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Schwangerschaftswoche 32 – Die Pupillen-Reflexe bilden sich

32. SSW - Schwangerschaftswoche

Mit der 32. Schwangerschaftswoche (31+0 bis 31+6) befindet ihr euch bereits in der letzten Woche des 8. Schwangerschaftsmonats. In dieser Zeit nimmt das Baby noch einmal verstärkt Nährstoffe sowie Antikörper auf, legt wichtige Fettreserven an und baut zudem seine Muskeln auf. Ab jetzt können sich die Pupillen des Ungeborenen außerdem auf unterschiedliche Lichtintensitäten einstellen.

In diesem Artikel erfahrt ihr unter anderem, warum Erkältungen sowie andere Infekte jetzt nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten und was es mit der sogenannten Plazentaschranke auf sich hat.

Das Baby in der 32. Schwangerschaftswoche

Die inneren Organe sind entwickelt und auch die Lungen, das Atmen sowie der Verdauungstrakt wurden in den letzten Wochen viel trainiert und sind fast bereit, selbstständig arbeiten zu können. Doch ein bisschen was ist in den letzten Wochen vor der Geburt dennoch zu meistern. So muss zum Beispiel weiterhin die Substanz Surfactant gebildet werden, damit die Lungen bestmöglich geschützt werden und nicht zusammenkleben.

Auch die Atmung muss durch das Schlucken von Fruchtwasser weiterhin trainiert und auf das selbstständige Atmen vorbereitet werden. Dadurch bekommt euer Baby unter Umständen hin und wieder Schluckauf, welchen ihr nun richtig gut durch eure Bauchdecke hindurch beobachten könnt. Ein wirklich lustiger Anblick, den die „Hickser“ euch da bieten!

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Zudem müssen weitere Fettpölsterchen angelegt werden, denn nur so kann euer Baby seine Temperatur außerhalb eurer wohligen Gebärmutter regulieren. Im Moment nimmt das Ungeborene außerdem sehr viele Nährstoffe auf, weshalb es enorm wichtig ist, dass ihr auf eine vitaminreiche Ernährung sowie einen generell gesunden Lebensstil achtet. Der wichtige Nährstoff-Cocktail würde eurem Baby im Falle einer Frühgeburt über die ersten Lebenswochen helfen.


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Um die 32. Schwangerschaftswoche herum bildet sich der sogenannte Pupillen-Reflex. Dies bedeutet, dass sich die Pupillenweite an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse anpasst, was wiederum das menschliche Auge vor einer zu hohen Lichtintensität schützt. Fällt Licht auf die Pupille, verkleinert sich diese, bei zu wenig Licht hingegen, werden die Pupillen größer.

Nach wie vor ist euer kleiner Liebling fleißig dabei zu wachsen und legt wichtige Fettpölsterchen in Form von niedlichem Babyspeck sowie Muskeln an. So misst das Baby in der 32. Schwangerschaftswoche um die 42 Zentimeter (SFL) und bringt um die 1800 Gramm auf die Waage. In den kommenden Wochen steht weniger das Wachsen, sondern vielmehr der Fett- sowie Muskelaufbau im Vordergrund.

Bitte beachten:
Sollte das Gewicht oder die Größe eures Babys von den hier angegebenen Durchschnittsgrößen abweichen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter eure Schwangerschaft voranschreitet, umso individueller entwickelt sich euer Kind.

Das zeigt der Ultraschall in der 32. Schwangerschaftswoche

Jetzt gibt es was auf die Ohren! Denn die kleinen Ohrmuscheln haben bereits ihre finale Form erreicht und liegen auch schon an ihrer endgültigen Position am Kopf. Nur die Ohrläppchen müssen sich bei den meisten Babys noch vollständig entwickeln. Ohrläppchen dienen übrigens keinem biologischen Zweck und können entweder frei oder am Kopf angewachsen sein.

Selbst, wenn euer Baby derzeit mit dem Kopf und somit in der eigentlichen Geburtsposition liegen sollte, kann sich bis zur 36. Schwangerschaftswoche noch einiges tun. Denn trotz des Platzmangels ist noch genügend Fruchtwasser in eurer Gebärmutter vorhanden, dass die ein oder andere Drehung möglich ist.

Die werdende Mama in der 32. Schwangerschaftswoche

Bleibt euch in letzter Zeit öfters mal die Luft weg? Die kurzzeitige Atemnot hängt meist damit zusammenhängen, dass euer Baby mit dem Kopf nach unten liegt und seine Füße somit gegen euer Zwerchfell stoßen. Zum Glück halten die gefühlt zielgerichteten Tritte gegen das Zwerchfell nicht dauerhaft an, denn noch ist ausreichend Platz sowie Fruchtwasser vorhanden, dass sich euer Baby noch des Öfteren drehen und eine neue Position einnehmen kann. Derzeit befindet sich in eurer Gebärmutter noch gut ein Liter Fruchtwasser, doch in den kommenden Schwangerschaftswochen wird die Fruchtwassermenge proportional zur Gewichts- und Größenzunahme deutlich abnehmen.

In dieser Woche solltet ihr spätestens die dritte große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall wahrgenommen haben, um zu gewährleisten, dass mit euch und eurem Baby alles in Ordnung ist. Neben der allgemeinen Größen- und Gewichtskontrolle werden außerdem die inneren Organe untersucht und ein Blick auf den kindlichen Herzschlag geworfen. Dabei schlägt das Herz eures Babys derzeit im Durchschnitt zwischen 120 und 160 Schläge pro Minute. Zwar weniger als zu Beginn der Schwangerschaft, aber immer noch um einiges schneller als der Herzschlag eines Erwachsenen.

Schwangerschaft

Ab jetzt finden die Untersuchungen regelmäßig alle 2 Wochen statt. Dabei überprüft euer Frauenarzt unter anderem, ob vorzeitige Wehentätigkeiten stattfinden oder Infektionen sowie eine Präeklampsie vorliegen. Auch wird die Fruchtwassermenge kontrolliert, um zu gewährleisten, dass euer Baby weiterhin ausreichend versorgt ist.

Viele Schwangere nehmen nun leichte Schmerzen im Becken sowie in der Region der Schambeinfuge wahr. Dies liegt mitunter daran, dass sich eure Muskulatur sowie das Becken dehnen und durch den Hormoneinfluss lockern. Indem sich euer gesamter Beckenbereich auflockert, fällt der Geburtsvorgang leichter und euer Baby kann sich besser „hindurchmogeln“, um sich auf den Weg zu euch machen.

Wahrscheinlich fühlt ihr euch seit einiger Zeit zunehmend müde, erschöpft und außer Atem, wohingegen euer Baby derzeit noch einmal viel Kraft tankt. Da euer kleiner Schatz derzeit so viele Nährstoffe benötigt, ist es besonders wichtig, dass ihr euch gesund und äußerst vitaminreich ernährt.

Zudem dürfen Erkältungen sowie andere Infekte jetzt keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden und bedürfen eines Besuches beim Arzt. Denn je näher der Geburtstermin rückt, umso durchlässiger wird die Plazentaschranke nicht nur für Nährstoffe, sondern auch für Krankheitserreger.

Dabei ändert sich die Struktur sowie Durchlässigkeit der Plazentaschranke im Laufe der Schwangerschaft und trennt das Kreislaufsystem des Ungeborenen von dem Blutkreislauf der werdenden Mama ab. So wird gewährleistet, dass einige Stoffe nicht zum Baby gelangen können und dieses gefährden. Etwa zwischen der 31. und 32. SSW wird die Plazentaschranke allerdings durchlässiger.

Dieser durchaus wichtige Vorgang dient in erster Linie dazu, dass Nähr- und Aufbaustoffe sowie eure Antikörper durch das mütterliche Blut leichter zum Baby gelangen können, lässt jedoch auch Krankheitserreger einfacher zum Ungeborenen hindurch. Leichte Erkältungen brauchen euch dabei noch nicht beunruhigen, doch starke Erkältungserkrankungen sowie andere Erkrankungen oder ein generelles Unwohlsein sollten durchaus ernst genommen werden, weshalb ihr in diesen Fällen unbedingt einen Arzt aufsuchen solltet. Um die Krankheitserreger möglichst schnell bekämpfen zu können, heißt es für euch: schonen, schonen und schonen! Gönnt euch unbedingt Ruhe und kuriert euren Infekt mit viel Vitaminen sowie Teetrinken aus.

Das ist in der 32. Schwangerschaftswoche wichtig

Termin für weiteren Bluttest vereinbaren: Ab der 32. Schwangerschaftswoche wird in der Regel ein weiterer Bluttest durchgeführt, um euch auf Hepatitis B, auch bekannt unter Gelbsucht, zu testen. Somit soll verhindert werden, dass sich euer Baby unbemerkt bei euch ansteckt. Solltet ihr positiv auf Hepatitis B getestet worden sein, kann das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt durch eine Impfung geschützt werden. Bei Hepatitis B handelt es sich um eine infektiöse Leberentzündung, an der sich Neugeborene anstecken können.

Geburtsplan erstellen: Die letzten Schwangerschaftswochen vergehen wie im Flug, weshalb ihr euch am besten jetzt Gedanken über die Geburt machen sowie einen Geburtsplan erstellen solltet. Besprecht eure Wünsche vorab mit eurem Frauenarzt, eurer Hebamme sowie dem Krankenhauspersonal und teilt diesem mit, worauf ihr bei der Geburt Wert legt. Dies vermittelt nicht nur euch Sicherheit, sondern erleichtert auch die Arbeit von Hebammen sowie den anwesenden Ärzten. Folgendes solltet ihr euch bereits im Vorfeld überlegen:

  • Wer begleitet euch ins Krankenhaus? (Name und Telefonnummer notieren)
  • Möchtet ihr eure Begleitperson mit im Kreißsaal dabeihaben?
  • Habt ihr besondere Wünsche für den Kreißsaal? (Gedämpftes Licht, Musik, etc.)
  • Was wollt ihr bei der Entbindung nutzen? (Gebärhocker, Geburtswanne, Gymnastikball, etc.)
  • Welche Geburtspositionen kommen infrage? (Wassergeburt, stehend, liegend, Vierfüßlerstand, etc.)
  • Wenn nötig, welche Geburtshilfe wird bevorzugt? (Saugglocke oder Geburtszange)
  • Darf ein möglicher Dammschnitt nur nach Absprache erfolgen?
  • Sollen bei der Entbindung Schmerzmittel verabreicht werden? Wenn ja, welche? (PDA, andere Schmerzmittel oder lieber alternative Maßnahmen wie Akupunktur oder Massagen)
  • Habt ihr bestimmte Wünsche für nach der Geburt? (Wer soll die Nabelschnur durchtrennen, Familienzimmer, etc.)
  • Wie soll das Stillen ablaufen? (Mit Unterstützung oder je nach Bedarf)
  • Was darf das Baby bekommen? (Nur Muttermilch, Säuglingsnahrung, etc.)
Bitte beachten:
Auch, wenn dieser nicht geplant oder unerwünscht ist, müsst ihr euch über einen möglichen Kaiserschnitt Gedanken machen. Denn treten bestimmte Komplikationen bei der Entbindung auf, ist ein Kaiserschnitt oft unumgänglich. Überlegt euch daher im Vorfeld, ob ihr im Falle eines Kaiserschnitts lieber eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose bekommen wollt, ob euer Partner währenddessen dabei sein soll und ob euer Baby schnellstmöglich zum Stillen angelegt werden soll.

Gut zu wissen: Packt den ausgedruckten Geburtsplan mit in eure Kliniktasche und übergebt diesen an das Personal im Krankenhaus.

Damm-Massagen durchführen: Um einem Dammriss bei der Entbindung vorzubeugen, wird von vielen Hebammen empfohlen, in den letzten Schwangerschaftswochen regelmäßig eine Damm-Massage durchzuführen. Durch das Pressen, den starken Druck und durch die enorme Dehnung wird der Damm (Bereich zwischen Vagina und After) stark beansprucht und kann einreißen. Ist dies der Fall, wird von einem sogenannten Dammriss gesprochen.

Durch eine Massage wird der Damm besser durchblutet, dehnungsfähiger und weicher. Ihr könnt die Damm-Massage etwa ab der 32. SSW beginnen und diese dreimal pro Woche durchführen. Zwar kann der Damm auch trotz Massage einreißen, allerdings ist das Risiko nicht mehr so hoch.

Die 32. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Die Lungen, der Verdauungstrakt sowie die anderen inneren Organe werden nach wie vor fleißig trainiert und auf das Leben außerhalb der Gebärmutter vorbereitet.
  • Es wird weiterhin die Substanz Surfactant gebildet, welche die Lungen vor dem Zusammenkleben hindert.
  • Das Baby nimmt momentan viele Nährstoffe auf und tankt somit wichtige Energie.
  • Die Pupillen-Reflexe bilden sich.
  • Zwar wird es in der Gebärmutter immer enger, doch noch ist ausreichend Platz sowie Fruchtwasser vorhanden, damit Drehungen im Mutterleib vollzogen werden können.
  • Fett- sowie Muskelaufbau stehen jetzt im Vordergrund.
  • Tritte gegen das Zwerchfell sorgen bei Schwangeren immer häufiger für eine kurzzeitige Atemnot.
  • Schmerzen im Becken sowie in der Schambeinfuge können zunehmen.
  • Bei Erkältungen sowie anderen Infekten sollten werdende Mamis vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen, da die Plazentaschranke nun immer durchlässiger wird und Krankheitserreger einfacher zum Baby durchdringen können.
  • Das mütterliche Blut wird auf Hepatitis-B getestet.
  • Jetzt ist die beste Zeit, um einen Geburtsplan zu erstellen.
  • Das Baby misst etwa 42 Zentimeter (SFL) und wiegt um die 1800 Gramm.

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