Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 31. SSW – In der 31. Schwangerschaftswoche schreitet die Lungenreifung schnell voran

31. SSW – In der 31. Schwangerschaftswoche schreitet die Lungenreifung schnell voran

31. SSW - Schwangerschaftswoche

Während das Baby in der 30. SSW noch einige Organe fertig ausbildet, reift in der 31. SSW (30+1 – 30+7) die Lunge weiter.

31. SSW:

Beim Baby:


  • Die Zehennägel sind voll entwickelt
  • Der Babyspeck wird weiter aufgebaut
  • Bei einem Jungen: Beide Hoden sind in den Hodensack gewandert
  • Es wird eng im Mamabauch
  • Bis zur Geburt kann das Baby sein Gewicht noch verdoppeln
  • Die Lungenreifung schreitet schnell voran
  • Größe des Babys (SSL): rund 41 – 45 cm
  • BPD: rund 76 – 78 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 1561 – 1750 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Die neonatologische Intensivstation
  • Autogenes Training während der Schwangerschaft
  • Vor der Geburt: Der Geburtsplan
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Die PDA (Periduralanästhesie)
  • Nach der Geburt: Abnehmen
  • Behördenwege nach der Geburt: Elterngeld beantragen
  • Gewichtszunahme: bis zu 15 kg

Die Zehennägel sind voll entwickelt

Grundsätzlich wird der Nagel aus der Haut gebildet, die sich schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft aus dem Ektoderm gebildet hat. Es handelt sich um eine durchsichtige Platte mit leichter Wölbung. Hauptsächlich bestehen die Hornzellen aus Keratin, die sich in mehreren Schichten aufbauen. Die Aufgabe der Nägel ist der Schutz der Fingerkuppen und Zehen. Aber auch die Greiffunktion wird durch die Fingernägel unterstützt.

Wie gefällt dir der Artikel bisher?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
Aktuell gibt es leider noch keine Bewertung für den Beitrag: 31. SSW - In der 31. Schwangerschaftswoche schreitet die Lungenreifung schnell voran! Wenn er dir gefällt, dann bewerte ihn bitte!

Im frühembryonalen Stadium bilden sich Nägel nur aus zwei Zellschichten. Mit der Zeit blättern sie ab und werden durch neue Zellen ersetzt. Die Nägel werden daraufhin immer härter. Dieser Prozess setzt sich auch nach der Geburt weiter fort.

In der 31. Schwangerschaftswoche sind die Finger- und Zehennägel vollständig ausgebildet. Manche Babys kommen sogar schon mit so langen Fingernägeln auf die Welt, dass sie gleich nach der Geburt gekürzt werden müssen.


Der Babyspeck wird weiter aufgebaut

Noch immer legt euer Baby schnell an Gewicht zu. Bis zur 40. Schwangerschaftswoche kann es sein Gewicht sogar noch verdoppeln. Das Unterhautfettgewebe wird rasch aufgebaut, um das Kind nach der Entbindung vor Kälte und vor äußerlichen Einflüssen besser schützen zu können. Die Haut verliert ihre Runzeligkeit. Außerdem wird mit den Fingernägeln insgesamt auf der Haut eine bessere Schutzschicht aufgebaut, die es Bakterien, Viren und Sporen erschwert, in den Organismus einzudringen.

Bei einem Jungen: Beide Hoden sind in den Scrotum gewandert (Descensus testis)

Gebildet werden die Hoden des Jungen in der Bauchhöhle. Im Laufe der Zeit wandern die Keimdrüsen aber von der für ihren Geschmack viel zu warmen Bauchhöhle hinaus in den Hodensack (Scrotum). Dort ist es für sie angenehm kühl. In der 31. Schwangerschaftswoche, spätestens in der 32. SSW, sind in den meisten Fällen die Hoden bereits in das Scrotum gewandert. Bis zum 2. Lebensjahr verkleben sich die Hoden am bauchhöhlenseitigen Ende.

HINWEIS:
Die Hoden können sich in manchen Fällen bis zum ersten Lebensjahr Zeit lassen, um in das Scrotum zu wandern. Das kommt vor allem bei Frühgeborenen sehr häufig vor. Der Hodenhochstand muss also nicht zwingend behandlungswürdig sein.

Es wird eng im Mamabauch

Tagtäglich wird es für euer Baby im Bauch enger und enger. Mit der Zunahme an Fett und dem generell schnellen Wachstum kann es sich bald nicht mehr uneingeschränkt bewegen. Es hat die Beine angezogen und die Arme verschränkt. Das Kinn neigt sich aus Platzmangel zur Brust.

INFO:
Sollte euer Baby noch nicht die endgültige Hinterhauptslage eingenommen haben, braucht ihr keine Angst zu haben. Oft drehen sich Babys noch bis zu 36. Schwangerschaftswoche. Es ist auch schon vorgekommen, dass sie sich noch während der Geburt in die richtige Geburtsposition bewegten.

Die Lungenreifung schreitet schnell voran

Ungefähr in der 31. Schwangerschaftswoche sind die Lungen eures Babys in der Lage, sich vollkommen aufzublähen. Das Oberflächenprotein Surfactant, das die Lungen am Zusammenfallen und Verkleben hindert, wurde bereits gebildet. Als Frühchen hat euer Baby jetzt schon sehr gute Überlebenschancen. Trotzdem kann es in bestimmten Fällen dazu kommen, dass Mediziner zusätzlich Surfactant verabreichen, um ein Atemnot-Syndrom zu verhindern.

Die neonatologische Intensivstation

Auf der neonatologischen Intensivstation werden Frühchen und Neugeborene versorgt. Auf diesen Stationen werden heute dank den Fortschritten der Medizin auch schon extreme Frühchen durchgebracht. Dort werden die Organfunktionen der Babys in Brutkästen durchgehend 24 Stunden überwacht. So kann im Notfall schnell reagiert werden.

Auch die Bedürfnisse der Eltern werden hier großgeschrieben. Das neonatologische Spezialteam kümmert sich ununterbrochen, 24 Stunden täglich, um die Kleinen. Die Eltern werden von Psychologen, Pflegern und Stillberatern unterstützt. In vielen Fällen werden sogar noch erweiterte Betreuungen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie usw. angeboten.

Autogenes Training während der Schwangerschaft

Das Autogene Training hilft dabei, sich zu entspannen. Eine entspannte Grundhaltung macht die Geburt oft einfacher. Dabei konzentriert ihr euch intensiv auf bestimmte Körperteile. Diese Technik aus Asien hilft dabei, seine Körperreaktionen besser regulieren zu können. Viele Schwangere haben ihren Schlaf in den letzten Schwangerschaftswochen durch Autogenes Training deutlich verbessert.

Einige Hebammen haben eine Spezialausbildung, und können Schwangere beim Autogenen Training anleiten. Ziel sollte jedoch sein, die Übungen für sich selbst ausführen zu können und sich auch während der Geburt an gewisse entspannende „Formeln“ zu erinnern.

Vor der Geburt: Der Geburtsplan

Seit einiger Zeit ist es üblich geworden, schon vor der Geburt festzulegen, was sich die Gebärende vom Ablauf der Entbindung wünscht. Folgende Punkte werden darin festgehalten:

  • Das Baby soll die erste Stunde nicht von den Eltern getrennt werden.
  • Das Baden und die Behandlungen des Babys werden von einem Elternteil oder einem Großelternteil begleitet.
  • Jede akute Situation wird zuerst besprochen, bevor gehandelt wird (außer im Notfall).
  • Nabelschnur soll auspulsieren können.
  • Sollte das Baby auf eine neonatologische Station verlegt werden, bleibt der Vater, Großvater, die Großmutter, die Tante, … die gesamte Zeit über dabei.
  • Wann soll die Hebamme herbeigerufen werden?
  • Welche Eingriffe sind bereits mit dem behandelnden Arzt festgelegt (z.B.: Kaiserschnitt, Narkose statt PDA)?
  • Welche Eingriffe sollen bei mir nicht durchgeführt werden, wenn nicht unbedingt erforderlich (z.B.: PDA, Narkose, Dammschnitt, …)?
  • Welche Hilfsmittel zur besseren Verarbeitung der Wehen wurden mir zugesagt (z.B.: Pezziball, Seil, Roma-Rad, …)?
  • Welche Untersuchungen möchte ich mir während der Geburt ersparen, wenn sie nicht unbedingt notwendig erscheinen (z.B.: kein unnötiges CTG, keine unnötigen vaginalen Untersuchungen, …)?
  • Wer begleitet mich zur bevorstehenden Geburt?
  • Wer kocht für mich während des Wochenbetts?
  • Wer versorgt meine Kinder während des Wochenbetts?
TIPP:
Wenn ihr euch dafür entscheidet einen Geburtsplan aufzustellen, lasst euch telefonisch einen Termin bei eurem Geburtshelfer bzw. bei eurer Geburtsklinik geben. Fragt gleich nach, ob die Klinik einen Vordruck zur Verfügung stellt, oder ihr euren eigenen Geburtsplan mitbringen sollt. Der Geburtshelfer sollte sich genügend Zeit für euer Anliegen nehmen. Es sollte möglich sein, mit ihm gewisse Situationen durchzuspielen, möglicherweise sogar wissenschaftliche Studien durchzusprechen. Wenn sich in der Klinik niemand für euch Zeit nehmen will, dann setzt den Geburtsplan gemeinsam mit eurem Gynäkologen auf, und bringt das Schriftstück fertig und unterzeichnet zum Geburtshelfer. Haltet euch so kurz wie möglich. Mehr als eine DIN A4-Seite wird wahrscheinlich nicht durchgelesen. Haltet lediglich die Punkte fest, die euch wirklich wichtig sind.

Alles zur anstehenden Entbindung: Die PDA (Periduralanästhesie)

Eine derzeit häufig angewandte Methode der Betäubung während der Entbindung ist die Periduralanästhesie, kurz PDA genannt (Synonym: Epiduralanästhesie). Sie hat sich in vielen Fällen als vorteilhaft erwiesen. Es gibt jedoch auch Nachteile.

Bei diesem Regionalanästhesieverfahren werden die Nerven, die zum Rückenmark führen, betäubt. Dazu wird mittels Injektion ein Medikament in die Rückenmarkshaut gespritzt. Anders als bei der Spinalanästhesie setzt die Wirkung langsam ein, führt dafür aber zu einer absoluten Schmerzfreiheit, die über die Dosierung auch für die gesamte Dauer der Entbindung aufrechterhalten werden kann.

Vorteile:

  • Im Vergleich zur gängigen Anästhesie sind Nebenwirkungen bei PDA seltener.
  • Ihr könnt euer Baby gleich nach der Geburt in die Arme schließen.

Nachteile:

  • Das Lokalanästhetikum kann zu einem Blutdruck- oder Herzfrequenzabfall führen, was aber durch medizinische Intervention relativ gut in den Griff zu bekommen ist.
  • Die PDA kann die Entbindung bis zu zwei Stunden verlängern.
  • Wie jede andere Form der Betäubung bringt die PDA diverse Risiken mit sich.
TIPP:
Informiert euch genauestens darüber, ob eine PDA für euch infrage kommt. Es gibt auch andere Möglichkeiten zur Betäubung.

Nach der Geburt: Abnehmen

Gleich nach der Geburt werdet ihr einige Kilos verlieren. Je nachdem, wie viel euer Baby wiegt, verliert ihr einmal dieses Gewicht. Auch das Fruchtwasser und die Plazenta lassen gleich einmal einige Kilos purzeln. So schnell kann „Abnehmen“ gehen!

Auch danach verliert ihr in den ersten Monaten nach der Geburt sehr schnell an Gewicht. Vor allem dann, wenn ihr stillt. Das Stillen regt nämlich nicht nur die Gebärmutter an, sich zusammenzuziehen, sondern ist auch aktiv daran beteiligt, euch die Kilos zu nehmen. Das bestätigt auch die Forschung. Stillen erleichtert tatsächlich die Gewichtsabnahme. Die Statistiken sprechen hier eine eindeutige Sprache. Wer mehr als 5 Monate stillt, erreicht schneller sein Normalgewicht.

Überflüssige Kilos, die nicht mit dem Stillen verschwinden, könnt ihr mit einer gesunden Ernährung, einem geregelten Tagesablauf und moderater Bewegung ebenfalls schnell loswerden.

TIPP:
Nur keinen Stress! Wenn ihr euch Stress macht, wird das Abnehmen nur schwerer!

Behördenwege nach der Geburt: Elterngeld beantragen

Spätestens drei Monate nach der Geburt solltet ihr euer Elterngeld beantragen. Alle Leistungen, die länger als drei Monate in der Vergangenheit liegen, werden nicht rückwirkend ausbezahlt. Die benötigten Formulare und Unterlagen könnt ihr direkt bei uns downloaden, wählt dafür einfach euer Bundesland in unserer Übersicht der Elterngeldstellen aus und ladet den Antrag sowie die Hinweisblätter bequem als PDF herunter.

Weiterer Tipp für das Elterngeld
Mit unserem praktischen Elterngeldrechner könnt Ihr die Höhe des Elterngeldes ermitteln, außerdem könnt Ihr euch von uns zum Thema Elterngeld beraten lassen, eine Übersicht der verschiedenen Pakete findet Ihr hier.

Die wichtigsten Dokumente sind:

  • Beglaubigte Geburtsurkunde
  • Einkommensnachweis der letzten 12 Monate

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auch interessant

40. SSW – In der 40. Schwangerschaftswoche ist die Schwangerschaft zu Ende

Inhalt dieses Beitrags1 Vorsorgeuntersuchung in der 40. SSW2 Entspannung ab der 40. SSW: F…