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Babyzimmer: Welche Einrichtung ab welchem Alter?

Einrichtung Babyzimmer

Ihr erwartet ein Baby und freut euch schon auf das Einrichten des Kinderzimmers? Damit sind auch Kosten verbunden. Denn euer neues Familienmitglied benötigt natürlich sein eigenes Zimmer. Keine Angst, ihr braucht nicht die komplette Einrichtung zu Beginn kaufen, denn das Kinderzimmer wächst mit eurem Baby. Hier ein paar Tipps für Möbel im Babyalter.

Säuglinge bis sechs Monate

Neugeborene sind so klein und schutzbedürftig. Deshalb sind sie in den ersten sechs Monaten oder vielleicht noch länger in eurem Schlafzimmer am besten aufgehoben. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Fachverband der amerikanischen Kinder- und Jugendärzte empfehlen aber für Säuglinge ein eigenes Bett. Dies ist unumgänglich, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu verringern.

Auch wenn ihr euer Baby am liebsten ständig um euch haben wollt, in eurem Bett sollte es nicht schlafen. Kleine Babys können ihre Temperatur noch nicht optimal regeln. Sie könnten durch eure Wärme überhitzen. Das könnte ein Risiko für einen plötzlichen Kindstod sein. Das erste Möbelstück für euer Neugeborenes wäre also ein Stubenwagen, eine Wiege oder ein Moseskorb.

Wiege

Die klassische Wiege ist meist aus Holz gefertigt und ein sehr stabiles Möbel. Durch die halbrunden Kufen könnt ihr euer Baby in den Schlaf schaukeln. Das wirkt sehr beruhigend auf die Kleinen. Eine Wiege steht meist an dem gleichen Platz, da sie sehr schwer ist und aus massivem Holz ist sie in jedem Fall ein Hingucker.

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Stubenwagen

Die Auswahl an Stubenwagen ist groß. Sie reicht vom klassischen Outfit mit Betthimmel bis zur modernen Variante in rechteckiger Form und aus Textil designt. Sehr oft ist das Bettchen aus Holz oder aus Rattan oder aus beidem gefertigt. In der Regel ist ein Stubenwagen mit Rollen ausgestattet und bietet dir dadurch eine große Flexibilität. Hier solltet ihr auf eine große Stabilität achten, damit euer Baby immer sicher schlafen kann.

4-in-1 Stubenwagen

Manche von euch stellen sich die Frage: Zuerst Wiege und dann Stubenwagen? Fakt ist, dass eure Kinder sehr schnell wachsen und bis du dich umsiehst, liegt dein Kind bereits in einem normalen Bett. Einige Hersteller bieten die Möglichkeit, aus einer Wiege ein Stubenbett zu konstruieren, dann zum Stubenwagen, später zum Beistellbett und noch etwas später zu einer Bank. Wenn dieses Möbel für Babys hochwertig und stabil gebaut ist, spart ihr euch weitere Anschaffungen.

Beistellbett

Ein Beistellbett ist an drei Seiten geschlossen und an einer offen. Die offene Seite wird direkt an eurem Bett befestigt. Durch diese Konstruktion ist das Baby nachts ganz in eurer Nähe und schläft doch sicher in seinem eigenen Bettchen. Auch zum Stillen in der Nacht braucht ihr nicht extra aufstehen.

Moseskorb

Eine andere Schlafmöglichkeit für euer Baby ist der Moseskorb. Die Form ähnelt der eines Stubenwagens oder eine Wiege. Er hat aber kein Untergestell. Der Korb ist ideal bei wenig Platz, da die Abmessungen kleiner sind und er weniger Raum durch das fehlende Gestell einnimmt. Flexibel ist er dennoch. Durch die zwei Henkel kann der Moseskorb überall transportiert werden. Allerdings sind die Ränder niedriger als bei einem Stubenwagen oder einer Wiege. Dadurch liegt euer Kind nicht so lange in dem Korb.

In der Regel nutzt ihr eine Wiege, einen Stubenwagen oder einen Moseskorb bis zum vierten Monat. Ab diesem Zeitpunkt werden die Babys agil, könnten sich aufrichten und aus der Wiege, Moseskorb, beziehungsweise Stubenwagen fallen.

Welche Babymatratze soll es sein?

Neben der Stabilität der Schlafmöglichkeit ist die Auswahl der Babymatratze enorm wichtig, schließlich schläft dein neugeborenes Baby am Anfang bis zu 16 Stunden. In der Regel sind die Matratzen 140 x 70 Zentimeter groß. Die Höhe variiert zwischen 7 und 13 Zentimeter.

Eine gute Babymatratze sollte nicht zu weich und nicht zu hart sein. Wenn die Matratze zu weich ist, kann das Köpfchen einsinken und dadurch einen gefährlichen Atemrückstau auslösen. Die Wirbelsäule bei Säuglingen ist noch rund und entwickelt sich im ersten Lebensjahr ständig. Eine gute Babymatratze soll ausreichend entlasten und stützen sowie auf unterschiedliche Druckprofile reagieren.

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Die unterschiedlichen Materialien
Als Material der meisten Babymatratzen kommt Federkern, Latex, Kaltschaum oder Naturfasern zum Einsatz.

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen haben durch die Hohlräume zwischen den Federn eine gute Durchlüftung. Feuchtigkeit und Flüssigkeiten werden allerdings schnell von der Matratze aufgenommen. Für eine Babymatratze aus Federkern solltet ihr auf eine hohe Punktelastizität achten.

Vorteile

  • Hohe Stabilität
  • Gute Durchlüftung
  • Langlebigkeit

Nachteile

  • Nimmt Flüssigkeiten schnell auf
  • Muldenbildung
  • Schwer
  • Nicht für Allergiker geeignet

Latex
Wenn ihr euch für eine Latexmatratze entscheidet, solltet ihr eine Naturlatexmatratze kaufen. Sie besteht zu 100 Prozent aus Naturkautschuk und bietet fest-punktelastische Liegeeigenschaften. Diese Matratze verfügt über eine gute Durchlüftung und sorgt somit für ein trockenes Milieu, das Milben so gar nicht mögen. Deshalb ist eine Latexmatratze ideal für Allergiker.

Vorteile

  • Staubfrei
  • Hygienisch
  • Luftdurchlässig
  • Feuchtigkeitsabweisend

Nachteil

  • Oftmals zu weich für Babys

Kaltschaum
Durch die verschiedenen Luftkanäle sind Kaltschaummatratzen sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Für euer Baby wäre eine Kaltschaummatratze mit einem hohen Raumgewicht besser geeignet, da sie eine gute Punktelastizität aufweist. Diese Matratzen bieten Milben und Keimen wenig Angriffsfläche und sind daher sehr hygienisch. Allerdings sollte ihr bei Erhalt die Matratze ein paar Tage auslüften lassen, da Kaltschaummatratzen anfangs einen unangenehmen Geruch entwickeln.

Vorteile

  • Luftdurchlässig
  • Feuchtigkeitsabweisend
  • Hygienisch
  • Gute Wärmeisolation

Nachteil

  • Anfangs unangenehmer Geruch

Naturfasermatratze
Es gibt unterschiedliche Naturfasermatratzen, beispielsweise sind sie aus Kokos, Schafwolle, Hanf oder Rosshaar gefertigt. Sehr oft werden unterschiedliche Materialien miteinander gemixt. Naturfasermatratzen haben eine gute Feuchtigkeitsregulierung und je nach Material unterschiedliche Vorteile. Kokosmatratzen bieten eine hohe Stützkraft und werden oftmals in Kombination mit Naturlatex gefertigt. Hanf beispielsweise hat eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Keimen und Schimmel. Allerdings müssen Naturfasermatratzen regelmäßig gelüftet werden, am besten in der Sonne. Damit vermeidet ihr Schimmelbildung.

Vorteile

  • Natürliche Materialien
  • Feuchtigkeitsregulierend
  • Positive Eigenschaften der Naturfasern

Nachteile

  • Pflegeintensiv

Grundsätzlich solltet ihr bei der Matratze auf ein gutes Produkt achten, das schadstoffgeprüft ist. Matratzen mit dem GOTS-Umweltsiegel bieten hier Sicherheit. Der Härtegrad der Matratze sollte speziell auf Babys ausgerichtet sein. Sie soll die Wirbelsäule des Babys optimal stützen. Bei einer zu weichen Matratze kann eventuell der Kopf des Babys zu tief einsinken und somit seine Atmung behindern.

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Möbel zum Wickeln

Zum Wickeln bietet der Markt unendliche Möglichkeiten. Es gibt Wickelkommoden, -tische, oder –regale, große und kleine Modelle, mobile oder feststehende. Letztendlich beeinflusst der Platz in der Wohnung die Kaufentscheidung. Wenn ihr schon ein Kinderzimmer eingerichtet habt, findet der Wickeltisch seinen optimalen Platz. Je nach Größe des Schlafzimmers könnt ihr ihn auch dort unterbringen.

Wickelkommode
Eine Wickelkommode ist durch die vielen Schubläden praktisch, erfordert aber viel Platz. Modelle aus echtem Holz sind ein echter Hingucker und bieten auch viel Stabilität. Allerdings sind sie dementsprechend teuer. Die Wickelaufsätze sind oft im Lieferumfang enthalten und manchmal ausziehbar. Eine andere Variante sieht wie ein offenes Regal aus. Im Alltag kann diese Wickelkommode meist unordentlich aussehen.

Wickeltisch
Die platzsparende Variante ist ein fahrbarer Wickeltisch, der zudem zusammengeklappt werden kann. Allerdings können oftmals diese Modelle nicht die nötige Stabilität bieten. In diesem Fall dürft ihr euer Kind nur zum Wickeln auf den Tisch legen. Sehr praktisch und ziemlich oft stabil sind fahrbare Wickeltische mit vielen offenen Fächern, die unterhalb der Wickelauflage eine Baby-Badewanne integriert haben.

Wickelregal
Noch platzsparender als ein zusammenklappbarer Wickeltisch ist ein Wickelregal. Auch hier müsst ihr auf eine große Stabilität achten. Dieser Wickeltisch wird an die Wand geschraubt und hat neben der Wickelauflage ein bis zwei Ablagefächer. Die weiche Wickelauflage ist in der Regel bei keinem Modell enthalten und ihr müsst sie extra kaufen.

Windelmülleimer

Bei der Menge an Windeln braucht ihr unbedingt einen Windelmülleimer. Wegen jeder Windel wollt ihr gewiss nicht zum Mülleimer laufen, noch dazu nachts. Ein normaler Mülleimer ist nicht so dicht verschlossen, dass die unangenehmen Gerüche verschlossen bleiben.

Achtet darauf, dass der Windelmülleimer luftdicht verschlossen ist, wenn er im Schlafzimmer oder an einem Ort steht, der keine unangenehmen Gerüche zulässt. Hier gibt es Modelle mit speziellen Nachfüllkassetten, wobei jede Windel luftdicht verschlossen wird. Diese Windelmülleimer sind sehr kostenintensiv. Allerdings gibt es auch luftdichte Windelmülleimer, bei denen ihr normale Mülltüten verwendet könnt. Bei jedem Öffnen entweicht hier allerdings immer ein kleiner Duft.

Bequemer Sessel für die Mama

Wenn wir hier auch über die Einrichtung eines Babyzimmers sprechen, so ist ein bequemer Sessel für die Mama enorm wichtig. Wenn ihr stillt oder eurem Baby ein Fläschchen gebt, müsst ihr bequem sitzen. So eine Fütterung kann je nach Baby eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Je entspannter ihr in einem Sessel sitzt, umso relaxter ist es für das Baby. Also überlegt euch, ob ihr euch einen bequemen Sessel in euer Schlafzimmer oder das Babyzimmer stellt.

Babys von sechs bis zwölf Monaten

Euer Kind ist im Alter von sechs Monaten schon ziemlich agil und Stubenwagen, Wiege oder Moseskorb werden allmählich gefährlich. Die sechs Monate sind natürlich nur ein Anhaltspunkt, denn jedes Kind entwickelt sich anders. Wenn ihr euer Baby bis zu diesem Alter in eurem Schlafzimmer untergebracht habt, plant ihr vielleicht den Umzug in sein eigenes Reich oder ihr lasst euren Schatz noch im Schlafzimmer. Hierfür gibt es keine Regeln. Eure Kinder brauchen vor allem eines – Geborgenheit. Findet selbst heraus, wo sich euer Baby am wohlsten fühlt.

Gitterbett

Das klassische Gitterbett misst normalerweise 140 x 70 Zentimeter oder 120 x 60 Zentimeter und ist für Kinder von bis zu maximal vier Jahren geeignet. Der große Vorteil – ein Gitterbett wächst mit. Der Bettboden ist höhenverstellbar. Zu Beginn könnt ihr die Matratze höher anbringen. Dadurch lässt sich euer Baby bequem in das Bett hineinlegen oder herausholen.

Achtet beim Kauf des Gitterbetts auf die Abstände der Sprossen. Das ist sehr wichtig. Der Abstand der Sprossen sollte mindestens 4,5 Zentimeter betragen, damit sich dein Baby beim Durchstecken die Finger nicht quetscht. Mehr als 6,5 Zentimeter sollte der Abstand allerdings nicht sein. Zu groß ist hierbei die Gefahr, dass sich euer Baby den Kopf darin einklemmt.

Bei manchen Gitterbetten besteht die Möglichkeit, ein paar Sprossen zu entfernen. Das ist besonders für Kinder, die bereits laufen können, praktisch. Durch diese Lücke können sie eigenständig das Bett verlassen, um zu spielen oder nachts in euer Bett zu wandern. Zu diesem Zeitpunkt positioniert ihr die Matratze ganz unten.

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