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Schwangerschaftswoche 29 – Der niedliche Babyspeck macht sich in der 29. SSW bemerkbar

29. SSW - Schwangerschaftswoche

Mit Beginn der 29. Schwangerschaftswoche (28+0 bis 28+6) wird das letzte Drittel der Schwangerschaft sowie der 8. Schwangerschaftsmonat eingeläutet. Kaum zu glauben, wie schnell die letzten Wochen vergangen sind, oder? Die Entwicklung des Babys ist mittlerweile weitestgehend abgeschlossen. Nun geht es hauptsächlich um das Wachsen, die Gewichtszunahme sowie das Ausprägen der Organe. Zudem differenziert sich das kindliche Gehirn weiter aus.

Werdende Mamas fühlen sich mehr und mehr in ihrer Bewegung eingeschränkt und Schwangerschaftsprobleme, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen und schwangerschaftsbedingte Inkontinenz, können im letzten Trimester zunehmen. Was in der 29. Schwangerschaftswoche noch alles passiert und auf was ihr achten müsst, lest ihr in diesem Artikel.

Das Baby in der 29. Schwangerschaftswoche

Die Entwicklung der inneren Organe ist mittlerweile fast vollständig abgeschlossen und die Funktionen, welche in den kommenden Wochen noch fleißig trainiert werden, wurden bereits vor einiger Zeit aufgenommen. Zudem wird das Immunsystem weiterhin nachhaltig gestärkt, indem wichtige Antikörper der Mutter über die Plazenta und das Blut an das Baby weitergegeben werden. So ist bereits zum Zeitpunkt der Geburt ein erster wichtiger Schutz gegen diverse Krankheiten vorhanden, der in den ersten Lebensmonaten durch die Muttermilch und das Stillen zusätzlich verstärkt wird.

Gleichzeitig prägt sich das Gehirn sowie das gesamte Nervensystem in der aktuellen Schwangerschaftswoche weiter aus. Dieser Vorgang ist enorm wichtig, weil dadurch die Leistungsfähigkeit des Ungeborenen steigt. Erst einige Jahre nach der Pubertät, etwa mit 20 Jahren, ist die Entwicklung des Gehirns soweit abgeschlossen und die volle Leistungsfähigkeit ist erreicht. Neben dem Gehirnvolumen nimmt auch das Kopf-Skelett des Ungeborenen an Größe zu und wächst sozusagen mit dem Gehirn mit.

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Gut zu wissen:
Zum Zeitpunkt der Geburt besitzt ein Neugeborenes unglaubliche 100 Milliarden Gehirnnervenzellen. Und obwohl das Gehirn nach der Geburt noch etliche Jahre benötigt, um sich vollständig zu entwickeln, kommen im Laufe des weiteren Lebens keine neuen Gehirnzellen hinzu.

In der 29. SSW ist er endlich da: der niedliche Babyspeck, den Eltern so entzückend und regelrecht zum Anbeißen finden. Doch der Babyspeck sieht nicht nur süß aus, sondern erfüllt wichtige Funktionen. Denn die im letzten Schwangerschaftstrimester angelegten Fettpölsterchen helfen dem Baby dabei, den eigenen Wärmehaushalt besser und vor allem eigenständig regulieren zu können.


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Dies ist vor allem wichtig, sollte euer Baby zu früh auf die Welt kommen. Durch die zusätzliche Fettschicht erscheint die Haut zudem nicht mehr so durchsichtig und wird robuster, heller sowie deutlich glatter.

Neben dem Gewicht legt euer Baby gleichzeitig an Größe zu, sodass es in der 29. SSW etwa 38 Zentimeter (SFL) misst und um die 1250 Gramm wiegt. Bis zur Geburt wird sich das Gewicht sage und schreibe beinahe verdreifachen, denn im Durchschnitt wiegen Neugeborene hierzulande zwischen 3400 und 3500 Gramm und sind etwa 50 Zentimeter groß.

Bitte beachten:
Sollte das Gewicht oder die Größe eures Babys von den hier angegebenen Durchschnittsgrößen abweichen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter eure Schwangerschaft voranschreitet, umso individueller entwickelt sich euer Kind.

Das sagt der Ultraschall in der 29. Schwangerschaftswoche

Erwartet ihr die Geburt eines Sohnes, werden sich etwa ab dieser Schwangerschaftswoche die Hoden an ihrem vorhergesehenen Platz im Hodensack eingefunden haben. Bei einigen Jungen wandern die Hoden allerdings erst nach der Geburt in den Hodensack. Da die Schamlippen zum jetzigen Zeitpunkt noch zu kurz sind, ist die Klitoris bei einem Mädchen bereits gut auf dem Ultraschall zu erkennen. Eine gute Chance also, falls ihr noch nicht über das Geschlecht eures Kindes Bescheid wisst.

Zwar ist derzeit noch etwas Platz in eurer Gebärmutter vorhanden, damit sich euer Baby drehen kann. Doch die Zeiten, in welchen ihr Purzelbäume oder andere Turnübungen auf dem Ultraschall bewundern konntet, sind leider vorbei. Macht euch deshalb auch keine Sorgen, wenn ihr ab jetzt deutlich seltener Bewegungen eures Babys wahrnehmt. Der Platz reicht schlicht und ergreifend nicht mehr aus, um sich nach Herzenslust bewegen zu können.

Die restlichen Wochen vor der Geburt wird euer Baby daher vorwiegend in der typischen Fötus-Haltung verbringen, bei welcher Arme und Beine nah am Körper anliegen und sich das Kinn in Richtung Brust neigt. Auch passt euer Liebling mittlerweile nicht mehr komplett auf den Ultraschall.

Möglicherweise liegt euer Baby bereits mit dem Kopf nach unten in der sogenannten Schädellage. Viele Babys lassen sich damit allerdings noch einige Wochen Zeit, was auch absolut in Ordnung ist. Erst ab der 36. Schwangerschaftswoche wird der Frauenarzt oder die Hebamme helfende Schritte durchführen, um das Baby in die richtige Geburtsposition zu bringen.

Gut zu wissen:
Lässt sich euer Baby auch durch spezielle Tipps und Tricks nicht zu einer Drehung bewegen und liegt ab der 36. SSW weiterhin in der Beckenendlage, kann der Frauenarzt zum gegebenen Zeitpunkt eine äußere Wendung durchführen. Diese verspricht eine relativ hohe Erfolgsquote und wird in der Klinik vollzogen.

Die werdende Mama in der 29. Schwangerschaftswoche

Das wachsende Baby sowie dessen Speckpölsterchen machen sich auch bei euch immer stärker bemerkbar, indem euer Bauchumfang in den letzten Wochen beachtlich wächst und ihr generell an Gewicht zulegt. So nehmen werdende Mamis im letzten Schwangerschaftstrimester ungefähr 400 Gramm pro Woche zu.

Bis zur Geburt bringen Schwangere durchschnittlich zwischen 10 und 15 Kilogramm mehr auf die Waage als noch zu Beginn der Schwangerschaft. Dies ist natürlich von Frau zu Frau verschieden und hängt unter anderem mit dem Gewicht vor der Schwangerschaft zusammen.

Dabei sind die Extra-Kilos keineswegs nur durch die Heißhunger-Attacken verschuldet, sondern sind viel mehr mit dem erhöhten Blutvolumen, dem Gewicht des Babys, der wachsenden Gebärmutter und dem Fruchtwasser verbunden.

Zwar nehmen die Kindsbewegungen im letzten Schwangerschaftsdrittel aufgrund des Platzmangels stetig ab, dafür nimmt die Intensität der Tritte sowie der Drehungen zu und verlangen den werdenden Mamis teilweise ganz schön was ab. Hinzu kommt, dass die Gebärmutter und euer Baby verstärkt auf die inneren Organe drücken und diese regelrecht zur Seite geschoben werden.

Auch der Druck auf den Magen wird von Tag zu Tag größer, was sich mit Sodbrennen sowie einem ständigen Völlegefühl bemerkbar machen kann. Dabei können wenige kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt vorbeugen. Achtet außerdem darauf, dass ihr euch gesund sowie ballaststoffreich ernährt sowie täglich mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit, am besten in Form von stillem Mineralwasser oder ungesüßten Tees, zu euch nehmt.

Um einem Baby-Blues sowie körperlichen Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Ischias-Schmerzen oder Wassereinlagerungen, vorzubeugen, solltet ihr euch zudem jeden Tag bewegen. Ein längerer Spaziergang, Nordic-Walking, Schwimmen oder Schwangerschaftsgymnastik sowie Yoga sind hervorragend geeignet und mit eurer hübschen Babykugel machbar. Auch Atem- und Dehn-Übungen sowie Übungen für den Beckenboden solltet ihr unbedingt in euren Tagesablauf integrieren, um eure Bänder, Muskeln und Knochen auf die Geburt vorzubereiten.

Die dritte große Vorsorgeuntersuchung

Zwischen der 29. und spätestens 32. Schwangerschaftswoche findet in der Regel die dritte große Vorsorgeuntersuchung statt und endlich könnt ihr euer Baby mal wieder auf dem Ultraschall betrachten. Einfach erstaunlich, wie es sich in den letzten Wochen entwickelt und verändert hat, oder?

Im Zuge der Vorsorgeuntersuchung werden unter anderem die Lage sowie die Herztöne des Kindes überprüft und der kindliche Kopfumfang, der Durchmesser des Brustkorbs sowie die Länge des Oberschenkelknochens gemessen.

Auch die Fruchtwassermenge, der Sitz und die Funktion der Plazenta sowie die gesamte körperliche Entwicklung des Kindes werden kontrolliert. Zudem wird bei der werdenden Mama der Blutdruck, das Gewicht sowie die Lage der Gebärmutter überprüft.

Indem der Hämoglobingehalt gemessen wird, erhält der Frauenarzt außerdem Aufschluss darüber, ob bei euch ein Eisenmangel vorliegt, der gegebenenfalls mit Eisenpräparaten behoben werden muss. Außerdem wird der mütterliche Urin auf Keime, Eiweiße sowie Zucker getestet. Die Ergebnisse werden anschließend wie gewohnt in den Mutterpass eingetragen.

Einige Frauenärzte überprüfen in der dritten großen Vorsorgeuntersuchung vielleicht auch die Herztöne des Kindes mit dem sogenannten CTG. Bei einem routinemäßigen Verlauf der Schwangerschaft ist das CTG laut den Mutterschutz-Richtlinien der DGGG jedoch nicht vorgeschrieben und kommt daher meist nur bei einer Risiko-Schwangerschaft sowie später bei der Entbindung zum Einsatz.

Das ist in der 29. Schwangerschaftswoche wichtig

Termin für die dritte große Vorsorgeuntersuchung vereinbaren: Falls nicht schon geschehen, solltet ihr spätestens jetzt einen Termin für die dritte Vorsorgeuntersuchung vereinbaren, die im Normalfall zwischen der 29. und 32. SSW stattfindet.

Auf ausreichend Vitamine und Spurenelemente achten: Damit ihr und euer Baby Energie tanken könnt, solltet ihr ausreichend Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente zu euch nehmen. Solltet ihr den Bedarf nicht über eure Mahlzeiten decken können, kann euch euer Frauenarzt gegebenenfalls Nahrungsergänzungspräparate verschreiben.

Letzte Besorgungen für das Baby tätigen: Je näher der Geburtstermin rückt, umso anstrengender wird eure Schwangerschaft. Aus diesem Grund solltet ihr eure vorhandene Energie nutzen, um letzte Vorkehrungen für euren kleinen Schatz zu treffen. So seid ihr außerdem auf der sicheren Seite, sollte euer Baby etwas früher als gedacht das Licht der Welt erblicken. Habt ihr bereits alles besorgt? In unserem Artikel über Babyerstausstattung findet ihr unter anderem eine praktische Checkliste zum Gratis-Download.

Guter Tipp:
Wascht die Baby-Klamotten rechtzeitig, damit beim Einzug eures Kindes bereits alles parat liegt. Außerdem solltet ihr euch als frisch gebackene Neu-Mami nicht direkt mit dem Wäschewaschen beschäftigen müssen. Der Wäscheberg wird in den nächsten Wochen und Monaten sowieso auf magische Weise täglich anwachsen.

Babyzimmer einrichten: Nötig ist ein Babyzimmer nach der Geburt natürlich noch nicht. Einige Eltern wollen das Babyzimmer dennoch so bald wie möglich nutzen, weil sich dort beispielsweise der Wickeltisch oder andere Baby-Utensilien befinden. Ist dies auch bei euch der Fall, ist jetzt eine gute Gelegenheit, um das Babyzimmer einzurichten, zu tapezieren oder der Wand einen kinderfreundlichen Anstrich zu verpassen.

Somit ist gewährleistet, dass sich die unangenehmen Gerüche sowie schädlichen Dämpfe, welche durch die Wandfarbe, den Kleister der Tapete sowie durch neue Möbel oder Teppiche entstehen, bis zum Einzug des Babys verflüchtigt haben und die sensiblen Atemwege nicht belasten.

Zudem könnt ihr euch momentan noch einigermaßen gut bewegen, bevor euch der Babybauch gefühlt ständig im Weg umgeht. Um euren kleinen Liebling nicht zu überfordern, sollte das Babyzimmer übrigens nicht in einer grellen Farbe gestrichen und mit Dekoartikeln überladen werden. Hier gilt: weniger ist mehr!

Die 29. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Das Immunsystem wird durch Antikörper der Mutter nachhaltig gestärkt und bietet dem Neugeborenen bereits direkt nach der Geburt einen Schutz vor bestimmten Krankheiten.
  • Gehirn und Lunge entwickeln sich rasant weiter.
  • Der Babyspeck bildet sich und reguliert den kindlichen Wärmehaushalt.
  • Werdende Mamis nehmen im letzten Schwangerschaftsdrittel etwa 400 Gramm pro Woche zu.
  • Die dritte große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall steht an.
  • Das Baby misst nun etwa 38 Zentimeter (SFL) und wiegt um die 1250 Gramm.

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