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Geburt während Corona: 4 Gebärende und ihre Erfahrungen

Geburt Corona

Um das Corona-Virus einzudämmen, gelten in den Krankenhäusern und Geburtskliniken strikte Regelungen und Vorschriften, was schwangere Frauen zusätzlich verunsichert. So sind ein Mund-Nasen-Schutz, überforderte Gebärende, abwesende Väter und ein gestresstes sowie überarbeitetes Krankenhauspersonal leider kein fiktives Horrorszenario, sondern in vielen Krankenhäusern Deutschlands seit Beginn der Corona-Pandemie gang und gäbe.

Dennoch haben einige Frauen auch gute Erfahrungen in dieser Zeit gemacht und können die positiven Seiten an den aktuellen Regelungen in den Krankenhäusern erkennen. In diesem Artikel berichten wir euch über unterschiedliche Erfahrungen und Geburtserlebnisse, die Gebärende in Zeiten von Corona gemacht haben. Zudem geben wir euch einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse in Bezug auf die Schwangerschaft und Corona sowie die derzeitigen Regelungen im Kreißsaal.


Erfahrungen von Gebärenden

Der Gedanke an die bevorstehende Entbindung sorgt auch ohne Corona-Pandemie für viele Sorgen und Ängste seitens der werdenden Eltern und vor allem die Mamas sind natürlich mehr als nervös, da sie nicht wissen, was auf sie zukommen wird. Um die Ansteckungsgefahr mit Corona zu minimieren, gelten in den Krankenhäusern strikte Besuchsregeln, die natürlich auch einen Einfluss auf die Kreißsäle sowie die Wöchnerinnenstationen haben.

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Nachfolgend könnt ihr lesen, welche unterschiedlichen Erfahrungen Gebärende bei ihrer Entbindung gemacht haben:

„Musste die gesamte Entbindung eine Maske tragen.“ Anna (31) aus Berlin

Geburtstermin: 07.04.2020

Anfang April, also mitten im Lockdown, wollte unsere kleine Tochter nicht länger warten und uns kennenlernen. In den frühen Morgenstunden haben sich meine Wehen angekündigt und die Fruchtblase ist geplatzt, weshalb mich mein Ehemann sofort in das Krankenhaus gefahren hat. Als wir in der Klinik angekommen sind, kam ich mir im ersten Moment vor wie in einem schlechten Film, denn das gesamte Krankenhauspersonal, welches mich empfing, trug einen Ganzkörper-Schutzanzug und natürlich Maske. Auch mein Mann und ich hatten Masken beim Betreten des Krankenhauses auf, da dachte ich allerdings noch, dass ich diese spätestens im Kreißsaal abnehmen darf.

Nachdem ich etwa eine halbe Stunde auf der Station gewartet habe, wurde ich von einer Krankenschwester in den Kreißsaal gebracht, während mein Mann noch in einem extra Besucherraum warten musste. Als die Wehen immer stärker und die Schmerzen beinahe unerträglich wurden, was wiederum zu einer erschwerten Atmung geführt hat, fragte ich die anwesende Hebamme, ob ich nun endlich meine Maske abnehmen könne. Daraufhin wurde mir geantwortet, dass ich den Mund-Nasen-Schutz die komplette Zeit im Kreißsaal und während der Entbindung tragen müsse. Da war ich erstmal geschockt, denn das Atmen fiel mehr schon zu diesem Zeitpunkt sehr schwer und ich war ja erst am Anfang der Geburt. Natürlich musste auch mein Mann die ganze Zeit über eine Maske tragen, was ich jedoch verstehen kann. Auch die Hebamme sowie die Krankenschwestern trugen permanent einen Mund-Nasen-Schutz.

Nach einiger Zeit, ich kann nicht genau sagen, wie lange es genau gedauert hat, brachte mir die Krankenschwester eine medizinische Einwegmaske, welche ich gegen meine mitgebrachte Maske getauscht habe. Aufgrund des Materials lässt sich dadurch wirklich um einiges einfacher atmen als mit einer Stoffmaske oder selbst genähten Behelfsmaske. Zwar war es wirklich angenehmer mit der Einwegmaske, allerdings fand ich das Tragen der Maske insbesondere in der Austreibungsphase einfach nur schrecklich. Als ich die Maske dann im Zimmer endlich abnehmen durfte und meiner Tochter einen Kuss geben konnte, war ich mehr als erleichtert. Im Großen und Ganzen hatte ich, bis auf das Tragen der Maske, eine recht schöne Geburt, dennoch hätte ich mir wirklich gewünscht, die Maske zumindest in der Austreibungsphase abnehmen zu können.

„Habe mich für eine Hausgeburt entschieden.“ Sylvia (29) aus Rosenheim

Geburtstermin: 24.06.2020

Vor Corona hätte ich mich wohl nie über Hausgeburten informiert oder diese bei mir in Erwägung gezogen. Mein Baby in den eigenen vier Wänden und nicht im Krankenhaus auf die Welt zu bringen, kam mir schlicht und ergreifend nicht in den Sinn. Doch als ich von meiner Hebamme und auch von meinem Frauenarzt über die neuen Corona-Regelungen im Krankenhaus informiert wurde, hatte ich wirklich sehr große Angst, denn eine Geburt ohne das Beisein meines Mannes konnte und wollte ich mir nicht vorstellen. Doch selbst, wenn in einigen Krankenhäusern eine Begleitperson zugelassen war, bereitete mir allein der Gedanke an die Regelung bezüglich des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes Atemnot. In diesem Moment kam mir die Idee einer Hausgeburt doch nicht mehr so abwegig vor.

Zuhause angekommen, informierte ich mich im Internet eingehend über Hausgeburten und las mir sehr viele Erfahrungsberichte von Müttern durch und ich konnte mich immer mehr für diese Form der außerklinischen Entbindung begeistern. Im Anschluss rief ich meine Hebamme an und fragte sie, was sie von Hausgeburten hält und sie erzählte mir, dass sie bereits einige Hausgeburten begleitet und welche Erfahrungen sie dabei gemacht hat. Dass meine Hebamme nicht nur Schwangere und Wöchnerinnen betreut, sondern auch Hausgeburten macht, wusste ich bis dato gar nicht und diese Erkenntnis kam mir wie ein Wink des Schicksals vor. Natürlich besprach ich mich neben meiner Hebamme auch ausführlich mit meinem Mann und nachdem wir uns eingehend über die Vor- und Nachteile sowie mögliche Komplikationen informiert haben, stand die Entscheidung fest: unser Sohn soll per Hausgeburt das Licht der Welt erblicken.

Meine Hebamme kam vorab bei uns zuhause vorbei, um sich vorzubereiten, die Entbindung zu besprechen und uns über das Vorgehen aufzuklären, sollte es während der Geburt zu Komplikationen kommen. Zudem mussten wir uns im Vorfeld eine eigene Waage sowie Stofftücher besorgen, da unsere Hebamme aufgrund der neuen Bestimmungen nicht ihre eigene Stofftuchwaage verwenden durfte, um Ansteckungen mit dem Coronavirus vorzubeugen. Als am Vormittag meine ersten Wehen eingesetzt haben, rief ich meine Hebamme an, die sich unverzüglich auf den Weg zu uns machte. Ich war sehr aufgeregt und hatte ziemlich Angst, doch sobald die Hebamme da war, fühlte ich mich sofort sicherer und gut aufgehoben.

Um mich etwas zu entspannen, ließ mir die Hebamme zuerst ein Bad ein, bevor die Entbindung dann losging. Die Geburt verlief ohne Komplikationen und am Abend konnten wir dann unseren Sohn in den Armen halten und ich war einfach nur überglücklich. Super war auch, dass wir nach der Geburt daheim in unserer heimeligen Atmosphäre bleiben konnten und ich mich ganz entspannt auf das Muttersein und meinen kleinen Schatz konzentrieren konnte. Auch ohne Corona würde ich mich jederzeit wieder für eine Hausgeburt entscheiden.

Gut zu wissen:
Voraussetzung für eine Hausgeburt ist, dass Mama und Baby gesund sind und die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufen ist.

„Konnte meine beiden anderen Kinder nicht sehen.“ Luisa (30) aus Köln

Geburtstermin 02.11.2020

Maske, Hygienemaßnahmen und eingeschränkte Besuchszeiten waren bei meiner dritten Schwangerschaft mitten in der Corona-Pandemie natürlich nachvollziehbar. Da ich im Krankenhaus negativ getestet wurde, brauchte ich im Kreißsaal bei der Entbindung zum Glück keine Maske tragen, denn wenn ich ehrlich bin, hatte ich große Bedenken diesbezüglich. Mein Mann wurde vom Krankenhauspersonal freundlich dazu angehalten, seine Maske während der Entbindung nicht abzunehmen und zudem sollte er den Kreißsaal nicht verlassen. Wir beide fanden diese Regelungen allerdings nicht weiter schlimm und konnten uns damit arrangieren. Das Wichtigste für uns war, dass ich die Geburt unserer Tochter nicht allein durchstehen musste. Obwohl die Gesamtsituation im Krankenhaus aufgrund der Pandemie sehr angespannt war, nahmen sich die Hebamme, die Ärztin und die Krankenschwestern viel Zeit für mich.

Leider verlief die Geburt nicht ohne Komplikationen, weshalb meine Tochter und ich länger im Krankenhaus bleiben mussten, doch gemeinsam mit meinem Ehemann durften wir zu dritt ein Familienzimmer beziehen. Unsere beiden anderen Kinder waren zu dieser Zeit bei meiner Schwester untergebracht. Da Besuche im Krankenhaus und auf der Wöchnerinnenstation auch für Familienmitglieder strikt verboten waren, konnte ich meine Kinder sechs lange Tage nicht sehen, was nicht nur für mich, sondern auch für meine zwei Großen alles andere als leicht war. Hinzu kam natürlich der Wunsch meiner Kinder, endlich ihr langersehntes Geschwisterchen kennenzulernen. Generell muss ich sagen, dass mich das Besuchsverbot ziemlich belastet hat, denn nach meinen Kindern sowie Eltern hätte ich mich nach der sehr kräftezehrenden Geburt wirklich sehr gesehnt.

„Ich habe das Besuchsverbot in vollen Zügen genossen.“ Linda (34) aus München

Geburtstermin: 15.10.2020

Als ich erfahren habe, dass in meinem Wunsch-Krankenhaus ein striktes Besuchsverbot herrscht, war ich zuerst etwas traurig. Nur meinem Mann war es für einige Stunden am Tag und natürlich unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen sowie dem täglichen Fiebermessen gestattet, mich und unsere kleine Tochter zu besuchen. Darüber, dass mich mein Mann außerdem in den Kreißsaal begleiten und dabei sein durfte, als unser Kind das Licht der Welt erblickte, waren wir mehr als froh, denn das war in den ersten Wochen des Lockdowns in einigen Krankenhäusern komplett untersagt.

Da ich einen Blasensprung hatte und bereits das dritte Kind erwartete, rief mein Mann vorsichtshalber einen Krankenwagen. Bevor ich ins Krankenhaus gebracht wurde, gab mir der Sanitäter eine Maske, es wurde Fieber gemessen und ich musste meine Hände desinfizieren. Im Krankenhaus wurde die Prozedur noch einmal wiederholt, bevor ich angemeldet wurde und auf die Station gekommen bin. Obwohl ich mir sicher war, kein Fieber zu haben, hatte ich dennoch ein mulmiges Gefühl, bis ich grünes Licht bekam. Allein die Vorstellung, sein Kind isoliert auf der Corona-Station zu gebären, ist wohl für alle werdende Mütter einfach nur abschreckend.

Mein Mann kam kurze Zeit später, nachdem er unseren vierjährigen Sohn zu Oma und Opa gebracht hat, und durfte nach dem Screening mit mir in den Kreißsaal. Bis dahin hat alles soweit ganz gut geklappt, allerdings befand sich unser Baby in einer ungünstigen Lage, weshalb letztendlich ein Kaiserschnitt durchgeführt werden musste. Nach dem Kaiserschnitt durfte mich mein Mann auf das Zimmer begleiten und obwohl die Besuchszeiten für diesen Tag bereits vorbei waren, hat das Krankenhauspersonal eine Ausnahme gemacht und somit konnten wir die ersten Stunden zu dritt genießen, bevor ich abends mit meinem Baby allein war.

Aufgrund meines Kaiserschnitts musste ich einige Tage im Krankenhaus bleiben und anders als bei meiner ersten Entbindung war es auf der Mutter-Kind-Station total ruhig und angenehm. Durch das Besuchsverbot im gesamten Krankenhaus herrschte insgesamt eine ausgeglichenere sowie entspanntere Atmosphäre. Da außerdem nicht jederzeit mit unerwarteten oder auch angekündigten Besuchen gerechnet werden musste, konnte ich mich voll und ganz auf mein Baby und das Bonding konzentrieren und auch das Stillen klappte erstaunlich gut. Und obwohl ich es mir erst nicht vorstellen konnte, war das Besuchsverbot für mich ehrlich gesagt eine einmalige Chance, um die ersten Tage mit meinem Baby in vollen Zügen genießen zu können.


Corona-Regelungen in den Krankenhäusern

Die Wehen setzen ein und die Bald-Mamas sind wahnsinnig aufgeregt und wissen nicht, was bei der Entbindung auf sie zukommt. Im Krankenhaus angekommen, wird bei den Schwangeren erst ein Gesundheitscheck durchgeführt und auf Corona-Symptome getestet, anstatt gleich in den Kreißsaal zu kommen. So oder so ähnlich sieht es seit Beginn der Corona-Pandemie in vielen deutschen Krankenhäusern aus, wobei die Umsetzung der Regelungen von Klinik zu Klinik variieren kann, was wiederum für zusätzliche Verunsicherungen bei den Gebärenden sorgt. Hinzu kommt die verständliche Sorge, dass der Partner oder eine andere nahestehende Begleitperson nicht bei der Entbindung anwesend sein darf, um der Gebärenden zur Seite zu stehen und diese nicht nur tatkräftig, sondern vor allem emotional zu unterstützen.

Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen in Sachen Corona und Entbindung:

Wer darf mit in den Kreißsaal?

In beinahe allen Kreißsälen Deutschlands ist das Beisein einer Begleitperson mittlerweile wieder gestattet, was unter anderem engagierten werdenden Eltern zu Beginn der Pandemie sowie dem Einsatz von Hebammen und Frauenärzten zu verdanken ist. Allerdings sind die Vorgehensweisen und die individuellen Regelungen von Klinik zu Klinik unterschiedlich und sollten daher unbedingt im Vorfeld bei eurem Krankenhaus erfragt werden. Hinzu kommt, dass die Regelungen mit dem aktuellen Infektionsgeschehen in der jeweiligen Stadt oder Region zusammenhängen, weshalb sich Schwangere in regelmäßigen Abständen auf der Webseite ihres Krankenhauses über den aktuellen Stand informieren sollten.

Allerdings gibt es auch hier einige Ausnahmen: Muss die Geburt eingeleitet werden und die Schwangere auf der Station auf den Geburtsbeginn warten, ist die Anwesenheit der Begleitperson in den meisten Fällen nicht gestattet. Informiert euch daher im Vorfeld darüber, wie euer Wunsch-Krankenhaus die Anwesenheit eurer Begleitperson handhabt, wie bei dem Einsetzen der Wehen oder nach einem Blasensprung reagiert wird und was alles diesbezüglich beachtet werden muss. Neben dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gibt es in einigen Krankenhäusern zudem die Regelung, dass die Begleitperson den Gebärraum nicht verlassen darf oder ein negativer Coronatest vorliegen muss. Des Weiteren darf die Begleitperson während der Geburt nicht wechseln und alle Hygienemaßnahmen des Krankenhauses müssen penibel eingehalten werden.

Anstelle eines strikten Kreißsaalverbots sind mittlerweile einige Krankenhäuser dazu übergegangen, die Begleitperson erst während der Austreibungsphase, also ganz am Ende der Geburt und wenn der Muttermund nahezu vollständig geöffnet ist, in den Kreißsaal zu lassen. Diese Regelung führt bei den Gebärenden sowie deren Begleitpersonen natürlich zu einer Verunsicherung sowie Sorgen, denn die ersten Phasen der Entbindung müssen ohne den Partner überstanden werden. Ein teilweises Kreißsaalverbot ist somit beinahe genauso unzumutbar wie ein striktes Anwesenheitsverbot der Begleitperson.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist diesbezüglich ausdrücklich darauf hin, dass die Anwesenheit einer „Begleitperson der eigenen Wahl“ befürwortet wird und für eine „sichere und positive Geburtserfahrung“ erforderlich ist. Des Weiteren stellt die gewünschte Begleitperson eine emotionale Stütze während der Entbindung dar und kann dabei helfen, zahlreichen gesundheitlichen Risiken für Mutter und Baby vorzubeugen. Auch die Frauenärztinnen und Frauenärzte der Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG e.V.) weisen in ihrer Pressemitteilung explizit darauf hin, dass eine Begleitperson bei der Geburt sowohl für die körperliche als auch die seelische Gesundheit der Gebärenden essenziell ist und somit nicht verwehrt werden darf. Gerade Schwangere mit psychischen Problemen oder Ängsten bezüglich der bevorstehenden Entbindung sind besonders gefährdet und womöglich Panikattacken ausgeliefert, wenn die Vertrauensperson nicht zur Unterstützung bei der Geburt anwesend sein darf.

Laut der DGPFG e.V. spricht zudem nichts gegen die Anwesenheit auf der Station in einem „abgeschlossenen Familienzimmer“ nach der Entbindung und im Wochenbett. Wird dem Partner, beziehungsweise der Begleitperson dennoch der Zugang in den Kreißsaal verweigert, könnt ihr auf die Empfehlungen sowie die entsprechende Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) verweisen.

Gut zu wissen:
Soll neben dem Partner oder der Partnerin eine zusätzliche Begleitperson, wie zum Beispiel eine Doula, im Kreißsaal anwesend sein, muss dies vor dem Geburtsbeginn und am besten telefonisch bei dem jeweiligen Krankenhaus angefragt werden. In manchen Krankenhäusern oder Geburtshäusern wird dies unter bestimmten Umständen erlaubt.

Muss während der Entbindung eine Maske getragen werden?

Wird es verlangt, die Maske während der gesamten Entbindung und im Kreißsaal zu tragen? Bekomme ich damit überhaupt genügend Sauerstoff, um die Entbindung durchzustehen? Fragen, die sich sehr viele Schwangere mit Sorgen stellen, denn mitunter dauert eine Geburt viele Stunden und das Atmen macht einen wesentlichen Bestandteil davon aus. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird bei der Vorstellung sowie beim Betreten des Krankenhauses verlangt und die Maskenpflicht gilt sowohl für die Schwangere als auch für die Begleitperson. Ob die Maske auch bei der Entbindung im Kreißsaal getragen werden muss, wird in der Regel im Einzelfall geprüft und ist vom jeweiligen Krankenhaus abhängig.

Fakt ist, dass das Tragen einer Maske während der Entbindung medizinisch nicht sinnvoll ist, da das Atmen bei der Entbindung eine große Rolle spielt und somit erschwert wird. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass der Oxygenierungsstatus sowie die gesamte gesundheitliche Verfassung von Mutter und Baby kontinuierlich überwacht wird, sollte zum Beispiel aufgrund eines positiven Coronatests der Gebärenden eine Maske getragen werden müssen. Erschwert das Tragen einer Maske die Atmung der Gebärenden und somit den Geburtsvorgang, lehnt der Deutsche Hebammenverband die Maskenpflicht im Kreißsaal ab. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e. V. (DGPI) empfiehlt dem anwesenden Krankenhauspersonal sowie der betreuenden Hebamme während des gesamten Geburtsvorgangs und bei jeder Entbindung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Bitte beachten:
Lässt euer Entbindungstermin nicht mehr lange auf sich warten, solltet ihr im Vorfeld unbedingt mit eurer Hebamme oder eurem Frauenarzt über die derzeitigen lokalen Gegebenheiten sowie über eure Fragen bezüglich der Corona-Regelungen in eurem Krankenhaus sprechen.

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