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Pickel in der Schwangerschaft: Was hilft gegen Akne?

Pickel in der Schwangerschaft

Seit Jahrzehnten besagt eine Binsenweisheit: „Frauen, die während der Schwangerschaft schlecht und elend aussehen, Pickel haben, bekommen ein Mädchen.“ „Und Schwangere, die blendend aussehen, während der Schwangerschaft regelrecht aufblühen, noch schöner erscheinen, bekommen einen Jungen.“ Ein Mythos, wie die Erfahrungen zeigen.

Allerdings ist Fakt, dass manche Frauen, die schwanger sind, wunderschön aussehen, während andere Frauen von diversen Hautproblemen wie Pickeln und Akne in der Schwangerschaft geplagt sind.

Pickel in der Schwangerschaft? – die Ursachen

Bei vielen schwangeren Frauen sprießen die unschönen und lästigen Pickel. Vermeiden lässt sich diese Tatsache nicht, sie ist einfach eine „Begleiterscheinung“ der Schwangerschaft. Allerdings kann man die lästigen Pickel überschminken und mit dem einen oder anderen Mittelchen dagegen angehen. Schuld an diesen Pickeln – wie bei etlichen anderen Nebenwirkungen in der Schwangerschaft – sind die Hormone. Die so genannten Androgene (Östrogen und Progesteron), die während einer Schwangerschaft verstärkt produziert werden, vergrößern bei manchen Schwangeren die Talgdrüsen der Haut und produzieren vermehrt fetthaltigen Talg. Normalerweise ist dessen Aufgabe, die Haut geschmeidig und weich zu halten, doch durch die Überproduktion verstopfen die Drüsenkanäle. Dies hat zur Folge, dass der ideale Nährboden für Bakterien geschaffen wird, die sich dann entsprechend rasend schnell vermehren.

Zudem sind die Hormone Progesteron und Östrogen für eine erhöhte Durchblutung im Körper verantwortlich. Was bei manchen Schwangeren auch dazu führt, dass sie mehr schwitzen und eben die Talgproduktion erhöht ist.

Die Folge: Pickel in der Schwangerschaft, auch bekannt als „Schwangerschaftsakne“. Eines sei noch gesagt: plötzlich auftauchende Pickel sind nicht unbedingt als Hinweis auf eine Schwangerschaft zu werten.

Wann machen sich die lästigen Pickel erstmals bemerkbar?

Bei manchen Frauen machen sich die ersten Pickel ab der ersten Schwangerschaftswoche bemerkbar, um dann ab der 20. Schwangerschaftswoche nochmals zuzunehmen. Wer denkt, nur Frauen, die früher in der Pubertät mit Akne zu kämpfen hatten, wären von den Pickeln und unreiner Haut in der Schwangerschaft betroffen, muss eines Besseren belehrt werden. Auch Frauen, die noch nie mit Pickeln zu kämpfen hatten, können während ihrer Schwangerschaft Pickel bekommen.

Kleiner Hinweis:
… und somit vielleicht ein kleiner Trost für alle, von Pickeln geplagten Schwangeren: nach der Geburt verschwinden diese wieder, da der Hormonspiegel wieder sinkt und sich dadurch das Hautbild wieder normalisiert.

Was hilft gegen Schwangerschaftsakne?

Ein ganz wichtiger Hinweis: Ihr dürft die Pickel niemals ausdrücken oder ausquetschen! Das Ausquetschen der Pickel kann nicht nur zu Entzündungen führen, sondern kann auch unschöne Narben geben. Und diese bleiben auch nach der Schwangerschaft noch sichtbar. Ideal und hilfreich gegen die Pickel in der Schwangerschaft ist eine konsequente Hygiene und eingehende Gesichtspflege während der Schwangerschaft. Für die gründliche Reinigung der Haut solltet ihr eine pH-neutrale Waschlotion verwenden. Statt eines Waschlappens verwendet einfach die Hände, denn die raue Oberfläche des Waschlappens reizt die bereits leidgeplagte Haut. Dabei bei der Gesichtsreinigung vorsichtig über die unreinen Hautstellen gleiten – das reicht vollkommen aus. Statt eines Handtuchs verwendet ihr zum Abtrocknen Kosmetiktücher und tupft die Haut auch nur vorsichtig ab. Warum sollt ihr kein Handtuch verwenden? Zum einen reibt die raue Oberfläche wie beim Waschlappen über die Haut und zudem können Bakterien, die sich am Handtuch befinden, in die offenen Hautstellen eingebracht werden. Und dies führt zu weiteren Entzündungen der Haut.

Mit einem milden Hautpeeling lassen sich kleine Hautunreinheiten in der Schwangerschaft hervorragend bearbeiten. Dadurch werden die abgestorbenen Hautzellen entfernt und die verstopften Poren frei. Dabei solltet ihr das Peeling 2 x die Woche anwenden. Eine fettfreie Feuchtigkeitscreme sorgt nach dem Peeling für die, für die Haut, notwendige Feuchtigkeit.

Die fettfreie Gesichtscreme für Schwangere ist sehr wichtig, denn trockene oder ausgetrocknete Haut regt die Talgproduktion verstärkt an, was wieder zu neuen verstopften Poren und somit zu Pickeln in der Schwangerschaft führen kann.

Schwangere, die unter schwerer Schwangerschaftsakne leiden, sollten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, damit diese eventuell ein Medikament verordnen können. Dieses Medikament sollte für Schwangere verträglich sein. Wer schwanger ist und Pickel hat, sollte keinesfalls eine Selbstindikation vornehmen und zu irgendeinem Medikament greifen, ohne vorher Rücksprache mit dem Arzt gehalten zu haben.

Gibt es Hausmittel gegen die Pickel in der Schwangerschaft?

Vereinzelt auftauchende Pickel in der Schwangerschaft können mit Hausmittelchen behandelt werden. Allerdings gibt es Mittel, die tabu sind. Dazu zählen unter anderem, aggressive oder austrocknende Mittel wie Zahncreme, Essig oder Salz. Mit Aloe Vera dagegen greift ihr auf eine milde, natürliche Behandlungsmethode zurück, die sich bei vielen, mit Pickeln geplagten Schwangeren, bewährt hat. Dabei solltet ihr frische Blätter der Aloe Vera verwenden. Diese werden der Länge nach aufgeschnitten, dann wird der geleeartige Saft mit einem Messer herausgekratzt und mit einem Wattepad oder einem Wattestäbchen vorsichtig auf die Pickel aufgetupft. Bei einem frischen Anschnitt verfärbt sich der Aloe Vera-Saft innerhalb weniger Minuten violett. Das Gel wird vorsichtig mit laufwarmen Wasser entfernt.

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Zuletzt aktualisiert am 23.08.2017

Gesichtspflege in der Schwangerschaft

Natürlich möchte man die unschönen Hautunreinheiten in der Schwangerschaft kaschieren. Da die Haut empfindlich ist und bereits mit den Auswirkungen der Hormone zu kämpfen hat, solltet ihr zu Naturkosmetik greifen. Chemische Zusätze wie Alkohol, Konservierungsstoffe, Parfum oder Silikone solltet ihr vermeiden. Bevor ihr die Pickel mit Make-up überdeckt, tragt eine fettfreie Feuchtigkeitscreme auf. Dabei solltet ihr beim Kauf darauf achten, dass die Creme für Schwangere geeignet ist, sprich, die genannten chemischen Zusätze nicht beinhaltet. Pickel können auch mit einem antibakteriellen Abdeckstift überdeckt werden. Von Puder wird abgeraten, da dieses die Poren verstopft.

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Zuletzt aktualisiert am 23.08.2017

Schwangerschaft Pickel – schaden verschiedene Präparate dem Kind?

Ganz klar, die Pickel in der Schwangerschaft möchte man behandeln, beziehungsweise überdecken. Dabei solltet ihr aber während der Schwangerschaft auf bestimmte Pickel-Präparate auf jeden Fall verzichten, da sie unter Umständen das Kind gefährden. Bevor ihr zu Hormonpräparaten greift, müsst ihr dies unbedingt mit eurem Arzt abklären. Medizinische Kosmetikprodukte, die Isotretinoin enthalten, dürfen ebenfalls nicht angewendet werden. Der Wirkstoff kann zu Fehlgeburten führen und für das Ungeborene gesundheitsschädlich sein. Auch bei Präparaten mit Benzoylperoxid, Tretinoin oder Tetracycline ist Vorsicht geboten.

Also keinesfalls auf eigene Faust handeln, um die Akne in der Schwangerschaft zu bekämpfen!

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