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Wochenbettdepression & Baby Blues – Anzeichen, Symptome & Hilfe

Wochenbettdepression

Unterscheidungsmerkmale

Bei der Wochenbettdepression (Synonyme: Postnatale Depression, Postpartale Depression) werden zunächst grob zwei Ausprägungen unterschieden:

Der Baby Blues

Der Baby Blues ist eine kurze Zeitspanne, in der die Mutter nach der Geburt eines Kindes emotional instabil und sensibel reagiert. Diese Ausprägung hat keinen Krankheitswert und vergeht nach einiger Zeit von selbst wieder. Es handelt sich dabei nicht um eine Postnatale Depression nach ICD-10. Rund 75 % der Frauen sind vom Baby Blues betroffen.

Die Postnatale Depression

Diese Ausprägung bezeichnet eine behandlungsbedürftige Erkrankung, die in den ersten zwei Jahren nach der Entbindung auftreten kann.

Noch im 18. Jahrhundert vermischten sich Religion, Naturphilosophie, Neurophysiologie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie zu einer für heute schwer nachzuvollziehenden Art der Diagnostik, die wohl für heutige Begriffe eher eine „mystische Deutung“ als eine Diagnose war. Erst heute ist die Medizin so weit, die Krankheit zu erkennen und zu diagnostizieren. Die körperlichen oder psychischen Ursachen bleiben trotzdem weiterhin im Verborgenen.

Diese Form der Depression wird, je nach Schweregrad, noch einmal unterschieden in:

  • Leichte Postpartale Depression (Minor Depression)
  • Schwere Postpartale Depression (Major Depression)
  • Puerperale Psychose (Wochenbettpsychose)

Jede sechste Frau ist von einer Postpartalen Depression betroffen, wobei es sich in den meisten Fällen um die leichte Form handelt. Nur 10 – 15 % der Betroffenen leiden an einer Major Depression. Die Puerperale Psychose (früher „Stillpsychose“ genannt) ist sehr selten und tritt bei nur einem Promille der gesamten betroffenen Gruppe auf. Sie ist gekennzeichnet durch Wahnvostellungen, Halluzinationen und einer beeinträchtigen Wahrnehmung der Realität.

In welchem Zeitraum tritt die Postpartale Depression auf?

Jede Art der Depression entwickelt sich schleichend. Deshalb kann der Beginn nur schwer nachvollzogen werden. Sie kann sich bereits nach der Geburt des Kindes entwickeln oder das erste Mal im Laufe der darauffolgenden zwei bis drei Monate auftauchen.  In manchen Fällen war die Mutter bereits während der Schwangerschaft depressiv. Grundsätzlich kann es innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Geburt zum Auftachen einer Postnatalen Depression kommen.

Welche Symptome treten bei der Wochenbettdepression auf?

Jede Depression zieht eine Zahl an diversen körperlichen und psychischen Erscheinungen mit sich. Nur ein einziges Symptom kann noch nicht als Marker für eine positive Diagnose herangezogen werden:

  • Angst- und Schlafstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • Emotionale Instabilität
  • Empfindungslosigkeit (emotionale Leere)
  • Energielosigkeit
  • Erschöpfungszustände
  • Gereiztheit
  • Grübeln
  • Im Kreis denken
  • In ausgeprägten Fällen Suizidgedanken
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Schuldgefühle
  • Sozialer Rückzug
  • Unfähig, Entscheidungen zu treffen
  • Unglücklichsein
  • Veränderung der Persönlichkeit
  • Verlangsamungen im Denken
  • Versagensängste
  • Weinerlichkeit

Eines der wichtigsten Symptome sind Schlafstörungen und Gedankenkreisen. Mütter, die eine solche Symptomatik bei sich bemerken, sollten sich unbedingt in professionelle Hände begeben. Mehr dazu unter dem nächsten Punkt.

An welchen Arzt soll man sich bei Verdacht auf Postnatale Depression wenden?

Solltet Ihr bei euch Anzeichen einer Wochenbettdepression bemerkt haben, ist das Aufsuchen eines Frauenarztes angezeigt. Dieser wird euch auf Verdacht den Besuch eines Psychiaters empfehlen. Dabei solltet ihr all eure Vorurteile über Bord werfen und einer neuerlichen Überprüfung unterziehen. Dort sitzen keine „Irren“, wie sie noch im vergangenen Jahrhundert bezeichnet wurden, sondern Kranke. Möglicherweise werdet ihr euch beim ersten Besuch beim Facharzt wundern, welche „normalen“ Patienten dort sitzen. Genau hier ist der Denkfehler, dem es in der heutigen Zeit an den Kragen gehen soll: Wer von euch denkt wirklich noch, dass Menschen, die aufgrund psychischer Erkrankungen einen Psychiater aufsuchen, keine „normalen“ Menschen sind?

Wie wird die Wochenbettdepression behandelt?

Je rascher die Behandlung einer Postnatalen Depression beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Der erste Schritt, der bereits zur Behandlung gezählt werden kann, ist die Aufklärung über die Erkrankung. Diesen ersten Schritt könnt ihr selbst setzen.

Die Therapie sollte bestenfalls aus einer Kombination aus Psychotherapie und Medikation bestehen. In vielen Fällen werden viel zu schnell Medikamente verabreicht. Oft sind Betroffene in der Situation mit der Entscheidung überfordert, ob medikamentöse Therapie tatsächlich angezeigt ist. Darüber kann man sich mit seinem Psychotherapeuten austauschen. Verlasst euch bei psychischen Erkrankungen niemals nur auf den Psychiater oder nur auf den Psychotherapeuten. Egal, wie viel Vertrauen ihr in diejenige Person setzt.

Der Psychotherapeut wird zunächst versuchen, die emotionale Stabilität wiederherzustellen. Er löst mit euch gemeinsam Schuldgefühle und Ängste auf und verhilft euch so wieder zu mehr Selbstvertrauen. Viele Frauen fühlen sich dadurch schon so sehr unterstützt, dass sie auf medikamentöse Therapie verzichten können.

Die Therapie mit Medikamenten wird in den überwiegenden Fällen mit Antidepressiva durchgeführt. Schwere Depressionen sind einzig auf diese Art in den Griff zu bekommen. Wer sich also positiv für die Medikation ausspricht, hat einen guten Grund dafür. Es gibt genügend Betroffene, die davon überzeugt sind, dass sie es ohne Medikamente nicht geschafft hätten, Ihre Depression zu überwinden.

Wie wird eine Postpartale Depression diagnostiziert?

Psychiater und Psychotherapeuten arbeiten mit der internationalen Klassifikation der Krankheiten, dem ICD-10, welches die Symptome einer Krankheit auflistet und dazu einen Leitfaden bietet, wie viele und welche Symptome zur Diagnose der Krankheit vorhanden sein müssen.

In letzter Zeit häufen sich Stimmen zu einer Empfehlung von amerikanischen Ärzten, bei jeder Mutter ein Screening auf Wochenbettdepression durchzuführen. Das könnte dazu beitragen, dass psychische Erkrankungen frühzeitiger erkannt und erfolgreicher behandelt werden. Die Idee dahinter ist, jede Frau sechs Wochen nach der Geburt eines Kindes im Zuge der Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt zu screenen. Die Edinburgh-Postnatal-Depression-Scale kann für ein solches Screening herangezogen werden. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen, mit dem relativ zuverlässig festgestellt werden kann, ob die Mutter gefährdet ist.

Wie verschwindet die Wochenbettdepression? Wie lange dauert sie?

Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass eine diagnostizierte Wochenbettdepression nicht, wie vielleicht noch von vielen angenommen, von selbst wieder verschwindet. Sie kann nur mit einer guten Therapie ausgeheilt werden. Eine unbehandelte Depression kann sich verändern und weiterentwickeln. Und zwar nicht im positiven Sinne. Daher ist es auf alle Fälle notwendig, die Krankheit behandeln zu lassen.

Erste Verbesserungen nach medikamentöser Einstellung merken die Betroffenen bereits nach zwei bis drei Wochen. Um die Depression jedoch auszukurieren, dauert es noch eine lange Zeit, in der eine Psychotherapie in Anspruch genommen werden soll. Die Heilung einer Depression ist zwar möglich, aber langwierig. Daher gilt es, nicht die Nerven zu verlieren und sich in Geduld zu üben.

Der Beginn einer Therapie kann ohne medikamentöse Einstellung binnen weniger Wochen ebenso Erfolge zeigen. Auch hier gilt: Feiert eure Erfolge, denkt aber daran, dass das Verschwinden einer Depression ein langwieriger Prozess ist, der sogar Jahre dauern kann. Auch, wenn sich die Betroffene bereits nach wenigen Wochen besser fühlt, heißt das noch nicht, dass man sich als geheilt bezeichnen kann.

Das Gehirn kann sich selbst reparieren!

Je verzweifelter ihr im Moment seid, desto öfter sollt ihr euch diesen Satz in Erinnerung rufen. In der Wissenschaft der Neurobiologie und der Neurologie gilt als gesichert, dass das Gehirn die Fähigkeit besitzt, sich zu regenerieren.

Wie wirkt die Postpartale Depression auf das Kind?

Das Baby leidet unter der Depression der Mutter. Nicht nur, dass Mütter dadurch oft nicht mehr in der Lage sind, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen, kann auch schon das Baby depressive Interaktionsmuster der Mutter übernehmen. Mögliche Anzeichen dafür sind ausbleibendes Lächeln bei Augenkontakt oder Interesselosigkeit. Gerade hier ist eine Diagnose schwer bis unmöglich. Kinder werden grundsätzlich nur in Ausnahmefällen mit psychischen Erkrankungen diagnostiziert. Das Elektroenzephalogramm (EEG) kann jedoch schon heute beim Kind einer an Postpartaler Depression erkrankten Mutter Veränderungen im Gehirn feststellen. Ebenso kann ein erhöhter Stresspegel im Blut gemessen werden. Das kann zu kognitiven Entwicklungsverzögerungen führen. In diesem Fall gilt: Die Therapie der erkrankten Mutter ist gleichzeitig auch eine Therapie für das Kind.

Medikamentöse Therapie während der Stillzeit?

Während die meisten medikamentösen Therapien gegen Depression in der Stillzeit kontraindiziert (also ungeeignet) sind, gibt es Mittel, um trotzdem in dieser für das Kind wichtigen Zeit etwas für seine psychische Gesundheit zu tun. Homöopathische Mittel und Bachblüten können in leichten Fällen bereits Linderung verschaffen. Seid während der Stillzeit bei der Einnahme von pflanzlichen Drogen kritisch. Sogar die Wirkung von Johanniskraut auf das gestillte Kind ist noch nicht eindeutig geklärt.

In schweren Fällen wird der Arzt davon abraten, weiter zu stillen. Manchmal geht die Gesundheit der Mutter vor, die letztendlich ja auch dem Kind zugutekommt.

Wie wirkt die Wochenbettdepression auf die Familie?

Männer leiden im besonderen Maße mit der kranken Mutter mit. Viele Partner beschreiben die Mutter als traurig, wie ausgewechselt und plötzlich kontaktscheu. Manche Mütter fassen jede Kritik als Beleidung auf und sind sogar beleidigt, wenn man ihnen Arbeit abnehmen möchte. Die Beziehung kann zur Dauerbelastung werden.

In solchen Fällen ist es nicht ratsam, der Mutter zu suggerieren, sie müsse sich nur mehr zusammenreißen. Eine Depression ist eine Krankheit. Und keine Krankheit verschwindet nicht durch Disziplin, gespieltem Lächeln und Zusammenreißen. In vielen Fällen verschlimmert dieser Ratschlag die Krankheit noch.

Es ist für Angehörige wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass der Betroffene keine Schuld an seiner Erkrankung trägt. So, wie niemand etwas für seinen Schnupfen kann.

Wie entsteht die Wochenbettdepression?

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie eine Postnatale Depression entsteht. Ansätze sieht die Wissenschaft in folgenden Risikofaktoren:

  • Psychische Erkrankungen vor der Schwangerschaft wie Depressionen, Angst- und Panikstörungen,…)
  • Psychische Erkrankungen, die bei nahen Verwandten auftreten oder aufgetreten sind
  • Traumata
  • Belastende Lebenssituationen wie Armut oder Beziehungsprobleme

Es stehen jedoch ebenso andere, körperliche Ursachen unter Verdacht.

Kann man einer Wochenbettdepression vorbeugen?

Grundsätzlich sind Ansätze wie moderate Bewegung an der frischen Luft sicher ein guter Ansatz. Risikofaktoren lassen sich jedoch dadurch nicht ausschalten. Wer bereits unter Depressionen, Angststörungen oder ähnlichem zu leiden hat, kann diese nicht einfach abstellen. Der Umstand von familiärer Betroffenheit ist ebenfalls nicht einfach aus der Welt zu räumen. Ratsam ist es, sich auf jeden Fall therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Für all jene, die der Meinung sind, es selbst zu schaffen: Natürlich schafft ihr es selbst und aus eigenen Kräften! Niemand kann euch eure Depression einfach abnehmen oder wie eine offene Wunde zunähen. Aber nur mit therapeutischer Hilfe gelingt auf lange Sicht eine Heilung. Depressionen sind gut behandelbar.

In den USA hat bereits jeder, der etwas auf sich hält, neben seinem Hausarzt einen eigenen Hauspsychiater. Dort wurden bereits viele Vorurteile dieser Berufsgruppe und deren Patienten gegenüber aufgearbeitet. Es ist wohl eher so, dass man sich dort Gedanken darüber macht, wenn jemand keinen Hauspsychiater hat. Ihr würdet doch auch die Hilfeleistung eines Coachs in Anspruch nehmen? Warum dann nicht die Unterstützung eines Psychiaters und Psychotherapeuten?

Wie kann man mit einer Wochenbettdepression umgehen?

Betroffenen sei geraten, sich sozial nicht vollkommen zurückzuziehen und den Kontakt zu anderen, vielleicht zu anderen Betroffenen, zu suchen. Moderate Bewegung an der frischen Luft gemeinsam mit dem Kind stärkt das Immunsystem und lässt euch auf andere Gedanken kommen. Sport ist grundsätzlich eine gute Herangehensweise, um Depressionen in den Griff zu bekommen. Eine gesunde Ernährung kann ebenso eine Rolle bei der Erholung spielen.

Schämt euch nicht, Hilfe anzunehmen!

Während viele Mütter sich mit ihrer Situation alleingelassen fühlen, gibt es etliche, welche die Hilfe einer verständnisvollen Familie aus falschem Stolz oder aus Scham nicht annehmen wollen. Dabei macht ihr euch das Leben viel einfacher, wenn ihr die angebotene Hilfe einfach annehmt. Seid dankbar dafür, dass ihr solch eine tolle Familie habt!

Wann ist die Spitze einer Wochenbettdepression erreicht?

Während man bei einem Baby Blues von einer Spitze am dritten bis fünften Tag nach der Entbindung ausgeht, kann man bei einer Wochenbettdepression überhaupt keine Vorhersagen über Beginn, Verlauf, Spitzen, Dauer und Ende treffen. Diese sind von Person zu Person sehr verschieden und müssen deshalb sehr individuell behandelt werden.

Was ist eine Wochenbettpsychose?

Nur ein Promille der Mütter erleiden eine Wochenbettpsychose. Es handelt sich also um eine sehr selten auftretende Erkrankung. Sie tritt, wie die herkömmliche Wochenbettdepression, etwa sechs bis acht Wochen nach der Entbindung auf und weist Ähnlichkeiten mit der Depression auf. Dabei sind die Symptome jedoch viel stärker ausgeprägt. Psychotische Symptome können Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Wahrnehmungsstörungen sein. Diese Wahnvorstellungen können beispielsweise dazu führen, dass die Mutter davon überzeugt ist, ihr Kind sei vertauscht worden. In diesem Fall herrscht sofortiger Behandlungsbedarf. Hier kann das Leben von Mutter und Kind gefährdet sein.

Können auch Männer von einer Postpartalen Depression betroffen sein?

Vergesst auch nicht die frischgebackenen Väter!

Es wird so viel über die Wochenbettdepression bei der Frau geschrieben. Den betroffenen Männern kommt es oft vor, als seien sie als einziger von einer „Frauenkrankheit“ betroffen. Dem ist jedoch nicht so. Das Gegenteil ist der Fall.

Eine große Zahl an Männern leidet an einer Postpartalen Depression. Studien gehen von einer Zahl von bis zu 21 % aus. Diese Form der „männlichen Depression“ wird sehr oft übersehen und bleibt unbemerkt und unbehandelt.

Männer müssen sich an die neue Situation genauso anpassen, wie Frauen. Ist einmal ein neues Leben im Haus, bekommt dieses verdientermaßen einen hohen Stellenwert. Das bedeutet aber auch, dass der Mann einen Teil seines Stellenwertes abgeben muss. Die Mutter geht eine Art Symbiose mit dem Neugeborenen ein, widmet ihre gesamte Zeit und Kraft dem Baby. Der Mann, der auf einen Teil seiner Aufmerksamkeit ab sofort verzichten muss, kann daraufhin Depressionen entwickeln.

Frauen, die an diesem Punkt schmunzeln, sollen sich in Erinnerung rufen, dass es für sie genauso schwer ist, ihre Befindlichkeiten zu beeinflussen. Öffentliche Information führte bei Männern zu einem Umdenken, was psychische Erkrankungen von Frauen betrifft. Im Falle der Wochenbettdepression beim Mann ist es umgekehrt. Hier muss Verständnis von den Frauen eingefordert werden.

Die Symptome einer Postpartalen Depression beim Mann sind die gleichen wie weiter oben beschrieben. Bei Männern können noch verstärkt Reizbarkeit und Aggression dazukommen.

Anlaufstellen

Erste Anlaufstellen sind Frauenarzt und Psychiater. In vielen Krankenhäusern wird die Hilfe von Sozialarbeitern angeboten.

Wer seinen täglichen Arbeiten nicht mehr nachkommen kann, der hat die Möglichkeit, die Hilfe eines sozialen Dienstes in Anspruch zu nehmen. In Österreich und Deutschland bieten viele Städte und Gemeinden solch einen sozialen Dienst an.

Beratungs- und Hilfsangebote

Hotlines und anonyme Krisennotrufdienste:

Diese beispiellose Hotline gibt es derzeit nur in Deutschland.

Deutschland:

Österreich:

Schweiz:

Können auch Adoptivmütter betroffen sein?

Adoptiveltern können genauso von einer Postpartalen Depression betroffen sein. Leider bekommt dieser Umstand nicht dieselbe Beachtung wie die herkömmliche Wochenbettdepression. Die Symptome können bei Adoptiveltern ähnlich sein. Betroffen sind davon bis zu 32 % der Adoptiveltern.

Wochenbettdepression nach Fehlgeburt?

Nach einer Fehlgeburt leiden Frauen häufig an einer Depression, die jedoch nicht mit einer völlig natürlichen Trauerphase verwechselt werden darf. Für die Phase der Trauer können und dürfen keine Zeiten festgesetzt werden, denn jeder trauert anders. Fühlt man sich jedoch nach einer für das eigene Empfinden langen Zeit nach einer Fehlgeburt emotionslos und leidet dazu auch noch an anderen oben erwähnten Symptomen, ist es angeraten, den Verdacht von einem Psychiater abklären zu lassen.

Keine Schuldgefühle!

Schuldgefühle kommen bei den Betroffenen oft vor, sind aber unangebracht. Niemand kann etwas für die Erkrankung. Niemand ist schuld. Sich zusammenreißen ändert nichts an der Tatsache, dass die Erkrankung existiert. Der einzig richtige Schritt ist es, sich schnellstmöglich in Behandlung zu begeben.

Kleine Aufmunterung (leider nur für Frauen): Stars und Sternchen mit Wochenbettdepression

Ihr seid nicht allein! Deshalb hier eine unvollständige Auflistung von Stars und Sternchen, die an einer Wochenbettdepression gelitten haben:

  • Adele
  • Alanis Morissette
  • Amanda Peet
  • Britney Spears
  • Brooke Shields
  • Céline Dion
  • Chrissy Teigen
  • Courteney Cox
  • Gwyneth Paltrow
  • Hayden Pennetriere
  • Jennifer Lopez
  • Mila Kunis
  • Victoria Beckham

Leider trauen sich Männer nach wie vor nicht, in der Öffentlichkeit zu ihrer Postpartalen Depression zu stehen. Man findet keine einzige männliche Berühmtheit, die sich zu dieser Erkrankung öffentlich äußert. Anders jedoch sieht es aus, wenn man nach Männern mit Depressionen sucht. Darunter befinden sich Größen wie Jim Carrey, Mel Gibson, Kanye West und Robbie Williams.

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