Startseite Schwangerschaft Sollen wir unser Baby pucken – oder lassen wir es lieber sein?

Sollen wir unser Baby pucken – oder lassen wir es lieber sein?

Baby pucken

Dieser Frage sollte man genauer auf den Grund gehen, denn die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander. Während die einen darauf schwören, raten andere (sogar Ärzte) davon ab. Doch was ist wirklich dran, am Baby pucken? Und was ist es überhaupt? Alles über die Methode „Baby pucken“ inklusive seiner Vor- und Nachteile erklären wir euch ausführlich in diesem Artikel.

Baby pucken – was ist das eigentlich genau?

Baby pucken ist eine besondere Wickelmethode, die eurem Neugeborenen gleich in mehrfacher Hinsicht helfen soll, sich geborgen zu fühlen und besser durchschlafen zu können. Euer Baby wird dabei fest in ein Tuch eingewickelt und seine Ärmchen und Beine werden am Körper fixiert. Das hört sich zunächst schlimmer an als es ist, denn der eigentliche Hintergedanke dabei ist, eurem Baby in die enge und geborgene Position der Gebärmutter zurück zu versetzen. Gerade frisch zur Welt gekommen ist alles sehr laut, ungewohnt und ungemütlich. Die enge und Wärme der zuvor erfahrenen 9 Monate in Mamas Babybauch sind plötzlich verschwunden und viele neue Eindrücke prasseln auf euer Kind ein. Doch nicht nur das, auch haben Neugeborene einen besonderen Reflex, den man Moro-Reflex nennt. Er sorgt dafür, das Babys bei jedem Geräusch oder bereits kleinen Erschütterungen zusammenzucken und automatisch Arme und Beine von sich strecken. Schläft euer Baby gerade, kann ein solches, reflexartiges Zucken es ganz plötzlich aus seinem Schlaf herausreißen und erschrecken. Aus diesen beiden Hauptgründen heraus entwickelte sich die Idee vom Baby pucken. Es soll das reflexartige Zucken verhindern und gleichzeitig Gefühle von Wärme und Geborgenheit vermitteln. Besonders interessant ist, das man diese Methode, wenn auch ziemlich sicher unter anderem Namen, bereits im Mittelalter durchgeführt hat.


Grundsätzlich leuchtet die Idee dahinter auch ein, doch wie genau funktioniert Baby pucken und welche eventuellen Risiken sind damit verbunden?

Baby pucken Anleitung – so macht Ihr es richtig!

Es gibt keine verbindliche Anleitung für das richtige “ Baby pucken“, lediglich Empfehlungen, die aus Erfahrungen heraus entstanden. Vor tausenden von Jahren hat man dazu einfach lange Stoffbahnen verwendet, das Baby richtig eingewickelt und den Stoff anschließend vernünftig fixiert, so dass es sich nicht frei strampeln kann.

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Genau so funktioniert es auch heute noch. Ihr fixiert die Arme eures Babys am Körper und wickelt es dann an. Statt der langen Stoffbahnen nimmt man heutzutage jedoch lieber Baumwolltücher, oder am besten gleich einen eigens dafür hergestellten Puckschlafsack bzw. Strampelsack, denn das richtige Fixieren ist gar nicht so leicht, wie man denkt. Falls Ihr euch dennoch lieber für ein einfaches Baumwolltuch entscheidet, dann achtet besonders auf diese Punkte.

wichtig beim Baby pucken- auf diese Punkte müsst Ihr achten
  • euer Baby darf sich nicht frei strampeln können
  • die Arme und Beine eures Kindes müssen richtig am Körper liegen
  • wickelt nicht zu eng, aber auch nicht zu locker
  • legt euer Baby unbedingt auf den Rücken, und nicht auf den Bauch
  • achtet darauf, dass euer Baby vernünftig atmen kann

Wenn Ihr unsicher seid, lasst es lieber sein und holt euch vorher Rat ein. Hebammen sind eine hilfreiche Anlaufstelle.
Auch bei Youtube findet Ihr tolle & professionelle Anleitungen zum Baby pucken. Ein Beispiel seht Ihr hier:


Baby pucken mit dem richtigen Pucksack – verschiedene Modelle und Varianten

Wenn Ihr euer Baby puckt, dann müsst Ihr darauf achten, sowohl im Sommer, als auch im Winter das richtige Pucktuch zu wählen. Vergesst nicht, dass euer Baby eng in ein Pucktuch eingwickelt ist, und dadurch schneller überhitzen oder auch auskühlen kann. Für jedes Wetter gibt es den passenden Baby Pucksack zu kaufen, sofern Ihr euch dafür entscheidet einen professionell hergestellten Puckschlafsack zu kaufen. Praktisch sind sie in jedem Fall. Die richtige Zimmertemperatur zum Schlafen liegt bei circa 16 – 18 Grad C°. In heißen Sommertagen reicht es, wenn Ihr eurem Baby einen leichten und kurzärmeligen Baumwollbody anzieht oder es sogar nur mit einer Windel bekleidet puckt. Auch der Puckschlafsack sollte dann natürlich aus einem dünnen und leichten, atmunsaktiven Baumwollstoff sein. Wenn Ihr unsicher seid, ob es eurem Baby zu warm ist, so könnt Ihr über den Nacken eures Babys herausfinden, ob es eventuell überhitzt ist. Wenn dieser sich sehr heiß und verschwitzt anfühlt, dann ist es zu warm für euer Baby und Ihr solltet den Pucksack weglassen. Pucken im Winter beinhaltet demnetsprechend das Gegenteil. Achtet hier darauf, ein warmes Modell zu verwenden, damit euer Baby es schön kuschelig hat. Wir haben für euch sowohl für den Winter, als auch für den Sommer die beliebtesten und bewährtesten Modelle ausfindig gemacht. An diesen könnt Ihr euch bei eurer Entscheidung orientieren. Da nicht jeder Puckschlafsack speziell als Winter- oder Sommer Pucksack ausgewiesen ist,  schaut auf das verwendete Material und ob er gefüttert ist, oder nicht. Natürlich könnt Ihr auch ein Einheitsmodell kaufen und euer Baby über die entsprechende Kleidung (im Sommer kurzärmlig und dünn, im Winter langärmelig und mit einem kuschligen Schlafanzug) auf einen guten Schlaf im Pucksack vorbereiten. Einen Pucksack gibt es übrigens in verschiedenen Größen, daher achtet beim Kauf auch darauf.

Pucken im Sommer mit dem passenden Puckschlafsack

SwaddleMe Pucksack

Preis: 28,90€
Zuletzt aktualisiert am 18.10.2017

Swaddleme ganzkörper Pucksack

Preis: 18,61€
Zuletzt aktualisiert am 18.10.2017

smileBaby Pucksack

Preis: 28,49€
Zuletzt aktualisiert am 18.10.2017

Pucken im Winter mit dem passenden Puckschlafsack

Motherhood Einschlagdecke

Preis: 25,90€
Zuletzt aktualisiert am 18.10.2017

SwaddleMe Pucksack aus Microfleece

Preis: 27,90€
Zuletzt aktualisiert am 18.10.2017

Baby pucken – wie lange sollte man es durchführen?

Genauso wenig wie es eine verbindliche Anleitung zum Pucken gibt, kann man eine gültige Regel für die optimale Dauer des Puckens finden. Was es aber gibt, sind ein paar Tipps und Anzeichen, nach welchen Ihr euch richten könnt. Beispielsweise hält der Moro-Reflex circa bis zum vierten Lebensmonat an. Da das Baby pucken diesen Reflex unterdrücken soll, kann man das Baby pucken mindestens ab diesem Moment einschränken bzw. aufgeben.

Doch auch andere Signale zeigen euch, wann die Zeit gekommen ist euer Baby nicht mehr zu pucken. Beispielsweise euer Baby selbst, denn wenn es plötzlich beginnt sich gegen das Pucken zu wehren, quengelig wird oder sogar anfängt zu weinen oder schreien, ist es soweit. Lasst das Baby pucken sein, denn es soll schließlich „Ent- und keine Anspannung“ bringen.

Pro und Contra zum Baby pucken

Wie bei allen Methoden gibt es auch beim Baby pucken Studien, die gewisse Vorteile bestätigen, aber auch solche, die dringend davon abraten. Was genau man in beiden herausgefunden hat, seht ihr jetzt:

Baby pucken – Vorteile

Alle Hinweise auf Studien, die wir bei unseren Recherchen finden konnten, haben besonders folgende Vorteile hervorgehoben:

Vorteile vom Baby pucken!
  • euer Baby schläft unruhig? mit einem Pucktuch schläft es entspannter und auch länger durch
  • insbesondere Schreibabys lassen sich durch Baby pucken besser beruhigen
  • die Einschlaf-Phase, welche bekanntermaßen von intensivem Weinen begleitet werden kann, verkürzt sich
  • das Pucken soll dabei helfen, dass Babys die gesündere Rückenlage schneller akzeptieren

Baby pucken – Risiken

Die mit Baby pucken in Verbindung gebrachten Risiken klingen zunächst leider erschreckend. So warnen Ärzte davor, dass Baby Pucken die folgenden Risiken erhöht:

VORSICHT – Risiken beim Baby pucken!
  • Förderung einer späteren Hüftdysplasie
  • bei „falschem“ Pucken das Risiko eingeklemmter Nerven zu erhöhen
  • bei zu engem Pucken besteht ein das Risiko die Atmung negativ zu beeinträchtigen
  • bei zu langem Liegen in Rückenlage einen eventuellen, platten Hinterkopf zu fördern

Ein Artikel von Focus Online beschreibt, dass Forscher circa 400 Studien, die im Zusammenhang mit Baby pucken gemacht wurden, noch einmal ausführlich analysierten. Dabei soll herausgekommen sein, dass man Baby Pucken sogar in Verbindung mit einem plötzlichen Kindstod stehen kann. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass der Grund dafür in zu engem Wickeln liegt. Das lässt sich mit der richtigen Methode verhindern. Daher weisen wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Ihr euer Baby nicht, ohne euch ausreichend informiert zu haben, puckt und unbedingt auf den Rücken legt!!! Die Bauch- oder Seitenlage ist auch ohne das Baby pucken bereits gefährlich für euer Kind. Das Risiko steigt mit dem Alter und der Bewegungsfähigkeit eures Kindes, daher sollte man circa ab dem 4.ten bis 5.ten Monat mit dem Pucken aufhören.

Fazit

Wie bei fast jedem Thema, gehen auch beim Baby pucken die Meinungen weit auseinander. Bei unseren Recherchen haben wir jedoch sehr viele postive Erfahrungsberichte von Eltern und Hebammen gefunden, die den positiven Effekt des „Baby pucken“ besonders bei unruhigen und bei Schreibabys bestätigen. Unser Fazit aus der Summe aller Informationen zum Baby pucken ist daher:

Baby pucken kann, wenn es richtig angewendet wird, eine tolle und hilfreiche Sache sein. Wichtig ist dabei aber unbedingt auf die richtige Lage des Kindes zu achten, das Baby nicht wahllos zu wickeln, auf die richtige Temperatur zu achten, dass euer Baby vernünftig atmen kann und natürlich auch , ob euer Baby gut darauf reagiert oder nicht. Reagiert es positiv, dann ist pucken für euer Baby geeigent. Wenn es aber noch mehr weint und schreit, dann lasst es bitte unbedingt sein! Wenn Ihr unsicher seid, bittet beispielsweise eine Hebamme um Rat, bevor Ihr etwas falsch macht.

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