Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 2. SSW – In der 2. Schwangerschaftswoche sind alle Vorbereitungen zur Empfängnis getroffen

2. SSW – In der 2. Schwangerschaftswoche sind alle Vorbereitungen zur Empfängnis getroffen

2. SSW - Schwangerschaftswoche

Erst ab der erfolgreichen Befruchtung der Eizelle durch den Samen, welche frühestens 24 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr möglich ist, liegt tatsächlich eine Schwangerschaft vor. Somit lässt sich auch in der 2. Schwangerschaftswoche noch keine Schwangerschaft bei euch feststellen und ihr seid lediglich rein rechnerisch schwanger.

Bereits in der ersten sowie zweiten Schwangerschaftswoche solltet ihr dennoch täglich 400 µm Folsäure in Form von Nahrungsergänzungspräparaten, zusätzlich zu einer ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung, zu euch nehmen.

Denn Folsäure ist bereits vor der Schwangerschaft und vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten essenziell, da unter anderem einem offenen Rücken, einer Gaumen-Lippen-Spalte sowie anderen Fehlbildungen vorgebeugt wird. Zudem hilft Folsäure dabei, das Neuralrohr zu schließen, Früh- und Fehlgeburten sowie angeborene Herzfehler zu verhindern.

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie frisches und ungekochtes Obst und Gemüse, wie beispielsweise Erdbeeren, Spinat, Kohl, Bananen, Mangos und Tomaten, sind reich an Folsäure und sollten bereits vor der Schwangerschaft häufig verzehrt werden.

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In der zweiten Schwangerschaftswoche sollte zudem komplett auf das Rauchen sowie den Alkoholkonsum verzichtet werden. Solltet ihr regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, empfiehlt es sich, dies vorab mit eurem Frauenarzt abzuklären und gegebenenfalls auf schwangerschaftstaugliche Medikamente umzustellen.


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Der Monatszyklus und der Eisprung

Zwar seid ihr in der zweiten Schwangerschaftswoche noch nicht wirklich schwanger, allerdings werden in dieser Woche die Weichen für die Schwangerschaft gestellt. Denn das Ende der zweiten SSW ist von einem sehr wichtigen Vorgang, nämlich dem Eisprung, geprägt. In den beiden Tagen vor dem Eisprung sowie am Ovulationstag selbst ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden am größten.

Mit dem ersten Tag der Periode beginnt gleichzeitig der neue Monatszyklus, der von Frau zu Frau unterschiedlich lang sein und zwischen 23 und 35 Tage betragen kann. Dabei ist der Östrogenspiegel zu Beginn der Menstruation besonders niedrig. Bis zum Eisprung steigt der Östrogenspiegel kontinuierlich an, bis er am Ovulationstag seinen höchsten Wert erreicht.

Zu Beginn der Periode wird zudem das follikelstimulierende Hormon FSH gebildet, welches unter anderem die Eierstöcke bei der Bildung von reifen Eizellen unterstützt. Gleichzeitig sorgt das FSH-Hormon dafür, dass mehrere Follikel heranwachsen und vermehrt Östrogen gebildet wird. Ein Follikel enthält, neben der Follikelflüssigkeit, eine einzige und zu dieser Zeit noch unreife Eizelle.

Von etwa 12 Follikeln, die auch Eibläschen genannt werden, reift nur ein Follikel vollständig heran. Zur gleichen Zeit sorgt der gestiegene Östrogenspiegel dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und besser durchblutet wird. So sind im Falle einer Schwangerschaft ausreichend Nährstoffe vorhanden und die befruchtete Eizelle kann sich leichter einnisten.

Dabei erfüllt der erhöhte Östrogenspiegel noch eine andere wichtige Funktion, und zwar bildet sich ein fruchtbarer Zervixschleim, der es Spermien leichter macht, in die Gebärmutter sowie Eileiter vorzudringen und gleichzeitig länger zu überleben. Damit beträgt die Überlebensdauer von Spermien zwischen 3 und 5 Tage, wohingegen die Eizelle bis zu 24 Stunden überlebens- und somit befruchtungsfähig ist.

Ungefähr am 14. Tag des Menstruationszyklus ist es dann soweit und der Eisprung findet statt. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass der Zeitpunkt des Eisprungs von Frau zu Frau unterschiedlich ist. Zum Beispiel bei einem unregelmäßigen Zyklus, nach einer langen hormonellen Verhütung oder auch bei bestimmten Krankheiten kann der Eisprung durchaus einige Tage früher oder später ausgelöst werden.

Doch wie kommt es überhaupt zum Eisprung? Durch den Anstieg der LH-Hormone, der wiederum durch den erhöhten Östrogenspiegel ausgelöst wird, platzt das Eibläschen und die befruchtungsfähige Eizelle tritt aus dem Eierstock heraus. Von dort wandert die Eizelle weiter in Richtung Eileiter, bis hin zur Gebärmutter.

Gleichzeitig läutet der Eisprung die zweite Zyklushälfte ein, indem die Produktion des Hormons Progesteron stark ansteigt. Das Progesteron soll die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten und lässt außerdem die körperliche Basaltemperatur ansteigen.

Manche Frauen spüren den Eisprung gar nicht, wohingegen andere Frauen den monatlichen Vorgang sowie den sogenannten Mittelschmerz, der durch das Aufplatzen des Follikels ausgelöst wird, sehr deutlich wahrnehmen. Vor allem, wenn Frauen jahrelang hormonell verhütet haben, braucht es eine gewisse Zeit, bis wieder ein natürlicher Zyklus stattfinden kann.

Dabei kann sich der Mittelschmerz durch ein Ziehen und Krämpfe im Unterleib, meist in der Region um die Eierstöcke und Eileiter, bemerkbar machen. Je nachdem welcher Eileiter für die Produktion der Follikel verantwortlich ist, tritt das Ziehen vermehrt im rechten oder linken Unterbauch auf.

Zudem kann in seltenen Fällen eine harmlose Ovulationsblutung auftreten, die wahrscheinlich durch das rapide Absinken des Östrogenspiegels ausgelöst wird. Bei einigen Frauen können außerdem leichte Schmerzen sowie ein Spannungsgefühl in den Brüsten auftreten.

Findet zum Zeitpunkt des Eisprungs ungeschützter Geschlechtsverkehr statt, wandert der Samen durch die Gebärmutter zum Eileiter, um dort die weibliche und reife Eizelle zu befruchten. Bis die Eizelle jedoch erfolgreich befruchtet wird, dauert es mindestens 24 Stunden und die Befruchtung kann auch erst einige Tage später stattfinden.

Wird die Eizelle auf dem Weg in die Gebärmutter nicht befruchtet, wird diese sowie die Gebärmutterschleimhaut mit der nächsten Periode aus dem Körper ausgestoßen.

Gut zu wissen:
Bei einem bestehenden Kinderwunsch solltet ihr entweder in den beiden Tagen vor dem Eisprung oder am Tag des Eisprungs ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Dabei weisen vor allem der Tag vor dem Eisprung sowie der Tag des Eisprungs eine maximale Fruchtbarkeit auf.

Den Eisprung sicher bestimmen

Wenn ihr schwanger werden wollt, solltet ihr eure fruchtbaren Tage sowie den Eisprung genau im Auge behalten. Denn außerhalb dieses Fruchtbarkeitsfensters von etwa 6 Tagen ist die Möglichkeit einer Schwangerschaft äußerst gering. Um euren Eisprung ermitteln zu können, bieten sich mehrere Methoden an.

So könnt ihr beispielsweise die sogenannte Kalendermethode zur Bestimmung der Furchtbarkeit anwenden. Diese Methode, bei welcher der Eisprung mithilfe eurer Zykluslänge bestimmt wird, ist allerdings nur für Frauen geeignet, die einen sehr regelmäßigen Zyklus haben. Da der Zyklus oft unterschiedlich lang ist, kann mit der Kalendermethode keine absolut zuverlässige Bestimmung gewährleistet werden.

Durch einen einfachen Ovulationstest, der unter anderem in der Apotheke erhältlich ist, könnt ihr eure fruchtbaren Tage und euren Eisprung genau vorhersagen und somit die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden erhöhen. Dabei bestimmt der Ovulationstest anhand eures Urins, ob die Konzentration des LH-Hormons angestiegen ist.

Der Anstieg des LH-Hormons signalisiert wiederum, dass die reife Eizelle aus dem Eierstock ausgestoßen wird und befruchtet werden kann. Der LH-Wert steigt etwa 24 bis 36 Stunden vor eurem Eisprung deutlich an und löst gleichzeitig den Eisprung aus. Ist der LH-Wert also erhöht, ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden am größten.

Den Eisprung anhand von Symptomen bestimmen

Mit etwas Erfahrung könnt ihr euren Eisprung sowie eure fruchtbaren Tage anhand von unterschiedlichen Symptomen selbst bestimmen, denn es gibt einige aussagekräftige Anzeichen, die euren Eisprung ankündigen.

Wir haben euch die zuverlässigsten Eisprung-Symptome zusammengefasst, damit euer Kinderwunsch so bald wie möglich in Erfüllung gehen kann:

Basaltemperatur: Die Messung eurer morgendlichen Körpertemperatur, die auch Basaltemperatur genannt wird, gehört zu den aussagekräftigsten Methoden, um den Eisprung sicher zu bestimmen. Dabei beruht diese Methode auf dem Wissen, dass die Körpertemperatur ein bis zwei Tage nach dem Eisprung ansteigt.

Am besten wird die Temperatur vor dem Aufstehen und nach mindestens sechs Stunden Schlaf gemessen. Zeigt die Temperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Erhöhung um mindestens 0,2 °C an, seid ihr nicht mehr fruchtbar und der Eisprung hat bereits stattgefunden.

Zwar ist diese Methode nicht dafür geeignet, euren bevorstehenden Eisprung anzukündigen, allerdings könnt ihr bei einer regelmäßigen Messung feststellen, ob und zu welchem Zeitpunkt euer Eisprung stattfindet.

Zervixschleim: Eure fruchtbaren Tage könnt ihr auch anhand eures Zervixschleimes erkennen. Da das Sekret kurz vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs heller und flüssiger ist, können somit Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit geschlossen werden. In diesem Zuge wird auch von der Spinnbarkeit des Zervixschleimes gesprochen.

Der Schleim ist während der fruchtbaren Tage besonders spermienfreundlich und hilft den Spermien dabei, besser in die Gebärmutter vorzudringen und länger zu überleben. An euren unfruchtbaren Tagen ist der Zervixschleim hingegen deutlich dickflüssiger und soll die Spermien auf ihrem Weg in die Gebärmutter hindern.

Diese Methode ist, vor allem in Verbindung mit der regelmäßigen Basaltemperatur-Messung, ein sehr guter Indikator, um den Eisprung sowie die fruchtbaren Tage zu ermitteln und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Veränderung am Muttermund: Am unteren Ende der Gebärmutter befindet sich der Muttermund, welcher sich in den verschiedenen Zyklusphasen fühlbar verändert. So ist dieser direkt nach der Monatsblutung hart, geschlossen und gut zu ertasten.

Je näher der Eisprung rückt, umso weicher wird der Muttermund. Gleichzeitig öffnet sich der Muttermund leicht und wandert wieder weiter nach oben, was das Ertasten rund um den Eisprung zunehmend erschwert.

Zwar ist diese Methode ein verlässliches Anzeichen für den nahenden Eisprung, allerdings erfordert das Ertasten auch etwas Geschick und Übung, da der Muttermund vaginal abgetastet werden muss.

Gut zu wissen:
Auch der Mittelschmerz, eine leichte Ovulationsblutung, eine gesteigerte Libido sowie spannende Brüste können auf den Eisprung hindeuten. Allerdings sind diese Anzeichen nicht zuverlässig genug, um den Eisprung genau bestimmen zu können.

Zusammenfassung 2. Schwangerschaftswoche

  • Auch in der 2. Schwangerschaftswoche seid ihr noch nicht wirklich schwanger und die Schwangerschaft liegt lediglich rein rechnerisch vor.
  • Um euch so gut wie möglich auf die Schwangerschaft vorzubereiten, solltet ihr bereits vier Wochen zuvor mit der Einnahme von 400 µm Folsäure täglich beginnen, um Fehlbildungen vorzubeugen.
  • Verzichtet komplett auf Zigaretten sowie Alkohol und haltet bei einer regelmäßigen Einnahme von Medikamenten Rücksprache mit eurem Frauenarzt.
  • Zum Ende der 2. Schwangerschaftswoche findet der Eisprung statt. Bei einem bestehenden Kinderwunsch ist jetzt der beste Zeitpunkt, um schwanger zu werden.
  • Ihr könnt den Eisprung unter anderem durch einen Ovulationstest, durch die Messung der Basaltemperatur, durch die Konsistenz des Zervixschleimes sowie durch die Beschaffenheit eures Muttermundes selbst bestimmen.

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