung, die im Normalfall genauso ungefährlich ist wie die Einnistungsblutung.

Können Fäden in einer Einnistungsblutung vorkommen?

Ja. Es kann vorkommen, dass Ihr Fäden in der Blutung bemerkt. Diese Fäden sind kleinste Gewebeteile, die mit dem Blut weggeschwemmt werden.  Sie geben keinen Aufschluss darüber, um welche Art der Blutung es sich handelt. Grundsätzlich können sowohl bei Perioden-, Zwischen- , Ovulations-, Einnistungs- oder Schmierblutungen Fäden im Blut zu finden sein.

Kommt es auch bei einer Eileiterschwangerschaft zu Einnistungsblutungen?

Ja. Leider könnt ihr von der Einnistungsblutung keine Schlüsse auf den Ort der Einnistung des befruchteten Eis schließen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Einnistungsblutung und einer Ovulationsblutung?

Die Ovulationsblutung ist eine Zwischenblutung. Sie tritt im Zeitraum zwischen der Loslösung des Eis und der Aufnahme des Eileiters (Ovulation) auf und gibt keinen Aufschluss über die Möglichkeit einer Schwangerschaft.

Lasst euch nicht durch eine Blutung verunsichern!

Jede Blutung während der Schwangerschaft verunsichert die werdende Mutter.  Gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel kann es häufig zu verschiedenen Blutungen kommen. Oft handelt es sich dabei um eine Schmierblutung. Auch eine Schmierblutung stellt keine Gefahr für die Mutter oder das in ihr heranwachsende neue Leben dar. Bei Unsicherheit hilft der Gang zum Gynäkologen, der die Ursache der Blutung abklärt und so zur Beruhigung beiträgt.

Schwangerschaft trotz Periode ist eine Fehlinterpretation

Da eine Periode nach erfolgter Befruchtung praktisch ausgeschlossen werden kann, liegt die Vermutung nahe, dass Frauen bei ihren Schilderungen eher von einer Einnistungsblutung sprechen und fälschlicherweise aufgrund dieses Umstandes davon ausgehen, nicht schwanger zu sein.

Auch der erste Schwangerschaftstest kann sich täuschen

Um Gewissheit zu erlangen, ist es ratsam, mindestens zwei Schwangerschaftstests durchzuführen. Es gibt auf dem Markt bereits Frühtests, deren Ergebnisse jedoch nicht in allen Fällen stimmen. Deshalb ist es ratsam, eine Woche nach dem ersten Frühtest einen zweiten Test durchzuführen. Absolute Sicherheit erlangt Ihr erst nach einem Besuch beim Gynäkologen.

Nur die Ruhe!

Lasst euch bei einem Schwangerschaftswunsch nicht durch zu viel Informationen verunsichern. Aber noch viel wichtiger: Setzt euch nicht selbst unter Druck. Alles Gute!

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