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Blutungen in der Schwangerschaft – Ursachen, Gründe & Behandlung

Blutungen in der Schwangerschaft

20 Prozent aller Schwangeren haben in den ersten Wochen der Schwangerschaft Blutungen. Meistens ist die Ursache dafür vollkommen harmlos, doch die Gründe sind vielfältig. Allerdings gibt es auch Blutungen in der Schwangerschaft, die nicht ganz so unbedenklich sind. Deswegen solltest Du bei bei plötzlich eintretenden Blutungen immer einen Arzt zu konsultieren.

Sind Schmierblutungen normal?

Blutungen in der Schwangerschaft werden auch Schmierblutungen oder Spotting genannt. Es handelt sich hierbei um leichte Blutungen aus der Vagina, die mit einer klassischen Periode vergleichbar sind. Allerdings ist die Blutung selbst wesentlich schwächer. Das Blut kann farblich von Rot bis Braun variieren. Aber normalerweise ist die Ursache dafür harmloser Natur. Schwangere, die Schmierblutungen oder Blut bemerken, machen sich aber natürlich Sorgen. In vielen Fällen ist das jedoch unbegründet. Insbesondere in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist das ein häufiges Phänomen. Bis zu einem Viertel der werdenden Mütter leidet innerhalb der ersten drei Monate einer Schwangerschaft unter irgendwelchen Blutungen, die keinen Grund zur Besorgnis bieten.

Blutungen in der Schwangerschaft – welche Ursachen gibt es?

Die Gründe für Blutungen in der Schwangerschaft hängen stark von dem Zeitpunkt derselben ab. Leichte Blutungen bis etwa zehn Tage nach der Befruchtung sind keine Seltenheit. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um eine Einnistblutung oder Nidationsblutung. Dieses Phänomen dauert rund 24 bis 48 Stunden. Der Blutverlust ist sehr gering und nicht annähernd mit einer normalen Menstruationsblutung zu vergleichen.

Innerhalb der Frühschwangerschaft hat sich der Körper hormonell noch nicht vollständig umgestellt. Das kann zu einem Mangel von Progesteron führen. Das Gelbkörperhormon ist in der Schwangerschaft dafür zuständig, dass die Regelblutung ausbleibt. Sofern ein Mangel besteht, tritt also zum Termin der Menstruation eine Blutung auf. Das ist auch in vielen Fällen der Grund, dass einige Schwangere die Schwangerschaft erst spät bemerken. Diese Schmierblutungen sind für gewöhnlich vollkommen unbedenklich und somit besteht für das Baby normalerweise keine Gefahr.

Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft sind Blutungen oftmals ein Hinweis auf eine falsche Lage des Mutterkuchens – das wird auch Plazenta praevia genannt. Blutungen in diesem Zeitfenster sollten deswegen auch immer kritisch beobachtet werden, da es sein kann, dass ein ärztliches Eingreifen erforderlich wird.

Auch nach dem Geschlechtsverkehr oder aber einer Untersuchung beim Arzt kann es unter Umständen zu Blutungen kommen. Während einer Schwangerschaft ist der Muttermund überdurchschnittlich gut mit Blut versorgt, das hat zur Folge, dass schon sehr kleine Verletzungen einer Ader zu Kontaktblutungen führen können.

Im ersten Drittel der Schwangerschaft solltest Du jedoch ganz besonders gut auf Deinen Körper hören. Kommt es zu Blutungen – die womöglich auch noch schmerzhaft sind – kann dies unter Umständen auf eine Fehlgeburt oder aber eine Schwangerschaft hindeuten, die außerhalb der Gebärmutter stattfindet. In solchen Fällen solltest Du umgehend einen Arzt aufsuchen.

Weitere Ursachen könnten sein:

  • Komplikationen mit der Plazenta
  • Wucherungen innerhalb der Gebärmutter
  • Hämatome in der Gebärmutter
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Gebärmutterhalskrebs

Schwanger trotz Blutungen?

Eine von etwa 200 Schwangeren hat monatlich ihre Periode – immer zum erwarteten Termin. Einzig die Intensität unterscheidet sich. Und trotz monatlicher Blutungen besteht eine Schwangerschaft. Hierbei handelt es sich um ein Phänomen, das wissenschaftlich heiß diskutiert wird, denn die Ursachen sind bisher nicht ganz klar. Man geht davon aus, dass bei der Einnistung des Eis kleinere Verletzungen an der weichen Gebärmutterschleimhaut möglich sind. Die Betroffene stellt dann eine leichte Blutung fest, bei der es sich jedoch nicht wirklich um die Regelblutung handelt, sondern vielmehr um die Einnistung der Eizelle.

Sind Blutungen in der Schwangerschaft gefährlich?

Blutungen in der Schwangerschaft haben viele Gründe und können unterschiedlichste Beschwerden mit sich bringen. Sobald innerhalb der Schwangerschaft eine Blutung auftritt, sollten die Ursachen dafür ergründet werden. Um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen, ist der Gang zum Arzt sinnvoll. Dieser kann rasch abklären, welchen Grund es für die Blutungen gibt. Vor allen Dingen, wenn die Blutungen von Schmerzen begleitet werden, sollte der Arztbesuch nicht hinausgezögert werden. Bei starken Schmerzen und einem heftigen Blutverlust solltest Du Dich ohne weiteres Zögern auf den Weg zur Notaufnahme machen. Unter dem Strich lässt sich allerdings durchaus feststellen, dass viele Frauen unter Blutungen in der Schwangerschaft leiden, die weitestgehend harmlos sind.

Blutungen in der Schwangerschaft – wie sieht die Behandlung aus?

Die Therapie von Zwischenblutungen richtet sich vorwiegend nach den Ursachen. Es handelt sich bei einer Blutung nämlich lediglich um ein Symptom, deswegen fällt auch die Behandlung relativ unterschiedlich aus.

Einnistungsblutung / kleinere Verletzungen

Handelt es sich um eine Einnistungsblutung oder kann die Blutung auf eine kleine Verletzung zurückgeführt werden, ist in den allermeisten Fällen keine Behandlung notwendig. Betroffene gönnen sich idealerweise etwas Ruhe und schonen sich.

Fehlgeburt

Wenn die Schwangerschaft sich außerhalb der Gebärmutter abspielt, dann kann diese unter keinen Umständen erhalten werden. Es kommt vor, dass der Körper bereits nach kurzer Zeit den Embryo selbstständig abstößt. Geschieht dies nicht, findet eine medikamentöse oder operative Behandlung statt. Bei einer drohenden Fehlgeburt wird der Arzt versuchen, schwangerschaftserhaltende Maßnahmen durchzuführen. Ist die Fehlgeburt jedoch nicht aufzuhalten, muss der Embryo aus der Gebärmutter entfernt werden, um Infektionen zu vermeiden.

Komplikationen der Plazenta

Stellt der Arzt fest, dass der Grund für die Blutungen eine Placenta praevia ist, dann ist Handlungsbedarf gegeben. Meistens muss das Kind durch einen Kaiserschnitt entbunden werden. Damit allerdings eine ausreichende Entwicklung des Kindes gewährleistet ist, wird versucht, die Schwangerschaft idealerweise bis zu 37. Schwangerschaftswoche auszudehnen. Deshalb wird die Schwangere auch im Krankenhaus aufgenommen und engmaschig betreut. Es gilt strikte Bettruhe. Dazu nimmt die Betroffene Medikamente ein, die die Lungenreifung des Babys beschleunigen. Sollte sich die Plazenta vorzeitig ablösen, wird das Kind direkt mithilfe eines Kaiserschnittes auf die Welt geholt.

Kann man Blutungen vorbeugen?

In wenigen Fällen kann durch das persönliche Verhalten verhindert werden, dass es zu Blutungen in der Schwangerschaft kommt. Du solltest Dich innerhalb einer Schwangerschaft besonders vorsichtig mit Deinem Körper umgehen und Stöße sowie Unfälle vermeiden. Auch beim Geschlechtsverkehr ist es sinnvoll, etwas vorsichtiger und sanfter zu sein, um Verletzungen auszuschließen.

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