Startseite Schwangerschaft Pickel und unreine Haut in der Schwangerschaft: So werdet ihr Mitesser und Co. los!

Pickel und unreine Haut in der Schwangerschaft: So werdet ihr Mitesser und Co. los!

Pickel in der Schwangerschaft

Das darf doch nicht wahr sein! Da sprießen doch tatsächlich Pickel und Mitesser aus der Haut, die zu allem Überfluss auch noch einen fettigen Glanz aufweist. Und das wohlgemerkt nicht in der Pubertät, sondern in der Schwangerschaft.

Natürlich hat jede Frau, egal in welchem Alter, hin und wieder mit einem unschönen Pickel oder unreiner Haut zu kämpfen. Doch in der Schwangerschaft können diese verstärkt auftreten und die Betroffene belasten. Vorbeugende Maßnahmen, um Pickeln, Mitessern oder Akne während der Schwangerschaft effektiv vorbeugen zu können, gibt es leider nicht. Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht: Nach der Schwangerschaft verschwindet die unreine Haut wieder und lässt euch strahlend im Babyglück zurück.

Hier erfahrt ihr alles über die Ursachen von schwangerschaftsbedingten Pickeln und unreiner Haut sowie Schwangerschaftsakne, mit welchen Tipps und Hausmitteln ihr diese sanft behandeln könnt und was ihr alles beachten müsst, wenn ihr mit diesen Schwangerschaftsbeschwerden zu kämpfen habt.

Ursachen von Pickeln und unreiner Haut

Vielleicht habt ihr diesen Satz auch schon von Familienmitgliedern, Freunden oder Arbeitskollegen gehört: „Wenn Du während der Schwangerschaft eine schlechte Haut und Pickel hast, dann wird es garantiert ein Mädchen.“ Doch dass euch ein Mädchen während der Schwangerschaft wie ein Streuselkuchen aussehen lässt, ist genauso ein Ammenmärchen wie die Vermutung, dass weniger oder gar keine Übelkeit für einen Jungen sprechen.

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Fakt ist, dass die Schwangerschaft einen großen Einfluss auf eure Haut hat. Grund dafür sind die Hormone, welche in der Schwangerschaft vermehrt produziert werden. Oft hat die Hormonumstellung sogar einen positiven Einfluss auf die Haut und lässt den Teint rosig und frisch erstrahlen.

Die erhöhte Menge an Progesteron sowie Östrogen ist unter anderem für Wassereinlagerungen verantwortlich, welche in den Beinen häufig für Probleme sorgen. Das Gesicht hingegen wirkt durch Wassereinlagerungen sowie die verbesserte Durchblutung oft prall und sieht geglättet aus. Viele Schwangere blühen in der Schwangerschaft regelrecht auf und strahlen dabei nicht nur innere Schönheit aus.

Doch woran liegt es, dass manche Schwangere in den neun Monaten verstärkt Pickel, unreine Haut oder sogar Akne bekommen können? Durch den Hormonüberschuss und die damit einhergehende vermehrte Durchblutung kommt es bei einigen Bald-Mamis zu einer erhöhten Schweißbildung, welche zusätzlich die Talgproduktion ankurbelt und Pickel entstehen lässt.

Doch an den schwangerschaftsbedingten Hautunreinheiten sind hauptsächlich männliche Hormone schuld, die in der Schwangerschaft neben Progesteron & Co. vermehrt gebildet werden. Dieser Überschuss an Hormonen führt dazu, dass verstärkt Talg produziert wird, der wiederum eure Poren verstopft. Außerdem wird die Bildung der Hornzellen stimuliert, welche die Talgdrüsen verschließen können. Dadurch kann es zu Pickeln, Mitessern oder Akne kommen, die vorzugsweise im Gesicht und in seltenen Fällen auf dem Dekolleté, Hals, Rücken, Po oder den Brüsten auftreten können.

Die unreine Haut kann bereits zu Beginn der Schwangerschaft auftreten und gehört häufig zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen. Ab der 20. Schwangerschaftswoche können sich die Symptome von unreiner Haut nochmals verschlechtern und in einigen Fällen die gesamte Schwangerschaft andauern.

Dabei sind nicht nur Schwangere betroffen, die bereits zuvor mit Hautproblemen zu kämpfen hatten. Im Gegenteil. Auch Frauen, die sonst mit einer ebenmäßigen und reinen Haut gesegnet sind, können in der Schwangerschaft von Pickeln und Mitessern heimgesucht werden.

Schwangerschaftsakne

Normalerweise hält Talg unsere Haut weich und geschmeidig. Zudem bildet Talg eine natürliche Schutzbarriere der Haut und bewahrt diese vor schädlichen Umwelteinflüssen sowie vor dem Austrocknen. Ihr seht also, Talg erfüllt einen wichtigen Zweck und lässt unsere Haut im Normalfall gesund und strahlend aussehen.

Wie bereits erwähnt, können männliche Hormone wie zum Beispiel Testosteron jedoch für eine vermehrte Talgproduktion sorgen. Dadurch können eure Poren verstopfen, sich entzünden und im schlimmsten Fall zu einer Schwangerschaftsakne führen. Akne äußert sich durch sehr fettige Haut, oft entzündete Pickel sowie weiße und schwarze Mitesser, welche auch unter dem Begriff Blackheads bekannt sind und häufig auf dem Nasenrücken auftreten.

Von einer richtigen Schwangerschaftsakne sind häufig Frauen betroffen, die bereits in ihrer Jugend an einer Akne gelitten haben. In der Schwangerschaft blüht diese häufig wieder auf und auch eine bestehende Akne kann sich verschlimmern. Anders als bei unreiner Haut und den eher harmlosen Pickeln. Diese können auch bei Schwangeren auftreten, bei denen Hautunreinheiten zuvor nie ein Thema waren.

Leidet ihr sehr unter eurem Hautbild, solltet ihr einen Hautarzt oder euren Frauenarzt aufsuchen. Dieser verschreibt euch wirksame und vor allen Dingen schwangerschaftsfreundliche Salben, die für eine Verbesserung und Linderung sorgen.

Von einer Selbstmedikation, zum Beispiel mit Hormonpräparaten oder verschreibungspflichtigen Salben, solltet ihr unbedingt absehen, um euer Baby keinem Risiko auszusetzen. Präparate mit den Wirkstoffe Isotretinoin oder Tretinoin werden sogar mit Früh- oder Fehlgeburten in Verbindung gebracht.

Sanfte Hausmittel und Tipps bei unreiner Haut und Pickeln

Effektiv vorbeugen könnt ihr unreiner Haut und Pickeln sowie Akne in der Schwangerschaft leider nicht. Die lästigen Begleiterscheinungen sind das Resultat von hormonellen Veränderungen. Umso wichtiger ist, dass ihr eure unreine Haut richtig pflegt. Das bedeutet in erster Linie, dass ihr eure Haut sanft entfettet und anschließend beruhigt.

Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, gesunden Fettsäuren, welche ihr in Avocados und Leinsamen finden könnt, sowie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit täglich, können das Hautbild verbessern.

Auch eine ausreichende Bewegung an der frischen Luft wirkt sich nicht nur positiv auf eure Haut, sondern auf euren kompletten Organismus aus. Auf Fast Food, zuckerhaltige Lebensmittel, Süßigkeiten, Fertigprodukte sowie Weißmehlprodukte solltet ihr hingegen verzichten, da diese Lebensmittel die Symptome von unreiner Haut verschlimmern können.

Allerdings gibt es einige Hausmittel und Tipps, die eine Verbesserung eures Hautbilds mit sich bringen:

Sanfte und regelmäßige Reinigung: Das Wichtigste bei Pickeln und unreiner Haut ist eine sanfte und regelmäßige Reinigung der betroffenen Hautpartien. Verwendet hierfür eine hautfreundliche und milde Waschlotion mit einem neutralen PH-Wert (der Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen). Alkalische Seifen und Waschlotionen sind aggressiv und können eurer Haut zusätzlich schaden.



Auch von einem zu häufigen Waschen oder Duschen solltet ihr absehen. Dadurch wird der Säureschutzmantel der Haut zerstört und Akne sowie Pickel können sich verschlimmern. Verwendet zur Gesichtsreinigung lauwarmes Wasser, da zu heißes Wasser eurer Haut wichtige Feuchtigkeit entzieht und diese austrocknen kann. 

Benutzt anstelle eines Waschlappens lieber eure gewaschenen Hände.

So vermeidet ihr unnötiges Scheuern auf eurer sowieso schon gereizten Haut. Zudem solltet ihr euer Gesicht oder andere betroffene Hautpartien nicht mit einem Handtuch trocken rubbeln, sondern sanft trocken tupfen. Denkt außerdem daran, das Handtuch nur für euer Gesicht zu verwenden und es regelmäßig auszutauschen. 

Auch ein mildes Gesichtswasser, Mizellenwasser oder ein Thermalspray wirken leicht antibakteriell und haben einen positiven Effekt auf Pickel sowie euren PH-Wert. Zudem entziehen sie trockenen Hautpartien keine Feuchtigkeit. 


Reinigungswasser aus Apfelessig selber machen: Apfelessig wirkt sich nicht nur positiv auf den PH-Wert und den natürlichen Säureschutzmantel der Haut aus, sondern ist zudem antibakteriell, reinigt porentief und beugt neuen Unreinheiten vor. Ein wahres Wundermittel der Natur!

Vermischt einfach ein Glas Wasser mit einem Esslöffel naturtrüben Bio-Apfelessig und fertig ist euer natürliches Gesichtswasser gegen unreine Haut. Gebt die Mischung auf ein Wattepad und reinigt damit morgens und abends euer Gesicht sowie andere betroffene Hautpartien. Und keine Sorge, der etwas gewöhnungsbedürftige Geruch verfliegt kurze Zeit nach dem Auftragen. 


Verwendet eine geeignete Feuchtigkeitscreme: Auch bei unreiner Haut und Pickeln ist eine Feuchtigkeitspflege essenziell. Verwendet allerdings eine öl-freie Creme, die nicht nachfettet, oder ein leichtes Fluid. Feuchtigkeitsspendende Cremes mit Aloe Vera, Zink oder Urea sind genauso geeignet wie entzündungshemmende Ringelblume, Kamille, Hamamelis und Extrakten aus grünem Tee. 

Kleiner, aber wichtiger Tipp: Bei unreiner und pickliger Haut ist weniger definitiv mehr! Achtet deshalb darauf, eure Haut nicht mit zu vielen verschiedenen Produkten zu überpflegen und dadurch zu strapazieren.


Wöchentliche Peelings: Einmal die Woche solltet ihr eure unreine und zu Pickeln neigende Haut mit einem sanften Peeling verwöhnen. So werden verstopfte Poren geöffnet, tote Hautschüppchen entfernt, die Haut besser durchblutet und der überschüssige Talg wird zuverlässig entfernt. Bei Pickeln oder Akne bieten sich besonders Peelings auf Basis von Salz- oder Heilerde an. Diese gewährleisten eine gründliche sowie schonende Reinigung. 



Zitronen-Salz-Peeling selber machen: Ein wirksames Salzpeeling mit Zitronensaft ist schnell selbst gemacht und hervorragend für unreine Haut geeignet, da Zitrone entzündungshemmend ist. Für das erfrischende Salz-Zitronen-Peeling braucht ihr lediglich zwei Esslöffel Meersalz (für die empfindliche Gesichtspartie solltet ihr feines Salz verwenden), welches ihr mit dem Saft aus einer frischen Zitrone zu einer Paste vermischt.

Massiert das Peeling sanft ein und lasst es für mehrere Minuten einwirken, bevor ihr es mit lauwarmen Wasser abspült. Und vergesst danach nicht, eine leichte und fettfreie Feuchtigkeitspflege aufzutragen. Bei kleineren Wunden solltet ihr jedoch kein Salz verwenden, da dieses die Haut reizen und brennen kann.


Das richtige Make-Up: Natürlich könnt ihr bei unreiner Haut, Pickeln sowie bei Akne ein leichtes Make-Up verwenden. Achtet allerdings darauf, dass es sich dabei um ein hautfreundliches Produkt auf Wasserbasis und nicht auf Ölbasis handelt. Gekennzeichnet ist dies auf der Liste der Inhaltsstoffe mit dem Vermerk „Aqua“. Oft reicht auch schon ein mattierendes Gesichtspuder oder ein antibakterieller Abdeckstift aus, um die unerwünschten Hautunreinheiten abzudecken. 

Ganz wichtig: Schminkt euch vor dem zu Bett gehen gründlich ab, damit die überschüssigen Make-Up-Reste nicht eure Poren verschließen und eure Haut atmen kann.
Auf was ihr bei unreiner und pickliger Haut verzichten solltet:

Meidet aggressive Reinigungs- und Pflegeprodukte mit Alkohol. Enthaltener Alkohol entzieht der Haut Feuchtigkeit und belastet diese zusätzlich. Zudem wird so die Talgproduktion angekurbelt, was die Pickel verschlimmert.

Das Gleiche gilt für Kosmetika mit enthaltenen Duft- und Konservierungsstoffen, Silikonen, Mineralölen sowie anderen chemischen Inhaltsstoffen. Diese zerstören die Schutzbarriere der Haut und sorgen vor allem bei empfindlicher Haut für Rötungen und Hautirritationen.

Keine Zahnpasta auftragen. Auch auf das alte Hausmittel Zahnpasta auf Pickel aufzutragen, solltet ihr generell verzichten. Vor allem das häufig enthaltene Fluor sowie Menthol reizen die Haut stark und können Hautreizungen auslösen. 


Nicht ausdrücken! Drückt auf keinen Fall die Pickel aus oder quetscht an diesen herum. Das kann dazu führen, dass Bakterien in die Wunde und die tieferen Hautschichten eindringen und sich die Haut zusätzlich entzündet. Im schlimmsten Fall können sogar Narben entstehen, die auch nach der Schwangerschaft nicht verschwinden. 


Keine ausgedehnten Sonnenbäder. Auf langes Sonnen und direkte Sonneneinstrahlung solltet ihr während der Schwangerschaft sowieso verzichten. Auch unreine Haut und Pickel können sich durch ausgiebiges Sonnen verschlimmern. Zwar trocknen Sonnenstrahlen auf den ersten Blick fettige Hautpartien aus, allerdings wird dadurch auch die Talgproduktion angekurbelt. So wird Akne verschlimmert und es können zusätzlich Pigmentflecken sowie eine verfrühte Hautalterung entstehen. 


Verwendet keine verschreibungspflichtigen Hautprodukte ohne ärztliche Anweisung. Verzichtet zur Behandlung von Akne auf Cremes mit den Wirkstoffen Isotretinoin oder Tretinoin. Diese können im schlimmsten Fall eine Früh- oder Fehlgeburt auslösen.

Präparate mit Benzoylperoxid oder Tetracycline können unter Umständen bis zur 16. Schwangerschaftswoche verwendet werden. Sprecht hierzu allerdings zuerst mit eurem Frauenarzt, um mögliche Nebenwirkungen für euer Ungeborenes auszuschließen. 


Auch auf Peelings mit Frucht- und Salicylsäure, welche unter anderem durch die Abkürzungen AHA, BHA, LHA oder PHA gekennzeichnet sind, solltet ihr während der Schwangerschaft vorsichtshalber verzichten.

Fazit

Unreine Haut, Pickel, Mitesser und Akne werden während der Schwangerschaft von hormonellen Veränderungen hervorgerufen. Leider könnt ihr den Hautunreinheiten nicht vorbeugen, allerdings könnt ihr die Symptome mit unseren Tipps und Hausmitteln gut in den Griff bekommen. Und zum großen Glück verbessert sich euer Hautbild spätestens nach der Geburt wieder und strahlt mit euch um die Wette.

Alles Gute für euch und euer Baby sowie für die bevorstehende Geburt.

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