Startseite Schwangerschaft Schwangerschaftskalender 39. SSW – In der 39. Schwangerschaftswoche bewegt sich das Baby kaum noch

39. SSW – In der 39. Schwangerschaftswoche bewegt sich das Baby kaum noch

39. SSW - Schwangerschaftswoche

In der 39. SSW (38+1 – 38+7) wartet euer Baby bereits auf die bevorstehende Geburt. Es dauert nur noch wenige Tage!

39. SSW:

Beim Baby:


  • Baby ist fertig!
  • Das Immunsystem muss nach der Geburt weiter aufgebaut werden

Bei der werdenden Mami:

  • Warten auf die Wehen
  • Innere Unruhe vor der Geburt
  • Entspannung ab der 39. SSW: Reiki
  • Durchfall vor der Geburt
  • Veränderung des vaginalen Ausflusses vor der Geburt
  • Muskelzucken und -zittern vor der Geburt
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Weitere Verfahren zur Schmerzlinderung
  • Alles zur anstehenden Entbindung: Die Vakuumgeburt
  • Gewichtszunahme: bis zu 19 kg

Warten, warten und nochmals warten

Wenn ihr in der 39. SSW seid, dann kann es nur noch wenige Tage dauern, bis euer Baby das Licht der Welt erblickt! Es kann jederzeit soweit sein.

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Die pränatale Entwicklung des Babys ist abgeschlossen

Augen, Ohren, Finger und Zehen: Alles ist fertig entwickelt und wartet nur noch erwartungsvoll darauf, sein Leben außerhalb des Bauches der Mutter zu beginnen. Alle Sinnesorgane sind ausgeprägt und alle Organe haben ihre Arbeit aufgenommen. Das Wunder der Entstehung ist abgeschlossen. Jetzt beginnt das Wunder des Lebens!

Das Immunsystem entwickelt sich postnatal weiter

Während das Baby im Mutterleib vor Keimen gut geschützt ist, wird es nach der Geburt das erste Mal mit Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern in Berührung kommen. Sobald es das Licht der Welt erblickt, werden sich im Mund, im Darm und auf der Haut Bakterien ansiedeln. Nicht alle davon können der Gesundheit schaden. Sehr viele dieser Bakterien braucht das Baby sogar, um sich zu einem gesunden Erwachsenen entwickeln zu können.


Die menschliche Haut beispielsweise ist voll von „guten“ Bakterien. Auf jedem Quadratzentimeter sind es bis zu 10.000 kleine Helferlein. Sie helfen dem Körper nicht nur bei der Abwehr von schädlichen Keimen, sondern unterstützen auch aktiv das Immunsystem. Neben ihrer Aufgabe, einen Schutzfilm um die Haut zu legen, um Krankheitserreger erst gar nicht auf die Haut zu lassen, aktivieren sie auch das körpereigene Immunsystem. Auch bei Entzündungen der Haut spielen Bakterien eine wichtige Rolle – und das nicht nur im negativen Sinn.

INFO:
Während des Geburtsvorganges wird euer Baby das erste Mal mit Keimen in Berührung kommen.

Auch im Mund werden sich nach der Geburt eures Babys eine Vielzahl guter Bakterien tummeln. Sie werden unter anderem dafür sorgen, dass die Mundflora in Balance bleibt. Ein großer Teil der oralen Mikroorganismen befindet sich dabei auf der Zungenoberfläche.

INFO:
Ein Baby, das auf natürlichem Wege auf die Welt kommt, wird von anderen Bakterien angesiedelt, als eines, das per Kaiserschnitt auf die Welt geholt wird.

Die Bakterien im Darm bilden sich unter anderem beim Stillen. Ihr gebt also mit der Muttermilch eure Bakterien an das Baby weiter. In einem gesunden erwachsenen Körper tummeln sich rund 100 Billionen Darmbakterien, Viren und Pilze. Sie machen rund 2 kg unseres Körpergewichtes aus. Um das 3. Lebensjahr eures Kindes werden sich das Mikrobiom im Darm eine Balance gefunden haben. Dann wird es bereit sein, folgende Aufgaben ohne fremde Hilfe zu übernehmen:

  • Erneuerung der Darmschleimhaut
  • Hemmung oder Anregung der Bildung von Antikörpern (Stichwort Allergien)
  • Produktion bestimmter Vitamine
  • Schutz vor krankheitserregenden Bakterien
  • Stärkung des gesamten Immunsystems des Körpers
  • Zersetzung der Nahrung
INFO:
Spätestens dann, wenn ihr euer Baby das erste Mal stillt, werden sich unzählige Bakterien im Mund und Darm eures Babys ansiedeln.

Aus den oben genannten Gründen ist es wichtig, dass euer Baby mit genügend Bakterien in Berührung kommt. Dann nämlich hat das Immunsystem genügend Material zum „üben“. Denn nur durch Übung kann das Immunsystem stark genug werden, um den Körper vor Eindringlingen zu schützen.

WICHTIG!
Es ist nicht notwendig, das Baby völlig steril aufzuziehen. Lediglich Fläschchen und das gesamtes Zubehör sowie der Schnuller sollten regelmäßig desinfiziert werden.

Warten auf die Wehen

Wahrscheinlich wartet ihr jetzt bereits jede Minute auf die erste richtige Wehe. Denkt daran, dass ihr die richtigen Geburtswehen daran erkennen könnt, dass sie bei Wärme nicht schwächer, sondern intensiver werden.

ACHTUNG!
Sobald die Wehen rund eine Stunde lang in regelmäßigen Abständen von 5 – 10 Minuten kommen geht es ab ins Krankenhaus!

Innere Unruhe vor der Geburt

Viele werdende Mamis ergreift in den letzten Tagen vor der Geburt eine starke innere Unruhe. Der Schlaf ist ohnehin bereits die längste Zeit nicht mehr der Beste. Jetzt auch noch das. Die Aufregung ist aber ganz normal. Es gibt bestimmte Techniken, die euch etwas von der Anspannung nehmen können. Über einige dieser Praktiken haben wir bereits in den letzten Artikeln berichtet. Hier findet ihr eine weitere Entspannungstechnik, die euch in der 39. Schwangerschaftswoche etwas Ruhe schenken kann:

Entspannung ab der 39. SSW: Reiki

Das Handauflegen schafft Ruhe und bringt einer Schwangeren ein Stück Entspannung. Vor allem kurz vor der Geburt kann Reiki kleine Wunder bewirken. Denn für Schwangere ist es das schon, wenn sie eine Nacht durchschlafen kann. Reiki ist keine körperliche Behandlung an sich. Daher ist sie in jeder Phase der Schwangerschaft anwendbar. Die Behandlung läuft völlig berührungslos ab.

Ein Reiki-Meister würde sagen: Reiki harmonisiert die energetischen Felder im Körper von Mutter und Kind. Viele Schwangere sind von der Wirkung überzeugt. So ist es möglich, mit einer Behandlung:

  • Ängste, Unruhe und Sorgen zu reduzieren
  • Blockaden zu lösen
  • Selbstheilungskräfte zu aktivieren
  • Spannungen zu lösen
  • Zur Ruhe zu kommen

Reiki ist eine jahrtausendealte Heilmethode aus Asien. Wiederentdeckt wurde sie zunächst von einem buddhistischen Mönch aus Japan. Die Technik basiert auf dem händischen Über-den-Körper-gleiten. Die Hände spielen dabei eine besondere Rolle. Sie können positive Energie geben und negative Energie nehmen. Viele Klienten spüren bei der Anwendung eine Wärme, die sie „wie die wärmende Sonne“ beschreiben. Schon allein das Spüren dieser Wärme bringt sie in einen entspannten Zustand. Das wiederum hilft dabei, Ängste und Sorgen zu vergessen.

Durchfall vor der Geburt

Durch die Prostaglandine, die von der Gebärmutter vor der Geburt abgegeben werden, kann es passieren, dass die Verdauung verrückt spielt. In manchen Fällen führt das zu Durchfall oder weichem Stuhl, welcher bei Einsetzen der Wehen auch noch verstärkt werden kann. Auch Übelkeit und Erbrechen vor Einsetzen der Wehen ist nicht unüblich. All das ist Geburtshelfern und Ärzten bekannt. Falls euch das passiert, braucht ihr euch daher absolut nicht zu schämen.

KEINE FALSCHE SCHAM!:
Viele Frauen verlieren während der Geburt, vor allem während der Presswehen, Stuhl. Da dies in den häufigsten Fällen passiert, ist Scham hier völlig unangebracht.

Veränderung des vaginalen Ausflusses vor der Geburt

Einige Tage vor der Entbindung kann es passieren, dass sich euer vaginaler Ausfluss verändert. Er kann flüssiger aussehen als sonst, oder sogar etwas Blut enthalten. „Zeichnen“ nennt man den Abgang des weißlich-transparenten, manchmal blutigen Schleimpfropfs. Wenn er sich löst, dann könnt ihr davon ausgehen, dass es bald soweit ist!

Muskelzucken und –zittern vor der Geburt

Bevor die Wehen einsetzen, spüren manche Schwangeren ein mehrere Minuten lang anhaltendes Muskelzittern. Das ist ein Zeichen dafür, dass es bald losgeht! Abhilfe kann hier ein warmes Vollbad schaffen.

Alles zur anstehenden Entbindung: Verfahren zur Schmerzlinderung

Wie versprochen liefern wir euch hier eine Auflistung der weiteren möglichen Verfahren zur Schmerzlinderung während der Geburt:

  • Opiate als starke Schmerzmittel
  • Zäpfchen
  • Injektionen als leichte Schmerzmittel

Jede Frau spürt den Geburtsschmerz anders. Während andere die Geburt als relativ leicht empfinden, erzählen andere von quälenden Schmerzen. Daher ist es gut, sich auch über die Möglichkeiten zur Schmerzreduzierung zu informieren. Wir haben bereits in den vorigen Artikeln über Formen der medikamentösen Schmerzreduktion gesprochen. Heute stellen wir euch noch drei weitere vor.

Opiate zählen als Verwandte des Morphiums zu den starken Schmerzmitteln. Um ihre Wirkung während der Geburt entfalten zu können, werden sie ins Gesäß gespritzt. Verabreicht werden sie in der Regel nur zu Beginn der Entbindung. Sie wirken stark schmerzstillend und beruhigend. Als Nebenwirkung wird oft die schnellere Öffnung des Muttermundes beschrieben. Als Nebenwirkung kann Schwindel, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Das eigentliche Risiko dieser Behandlung trägt jedoch das Baby: Durch die Schmerztherapie können bei ihm Atemprobleme auftreten.

Zäpfchen sind leichte chemische Schmerzmittel, die krampflösend und schmerzstillend wirken. Sie werden auch bei Menstruationsbeschwerden des Öfteren angewandt. Gebärende berichten davon, dass sie trotz Gabe dieses Schmerzmittels weiterhin Schmerzen hatten. Es bleibt infrage zu stellen, ob es sich bezahlt macht, diese Methode zur Schmerzlinderung anzuwenden.

Spasmolytika können während der Entbindung in Form einer Injektion als leichtes Schmerzmittel verabreicht werden. Diese helfen der Gebärenden, sich zu entspannen. Verkrampfungen lösen sich, was dazu beitragen kann, dass sich der Muttermund schneller öffnet.

Alles zur anstehenden Entbindung: Die Vakuumgeburt

Von einer Vakuumgeburt spricht man, wenn das Baby mithilfe einer Saugglocke geholt wird, weil aufgrund der Umstände während der Austreibungsphase eine Gefahr für das Baby bestehen könnte. Während der Presswehen bekommt das Baby durch die Kontraktionen grundsätzlich wenig Sauerstoff ab. Leidet es jedoch an akutem Sauerstoffmangel, muss schnell gehandelt werden. In solchen Fällen kommt möglicherweise die Saugglocke zum Einsatz. Dabei werden die Beine der Gebärenden auf Beinhaltern gelagert, die Blase mittels Einmalkatheter entleert und ein Dammschnitt gesetzt. Danach führt der Arzt eine kleine Saugglocke in die Vagina ein und setzt sie am Kopf des Babys an. Durch eine Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt, welche der Arzt bei der nächsten Presswehe nutzt, um dem Baby sanft und schonend zu helfen, einen schnelleren Weg durch den Geburtskanal zu finden. Sobald das Köpfchen des Babys erscheint, wird die Saugglocke wieder entfernt. Die letzten Presswehen befördern den Körper des Neugeborenen ohne weitere Hilfe der Saugglocke aus dem Geburtskanal.

INFO:
In vielen Fällen bleibt beim Baby noch einige Tage nach der Geburt eine sichtbare geschwollene Stelle am Kopf zurück. Die Schwellung verschwindet schon nach kurzer Zeit wieder.

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