Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 24. SSW – In der 24. Schwangerschaftswoche hat euer Baby als Frühchen schon Überlebenschancen

24. SSW – In der 24. Schwangerschaftswoche hat euer Baby als Frühchen schon Überlebenschancen

24. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem das Baby in der 23. SSW weiter brav gewachsen ist, ist es ab der 24. SSW (23+1 – 23+7) bereits so weit entwickelt, dass es auch als Frühchen gute Überlebenschancen hat.

24. SSW:

Beim Baby:


  • Der Fötus weint schon im Bauch
  • Pränatalpsychologie: Das lernt Baby bereits im Bauch
  • Größe des Babys (SSL): rund 30 – 31 cm
  • BPD: rund 56 – 59 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 570 – 670 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Das 6. Monat ist fast geschafft!
  • Rückenschmerzen in der Schwangerschaft
  • Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft
  • Gestosen
  • Vorsorgeuntersuchungen ab der 24. SSW
  • Die letzte Möglichkeit für ein Organscreening
  • Erstausstattung: Füttern
  • Öffentliches Krankenhaus, Hausgeburt oder Privatklinik?
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Der Gebärhocker
  • Gewichtszunahme: bis zu 11 kg

Der 6. Monat ist fast geschafft!

Gratulation! Nächste Woche werdet ihr das 7. Schwangerschaftsmonat erreichen. Schaut euch an, was euer Körper bisher schon alles geschafft hat:

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Der Fötus weint schon im Bauch!

Babys ab der 24. SSW entwickeln bereits ihr Weinverhalten. Das konnte ein australisch-amerikanisches Forscherteam nachweisen. Auf unangenehme Töne reagieren die Föten demnach mit denselben Körperbewegungen, die sie auch beim Weinen ausführen.


Das Gehirn, vor allem auch das limbische System, ist in dieser Zeit schon so weit entwickelt, dass es seine Sinne gezielt dafür einsetzen kann, um negative von positiven Reizen unterscheiden zu können.

Pränatalpsychologie: Das lernt Baby bereits im Bauch

Psychologen sagen: „Die Gebärmutter ist das erste Klassenzimmer des Menschen“. Der kleine Mensch lernt bereits im Mutterleib. Manche Eltern sind dabei vielleicht ein bisschen übereifrig, und tun es dem Anraten des Arztes Rene Van de Carr nach, der in einem Buch Tipps zur sprachlichen und mathematischen Frühförderung im Mutterleib gab.

So weit muss man natürlich als Elternteil nicht gehen. Alles zu seiner Zeit. Das Ungeborene lernt ohnehin schon genug. Es lernt, seine Sinne einzusetzen, Geräusche wahrzunehmen, zu schmecken und sich zu bewegen. Dafür ist die Zeit in der Gebärmutter vorgesehen.

Dass Musik förderlich für das Baby sein kann, steht dabei außer Frage. Ob man aber dem Fötus wirklich mit der Taschenlampe das Zählen beibringen muss oder dem Baby die ersten Laute beibringen sollte?

Die Babyzeit verfliegt viel zu schnell, und aus Babys werden Kleinkinder, dann Kinder und pubertierende Teenies. Vielleicht sollten übermotivierte Eltern nicht allzu viel herumerziehen und es auch einmal bei der natürlichen Entwicklung gut sein lassen.

Im Bauch der Mutter lernt Baby Schmerzen wahrzunehmen, und auch Gefühle spielen bereits eine Rolle. Schon zehn Wochen vor der Geburt haben Babys ein Kurzzeitgedächtnis. Das haben Forscher aus den Niederlanden herausgefunden. Babys können sich ab dieser Entwicklungsstufe an Ereignisse erinnern, die bis vor 10 Minuten passiert sind.

Außerdem lernt das Baby die Stimme der Mutter kennen. Das wird eines der ersten Geräusche sein, die es nach der Geburt wiedererkennt. Ist die Mutter gestresst oder depressiv, dann kann das Baby das auch wahrnehmen.

In einem Punkt ist sich die Mehrzahl der Mediziner und Psychologen einig: Es kommt in dieser Zeit weniger auf die pränatale Förderung, als auf eine funktionierende Mutter-Kind-Bindung an.

HINWEIS:
Entspannt euch gemeinsam mit eurem Ungeborenen und genießt die Zeit! Das ist die Förderung, die es jetzt am dringendsten braucht.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Mehr als die Hälfte aller werdenden Mamis leidet ab der zweiten Schwangerschaftshälfte an Rückenbeschwerden. Diese kann man wieder unterteilen. Die echten Rückenschmerzen entstehen durch Verletzungen, verhärtete Muskeln oder Bänder oder Gelenke. Vielleicht habt ihr auch eine schlechte Haltung oder wendet die falsche Hebetechnik an.

HINWEIS:
Grundsätzlich sollt ihr jetzt kein Gewicht über 5 kg mehr heben.

Mögliche Therapien und Übungen bei Rückenbeschwerden

Bevor ihr euch an den Osteopathen, Physiotherapeuten oder Chiropraktiker wendet, könnt ihr versuchen, die Rückenschmerzen durch gezieltes Training selbst in den Griff zu bekommen.

Übung: Katzenbuckel

Eine Übung aus dem Yoga ist die Kuh-Katze. Geht dabei in den Vierfüßerstand, und macht abwechselnd einen Buckel und ein Hohlkreuz. Achtet dabei darauf, dass ihr die Übung langsam und fließend ausführt.

Übung: Pezziball

Auf den Pezziball gerade setzen, und Becken hin- und her bewegen. Das entspannt den Rücken.

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Zuletzt aktualisiert am 19.10.2017

Neben diesen Übungen hilft auch Schwimmen (kein Brustschwimmen bei Beckenschmerzen), warme Bäder oder Massagen gegen Rückenschmerzen.

Die zweite Art von Rückenschmerzen sind eigentlich Beckenschmerzen. Sie müssen anders therapiert werden als normale Rückenschmerzen. Auch diese Schmerzen sind normal und weit verbreitet. Während der Schwangerschaft sorgen nämlich die Hormone Progesteron und Relaxin dafür, dass sich das Becken weitet. Je elastischer das Becken wird, desto mehr Schmerzen kann es auch verursachen. (Symphoselockerung)

Eine Symphoselockerung spüren die meisten Schwangeren in der Schambein- und Leistengegend. Manche wiederum spüren sie verstärkt in den Oberschenkeln. Der Schmerz kann sich sogar bis in die Unterschenkel ziehen.

Die Therapie einer Symphoselockerung erfordert in vielen Fällen Krankengymnastik, manchmal wird auch das Tragen eines orthopädischen Stützgürtels angeraten. Mit diesem Gürtel verbessern sich die Schmerzen am Schnellsten.

HINWEIS:
In manchen Fällen muss bei einer Symphoselockerung ein Kaiserschnitt angedacht werden.

Rückenschmerzen vorbeugen

  • Um Rückenschmerzen vorzubeugen, könnt ihr euch an diese Tipps halten:
  • Zu langes Stehen vermeiden
  • Viele Sitzpausen einlegen
  • Keine schweren Dinge über 5 kg heben
  • Langsames Treppensteigen
  • Autotüre beim Aussteigen weit öffnen
  • Beim Einsteigen ins Auto zunächst auf den Sitz Platz nehmen. Danach Füße nachziehen.
  • Beckenbodengymnastik

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Eine sehr häufige Begleiterscheinung in der Schwangerschaft sind Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen. Dabei sind meist auch die Knöchel betroffen. Sie sind geschwollen, spannen oder schmerzen. Oft macht sich der Schmerz erst am Ende des Tages bemerkbar, wenn die Beine den ganzen Tag lang das erhöhte Gewicht getragen haben.

ACHTUNG!
Bei gleichzeitigen hohem Blutdruck müssen die Wassereinlagerungen vom Arzt abgeklärt werden!

Tipps gegen schwere Beine

  • Ausgewogen ernähren
  • Beine durch Hochlagern entlasten
  • Enge Kleidung vermeiden
  • Fußbad mit Salzwasser
  • Kompressionsstrümpfe tragen
  • Ruhe gönnen
  • Schwimmen
  • Spazierengehen
  • Viel trinken
  • Vollbäder mit Meersalz
  • Wechselbäder
  • Wechselduschen

Gestosen

Eine schwere Komplikation in der Schwangerschaft stellt die Gestose dar. Wird der Körper der werdenden Mutter zu sehr belastet, kann es zu komplexen körperlichen Beschwerden kommen. Ein Krankheitsbild, das sich oft in diesem Zusammenhang zeigt, ist die Gestose.

Symptome:

  • Blutdruck über 140/90
  • Eiweiß im Urin mehr als 300 mg / 24 h (Proteinurie)
  • Ödeme
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Augenflimmern
  • Ohrensausen
  • Oberbauchschmerzen

Wer ist gefährdet, an einer Gestose zu erkranken?

Eine besonders gefährdete Gruppe stellen die Erstgebärenden dar. Außerdem gehören sehr junge und alte Mütter zur Risikogruppe. Wer in der Familiengeschichte Nierenerkrankungen, Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck hat, ist ebenfalls gefährdet.

Vorsorgeuntersuchungen ab der 24. Schwangerschaftswoche: Schwangerschaftsdiabetes

Bis zu fünf Prozent aller Schwangeren entwickelt unbemerkt eine Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Sie gehört mit zu den am häufigsten vorkommenden Beschwerden in der Schwangerschaft.

Zwischen der 24. und 28. SSW wird ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes durchgeführt. Die Kosten für den Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen gedeckt. Es handelt sich dabei um einen oralen Glucosetoleranztest.

Oft bemerken Frauen gar nicht, dass sie eine Schwangerschaftsdiabetes entwickelt haben. Sie fühlen sich völlig beschwerdefrei. Erste der Glucosetoleranztest bringt Gewissheit.

Der Test bestimmt die Blutglukose-Regelungsfähigkeit des Körpers. Dabei wird der Körper durch eine Zuckergabe stimuliert und der Anstieg der Blutglukosekonzentration beobachtet. Dazu wird Glukose in Wasser gelöst und von der Testperson getrunken. Neben dem genannten Wert wird oft auch der Insulinwert gemessen.

Die letzte Möglichkeit für ein Organscreening nutzen!

Jetzt ist die letzte Woche erreicht, in der ihr euch noch für ein Organscreening entscheiden könnt. Dabei werden alle Organe eures Babys mithilfe bildgebender Verfahren durchgecheckt. Sollten dabei Fehlbildungen wie ein offener Rücken oder eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte erkannt werden, ist es nach dem Screening möglich, schneller Maßnahmen zur Therapie einzuleiten. Die Kosten für das Organscreening werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Wann ist das Organscreening besonders sinnvoll?

Plant ihr eine Hausgeburt, solltet ihr auf jeden Fall ein Organscreening in Erwägung ziehen. Werdet ihr vom zu einer Risikogruppe gezählt, ist ein Organscreening ebenfalls anzuraten.

Erstausstattung: Füttern

Bestimmte Dinge und Utensilien solltet ihr bereits vor der Geburt zu Hause haben. Diese Dinge gehören zur Erstausstattung:

Öffentliches Krankenhaus, Hausgeburt oder Privatklinik: Pro und Contra

Bewegungsfreiheit +

Risiko –

Für Erstgebärende –

Sicherheit +

Wohlfühlen +

Gesundheit Neugeborenes +

Weniger Dammrisse, keine Dammschnitte +

Betreuung durch die gesamte Schwangerschaft +

Begleitung auch nach der Geburt +

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung +

Außerdem:

Hebamme ist 3 Wochen vor der Geburt in ständiger Abrufbereitschaft +

Bewegungsfreiheit –

Risiko +

Für Erstgebärende +

Sicherheit +

Wohlfühlen –

Gesundheit Neugeborenes +

Weniger Dammrisse, keine Dammschnitte –

Begleitung durch die gesamte Schwangerschaft –

Begleitung auch nach der Geburt –

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung +

Außerdem:

Viele Hilfsmittel, die zur Erleichterung der Geburt zur Verfügung gestellt werden +

Bewegungsfreiheit +

Risiko +

Für Erstgebärende +

Sicherheit +

Wohlfühlen +

Gesundheit Neugeborenes +

Weniger Dammrisse, keine Dammschnitte +

Betreuung durch die gesamte Schwangerschaft –

Begleitung auch nach der Geburt –

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung –

Außerdem:

Sehr viele Hilfsmittel, die zur Erleichterung der Geburt zur Verfügung gestellt werden +

Sehr viele spezielle Möglichkeiten der Betreuung während der Geburt +

Alles zur anstehenden Entbindung: Der Gebärhocker

Dass die Rückenlage bei der Geburt eigentlich die schlechteste Form der Entbindung ist, haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich erklärt. Die weltweit häufigste Gebärposition ist die hockende Geburt. Diese Form der Entbindung wird durch den Gebärhocker ermöglicht. Dadurch ist es der Gebärenden möglich, aktiv am Geburtsvorgang mitzuwirken. Sie bringt außerdem mehr Freiraum für den Geburtskanal im letzten Drittel und lässt in einigen Fällen sogar zu, dass sich in dieser Position noch eine Steißbeinfehlstellung reguliert. Außerdem kommt es bei der Entbindung mit dem Gebärhocker zu weniger Beckenbodenverletzungen.

Der Nachteil ist für manche Frauen das erhöhte Druckgefühl, das durch die „vertikale Geburt“ entsteht.

Wann ist der Gebärhocker nicht zu empfehlen?

Frauen mit Vulvaödemen, also Krampfadern im Bereich der Schamlippen, bleibt die Geburt durch den Gebärhocker verwehrt. Zu hoch ist das Risiko, dass das Köpfchen durch das vermehrte Anschwellen des Gewebes nicht durchtreten kann.

TIPP:
Lasst euch den Gebärhocker während der Geburtsvorbereitung zeigen, und probiert ihn gleich aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

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