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Schwangerschaftsanzeichen: Ist das Baby unterwegs? So erkennt ihr, ob ihr schwanger seid!

Blutungen in der Schwangerschaft

„Bin ich etwa schwanger?“ Diese spannende Frage stellen sich vor allem Frauen mit Kinderwunsch und warten gebannt auf die ersten körperlichen Veränderungen und Schwangerschaftsanzeichen. Doch ab wann treten die ersten und oft langersehnten Schwangerschaftsanzeichen überhaupt auf?

Einige Frauen merken schon kurz nach der erfolgreichen Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut, dass sich ihr Körper verändert und gleichzeitig anders anfühlt, als sonst. Ein Schwangerschaftstest sorgt ab dem Ausbleiben der Periode für Klarheit. Doch es gibt auch andere Anzeichen, die auf das frühe Stadium einer Schwangerschaft hindeuten können.

Neben einem positiven (Früh-)Schwangerschaftstest ist natürlich auch das Ausbleiben der Monatsblutung ein relativ eindeutiges Indiz, dass ihr euch in anderen Umständen befindet. Auch Übelkeit, häufiger Harndrang, Stimmungsschwankungen sowie empfindliche oder spannende Brüste zählen zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen, die der weibliche Körper in den frühen Schwangerschaftswochen aussendet.

In diesem Artikel haben wir euch die ersten und gleichzeitig häufigsten Schwangerschaftsanzeichen auf einen Blick zusammengestellt. Außerdem informieren wir euch darüber, ab wann sich die ersten Schwangerschaftsanzeichen bemerkbar machen können und wie ihr diese gegebenenfalls lindern könnt.

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Ab wann treten die ersten Schwangerschaftsanzeichen auf?

Gerade Frauen, die sich bereits eingehend mit dem Thema Kinderwunsch auseinandergesetzt haben und gleichzeitig ein gutes Körpergefühl besitzen, können unter Umständen ab der 4. Schwangerschaftswoche die ersten Schwangerschaftsanzeichen wahrnehmen. Zu diesem Zeitpunkt findet die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut statt, wodurch die Freisetzung der Hormone ausgelöst wird.

Rein rechnerisch betrachtet, befindet ihr euch zum Zeitpunkt der Einnistung bereits Anfang der 4. Schwangerschaftswoche. Denn um den voraussichtlichen Geburtstermin besser errechnen zu können und da die tatsächliche Zeugung oft nicht genau bestimmt werden kann, wird der erste Tag eurer letzten Periode als Berechnungsgrundlage herangezogen.

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Sobald Eizelle und Samen miteinander verschmelzen, dies ist in der Regel frühestens 24 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr der Fall, wird von der tatsächlichen Schwangerschaft gesprochen. Die Befruchtung findet etwa am 14. Tag eures Monatszyklus, um den Eisprung herum, statt. Allerdings kann der Tag des Eisprungs, vor allem bei einem unregelmäßigen Zyklus sowie nach einer langen hormonellen Verhütung, von Frau zu Frau variieren.

Im Durchschnitt 6 bis 7 Tage nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle, die sich auf dem Weg in die Gebärmutter bereits vielfach geteilt hat, in die Gebärmutterschleimhaut ein. Sobald es sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut gemütlich gemacht hat, kann der Embryo sicher und geschützt heranreifen und sich entwickeln. Gleichzeitig mit der Einnistung beginnt der weibliche Körper damit, vermehrt Hormone zu bilden. Diese sind für die ersten Schwangerschaftsanzeichen verantwortlich und halten die Schwangerschaft aufrecht.

Wird das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut durch das Eindringen der Eizelle minimal verletzt, können sogenannte Einnistungsblutungen, die auch Nidationsblutungen genannt werden, auftreten. Diese hellroten Blutungen können etwa 14 Tage nach dem Eisprung auftreten und sich durch ein leichtes Ziehen im Unterleib bemerkbar machen. Nicht selten werden die Einnistungsblutungen deshalb fälschlicherweise für die Periode gehalten.

Daran könnt ihr eine Schwangerschaft erkennen

Durch die hormonelle Umstellung, die mit der Einnistung der Eizelle beginnt, treten die ersten Begleiterscheinungen der Schwangerschaft auf. Die zukünftige Plazenta beginnt damit das wichtige Hormon hCG, welches ausschließlich während der Schwangerschaft produziert wird, zu bilden.

Der rasante Hormonanstieg signalisiert eurem Gehirn, vermehrt Östrogen sowie das Gelbkörperhormon Progesteron zu bilden, welche wiederum die Gebärmutterschleimhaut erhalten und weiter ausbauen. Gleichzeitig sorgt der hCG-Anstieg dafür, dass Menstruation und Eisprung vorerst nicht mehr stattfinden.

Viele Frauen warten mit Spannung auf die ersten Schwangerschaftsanzeichen. Diese können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt und wahrgenommen werden. So bemerken einige Schwangere bereits vor dem Ausbleiben ihrer Periode erste Veränderungen an ihrem Körper. Bei anderen Schwangeren hingegen treten die Schwangerschaftsanzeichen erst zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche auf.

Jede Schwangerschaft und jede Frau ist individuell, weshalb die Begleiterscheinungen der Frühschwangerschaft durchaus variieren können. Nachfolgend haben wir eine Liste von häufigen Schwangerschaftsanzeichen zusammengestellt und diese in unsichere, wahrscheinliche und sichere Anzeichen untergliedert:

Unsichere Schwangerschaftsanzeichen zu Beginn der Schwangerschaft:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Spannende und empfindliche Brüste
  • Stimmungsschwankungen und Gereiztheit
  • Vermehrter Harndrang
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Grippeähnliche Symptome, wie beispielsweise eine verstopfte Nase
  • Heißhunger auf ungewöhnliche Lebensmittel
  • Ekel vor bestimmten Lebensmitteln
  • Starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Schwindel, Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen
  • Verstopfung, Blähungen und Völlegefühl
  • Vermehrter und veränderter vaginaler Ausfluss
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Ziehen und leichte Schmerzen im Unterleib, ähnlich wie kurz vor oder während der Menstruation

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen zu Beginn der Schwangerschaft:

  • Das Ausbleiben der Periode
  • Einnistungsblutungen, die mit einem Ziehen im Unterleib verbunden sein können
  • Positiver Schwangerschaftstest
  • Erhöhte Basaltemperatur über mindestens 18 Tage

Gynäkologisch ertastbare Anzeichen:

  • Muttermund zieht sich nach der Befruchtung nach oben zurück und wird hart, vergrößerte Gebärmutter sowie ein weicheres Gewebe in der Vagina
  • Warzenhöfe nehmen eine dunklere Farbe an

Sichere Schwangerschaftsanzeichen:

  • Positiver Schwangerschaftstest, der durch den Frauenarzt durchgeführt wird
  • Die gebildete Fruchtwasserhöhle sowie der Dottersack des Embryos sind etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche auf dem Ultraschallgerät zu erkennen
  • Vernehmbare kindliche Herztöne im Bauch der Schwangeren
  • Embryo lässt sich ab der 5. oder 6. SSW durch die Bauchdecke ertasten
Bitte beachten:
Verläuft die Frühschwangerschaft ohne Komplikationen, reicht es in der Regel aus, die Erstuntersuchung für die 7. oder 8. Schwangerschaftswoche zu planen. So könnt ihr euch sicher sein, den Herzschlag eures kleinen Wunders das erste Mal schlagen zu sehen und diesen bestaunen zu können. Vor der 7. SSW ist es gut möglich, dass weder ihr, noch euer Frauenarzt etwas Aussagekräftiges auf dem Ultraschall erkennen könnt.

Bei starken Schmerzen oder Blutungen sowie bei Fieber solltet ihr jedoch umgehend euren Frauenarzt aufsuchen, um eine Eileiterschwangerschaft oder andere Komplikationen ausschließen zu können.

Die 10 häufigsten Schwangerschaftsanzeichen und wie sich diese äußern

Seid ihr müde, gereizt oder habt ihr mit starker und täglich wiederkehrender Übelkeit zu kämpfen? Dann habt ihr bereits Bekanntschaft mit einer oder mehreren Schwangerschaftsanzeichen gemacht. Nachfolgend gehen wir auf die 10 häufigsten Schwangerschaftsanzeichen ein und warum diese zu Beginn einer Schwangerschaft auftreten können.

1. Ausbleiben der Periode

Für Frauen mit Kinderwunsch kann das Ausbleiben der Periode für einen wahren Freudentanz sowie freudige Jubelschreie sorgen. Denn ist die Monatsblutung nur wenige Tage überfällig, ist dies tatsächlich ein ziemlich sicheres Indiz einer Schwangerschaft, sofern euer Zyklus bis dato regelmäßig war. Habt ihr allerdings einen sehr unregelmäßigen Zyklus, was unter anderem nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln der Fall sein kein, kann das Ausbleiben der Periode auch andere Gründe haben.

In diesem Falle sprechen Mediziner von einer sogenannten Amenorrhoe. So können übermäßiger Stress, Erkrankungen, Zeitumstellung nach einer Reise, einseitige Diäten oder Untergewicht, Hormonschwankungen, extreme Sporteinheiten, Nachwirkungen einer Operation oder psychische Belastungen für das Ausbleiben der Periode verantwortlich sein.

Doch warum setzt die Periode im Falle einer Schwangerschaft überhaupt aus? Der Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG, der wiederum die vermehrte Produktion von Östrogen und Progesteron auslöst, sorgt dafür, dass der Eisprung sowie die Menstruation ausbleiben und die zuvor aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht abgestoßen wird. Liegt keine Schwangerschaft vor, wird die Gebärmutterschleimhaut sowie die Eizelle mit der Monatsblutung ausgeschwemmt.

2. Übelkeit und Erbrechen

Mehr als die Hälfte der Schwangeren klagen in den ersten Schwangerschaftswochen über einen flauen Magen, plötzlich auftretende oder langanhaltende Übelkeit sowie Erbrechen. Somit gehört Übelkeit zu den typischen und definitiv zu den lästigsten Begleiterscheinungen zu Beginn der Schwangerschaft. Dabei kann die Übelkeit nicht nur am Morgen, sondern den ganzen Tag über sowie plötzlich oder langanhaltend auftreten.

Was genau die Übelkeit und das Erbrechen auslösen, ist nicht vollständig geklärt. Der rasante Hormonanstieg nach der Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut kommt als mögliche Ursache in Betracht sowie ein Vitamin-B-6-Mangel, eine gesteigerte Geruchsempfindlichkeit und eine reduzierte Muskelspannung am Mageneingang.

Durchhalten liebe Schwangere, spätestens im 2. Schwangerschaftsdrittel lassen Übelkeit sowie andere Magen-Darm-Probleme deutlich nach und ihr könnt eure Schwangerschaft in vollen Zügen genießen. Bis es so weit ist, haben wir euch einige hilfreiche Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit zusammengestellt:

Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Mehrere kleine Mahlzeiten: Esst über den Tag verteilt mehrere kleine, anstatt wenige üppige Mahlzeiten. Außerdem solltet ihr bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu euch nehmen, denn ist euer Magen leer, kann euch schneller schlecht werden.

Ausreichend Flüssigkeit: Trinkt mindestens 2,5 bis 3 Liter täglich, und zwar am besten in Form von stillem Mineralwasser oder ungesüßten Tees. Auch Zitronenwasser sowie Ingwerwasser sind bei Übelkeit und flauem Magen wohltuend. Da Ingwer in größeren Mengen jedoch eine wehenfördernde Wirkung nachgesagt wird, solltet ihr diesen erst nach Absprache mit eurem Frauenarzt konsumieren. Bereitet euch selbst das Trinken Übelkeit, könnt ihr alternativ auch Eiswürfel lutschen.

Die richtigen Lebensmittel: Knäckebrot, trockenes Brot sowie Zwieback haben sich seit jeher bei Übelkeit sowie Erbrechen bewährt. Aber auch leicht verdauliche Kost wie gekochte Karotten, Kartoffelbrei sowie milde Suppen werden euch, genauso wie Banane und ein geriebener Apfel, guttun. Das Gleiche gilt für Lebensmittel, die reich an Vitamin B6 sowie B12 sind. Dazu gehören Sauerkraut, Paprika sowie Sauermilchprodukte und Käse. Finger weg von scharfen sowie fettigen Speisen!

3. Erhöhter Harndrang

„Das gibt es doch nicht. Ich war doch erst vor einer halben Stunde auf der Toilette und jetzt muss ich schon wieder!“ Kennt ihr diese äußerst lästige und unangenehme Situation vielleicht? Dann geht es euch wie vielen anderen Schwangeren auch. Zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen gehört nämlich auch, dass ihr plötzlich gefühlt rund um die Uhr, zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie zu den unpassendsten Gelegenheiten die Toilette aufsuchen müsst.

Ausgelöst wird der vorübergehende Druck auf die Harnröhre durch den Hormonanstieg, der in eurem Körper zu Beginn der Schwangerschaft vonstattengeht. Die erhöhte Menge an Progesteron sowie Relaxin sorgen dafür, dass das gesamte Gewebe bereits in den ersten Schwangerschaftswochen weicher und lockerer gemacht wird.

Doch nicht nur die Bänder, die Muskeln und der Beckenboden werden gelockert, auch die gesamte Blasenmuskulatur ist davon betroffen. Somit signalisiert die Blase schon deutlich früher als sonst, dass sie voll ist und geleert werden muss.

Bitte beachten:
Übermäßiger Harndrang ist zwar unangenehm, aber normalerweise kein Grund zur Sorge. Ist das vermehrte Wasserlassen jedoch mit Schmerzen oder einem Brennen verbunden, solltet ihr euren Frauenarzt aufsuchen, um eine mögliche und schmerzhafte Harnwegsinfektion ausschließen oder gegebenenfalls rechtzeitig behandeln zu können.

Das solltet ihr bei verstärktem Harndrang beachten

Trinken, trinken, trinken: Macht nicht den Fehler und reduziert eure tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 bis 3 Liter. Im Gegenteil: Um den bestehenden Flüssigkeitsverlust so gut wie möglich auszugleichen, solltet ihr eure tägliche Trinkmenge noch einmal um etwa 500 ml erhöhen. Eine Dehydrierung erkennt ihr übrigens, wenn euer Urin nicht hellgelb, sondern dunkelgelb oder orange ist. Auf Kaffee, schwarzen Tee oder andere entwässernd wirkende Getränke solltet ihr bei häufigem Harndrang komplett verzichten.

Beckenbodentraining: Beginnt so früh wie möglich mit einem regelmäßigen Beckenbodentraining, um die Muskulatur eures Beckenbodens zu stärken. So könnt ihr nicht nur eure Blase sowie eure gesamte Beckenbodenmuskulatur trainieren, sondern auch den Urin länger halten und einer schwangerschaftsbedingten Inkontinenz vorbeugen. Gleichzeitig bereitet ihr euren Beckenboden rechtzeitig auf die Zeit nach der Entbindung vor.

Blase richtig entleeren: Um die Blase wirklich vollständig zu entleeren, solltet ihr euch beim Wasserlassen nach vorne lehnen.

Trinkmenge vor dem Schlafen reduzieren: Bevor ihr ins Bett geht oder tagsüber ein wichtiger Termin ansteht, könnt ihr versuchen 1 bis 2 Stunden zuvor nichts mehr zu trinken. Allerdings ist dies kein Garant, nicht doch einmal aufs Klo zu müssen. Ein Versuch ist es jedoch allemal wert.

Kleine Vorwarnung vorab: Durch die wachsende Gebärmutter kann der Harndrang und das vermehrte Wasserlassen im letzten Schwangerschaftsdrittel sogar noch zunehmen. Auch das Senken des Kindes in das Becken, gegen Ende der Schwangerschaft, führt zu einem zusätzlichen Druck auf die Blase.

4. Gestiegene Basaltemperatur

Der menschliche Körper unterliegt periodischen Temperaturschwankungen, deshalb ist die Temperatur in den frühen Morgenstunden am niedrigsten. Eure Temperatur morgens nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen wird dabei als Basaltemperatur, oder umgangssprachlich Aufwachtemperatur, bezeichnet.

Im Laufe des Monatszyklus verändert sich eure Basaltemperatur stetig. Somit kann das tägliche Messen unter anderem zur natürlichen Verhütung verwendet werden oder aber um eure fruchtbaren und unfruchtbaren Tage sowie den Eisprung zu ermitteln.

Bei einer regelmäßigen Temperaturmessung werdet ihr feststellen, dass eure Temperatur im ersten Monatszyklus niedriger ist, als in der zweiten Hälfte. Gleichzeitig steigt eure Basaltemperatur etwa zwei Tage nach dem Eisprung und an drei aufeinanderfolgenden Tagen um mindestens 0,2 °C gegenüber der vorangegangenen sechs Werte an. Kurz vor der erwarteten Menstruation sinkt die Temperaturkurve in der Regel wieder ab.

Das Messen kann euch bei einer regelmäßigen Durchführung auch eine sichere Auskunft über eine mögliche Schwangerschaft geben. Denn ist eure Basaltemperatur seit über 18 Tagen in Folge um mindestens 0,2 °C erhöht, ist dies ein sicheres Indiz, dass ihr euch über eine Schwangerschaft freuen dürft. Bleibt noch dazu eure Periode aus, ist die Wahrscheinlichkeit noch höher.

Gut zu wissen:
Die Messung der Basaltemperatur ist zwar eine relativ sichere Methode, um eine Schwangerschaft festzustellen, allerdings nur, wenn die Temperatur regelmäßig und bereits über einen längeren Zeitraum gemessen wurde.

Wertvolle Tipps für die Temperaturmethode:

Nehmt die Messung morgens direkt nach dem Aufwachen und noch im Bett liegend vor. Wichtig ist, dass noch keine körperlichen Aktivitäten durchgeführt wurden, um die Messung nicht zu verfälschen.

Messen solltet ihr vorzugsweise vaginal oder anal. Orale Messungen oder das Messen unter der Achsel liefern oft keine aussagekräftigen Ergebnisse. Achtet darauf, innerhalb eines Zyklus bei einem Messort zu bleiben und außerdem das gleiche Thermometer zu gebrauchen.

5. Gereiztheit und Stimmungsschwankungen

In nur wenigen Minuten von überaus glücklich zu am Boden zerstört? Stimmungsschwankungen, die nicht selten von größter Euphorie bis hin zur tiefen Trauer reichen, können ein erstes Schwangerschaftsanzeichen sein und vor allem in der Frühschwangerschaft häufig auftreten.

Doch woran liegt das Auf und Ab der Gefühle? Schuld daran sind wieder einmal die lieben Hormone. Die Hormonumstellung bringt euren ganzen Körper ganz schön durcheinander und sorgt bei vielen Schwangeren für eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle.

Neben der rasanten Hormonproduktion erledigen Übelkeit, empfindliche Brüste sowie Geruchsempfindlichkeit ihr Übriges und verlangen Schwangeren im ersten Schwangerschaftstrimester einiges ab. So sind viele Frauen leicht reizbar, weniger belastbar und reagieren empfindlicher als gewöhnlich. Auch Tränen können schneller fließen und bereits Kleinigkeiten aufs Gemüt schlagen.

Viel könnt ihr gegen die hormonell bedingten Stimmungsschwankungen und die Gereiztheit nicht unternehmen. Sobald sich euer Hormonhaushalt im zweiten Drittel der Schwangerschaft eingependelt hat, entspannt sich auch eure aus dem Gleichgewicht geratene Gemütslage wieder deutlich.

6. Heißhunger oder Ekel auf bestimmte Lebensmittel

Lust auf Nutella mit sauren Gurken oder auf andere Lebensmittel, die ihr normalerweise nicht in eurer Küche findet? Plötzliche Heißhungerattacken können durchaus ein erstes Schwangerschaftsanzeichen darstellen. Doch viele Schwangere empfinden auch einen plötzlichen Ekel auf bestimmte Lebensmittel, der häufig mit einem sehr sensiblen Geruchs- und Geschmackssinn mit einhergeht.

Der Grund warum Heißhunger auf außergewöhnliche Speisen in den frühen Schwangerschaftswochen vermehrt auftritt, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass das Schwangerschaftshormon hCG für die ungewöhnlichen Essensgelüste und den veränderten Geschmacks- sowie Geruchssinn verantwortlich ist.

Doch auch ein schwangerschaftsbedingter Energie- oder Nährstoffmangel steht mit den Heißhungerattacken in Verbindung und könnte der Schwangeren signalisieren, welche Lebensmittel jetzt besonders wertvoll für die Entwicklung des kleinen Lebens sind.

Dass der Geruchssinn zu Beginn der Schwangerschaft stark ausgeprägt ist, hat hingegen einen sehr guten Grund. So soll das Ungeborene besser vor gesundheitsschädlichen Substanzen oder gefährlichen Bakterien, die beispielsweise in rohem Fleisch oder verdorbenen Lebensmitteln vorkommen können, geschützt werden. Dies erklärt, dass es vielen Schwangeren allein bei dem Geruch von Alkohol, rohem Fleisch, Kaffee oder auch Zigaretten den Magen umdreht und Übelkeit ausgelöst wird.

7. Empfindliche und ziehende Brüste

„Sind etwa meine Brüste gewachsen?“ Geschwollene, größer aussehende und vor allem empfindliche sowie spannende Brüste können ein erstes Schwangerschaftsanzeichen sein. Bereits kurz nach der Einnistung können leichte Berührungen an der Brust als sehr unangenehm und schmerzhaft empfunden werden und auf eine Schwangerschaft hindeuten.

Ausgelöst werden die sensiblen Brüste, die auch mit einer dunklen Verfärbung der Warzenhöfe auftreten können, in erster Linie durch den Hormonanstieg. Doch auch eine stärkere Durchblutung im Brustbereich sowie die Bildung von Milch- und zusätzlichen Fettdrüsen führen zu sensiblen Brüsten und Brustwarzen.

Zwar wächst eure Brust während der gesamten Schwangerschaft, das unangenehme Ziehen und das Spannungsgefühl lassen jedoch nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel und wenn sich der Hormonhaushalt wieder stabilisiert hat, deutlich nach. Ein spezieller Umstandsmoden-BH sorgt für Linderung und einen sicheren Halt.

8. Müdigkeit und Erschöpfung

Fühlt ihr euch bereits kurz nach dem Aufstehen wieder wahnsinnig müde und ist das Gefühl der Abgeschlagenheit ein stetiger Begleiter? Auch bleierne Müdigkeit, ein erhöhtes Schlafbedürfnis, Abgeschlagenheit und Erschöpfung gehören zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen hinzu.

Durch die hormonelle und organische Umstellung sowie die Bildung der Plazenta arbeitet der Körper einer Schwangeren auf Hochtouren. So wird unter anderem die Versorgung des heranwachsenden Embryos gewährleistet. Gleichzeitig sinken in den ersten Schwangerschaftswochen sowohl der mütterliche Blutzucker, als auch der Blutdruck.

Zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels lässt die andauernde Müdigkeit nach und ihr fühlt euch wieder fit und energiegeladen. Bis dahin solltet ihr euch so oft es geht eine wohlverdiente Ruhepause gönnen, früh schlafen gehen und für regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sorgen.

9. Schwindel und Kreislaufprobleme

Schwindel und Kreislaufprobleme sind typische Schwangerschaftsanzeichen und treten vor allem zu Beginn der Schwangerschaft auf. Der weibliche Körper vollbringt in den ersten Schwangerschaftswochen wahre Höchstleistungen und muss sich gleichzeitig den neuen Umständen anpassen. So wird auch das gesamte Herz-Kreislauf-System der Schwangeren auf eine harte Probe gestellt.

In erster Linie werden die Kreislaufprobleme durch den Anstieg von Progesteron verursacht, welches nicht nur Müdigkeit, sondern auch Schwindel auslösen kann. Gleichzeitig muss das ungeborene Baby in den ersten Wochen der Schwangerschaft verstärkt mit Blut versorgt werden, weshalb der Blutdruck der werdenden Mama häufig absinkt. Zudem können ein zu schnelles Aufstehen, Bluthochdruck, Überanstrengung, Hitze sowie ein niedriger Blutzuckerspiegel zu Kreislaufproblemen und Schwindelanfällen führen.

Gut zu wissen:
Schwindelanfälle sowie Kreislaufprobleme können auf eine Schwangerschaft hindeuten und sind in der Regel für Mutter und Kind harmlos. Treten die Kreislaufprobleme mit starken Kopfschmerzen, Atemnot oder Herzrasen auf, solltet ihr euren Frauenarzt aufsuchen, da dies unter Umständen eine Blutarmut sein könnte.

Tipps, um Schwindel und Kreislaufproblemen vorzubeugen:

  • Sportliche Aktivitäten, wie regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, Nordic Walking, Yoga und Pilates bringen euren Kreislauf in Schwung und können Kreislaufproblemen entgegenwirken.
  • Achtet auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und nehmt täglich mindestens 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit zu euch.
  • Bei einem akuten Schwindelanfall kann es helfen, wenn ihr euch auf die linke Körperseite legt oder euch hinsetzt und den Kopf zwischen die Knie nehmt. Dies sorgt für eine bessere Durchblutung des Gehirns.

10. Positiver Schwangerschaftstest

Sobald eure Periode einen Tag überfällig ist, kann ein normaler Schwangerschaftstest für Zuhause, den ihr in der Apotheke oder in der Drogerie erwerben könnt, für Klarheit sorgen. Denn zu diesem Zeitpunkt ist der hCG-Wert in eurem Urin bereits nachweisbar. Haltet ihr also einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen, dürft ihr euch über eine Schwangerschaft freuen.

Bestimmte Früh-Tests können auch schon vor dem Ausbleiben der Periode feststellen, ob eine Schwangerschaft besteht. Allerdings können diese fehlerhaft sein und trotz Schwangerschaft ein negatives Ergebnis anzeigen.

Um euch die Schwangerschaft bestätigen zu lassen, könnt ihr zusätzlich bei eurem Frauenarzt einen Bluttest durchführen lassen. Im Blut kann das hCG bereits 6 bis 9 Tage nach der Empfängnis festgestellt werden.

Fazit erste Schwangerschaftsanzeichen

Sobald sich die befruchtete Eizelle erfolgreich in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, können durch die Produktion des Schwangerschaftshormons hCG sowie Progesteron und Östrogen die ersten Schwangerschaftsanzeichen auftreten.

Das Ausbleiben der Periode, Übelkeit, Müdigkeit, erhöhter Harndrang, Stimmungsschwankungen, Kreislaufprobleme sowie empfindliche Brüste treten bei vielen werdenden Mamis zuerst auf. Sobald die Periode überfällig ist, kann ein Schwangerschaftstest oder ein Frauenarztbesuch für Klarheit sorgen.

Zwar können die ersten Schwangerschaftsanzeichen lästig und sehr unangenehm sein, allerdings sind Übelkeit & Co. in der Regel weder für euch, noch für euer kleines Wunder gesundheitsgefährdend. Mit Beginn des zweiten Schwangerschaftstrimesters lassen die Beschwerden meist deutlich nach und ihr könnt eure Schwangerschaft richtig genießen.

1 Kommentar

  1. Babyfreund

    25. Januar 2019 at 17:56

    Sehr toller Artikel. Vielen Dank. Ich musst bei vielen Punkten schmunzeln, da ich viele der Anzeichen auch damals bei mir selbst bemerkte. Der Körper spielte bei mir während der Schwangerschaft auch ziemlich verrückt und den Punkt „Heißhunger auf ungewöhnliche Lebensmittel“ und „Ekel vor bestimmten Lebensmitteln“ kann ich absolut bestätigen 🙂 Trotzdem ist eine Schwangerschaft das schönste was einem passieren kann. LG, Marie

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