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Sonnen und Solarium in der Schwangerschaft: Darauf solltet ihr achten!

Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft

„Like ice in the sunshine, like ice in the sunshine, I´m meltin´ away on this sunny day.“ Dieser altbekannte Ohrwurm aus der Langnese-Werbung hat es schon damals gut auf den Punkt gebracht: Ein sonniger Tag ist wahrlich zum Dahinschmelzen.

Sonne in Maßen ist definitiv wichtig für unsere Gesundheit und natürlich auch für unser Gemüt. In der Schwangerschaft besteht sogar ein erhöhter Bedarf an Vitamin-D, unter anderem um eine gesunde Entwicklung des Embryos zu gewährleisten. Doch gerade für Schwangere gilt, das Sonnenbaden nicht zu übertreiben und einige Tipps zu beachten.

Damit ihr und euer Ungeborenes die Sonne und die wunderbaren Sommermonate so richtig und in gesunder Weise genießen könnt, haben wir alles Wissenswerte und Tipps rund ums Sonnenbaden sowie Solarium in der Schwangerschaft für euch zusammengefasst.

Auswirkungen der Sonne

Ohne Sonne geht es nicht. Nicht nur die Natur braucht die wärmenden Sonnenstrahlen um zu gedeihen, auch wir Menschen könnten es ohne Sonne nicht lange aushalten.

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Gemütlich in der Sonne zu liegen ist außerdem mit Erholung und Entspannung verbunden. Dabei ist es egal, ob das Sonnen zu Hause auf dem Balkon, in den Bergen, am See, im Freibad oder beim Strandurlaub stattfindet.

Sonnenlicht, allerdings in Maßen, ist zudem essenziell für die Gesundheit der werdenden Mamis. Dabei regen die ultravioletten Strahlen unter anderem die Atmung, den Stoffwechsel sowie die Durchblutung an.

Weitere Vorteile von Sonnenstrahlen:

Stärkung des Immunsystems: Sonne hilft dabei, weiße Blutkörperchen zu bilden. Diese wehren Krankheiten und Infektionen ab und stärken so das Immunsystem.

Bildung von Vitamin-D: Die enthaltenen UV-B-Strahlen der Sonne dienen in erster Linie dazu, wichtiges Vitamin-D zu bilden. Vitamin-D wird hauptsächlich über die Haut und durch den Einfluss der Sonne gebildet. Das Sonnenvitamin ist unter anderem für einen gesunden Knochenbau und eine funktionierende Muskel- sowie Nervenfunktion verantwortlich.

Ein Mangel an Vitamin-D tritt vor allem in den sonnenarmen Wintermonaten auf und kann zu depressiven Verstimmungen sowie Herz-Kreislauferkrankungen führen. Zum Glück speichert der menschliche Körper das Vitamin-D über den Sommer, damit der Körper auch im Herbst und Winter versorgt wird.

Gut zu wissen: Wenn ihr euch die Vitamin-D-Dosis aus dem Solarium holen wollt, werdet ihr leider enttäuscht werden. Denn im Solarium kommen lediglich die UV-A-Strahlen zum Einsatz, welche keinen Einfluss auf die Bildung von Vitamin-D haben.

Sonne sorgt für gute Laune: Diese Aussage stimmt wirklich, denn Sonne kurbelt die Bildung der Serotoninproduktion an. Das Glückshormon Serotonin sorgt dafür, dass Glücksgefühle hervorgerufen und sogar Depressionen vorbeugt werden.

Risiken einer übermäßigen Sonneneinstrahlung:

So wunderbar und lebensnotwendig Sonne auch ist, sie sollte dennoch nur in Maßen genossen werden. Vor allem ausgiebige Sonnenbäder ohne Sonnenschutz bergen gewisse Risiken:

  • Vor allem bei häufigem Sonnenbrand und langen Sonnenbädern steigt das Hautkrebsrisiko
  • Die Haut wird dünner und altert schneller. Dadurch bilden sich verfrüht Falten sowie Fältchen
  • Es kann zu schmerzhaften Augenentzündungen sowie Erkrankungen der Netz- und Bindehaut kommen. Auch Grauer Star kann eine Spätfolge von zu starker Sonneneinstrahlung sein
  • Weitere negative Folgen von zu viel Sonne sind Hitzschlag, Sonnenstich, Kreislaufkollaps, Dehydrierung, Sonnenallergie sowie eine starke Pigmentierung der Haut

Welche Risiken bergen die Sonne und das Solarium bei einer Schwangerschaft?

Sonne tut euch, eurer Laune und der Gesundheit eures Babys gut. Deshalb müsst und dürft ihr die Sonne während der Schwangerschaft nicht komplett meiden.

Da eure Haut während der Schwangerschaft jedoch sehr empfindlich ist und beim ausgiebigen Sonnen die Gefahr einer Überhitzung sowie Dehydrierung besteht, solltet ihr verantwortungsbewusst mit dem Sonnenbaden umgehen.

Dazu gehört auch, dass ihr gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel komplett auf das Solarium verzichtet und das Sonnen auf ein Minimum beschränkt.

In der Schwangerschaft ist euer Körper sehr vielen Veränderungen ausgesetzt. Auch eure Haut wird durch die Hormonumstellung empfindlich und reagiert unter Umständen ganz anders, als ihr es gewohnt seid.

Zwar wird eure Haut in der Schwangerschaft schneller braun, allerdings steigt auch die Gefahr von einer vermehrten Pigmentierung der Haut. Zudem können sich bereits vorhandene Sommersprossen, Leberflecken und Muttermale verstärken und die Brustwarzen dunkler werden.

Dunkle Flecken auf der Haut

Pigmentflecken treten in der Schwangerschaft hauptsächlich auf der Stirn, den Wangen, dem Kinn sowie auf den Schläfen auf. In diesem Zusammenhang wird häufig von den sogenannten „Mutterflecken“ oder auch der „Schwangerschaftsmaske“ gesprochen, da die Flecken oft symmetrisch sind.

Warum bilden sich Pigmentflecken überhaupt? Sobald die Haut mit UV-Strahlung in Verbindung kommt, wird Melanin produziert. Durch diesen Vorgang wird die Haut nicht nur gebräunt, sondern vor allen Dingen geschützt.

Wird von den Hautzellen allerdings zu viel Melanin produziert, können dunkle Flecken entstehen. Da eine Hyperpigmentierung unter anderem durch weibliche Hormone begünstigt wird, tritt diese in der Schwangerschaft vermehrt auf.

Die schwangerschaftstypischen Pigmentflecken sind in der Regel kein Grund zur Sorge und verblassen nach der Geburt wieder von ganz alleine.

Auch zwischen Bauchnabel und Schambein sind die dunklen Flecken des Öfteren zu finden. Die harmlose dunkle Linie ist unter dem Begriff „Linea nigra“ bekannt und verschwindet ebenfalls nach der Entbindung wieder.

Vorsicht vor einer Überhitzung

Sonnenstrahlen an sich haben keine negativen Auswirkungen auf euer Baby. Allerdings müsst ihr darauf Acht geben, dass ihr euch beim Sonne tranken nicht überhitzt. Steigt die Körpertemperatur aufgrund einer Überhitzung auf über 39 Grad, kann es nicht nur bei euch zu Kreislaufproblemen kommen, auch euer Liebling leidet stark unter dieser Belastung.

Da euer Baby seine Körpertemperatur nicht selbst regulieren kann, müsst ihr, sobald euch heiß ist oder ihr euch gar unwohl fühlt, sofort aus der Sonne heraus und eure Körpertemperatur wieder herunterfahren.

Ist ein Solariumbesuch während der Schwangerschaft schädlich?

Über die möglichen Folgen der künstlichen UV-Strahlen in einem Solarium und während der Schwangerschaft gibt es keine aussagekräftigen Studien. Deshalb ist es schwierig, eine verbindliche Empfehlung abzugeben. Wenn ihr komplett auf der sicheren Seite sein wollt, solltet ihr das Solarium vorsichtshalber erst nach der Geburt wieder aufsuchen.

Zudem stehen UV-Strahlen in Verdacht, die wichtige Bildung von Folsäure zu beeinträchtigen. Diese geht vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel vonstatten und ist unerlässliche für die Entwicklung eures Schatzes sowie für eure Blutproduktion. Bei einem Mangel an Folsäure können schwerwiegende Fehlbildungen, wie ein offener Rücken oder auch eine Gaumenspalte, entstehen.

Tipps für ein gesundes Sonnen

Sonne ist einfach zu schön, um sie während der Schwangerschaft komplett zu meiden. Und das ist auch gar nicht nötig. Doch um Hautschäden sowie Pigmentstörungen effektiv vorzubeugen sowie eine Überhitzung zu vermeiden, gibt es Einiges, das ihr beachten solltet.

Wir haben die besten Tipps für euch zusammengefasst, mit welchen ihr die Sonne ohne schlechtes Gewissen genießen könnt:

Ausreichend Flüssigkeit: In der Schwangerschaft ist es generell wichtig, dass ihr täglich mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit zu euch nehmt. An heißen und sonnigen Tagen ist es sogar ratsam, noch mehr zu trinken. Die Flüssigkeitszufuhr sollte dabei hauptsächlich aus stillem Mineralwasser, milden Fruchsaftschorlen sowie ungesüßten Tees bestehen.

Sonnengerechte Kleidung: Bei hohen Temperaturen und viel Sonne bieten sich vor allem helle und luftige Kleider aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen an. Auch ein Sonnenhut sowie eine Sonnenbrille solltet ihr nicht vergessen.

Sonnenschutz auftragen: Wollt ihr euren Vitamin-D-Speicher auffüllen, reichen 10 bis 15 Minuten ohne Sonnenschutz in der Regel bereits aus, um euch und eurem Baby etwas Gutes zu tun. Natürlich ist die Länge dabei auch von eurem jeweiligen Hauttyp abhängig.

Haltet ihr euch jedoch länger in der Sonne auf und sei es nur beim Spaziergang, solltet ihr unbedingt einen Sonnenschutz auftragen. Vor allem euer Gesicht braucht eine spezielle Pflege sowie Schutz vor den UV-Strahlen. So werden nicht nur den Pigmentflecken und einer verfrühten Hautalterung vorgebeugt, sondern auch das Hautkrebsrisiko gesenkt.

Verwendet mindestens Sonnenschutzfaktor 30, hellere und empfindliche Hauttypen sollten gar zu einem höheren Schutzfaktor greifen. Cremt euch zudem eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne gründlich sowie gleichmäßig ein.

Weitere wertvolle Tipps:

  • Meidet die Mittagshitze. In der Zeit zwischen 12 und 16 Uhr ist ein schattiges Plätzchen die bessere Alternative.
  • Fühlt ihr euch bereits vor dem Aufenthalt in der Sonne unwohl oder schwach, solltet ihr der Sonne sowie der Hitze komplett fernbleiben, um euren Kreislauf zu schonen. Das Gleiche gilt, wenn ihr euch während dem Sonnen plötzlich unwohl fühlt.
  • Tragt ihr einen Bikini, empfiehlt es sich den Babybauch mit einem leichten Tuch abzudecken. So wird euer Liebling besser vor einer Überhitzung geschützt.
  • Solltet ihr nicht widerstehen können und nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel ein Solarium aufsuchen, solltet ihr die Schutzbrille tragen und auf die Kennzeichnung 0,3W/m2 achten.

Übrigens: Da ein Solarium mit langwelligen UV-A-Strahlen arbeitet, ist das Auftragen eines Sonnenschutzes nicht hilfreich. UV-A-Strahlen dienen lediglich dazu die Haut zu bräunen, bauen jedoch, anders als die UV-B-Strahlen, keinen Sonnenschutz auf.

Schwere und scharfe Speisen bei Hitze vermeiden. Greift lieber zu frischem Obst und Gemüse sowie leicht verdaulicher Kost.
In der Schwangerschaft arbeitet euer Körper auf Hochtouren. Achtet deshalb, vor allem an sonnigen Tagen, auf Ruhepausen und legt eure Füße, so oft es geht, nach oben. So beugt ihr auch Wassereinlagerungen sowie Krampfadern vor.

SOS-Tipps bei Hitze: Um euren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, lasst regelmäßig kühles Wasser über eure Arme laufen. Auch eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche sorgt für einen Frische-Kick und passt sogar in die Handtasche.

Fazit

Während der Schwangerschaft muss zum Glück nicht komplett auf Sonne verzichtet werden. Im Gegenteil, Sonne und die damit einhergehende Bildung von Vitamin-D ist sowohl für die werdende Mama, also auch für das Baby wichtig und sorgt für eine positive Grundstimmung.

Achtet jedoch auf einen guten Sonnenschutz und meidet die aggressive Mittagssonne sowie lange Sonnenbäder. Um die wichtige Folsäurebildung nicht zu beeinträchtigen, solltet ihr mindestens im ersten Schwangerschaftsdrittel zudem komplett auf das Solarium verzichten.

Wir wünschen euch für die weitere Schwangerschaft alles Gute und denkt daran, die Sonne lediglich in einem gesunden Maße zu tanken.

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