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Nasenspray in der Schwangerschaft: Mögliche Folgen und schonende Alternativen

Kindsbewegungen Schwangerschaft

Die Nase ist verstopft, das Atmen fällt schwer und der Kopf fühlt sich dicht an. Erkältungen sind immer unangenehm, aber speziell in der Schwangerschaft kann eine verstopfte Nase sehr belastend sein und vor allem den wichtigen Nachtschlaf stören. Warum herkömmliches Nasenspray in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Frauenarzt sowie für eine kurze Zeitspanne verwendet werden soll, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zudem informieren wir euch unter anderem darüber, welche Folgen Nasenspray auf das ungeborene Baby haben kann und warum eine verstopfte Nase sowie die sogenannte Schwangerschafts-Rhinitis unter Schwangeren weit verbreitet sind.

Des Weiteren stellen wir euch schonende Alternativen gegen eine verstopfte Nase vor, die garantiert schwangerschaftstauglich sind und ohne Bedenken verwendet werden können.

Verstopfte Nase in der Frühschwangerschaft

Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und eine verstopfte Nase gehören zu den frühen Anzeichen einer Schwangerschaft. Wie jetzt, eine verstopfte Nase soll darauf hindeuten, dass eine Frau schwanger ist? Zwar sind eine verstopfte Nase und Schnupfen als Begleiterscheinung der Schwangerschaft nicht so stark verbreitet wie Übelkeit & Co., dennoch können Erkältungssymptome vor allem in der Frühschwangerschaft auftreten.

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In erster Linie ist das damit zu begründen, dass im ersten Drittel der Schwangerschaft aufgrund der Veränderungen im Hormonhaushalt die Nasenschleimhäute vermehrt anschwellen sowie austrocknen können. Kommt bei der Schwangeren auch noch eine Hausstaub- oder Milbenallergie hinzu, fällt das Atmen durch die Nase besonders schwer.

Verstopfte Nase aufgrund von Schwangerschaftsschnupfen

Etwa ein Drittel der Schwangeren leiden fast die gesamte Schwangerschaft an einer verstopften Nase oder anderen Erkältungserscheinungen, was in der Fachsprache als Schwangerschafts-Rhinitis und umgangssprachlich als Schwangerschaftsschnupfen bezeichnet wird. Doch was genau können sich werdende Mamas unter einem Schwangerschaftsschnupfen oder einer schwangerschaftsbedingten Rhinitis überhaupt vorstellen? Bei einer Schwangerschafts-Rhinitis handelt es sich um einen chronischen Schnupfen, der nicht von einer Allergie oder Krankheitserregern hervorgerufen wird, sondern mit der Hormonumstellung zusammenhängt.

Die enorme hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft und insbesondere der starke Östrogenanstieg im Körper der Schwangeren kann zu einer Reaktion der Schleimhäute führen und eine verstopfte Nase hervorrufen. Durch die vermehrte Bildung von Östrogen wird wiederum das gesamte Herz-Kreislaufsystem angeregt, was unter anderem zu einer stärkeren Durchblutung führt.

Ein sehr schlauer Schachzug der Natur, denn indem die Durchblutung angekurbelt wird, kann die Gebärmutter sowie die Plazenta besser durchblutet und somit das ungeborene Baby ausreichend mit Sauerstoff und weiteren wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Des Weiteren wird dadurch die Blutproduktion in der Schwangerschaft angeregt, um in den rund 40 Schwangerschaftswochen zwei Menschen mit Blut versorgen zu können.

Doch nicht nur die Gebärmutter sowie die Plazenta werden in der Schwangerschaft besser durchblutet: Auch die Schleimhäute in der Nase bekommen den Hormonanstieg zu spüren und können dementsprechend schwangerschaftsbedingt anschwellen und im schlimmsten Fall eine dauerhaft verstopfte Nase sowie damit einhergehende Atemprobleme verursachen.

Neben dem Schwangerschaftsschnupfen kann eine verstopfte Nase auch hiervon ausgelöst werden:

  • Erkältungskrankheiten, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden
  • Allergischer Schnupfen (z. B. Heuschnupfen)
  • Vasomotorischer Schnupfen, der durch Stress, Übermüdung oder anderen Reizen ausgelöst werden kann
Gut zu wissen:
Ein Schwangerschaftsschnupfen, beziehungsweise eine Schwangerschafts-Rhinitis ist weder eine infektiöse noch eine allergische Erkältung. Somit wird die verstopfte Nase nicht von Viren, Bakterien oder anderen Krankheitserregern hervorgerufen und ist zudem nicht von einer Allergie oder Parasiten (z. B. Kot von Hausstaubmilben) abhängig.

Symptome und Behandlung eines Schwangerschaftsschnupfens

Vielen Schwangeren fällt es schwer, eine normale Erkältung von einem Schwangerschaftsschnupfen zu unterscheiden und tatsächlich ist eine Differenzierung gar nicht so einfach. Um euch bei der Unterscheidung zu helfen, haben wir euch typische Symptome eines Schwangerschaftsschnupfens zusammengefasst:

  • Anhaltende verstopfte Nase
  • Geschwollene und trockene Schleimhäute
  • Wenig bis kein Sekretfluss
  • Atemprobleme (vorwiegend in der Nacht)
  • Nächtliches Schnarchen
  • Nasenbluten

Zudem ist ein trockener und kratziger Hals, der vor allem in der Nacht auftritt, eine häufige und gleichzeitig unangenehme Begleiterscheinung der Schwangerschafts-Rhinitis. Hervorgerufen wird der trockene Hals dabei durch das ständige Atmen durch den Mund, weshalb es äußert wichtig ist, dass ihr bei einer verstopften Nase ausreichend Wasser trinkt. Da keine Keime, Bakterien oder sonstige Fremdkörper ausgesondert werden müssen, geht der schwangerschaftsbedingte Schnupfen in der Regel ohne Nasenschleim einher. Das Nasenbluten wird übrigens durch die ausgetrockneten Schleimhäute ausgelöst, denn aufgrund der starken Trockenheit können die kleinen Gefäße in der Nase schneller aufplatzen und bluten, als es normalerweise der Fall ist.

Liegt der Verdacht auf eine Schwangerschafts-Rhinitis vor, kann der Arzt anhand der Symptome, eines Patientengesprächs, einer Untersuchung der Schleimhäute sowie einer Analyse des Nasensekrets und/oder einer Blutprobe meist eine schnelle Diagnose stellen. Gegebenenfalls kann zudem ein Allergietest durchgeführt werden, um weitere Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Wird ein Schwangerschaftsschnupfen diagnostiziert, verzichtet der Arzt in der Regel auf die Verschreibung eines abschwellenden Nasensprays oder anderer Erkältungsmedikamente. Stattdessen wird erstmal auf sanftere Methoden, wie das Meerwasser-Nasenspray, oder bewährte Hausmittel gegen Erkältungserkrankungen gesetzt.

Gut zu wissen:
Spätestens zwei Wochen nach der Entbindung verschwindet die lästige Schwangerschafts-Rhinitis wieder von ganz allein, sofern keine etwaigen Allergien bei euch vorliegen.

Ist Nasenspray schädlich für Schwangere?

Bei einer Erkältung oder einer verstopften Nase wird normalerweise meist schnell zu einem Nasenspray oder zu Nasentropfen gegriffen, um endlich wieder frei durchatmen zu können. Vor allem in der Nacht kann es sehr belastend sein, nicht richtig atmen zu können: Unter Umständen kann durch die verstopfte Nase zu wenig Sauerstoff aufgenommen werden, die Schleimhäute trocknen stark aus und an den wohlverdienten Schlaf ist vor lauter durch den Mund atmen kaum zu denken. Doch können Schwangere bedenkenlos auf ein Nasenspray zurückgreifen oder ist dieses gar schädlich für das Ungeborene?

Wenn möglich, sollte in der Schwangerschaft komplett auf abschwellendes Nasenspray verzichtet werden, beziehungsweise sollte dieses nur nach Absprache mit dem Frauenarzt und lediglich über einen kurzen Zeitraum verwendet werden. Denn abschwellendes Nasenspray hat eine gefäßverengende Wirkung, was bedeutet, dass sich die geschwollenen Blutgefäße in der Nase zusammenziehen und die Schleimhäute daraufhin wieder abschwellen, was letztendlich ein freieres Atmen ermöglicht. Doch die abschwellende Wirkung kann sich nicht nur in der Nase, sondern auch im restlichen Körper bemerkbar machen.

Bei einer Überdosierung von Nasenspray in der Schwangerschaft besteht somit die Gefahr, dass sich auch die Blutgefäße in der Plazenta verengen können und die Blutzufuhr zum ungeborenen Baby beeinträchtigt werden kann. Eine weitere Gefahr bei Nasenspray besteht darin, dass sich die Schleimhäute nach einer gewissen Anwendungsdauer an die abschwellende Wirkung gewöhnen, was nicht selten zu einer Art Abhängigkeit führt. Bereits nach einer Woche kann es passieren, dass sich die Symptome bei einer plötzlichen Nicht-Verwendung wieder verschlimmern, weshalb erneut zum Nasenspray gegriffen wird.

Sofern das abschwellende Nasenspray nur über einen kurzen Zeitraum und nach Absprache mit dem Frauenarzt verwendet wird, spricht bei einer Erkältung jedoch nichts gegen eine vorübergehende Verwendung. Dabei verschreiben Frauenärzte bei einer Erkältung häufig spezielle Nasensprays für Säuglinge, denn diese verfügen über eine niedrigere Konzentration und wirken deshalb hauptsächlich in der Nase und nicht im restlichen Körper.

Welches Nasenspray ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Viele Frauenärzte raten aufgrund der abschwellend wirkenden Inhaltsstoffe von Nasenspray in der Schwangerschaft ab und empfehlen erstmal altbewährte Hausmittel, wie Meerwasser-Nasenspray oder Inhalieren. Es gibt jedoch auch Nasensprays, welche in der Schwangerschaft unbedenklich sind. So sind beispielsweise Dexpanthenol-Nasensprays erlaubt, welche die gereizte Nase pflegen, die Schleimhäute befeuchten und die Wundheilung beschleunigen. Durch das Spray können sich die angegriffenen Schleimhäute besser regenerieren und Krankheitserreger effektiver bekämpft werden. Auch anthroposophische oder homöopathische Nasensprays sind in der Regel für Schwangere geeignet, da diese auf pflanzlicher Basis hergestellt werden und somit meist sehr gut verträglich sind.

Unter anderem bei einer chronischen Erkrankung der Atemwege, wie zum Beispiel bei Asthma, oder bei sehr ausgeprägten Allergien kann unter Umständen und nach vorheriger Absprache mit dem behandelten Frauenarzt ein Kortison-Nasenspray verschrieben werden. Nasensprays, die zur Abschwächung einer allergischen Reaktion eingesetzt werden, sollten jedoch vorsichtshalber erst ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester und nur nach Absprache mit dem Frauenarzt verwendet werden.

Wie bei allen Medikamenten sowie Nahrungsergänzungsmitteln solltet ihr auch vor der Verwendung eines Nasensprays im Vorfeld immer Rücksprache mit eurem Frauenarzt halten. Dieser kann euch ein geeignetes und vor allem schwangerschaftstaugliches Nasenspray empfehlen oder gegebenenfalls etwas zur Linderung der Erkältungssymptome verschreiben. Zudem ist es wichtig, die Beipackzettel der Hersteller zu lesen, denn diese geben Aufschluss darüber, ob das Nasenspray in der Schwangerschaft erlaubt ist oder nicht.

Bitte beachten:
Auf keinen Fall darf die in der Packungsbeilage angegebene Dosierung überschritten werden, um einer Überdosierung und den damit einhergehenden Risiken vorzubeugen. Solltet ihr von Nasenspray abhängig sein, müsst ihr dies unbedingt eurem Frauenarzt mitteilen.

Nasenspray in der Frühschwangerschaft

Beim ersten Schwangerschaftstrimester handelt es sich definitiv um die empfindlichste Phase der ganzen Schwangerschaft, denn die wichtigsten Strukturen des ungeborenen Babys entwickeln sich: So bilden sich unter anderem alle wichtigen Organe, wie das Herz, die Nieren sowie die Lunge, und das Rückenmark, das Gehirn sowie das gesamte Nervensystem werden angelegt und entwickeln sich. Aus diesem Grund sollte vor allem in der Frühschwangerschaft von sämtlichen Nasensprays oder Nasentropfen abgesehen werden.

Schwangerschaftstaugliche Nasenspray-Alternativen

Bevor bei einer Erkältung oder bei einer hormonbedingten Schwangerschafts-Rhinitis sofort ein abschwellendes Nasenspray zum Einsatz kommt, sollte in der Schwangerschaft zuerst auf unbedenkliche Alternativen zurückgegriffen werden. Aus diesem Grund haben wir euch die besten Alternativen für eine freie Nase zusammengestellt, die garantiert schwangerschaftstauglich sind:

Salzwasser-Nasenspray

Bei einem reinen Salzwasser-Nasenspray handelt es sich um eine Lösung, die entweder Meersalz oder Kochsalz enthält und bei Schnupfen oder einer trockenen sowie verstopften Nase angewendet werden kann. Das schonende Nasenspray hat sich vor allem in der Schwangerschaft bewährt und kann, anders als herkömmliches Nasenspray, völlig ohne Bedenken verwendet werden, um unter anderem die trockene und gleichzeitig verstopfte Nase zu reinigen und angenehm zu befeuchten. Des Weiteren sorgen die unbedenklichen Bestandteile im Nasenspray nachweislich dafür, das Abwehrsystem der empfindlichen Schleimhäute zu verbessern und zu unterstützen.

Zudem sind keine unerwünschten Nebenwirkungen und keine Abhängigkeit zu befürchten, ganz im Gegenteil, denn Meerwasser-Nasenspray kann auch über einen längeren Zeitraum und sogar bei Babys sowie Kleinkindern angewendet werden, um die Nasenschleimhäute nachhaltig zu pflegen und Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Wichtig ist jedoch, dass das Meerwasser-Nasenspray frei von chemischen Zusätzen ist. Gleichzeitig sollte der Anteil des Meersalzes in einer isotonischen Lösung idealerweise bei 0,9 Prozent liegen, was wiederum dem Salzgehalt im menschlichen Blutplasma entspricht. Was will Schwangere Meer?

Nasendusche

Zugegebenermaßen sind die ersten Anwendungen etwas gewöhnungsbedürftig, dennoch birgt eine regelmäßig angewendete Nasendusche viele Vorteile und ist außerdem bestens für Schwangere geeignet. HNO-Ärzte empfehlen die Nasendusche nicht nur bei einer Schwangerschafts-Rhinitis sowie Allergien, um beispielsweise Pollen aus der Nase zu spülen, sondern auch bei einer trockenen Nasenschleimhaut sowie bei chronischen oder akuten Nasennebenhöhlenentzündungen. Eine regelmäßig durchgeführte Nasendusche beugt des Weiteren Erkältungskrankheiten vor und durch die intensive Befeuchtung der Nasenschleimhäute werden bestehende Erkältungen sowie eine Schwangerschafts-Rhinitis gelindert.

Auch Nasenbluten, welches in vielen Fällen von trockenen Schleimhäuten hervorgerufen wird, lässt durch eine regelmäßige Nasendusche nach. Die Wirkung einer Nasendusche basiert dabei auf einer lauwarmen Salzwasserlösung, die aufgrund des entstehenden Unterdrucks den Schleim aus den Nebenhöhlen ansaugt und daraufhin aus der Nase herausspült. Auf diesem Wege können Krankheitserreger, die sich im Schleim befinden, Pollen, Hausstaub oder andere Umweltverschmutzungen sanft und ohne großen Aufwand aus der verstopften Nase gespült werden.

Idealerweise führt ihr die Nasenspülung ein bis zweimal täglich durch. Verwendet für eure Nasendusche am besten die abgepackten Beutelchen mit Nasenspülsalz, welche ihr unter anderem im Drogeriemarkt oder in der Apotheke kaufen könnt. Wichtig ist, dass ihr lauwarmes Wasser verwendet und wartet, bis das Salz komplett aufgelöst ist, da nur dann eine positive Wirkung erzielt wird und die Schleimhäute nicht gereizt werden. Alternativ könnt ihr auch selbst eine Salzlösung herstellen, indem ihr 2,5 Gramm Salz in ein Gefäß mit 250 ml lauwarmen Wasser gebt. Für die Salzmischung könnt ihr Meersalz oder herkömmliches Haushaltssalz verwenden, achtet jedoch darauf, dass das Salz nicht jodiert und kein Fluorzusatz enthalten ist.

Bitte beachten:
Nach dem Gebrauch muss die Nasendusche mit fließendem sowie warmem Leitungswasser ausgewaschen und anschließend getrocknet werden. So wird verhindert, dass sich Keime nach Lust und Laune ausbreiten können.

Luftbefeuchter

Ein gesundes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit trägt maßgeblich dazu bei, die Schleimhäute in Nase und Mund feucht zu halten und somit Erkältungen und einer verstopften Nase vorzubeugen. Da bei einem Schwangerschaftsschnupfen die Schleimhäute sowieso stark ausgetrocknet sind, kann ein Luftbefeuchter in der Schwangerschaft für eine angenehme Linderung der Symptome dienen und der verstopften Nase entgegenwirken.

Inhalieren

Das altbewährte Hausmittel hat sich bei verstopfter Nase sowie bei Schwangerschaftsschnupfen bewährt, da es völlig ohne Nebenwirkungen auskommt und Schwellungen in der Nasenschleimhaut nachhaltig reduziert. Zudem werden die ausgetrockneten Schleimhäute gereinigt, befeuchtet sowie gepflegt und die Durchblutung verbessert, was wiederum den Schleim löst. Direkt nach der Inhalation können Schwangere somit freier durchatmen, was das gesamte Wohlbefinden fördert. Gleichzeitig sorgt der wohltuende Dampf dafür, dass die Schleimhäute ausreichend befeuchtet werden und widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger sind.

Positive Auswirkungen auf die Gesundheit:

  • Löst Schleim bei Schnupfen
  • Lindert Hustenreiz
  • Befeuchtet und pflegt die Schleimhäute
  • Infekten wird vorgebeugt

Um eine Inhalation durchzuführen, füllt ihr abgekochtes und heißes (nicht mehr kochendes) Wasser in einen Topf, bedeckt euren Kopf mit einem Handtuch und atmet den heißen Wasserdampf ein. Achtet darauf, dass der Dampf nicht seitlich am Handtuch entweichen kann und stattdessen euer Gesicht und somit eure Atemwege erreicht. Atmet den Dampf etwa zehn Minuten durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus und inhaliert am besten mindestens zweimal täglich. Nach der Inhalation solltet ihr nicht sofort nach draußen gehen, um der Zugluft zu entgehen.

Gut zu wissen:
Um den positiven Effekt des heißen Dampfes zu erhöhen, könnt ihr in das kochende Wasser zwei Teebeutel Kamille, eine Salzlösung (etwa 9 Gramm pro Liter), Lindenblüten oder Kräutermischungen aus der Apotheke hinzugeben. Ätherische Öle, wie zum Beispiel Pfefferminz oder Fichtennadel, sollten in der Schwangerschaft vorsichtshalber erst nach Absprache mit dem Frauenarzt oder der Hebamme verwendet werden.

Silikon-Stents oder spezielle Pflaster

Bei einem Silikon-Stent aus der Apotheke handelt es sich um ein Implantat zum Offenhalten, beziehungsweise zum Erweitern der Nasenklappen. Zudem gibt es spezielle Nasenpflaster, welche ebenfalls die Nasengänge erweitern und somit das Atmen erleichtern können.

Viel Wasser und regelmäßige Bewegung

Das A und O bei Erkältung ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, denn durch das Trinken verflüssigt sich der Schleim und kann dementsprechend besser ablaufen. Zudem ist es wichtig, dass ihr euch regelmäßig an der frischen Luft bewegt, um euer Immunsystem nachhaltig zu stärken und eure Schleimhäute feucht zu halten.

Erkältungsbäder und viel Ruhe

Habt ihr euch eine Erkältung zugezogen oder leidet ihr in eurer Schwangerschaft an der sogenannten Schwangerschafts-Rhinitis kann ein heißes Erkältungsbad Wunder wirken. Anschließend an das wohltuende Bad solltet ihr euch direkt ins Bett legen, heißen Tee trinken und euch unbedingt Ruhe gönnen, denn um eine Erkältung auszukurieren und neue Kräfte zu sammeln, braucht der Körper unbedingt Ruhe und Entspannung.

Erhöhung des Kopfteils am Bett

Indem der Kopf, beziehungsweise der ganze Oberkörper beim Schlafen etwas höher als der Rest des Körpers liegt, fällt das Atmen generell etwas leichter, was somit zu einer Erleichterung der Atembeschwerden beitragen kann. Zudem kann das Sekret in dieser Position besser abfließen.

Zusammenfassung zum Thema: Nasenspray in der
Schwangerschaft

Durch die Hormonumstellung leiden Schwangere häufig unter einer verstopften Nase und die sogenannte Schwangerschafts-Rhinitis ist keine Seltenheit. Zwar ist die Verwendung eines abschwellenden Nasensprays bei einer verstopften Nase aufgrund einer herkömmlichen Erkältung oder der Schwangerschaftserkältung nicht grundsätzlich verboten, dennoch sollte im Vorfeld unbedingt Rücksprache mit dem Frauenarzt gehalten werden.

Zudem darf das abschwellende Nasenspray nur für einen kurzen Zeitraum verwendet werden, um sowohl einer Überdosierung als auch einer Abhängigkeit vorzubeugen. Da durch die abschwellende Wirkung im schlimmsten Fall die Blutzufuhr zum Ungeborenen beeinträchtigt werden kann, sollte bei einer verstopften Nase lieber auf unbedenkliche Hausmittel, wie Meerwasser-Nasenspray, Inhalation oder die Nasendusche, zurückgegriffen werden.

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