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34. SSW – In der 34. Schwangerschaftswoche sind die Bewegungen des Babys nach außen sichtbar

34. SSW - Schwangerschaftswoche

Das Baby begann in der 33. SSW damit, sein Immunsystem weiterzuentwickeln. Jetzt, in der 34. SSW (33+1 – 33+7), werden nochmals Babys Knochen verstärkt.

34. SSW:

Beim Baby:


  • Baby benötigt nun nochmals ordentlich Kalzium
  • Größe und Gewicht entwickeln sich nun sehr individuell
  • Größe des Babys (SSL): rund 47 cm
  • BPD: rund 84-85 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 2162 – 2380 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Der Mutterschutz beginnt
  • Juckreiz in der Schwangerschaft
  • Klinikkoffer packen!
  • Vorsorgeuntersuchung mit CTG
  • Entspannung ab der 34. SSW: Akupunktur
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Akupunktur zur Schmerzlinderung
  • Akupressur zur Einleitung der Wehen
  • Gewichtszunahme: bis zu 17 kg

Der Mutterschutz beginnt!

In der 34. Schwangerschaftswoche beginnt die vorgeburtliche Schutzfrist für werdende Mütter. Das Gesetz schützt Mütter 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin sowohl vor gesundheitsschädlichen Einflüssen als auch vor Überforderung. Mit dem extra Gewicht auf den Hüften und dem großen Babybauch kann nun einmal nicht mehr so gearbeitet werden, wie vor einigen Monaten. Finanziell ist die werdende Mutter in dieser Zeit gut abgesichert. Den Arbeitsplatz kann sie in dieser Zeit ebensowenig verlieren.

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Nach der Geburt endet der Mutterschutz 8 Wochen nach der Entbindung. Ganze 14 Wochen lang bekommt die sich in einem aufrechten Arbeitsverhältnis befindliche Mutter also laut Gesetz ihr Gehalt / ihren Lohn weiterhin ausbezahlt. Bei Geburt eines behinderten Kindes verlängert sich die Schutzfrist. Beantragt wird das Mutterschaftsgeld bei eurer Krankenkasse. Selbstständige, die eine private Krankenversicherung besitzen, sind mit einer Krankentageversicherung ebenfalls gut abgesichert. Sie bekommen laut einer Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes das vereinbarte Krankentagegeld statt einem Mutterschaftsgeld ausbezahlt.

INFO:
In einigen Tarif- und Arbeitsverträgen sind auch Regelungen für den Vater getroffen worden. Beispielsweise gibt es in vielen Fällen Sonderurlaub bei der Geburt eines Kindes. Das spart den werdenden Papis einige Urlaubstage ein, die sie zu einem späteren Zeitpunkt konsumieren können.

Anwendung findet das Gesetz bei allen werdenden Müttern, die sich, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, in einem Arbeitsverhältnis in Deutschland befinden. Es gilt sowohl für Teilzeit- als auch für Heimarbeiterinnen, Hausangestellte und werdende Mütter in einer arbeitsvertraglich gebundenen Ausbildung. Für geringfügig Beschäftigte gilt das Mutterschutz ebenso.


Keine Anwendung findet das Mutterschutzgesetz bei:

  • Selbstständigen
  • Geschäftsführerinnen
  • Hausfrauen
  • Adoptivmüttern

Auch Beamtinnen und Soldatinnen gehen 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin in Mutterschutz, welcher jedoch im Beamtenrecht etwas anders geregelt ist. Mehr dazu erfahrt ihr online auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.

Das Mutterschutzgesetz enthält folgende Bestimmungen:

  • Arbeitgeberzuschuss
  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Beschäftigungsverbot
  • Kündigungsschutz
  • Mutterschaftsgeld
  • Mutterschutzfristen
  • Weiterzahlung des Arbeitsentgeltes

Daneben gibt es noch einige weitere Verordnungen und Gesetze, die werdende Mütter schützen sollen:

  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättenV)
  • Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V)
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  • Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte (KVLG)
  • Röntgenverordnung (RöV)
  • Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)
  • Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV)
INFO:
Sobald ihr eurem Dienstgeber über eure Schwangerschaft informiert habt, befindet ihr euch in einem aufrechten Kündigungsschutz. Dieser endet 4 Monate nach der Entbindung.

Detaillierte Informationen dazu findet ihr online auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Baby benötigt nun nochmals ordentlich Kalzium

Das Baby bereitet sich auf die bevorstehende Geburt vor. Um die Knochen weiter zu stärken, entzieht der kleine Körper dem Blut der Mutter nun noch einmal eine größere Menge an Kalzium.

TIPP:
Denkt daran, ab der 34. SSW noch einmal bewusst kalziumreiche Nahrungsmittel zu euch zu nehmen.

Kalziumreiche Nahrungsmittel

  • Brokkoli
  • Kalziumreiches Mineralwasser
  • Kohlarten
  • Mangold
  • Milchprodukte

Größe und Gewicht entwickeln sich nun sehr individuell

Auch, wenn wir weiterhin Größen- und Gewichtsangaben abgeben: Das Baby hat in der jetzigen Phase seinen individuellen Wachstumsrhythmus gefunden. Ist es also etwas größer oder kleiner, als in unserer Tabelle angegeben, ist das kein Problem. Zum Problem wird es erst dann, wenn euch der Gynäkologe auf das Wachstumsverhalten aufmerksam macht. Das kommt aber in der jetzigen Phase der Schwangerschaft eher selten vor.

Juckreiz in der Schwangerschaft

Unter empfindlicher Haut leiden viele werdende Mamis. Je gespannter die Haut ist, desto empfindlicher wird sie. Der Juckreiz kann sich daher mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft sogar verstärken. Besonders davon betroffen ist die Haut am und um den Bauch, sowie weitere Körperstellen, die sich stark dehnen mussten.

Was tun bei Juckreiz?

  • Sich ständig zu kratzen sollte keine Option sein. Die Haut kann sich davon schwer entzünden.
  • Wenn es gar nicht mehr geht: Nicht mit den Fingernägeln kratzen. Verwendet nur die Fingerkuppen, und streicht euch mit etwas Druck über die Hautstellen.
  • Warme Vollbäder verstärken den Juckreiz.
  • Parfümierte Waschmittel von der Einkaufsliste streichen. Dasselbe gilt für parfümierte Duschgels und Seifen.
  • Haut mit einer fetten Salbe oder Creme eincremen. Je geschmeidiger und fetter der Schutzfilm, desto weniger empfindlich wird die Haut auf Reize von außen reagieren.

Klinikkoffer packen!

Ja, es ist soweit! Ihr solltet schön langsam daran denken, euren Klinikkoffer zu packen! Hier eine Liste der Dinge, die ihr auf jeden Fall zur Entbindung mitnehmen solltet:

  • Badetuch
  • Bequeme Leggings oder Jogginghose
  • Brille
  • Duschgel
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Geburtsplan
  • Handtuch
  • Handy
  • Hautpflegemittel
  • Kamera
  • Ladegerät
  • Mehrere warme Socken
  • Mutterpass
  • Pantoffel
  • Personalausweis
  • Shampoo
  • Still-BH
  • Waschlappen
  • Weite T-Shirts und Sweatshirts

Was der frischgebackene Papi später nachbringen kann:

  • Kleidung für den Weg nach Hause
  • Maxi Cosi
  • warme Decken fürs Baby im Winter

Vorsorgeuntersuchung mit CTG

Zwischen der 34. Und 36. Schwangerschaftswoche steht eine weitere Vorsorgeuntersuchung an. Gesetzlich vorgesehen ist dieses Mal wieder eine CTG-Untersuchung, die ihr ja bereits von der letzten Untersuchulong kennt. Wieder werdet ihr die Herztöne eures Baby hören können. Der Arzt kontrolliert mit dem CTG den Zustand des Ungeborenen.

Ein Ultraschall wird ab sofort nur noch dann durchgeführt, wenn der Arzt es individuell anordnet. Ist alles in Ordnung, werdet ihr also jetzt keine neuen Ultraschallbilder mehr von eurem Spross erhalten.

Bei dieser Vorsorgeuntersuchung wird das letzte Mal eine Blutabnahme durchgeführt, um im Labor einen Suchtest auf Hepatitis B und eine Kontrolle der Eisenwerte zu veranlassen.

Entspannung ab der 34. SSW: Akupunktur

Entspannung zu finden wird nun für die werdende Mami von Woche zu Woche etwas schwieriger. Der Babybauch wächst weiterhin und behindert die Bewegungsfreiheit. Das Atmen fällt schwerer. Dazu kommt die Ungewissheit der Entbindung. Aufgeregt sind natürlich alle Mamis vor der Geburt ihres Kindes. Ganz cool ist das noch keine einzige angegangen – auch, wenn es von außen betrachtet manchmal so wirken mag.

Es gibt jedoch Methoden, die euch etwas Entspannung versprechen. Eine davon ist die Akupunktur. Sie wird nicht nur als Entspannungsmethode während der Schwangerschaft, sondern auch als natürliche Schmerzlinderung angewandt. In beiden Fällen finden die Behandlungen einige Wochen vor der Entbindung statt.

Je nachdem, welche Anwendung ihr verlangt, werden die Akupunkturnadeln anders gesetzt. Folgende Beschwerden könnt ihr mit einigen Akupunkturbehandlungen lindern:

  • Angespanntsein
  • Angst
  • Blutdruck
  • Einleitung der Wehen
  • Erschöpfung
  • Fehllagen des Babys
  • Geburtsvorbereitung
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Schmerzregulierung während der Entbindung
  • Schwangerschaftserbrechen
  • Sodbrennen
  • Symphyseschmerzen
  • Übelkeit
  • Unruhe
  • Vorzeitige Wehen
  • Wassereinlagerungen
HINWEIS:
Achtet darauf, dass die Behandlung nur von einer Person durchgeführt wird, die Erfahrung mit der Anwendung bei Schwangeren hat.

Alles zur anstehenden Entbindung: Akupunktur zur Schmerzlinderung

Diese natürliche Methode aus der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) zur Schmerzbekämpfung ist nichts für all diejenigen, die von sich wissen, dass sie Schmerzen nur schwer ertragen können. Im Vergleich zur medikamentösen Schmerzbekämpfung hat die Akupunktur nur eine sehr schwache schmerzlindernde Wirkung. Zur Schmerzerleichterung gibt es jedoch trotzdem genügend Frauen, die sich für die Akupunktur aussprechen.

INFO:
Eine Studie aus der Frauenklinik Mannheim kommt zum Ergebnis, dass die Geburtsvorbereitung mit Akupunktur den Geburtsvorgang um bis zu zwei Stunden verkürzen kann.

Geeignet ist diese Art der Geburtsvorbereitung vor allem für Frauen, die gerne auf völlig natürlichen Wege gebären wollen. Die Akupunktur steigert das Wohlbefinden und verhilft den Schwangeren zu mehr Selbstvertrauen und Energie, um die Entbindung gut zu meistern. Der Vorteil dieser Schmerzbehandlung: Sie ist absolut nebenwirkungsfrei!

Akupressur zur Einleitung der Wehen

Zur Einleitung der Wehen gibt es so manches Hilfsmittelchen. Die Akupunktur haben wir oben bereits erwähnt. Ein weiteres Verfahren ist die Akupressur. Dabei werden mit den Fingern bestimmte Punkte des Körpers gedrückt. Der Druck wird entlang gewisser Kanäle, ähnlich der Akupunktur, ausgeübt. So kann sie bei folgenden Beschwerden Linderung versprechen bzw. zu folgenden Zwecken Anwendung finden:

  • Zur Anregung der Senkwehen
  • Zur Einleitung der Wehen
  • Zur Öffnung des Muttermundes
HINWEIS:
Auch hier gilt nochmals: Bei Interesse an einer Akupressurbehandlung während der Schwangerschaft oder vor der Geburt achtet darauf, dass die Behandlung nur von einer Person durchgeführt wird, die Erfahrung mit der Anwendung bei Schwangeren hat.

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