Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 19. SSW – In der 19. Schwangerschaftswoche sind deutliche Schlaf- und Wachzeiten des Babys nachweisbar

19. SSW – In der 19. Schwangerschaftswoche sind deutliche Schlaf- und Wachzeiten des Babys nachweisbar

19. SSW - Schwangerschaftswoche

Nachdem sich in der 18. SSW die Großhirnrinde entwickelt hat, sind in der 19. SSW (18+1 – 18+7) Schlaf- und Wachphasen des Babys nachweisbar.

19. SSW:

Beim Baby:


  • Nachweisbare Schlaf- und Wachphasen des Babys.
  • Jetzt ist die Käseschmiere deutlich erkennbar.
  • Lanugohaar bedeckt den gesamten Körper.
  • Deutlicher Haarwuchs am Kopf.
  • Bildung von Fettgewebe.
  • Die Muskulatur wird stärker.
  • Die endgültige Proportion der Beine ist erreicht.
  • Das Baby nimmt Geräusche wahr.
  • Größe des Babys (SSL): rund 25 cm
  • BPD: rund 42 – 50 mm
  • Gewicht des Babys: ca. 270 Gramm

Bei der werdenden Mami:

  • Die nächste Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall steht an!
  • Die Gebärmutterschleimhaut zieht sich zurück.
  • Das Fruchtwasser: Was der Arzt daraus erkennen kann.
  • Gewichtszunahme: bis zu 8 kg

Nachweisbare Schlaf- und Wachphasen

Das Baby entwickelt bereits ab der 19. SSW langsam seine eigenen Schlaf- und Wachphasen, die sich nicht mit eurem Tagesrhythmus decken. Insgesamt verschläft das Baby rund 20 Stunden des Tages. In dieser Zeit wächst und gedeiht es, während es in den Wachphasen seine Muskeln stärkt und seine Sinnesorgane trainiert.

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Trotzdem wird der Rhythmus durch euch mitgeprägt. Stress und Depressionen der Mutter sind leider eine schlechte Ausgangssituation für das Kind. Es lernt den Schlaf- und Wachrhythmus schwerer und schläft auch im ersten Jahr nach der Geburt oft unruhiger und unregelmäßiger.

Ihr werdet euch schon jetzt mit dem Rhythmus eures Babys vertraut machen. Im Laufe der kommenden Wochen wird sich der Schlaf- und Wachrhythmus bei gesunden Müttern nach und nach einpendeln. Das heißt, ihr wisst oft schon vor der Geburt darüber Bescheid, zu welchen Uhrzeiten euer Baby munter ist, und wann es schläft.


TIPP:
Notiert euch die von euch wahrgenommenen Schlaf- und Wachphasen des Babys.

Die Haut entwickelt sich weiter

Die 19. SSW steht besonders unter dem Zeichen der Hautentwicklung.

Das Lanugohaar (Synonym: Wollhaar) ist jetzt bereits ausgeprägt vorhanden und hat den gesamten Körper inklusive Gesicht des Babys überzogen. Dieser Haarflaum hat sich seit der 13. SSW gebildet. Jedes einzelne Haar besitzt eine Talgdrüse, welche die Käseschmiere produziert.

Die weißliche Frucht- oder Käseschmiere (Vernix caseosa) ist nun deutlich erkennbar. Sie hat sich seit der 17. SSW gebildet und schützt vor Infektionen und vor dem Aufweichen der Haut durch das Fruchtwasser. Gemeinsam mit der Lanugobehaarung schützt die Fruchtschmiere auch vor Vibration, Schall und Druck.

Die Kopfbehaarung beginnt allmählich zu sprießen und ersetzt die Lanugobehaarung. Auch Augenbrauen sind bereits erkennbar.

Ab der 19. SSW bilden sich weitere Hautschichten. Bisher bestand die Haut lediglich aus einer Schicht. In dieser Zeit nimmt auch die Bildung von Fettgewebe, vorwiegend von braunem Fett zu. Man unterscheidet braunes und weißes Fettgewebe. Das braune Gewebe ist ein guter Wärmelieferant und schützt den Körper vor Kälte. Anders als das weiße Fettgewebe trägt das braune Gewebe sehr viel Energie liefernde Mitochondrien in sich. Diese wandeln unentwegt Energie in Wärme um.

Bei Säuglingen beträgt der prozentuelle Anteil des braunen Fettgewebes am Körper und 5 %. Es schützt den Säugling vor Kälte. Dieser besitzt nämlich nach der Geburt noch relativ gering ausgeprägte Muskelmasse, und ist daher noch außer Lage, durch Muskelzittern Energie und Wärme zu erzeugen.

INFO:
Noch vor einigen Jahren ging man davon aus, dass sich dieses Fettgewebe bei Säuglingen zurückbildet und von weißem Fett verdrängt wird. Neue Studien konnten aufzeigen, dass auch Erwachsene einen Anteil an „gutem“, braunem Fett besitzen.

Die Muskulatur wird stärker

Ist das Baby wach, bewegt es sich ununterbrochen. Es lutscht am Daumen, schwimmt im Fruchtwasser, schlägt Purzelbäume, streckt Arme und Beine aus und zieht sie wieder an. All das trägt zur Ausbildung einer stärkeren Muskulatur bei. Die Kräftigung der Muskeln, die es möglich macht, dass das Kleinkind schon nach rund einem Jahr laufen kann, entwickelt sich jedoch erst außerhalb des Mutterleibs.

Die endgültige Proportion der Beine ist erreicht

Jetzt passt schon alles zusammen. Augen und Ohren sitzen an der richtigen Stelle. Der Kopf hat in Proportion zum Körper mehr und mehr an Umfang verloren. Auch die Arme und Finger stimmen proportional schon mit den übrigen Körperteilen überein. In der 19. Schwangerschaftswoche haben auch die Beine ihre endgültige Proportion erreicht.

Das Gehör ist gut entwickelt

Die primäre Entwicklung des Gehörs hat sich bereits in den ersten drei Monaten vollzogen. In der 16. SSW haben sich die kleinen Gehörknöchelchen, die für die Wahrnehmung von Geräuschen wichtig sind, gebildet. Ab der 19. Schwangerschaftswoche ist das Gehör eures Babys schon sehr gut entwickelt. Zwar erschwert derzeit noch Mamis Bauchdecke und das Fruchtwasser die Geräuschwahrnehmung, aber akustische Signale und eure Stimme kann es schon genauso gut wahrnehmen wie Musik. Und das ist eure Stimme auch für euer Ungeborenes: So schön wie Musik! Eure Stimme wird eines der ersten Dinge auf der Welt sein, die das Baby gleich nach der Geburt beruhigen kann.

TIPP: Ihr könnt eurem Baby Musik vorspielen. Untersuchungen haben festgestellt, dass das Kind außerhalb des Mutterleibs diese Musikstücke wiedererkennen wird.

Ultraschalluntersuchung in der 19. SSW

Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche ist der zweite gesetzliche Termin für die Untersuchung mittels Ultraschall vorgesehen. Neben den biometrischen Daten kann dabei auch die körperliche Entwicklung des Babys überprüft werden. Klärt die Vorgehensweise daher bereits im Vorfeld mit eurem Gynäkologen ab!

Ultraschalluntersuchung der biometrischen Daten des Ungeborenen

Folgende Daten werden bei der gesetzlichen Ultraschalluntersuchung erhoben:

  • Abdomen/Thorax Durchmesser (APD): Abstand Bauchnabel – Rückgrat
  • Abdomen/Thorax Umfang (AU): Bauchumfang
  • Bewegungen
  • Biparietaler Durchmesser (BPD): Abstand von Schläfe zu Schläfe
  • Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft
  • Femurlänge (FL): Länge des Oberschenkelknochens
  • Fronto-okzipitaler Durchmesser (FOD): Abstand Stirn-Hinterkopf
  • Fruchtwassermenge
  • Funktion der Plazenta
  • Herzaktivität
  • Kopfumfang
  • Lage
  • Lage der Plazenta
  • Möglicherweise Humeruslänge (HL): Länge des Oberarmknochens

Folgende Daten der Ultraschalluntersuchung in den Wochen 19 – 22 sind der Normbereich:

  1. SSW
  • BPD: ca. 43 mm
  • FL: ca. 29 mm
  • AU: ca. 147 mm
  • KU: ca. 167 mm
  • APD: ca. 39 mm
  1. SSW
  • BPD: ca. 46 mm
  • FL: ca. 31 mm
  • AU: ca. 159 mm
  • KU: ca. 182 mm
  • APD: ca. 42 mm
  1. SSW
  • BPD: ca. 50 mm
  • FL: ca. 34 mm
  • AU: ca. 167 mm
  • KU: ca. 192 mm
  • APD: ca. 46 mm
  1. SSW
  • BPD: ca. 53 mm
  • FL: ca. 36 mm
  • AU: ca. 176 mm
  • KU: ca. 202 mm
  • APD: ca. 49 mm

Habt ihr euch dafür entschieden, zusätzlich zu dieser Untersuchung auch die körperliche Entwicklung überprüfen zu lassen, werden dazu Daten zu folgenden Körperregionen erhoben:

  • Gehirn
  • Hals / Rücken
  • Herzfunktion
  • Kopfform
  • Rumpf
HINWEIS:
Ab jetzt zahlt sich ein 3D-Ultraschall aus. Noch besser, ihr wartet noch bis zur 22. SSW. Dann sind sogar schon die Gesichtskonturen sehr schön erkennbar!

Die Gebärmutterschleimhaut zieht sich langsam zurück

Nach der Befruchtung baut die Gebärmutter eine dickere Schleimhautschicht auf. Eine Dicke von rund 14 mm gibt erste Hinweise auf eine Schwangerschaft. In diese Gebärmutterschleimhaut nistet sich die befruchtete Eizelle ein und verursacht den Einnistungsschmerz, den ihr vielleicht noch von eurer Frühschwangerschaft kennt. Danach verändert sich die Schleimhaut durch den Einsatz bestimmter Schwangerschaftshormone. Sie ist mit ausschlaggebend für die Entwicklung der Plazenta. Nach der Geburt des Babys wird die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr gebraucht, und wird vom Körper mit dem Wochenfluss abgestoßen.

Das Fruchtwasser: Was der Arzt daraus erkennen kann

Das Fruchtwasser (Synonym: Amnionflüssigkeit) umhüllt schon seit der 4. Schwangerschaftswoche euer Baby vollständig. Es dient als Stoßpuffer und macht dem Fötus die ersten Bewegungen möglich. Es verhindert überdies das Verwachsen von Eihäuten und Embryo, regt die Reifung der Lunge an und unterstützt die Wärmeregulation des Ungeborenen. Beim Geburtsvorgang unterstützt es durch den sich aufbauenden Druck die Weitung des Muttermundes.

Die Zusammensetzung des Fruchtwassers

Das Fruchtwasser enthält Hormone, Mineralstoffe wie Natrium und Kalium, Fette, Proteine und Kohlenhydrate wie Zucker. Auch Hautzellen und Härchen des Ungeborenen befinden sich in der Amnionflüssigkeit.

Bereitgestellt wird die Flüssigkeit sowohl vom mütterlichen Organismus (wird von der Plazenta abgegeben) als auch vom Organismus des Ungeborenen (besonders ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel).

Zusammensetzung und Menge verraten eine Menge über den gesundheitlichen Zustand des Babys

Üblicherweise wird die Menge des Fruchtwassers bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüft. Die Menge liegt in der 10. SSW bei rund 30 Milliliter (ml), in der 19. SSW liegt sie bei etwas unter 400 ml. Bis zur 34. SSW baut sich das Volumen weiter auf und steigt auf bis zu 1000 ml an, um sich dann langsam wieder abzubauen. Bei der Geburt sind es nur noch rund 800 ml.

Eine Vermehrung des Fruchtwassers ist ab 1.500 ml angezeigt und wird im Fachjargon als Polyhydramnion bezeichnet. Sie kann Hinweise auf mögliche Erkrankungen des Babys geben. Wikipedia: Polyhydramnion und damit in Verbindung stehende auftretende Erkrankungen

Auch zu wenig Fruchtwasser deutet oft auf eine Erkrankung des Ungeborenen hin. Ab einer Fruchtwassermenge von rund 500 ml spricht der Mediziner von dem sogenannten Oligohydramnion. Wikipedia: Oligohydramnion und damit in Verbindung stehende auftretende Erkrankungen

Gegen Ende der Schwangerschaft trinkt das Baby rund 400 ml Fruchtwasser täglich

Das Baby trinkt Fruchtwasser und scheidet Fruchtwasser aus. Das regt bereits vor der Geburt die Arbeit der Nieren an.

INFO:
Eine Notfallsituation entsteht bei der so genannten Fruchtwasserembolie. Dabei gerät eine größere Menge an Amnionflüssigkeit in den Kreislauf der Mutter.

Fruchtwasseruntersuchung bei Risikoschwangerschaften

Die Durchführung der Amniozetese (Fruchtwasseruntersuchung) wird immer dann empfohlen, wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Bei Müttern über 30, meist aber ab dem 35. Lebensjahr, spricht der Mediziner immer von einer Risikoschwangerschaft. Bei der Untersuchung werden mit dem Fruchtwasser kindliche Zellen (abgestoßene Zellen des kindlichen Organismus) entnommen. Diese Zellen werden im Labor weiter vermehrt und auf mögliche genetische Erbkrankheiten untersucht.

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