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1. Schwangerschaftswoche – Zeit der Vorbereitungen

1. SSW - Schwangerschaftswoche

Eure erste Schwangerschaftswoche beginnt bereits mit dem ersten Tag eurer letzten Monatsblutung. Zu diesem Zeitpunkt seid ihr genau genommen noch gar nicht schwanger und wisst noch nichts von dem Wunder, welches die nächsten 40 Wochen in eurem Körper vonstattengeht. In der ersten SSW hat weder eine Befruchtung stattgefunden, noch ist ein befruchtungsfähiges Ei herangereift.

Doch rein rechnerisch beginnt die Schwangerschaft bereits zwei Wochen vor der erfolgreichen Befruchtung der Eizelle, also am ersten Tag der letzten Periode. Ab diesem Tag werden 280 Tage, beziehungsweise 40 Wochen, hinzugezählt, um den Geburtstermin zu ermitteln.

Der Vorteil an der Berechnung anhand der letzten Periode ist, dass Frauen meist einen genauen Überblick über ihren Monatszyklus haben. Sobald die Schwangerschaft bestätigt ist, sei es durch einen positiven Schwangerschaftstest oder durch euren Frauenarzt, kann nicht nur der Geburtstermin, sondern auch die aktuelle Schwangerschaftswoche berechnet werden.

Wird hingegen der Tag der Befruchtung zur Berechnung herangezogen, werden ab diesem Tag 266 Tage hinzuaddiert. Diese Berechnungsmethode ist jedoch etwas schwieriger, da der Tag der Befruchtung nicht immer sicher bestimmt werden kann.

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Die weibliche Eizelle

Bei einer gebärfähigen Frau reift einmal pro Monat eine Eizelle in den Eierstöcken heran, die auf eine mögliche Befruchtung durch den männlichen Samen „wartet“. Welcher der beiden Eierstöcke für die Produktion der Eizelle verantwortlich ist, ist dabei von Monat zu Monat unterschiedlich.


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Bereits im Vorzyklus entwickeln sich bis zu 12 Eibläschen für den Eisprung, der im folgenden Monat stattfindet. Allerdings bildet sich nur eines dieser Eibläschen, in der sich die Eizelle sowie Follikelflüssigkeit befindet, vollständig aus, wohingegen die anderen verkümmern.

Am 14. Tag des Monatszyklus findet der Eisprung statt, gleichzeitig hat das Eibläschen seine maximale Größe erreicht und zerplatzt. Dabei wird die Eizelle, welche das gesamte weibliche Genmaterial der Mutter enthält, in den Eileiter entlassen.

Mithilfe feinster Muskelkontraktionen sowie feinen Härchen an den Eileiter-Innenseiten wird die Eizelle daraufhin in Richtung Gebärmutter transportiert. Wird die Eizelle auf ihrem Weg in die Gebärmutter nicht befruchtet, wird diese mitsamt der dafür gebildeten Gebärmutterschleimhaut in Form der Monatsblutung aus dem Körper ausgestoßen.

Wird um die Zeit des Eisprungs Geschlechtsverkehr vollzogen, gelangt der Samen des Mannes durch die Vagina, weiter in die Gebärmutter und in Richtung Eileiter. Dort kann ein einzelner Samen die Eizelle befruchten.

Nach dem Geschlechtsverkehr dauert es zwischen 24 Stunden und bis zu 5 Tagen, bis die Eizelle von dem Sperma erfolgreich befruchtet wird und ihren Weg in die Gebärmutter antreten kann. Dort angekommen, nistet sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ein und wächst zu einem Embryo heran.

Das kindliche Geschlecht entscheidet sich bereits bei der Befruchtung

Sehr interessant ist, dass das Geschlecht des Kindes bereits zu einem Zeitpunkt feststeht, an welchem ihr noch nicht einmal wisst, dass ihr schwanger seid. Denn sobald Samen und Eizelle erfolgreich miteinander verschmelzen, entsteht eine Chromosomen-Verbindung, die festlegt, ob ihr euch über einen Jungen oder ein Mädchen freuen dürft.

Dabei müsst ihr wissen, dass die Eizelle zwei X-Chromosomen besitzt, wohingegen der männliche Samen aus einem X-Chromosom sowie einem Y-Chromosom besteht. Nach der erfolgreichen Befruchtung gibt die Eizelle ein X-Chromosom ab und der Samen gibt entweder das X- oder das Y-Chromosom weiter.

Wird das X-Chromosom weitergegeben, entsteht die Kombination XX und ihr bekommt ein Mädchen. Entsteht durch die Weitergabe eine XY-Kombination, wird es ein Junge. Bis ihr allerdings das Geschlecht eures Schatzes erfahrt, müsst ihr euch bis etwa zur 17. Schwangerschaftswoche gedulden.

Das erste von drei Schwangerschaftstrimestern

Obwohl die Befruchtung noch nicht stattgefunden hat, befindet ihr euch ab dem ersten Tag eurer letzten Periode in der ersten Schwangerschaftswoche und damit im ersten von drei Schwangerschaftstrimestern.

Jedes Trimester hat seine ganz eigene Charakteristika und markiert verschiedene embryonale sowie fetale Entwicklungsphasen des Kindes. Dabei wird das erste Trimester in SSW 1 bis 12 unterteilt, das zweite Trimester in Schwangerschaftswoche 13 bis 28 und das letzte Trimester in Schwangerschaftswoche 29 bis 40.

Im ersten Schwangerschaftstrimester findet die vorerst letzte Periode sowie der letzte Eisprung statt. Denn durch die erfolgreiche Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut beginnt der weibliche Körper Schwangerschaftshormone, wie HCG und Progesteron, zu bilden.

Diese Hormone signalisieren dem Körper wiederum, den Eisprung sowie die Monatsblutung vorerst einzustellen. Gleichzeitig sorgen die Hormone dafür, die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten und die embryonale Entwicklung des Kindes zu unterstützen.

Dabei wird im ersten Trimester medizinisch noch von einem Embryo gesprochen, doch bereits in dieser kritischen Phase der Frühschwangerschaft bilden sich die wichtigsten Organe des winzigen Menschen heraus.

Zum Ende des ersten Trimesters sind sogar schon der Kopf, der Körper sowie Arme und Beine zu erkennen. Zum Übergang in das zweite Trimester ist die embryonale Entwicklungsphase abgeschlossen und euer Baby wird jetzt als Fötus bezeichnet.

Am besten vor der Schwangerschaft mit Folsäure beginnen

Folsäure ist als Voraussetzung für eine Schwangerschaft und die gesunde Entwicklung des Kindes essenziell. Bereits bei einem bestehenden Kinderwunsch sowie vor allem in den ersten 12 Schwangerschaftswochen sollte ausreichend Folsäure eingenommen werden, um unter anderem Fehlbildungen beim Baby vorzubeugen.

Bei Folsäure, welche auch als Vitamin B9 oder als Folat bekannt ist, handelt es sich um ein wasserlösliches B-Vitamin, das nicht selbst vom Körper gebildet werden kann und somit über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden muss. Da Folsäure eine überaus wichtige Rolle im Zellteilungs- sowie im gesamten Wachstumsprozess darstellt, ist das Vitamin in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten lebenswichtig für den Embryo.

Durch die Einnahme von Folsäure wird unter anderem das Neuralohr geschlossen, aus welchem sich später das Rückenmark sowie das Gehirn bildet, und einem offenen Rücken, einer Lippen-Gaumen-Spalte sowie anderen Missbildungen beim Baby vorgebeugt. Zudem können durch Folsäure Früh- und Fehlgeburten sowie angeborene Herzfehler verhindert werden. Gleichzeitig ist Folsäure für die mütterliche Blutproduktion sowie zahlreiche Stoffwechselvorgänge wichtig.

Folsäure ist in vielen Obst– und Gemüsesorten, Milch- und Vollkornprodukten sowie Hülsenfrüchten und Leber, auf diese Schwangere jedoch verzichten sollten, vorhanden. Folgende Lebensmittel sind besonders reich an Folsäure und sollten in ausreichender Menge schon vor der Schwangerschaft in den Speiseplan integriert werden:

  • Spinat
  • Bananen
  • Tomaten
  • Mango
  • Zitrusfrüchte
  • Erdbeeren
  • Linsen
  • Weizenkeime
  • Vollkornbrot
  • Bohnen und Erbsen
  • Nüsse
  • Avocados
  • Himbeeren und Heidelbeeren
  • Feldsalat
  • Kohl und Spargel

Da das Vitamin beim Kochen jedoch bis 70 Prozent verloren gehen kann, empfiehlt es sich, Obst und Gemüse vorwiegend roh und frisch zu verzehren oder nur kurz zu garen.

Wie viel Folsäure wird benötigt?

Zu Beginn der Schwangerschaft und bei bestehendem Kinderwunsch steigt der tägliche Bedarf von 300 Mikrogramm Folsäure täglich, wie es von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, auf 550 bis 800 Mikrogramm an. Da Folsäure jedoch sehr licht-, luft- und hitzeempfindlich ist, kann der Bedarf nur sehr schwer allein über die Nahrung gedeckt werden.

Daher wird Schwangeren bis zur 12. Schwangerschaftswoche und Frauen mit bestehendem Kinderwunsch die zusätzliche Einnahme von 400 Mikrogramm Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln empfohlen, um den täglichen Bedarf ausreichend zu decken.

Dabei sind viele Folsäure-Präparate mit Vitamin-B12 sowie Jod kombiniert und entweder als Tabletten, Kapseln, Dragees oder in Form von Brausetabletten erhältlich. Euer Frauenarzt kann euch hinsichtlich der richtigen Dosierung sowie eines geeigneten Folsäure-Präparates eingehend beraten.

Gut zu wissen:
Am besten nehmt ihr die Folsäure-Tabletten auf nüchternen Magen ein, denn dann ist die Bioverwertbarkeit besonders groß. Dies bedeutet, dass die synthetische Folsäure beinahe zu 100 Prozent vom Körper verwertet werden kann.

Um eine Überdosierung zu vermeiden, sollte vor der Schwangerschaft und in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten jedoch nicht mehr als 400 Mikrogramm Folsäure über Nahrungsergänzungspräparate eingenommen werden.

Schluss mit Alkohol und Zigaretten

Schon vor der Befruchtung solltet ihr den Alkoholkonsum stark einschränken und strikt auf Zigaretten verzichten, um weder euer Ungeborenes, noch euch selbst zu gefährden. Nikotin führt dazu, dass die Fruchtbarkeit der Frau eingeschränkt und die Zellteilung sowie die Entwicklung des Kindes negativ beeinträchtigt werden kann.

Bei Männern führt der regelmäßige Griff zur Zigarette übrigens zu einer schlechteren Qualität der Spermien sowie dazu, dass die Anzahl der lebensfähigen Samenzellen reduziert wird. Also gilt auch für die Männer: Bei dem Wunsch einer Schwangerschaft, Finger weg von Marlboro & Co!

Raucht die werdende Mama sogar noch während der Schwangerschaft, steigt das Risiko von Früh- oder Fehlgeburten und das Kind neigt später nicht nur zu Übergewicht, sondern auch häufiger zu Allergien sowie Infektionserkrankungen. Auch frühzeitige Plazentaablösungen sowie ein geringes Geburtsgewicht werden mit Zigaretten in Verbindung gebracht.

Und mal ehrlich: Welcher Anlass ist besser, um endlich dem Glimmstängel zu entsagen, als das Wunder einer Schwangerschaft?

Weitere hilfreiche Tipps für die erste Schwangerschaftswoche

Regelmäßige Bewegung ist nicht nur in den ersten Schwangerschaftswochen enorm wichtig, sondern bereits mehrere Wochen vor der erfolgreichen Befruchtung sowie den gesamten Schwangerschaftsverlauf über. Das Gleiche gilt für eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Folsäure und anderen wichtigen Vitaminen, wie beispielsweise Eisen, Kalzium und Magnesium sowie Vitamin-C.

Nehmt ihr zum Zeitpunkt der ersten Schwangerschaftswoche noch regelmäßig Medikamente oder Naturheilmittel ein, solltet ihr dies vorab mit eurem Frauenarzt besprechen, um die Entwicklung des Embryos nicht negativ zu beeinträchtigen.

Zusammenfassung 1. Schwangerschaftswoche

  • In der ersten Schwangerschaftswoche seid ihr lediglich rein rechnerisch schwanger.
  • Die eigentliche Schwangerschaft beginnt mit der erfolgreichen Befruchtung.
  • Bereits vier Wochen vor der Schwangerschaft sowie bei einem bestehenden Kinderwunsch solltet ihr zusätzlich 400 Mikrogramm Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu euch nehmen, um unter anderem Fehlbildungen vorzubeugen.
  • Nikotin sowie Alkohol solltet ihr spätestens ab jetzt aus euren Gewohnheiten streichen. Denn Alkohol- sowie Tabakkonsum können nicht wiedergutzumachende Schäden beim Kind verursachen.
  • Bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten solltet ihr Absprache mit dem Frauenarzt halten.

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