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Milchgebiss: Wann bekommen Babys Zähne?

Milchgebiss

Zahnen bei den Babys ist ein langwieriger Prozess, der von den Eltern mit großer Spannung erwartet wird. Jedes Kind erlebt den Durchbruch der Milchzähne unterschiedlich. Bei manchen Kindern sind die typischen Beschwerden kaum wahrnehmbar, bei anderen wiederum können die mit Zahnen verbundenen Schmerzen ziemlich heftig sein. Für die Eltern sind die Ursachen der Beschwerden nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, sie sind sich nicht sicher, woher die Schmerzen bei ihrem Kind kommen. Zu diesem Zeitpunkt bekommen die Kinder ihre ersten Infektionen, die oft von Fieber und Durchfall begleitet sind. Wenn sie dazu noch zahnen, ist die Besorgnis der Eltern um ihre Sprösslinge verständlich. Diese Zeit ist sowohl für das Baby wie auch für die Eltern von großer Bedeutung: Mit den ersten Zähnchen wacht bei Kindern das Interesse für feste Speisen.

Der Durchbruch der Milchzähne: So äußert sich das Zahnen

Nicht nur das Zahnen verläuft bei den Kindern individuell und unterschiedlich, sondern die gesamte Entwicklung. Manche Babys müssen unangenehme Schmerzen ertragen, bei den anderen wiederum verläuft das Zahnen beschwerdefrei. Das betrifft auch die äußeren Anzeichen. Manche Eltern merken es fast nicht, dass bei ihren Kleinen das Zahnen angefangen hat. Bei anderen Kindern kommen die Milchzähne mit vielen unangenehmen Nebeneffekten, bei denen die Schmerzen sehr heftig sein können. Appetitlosigkeit und rote, raue Wangen, sind auch Anzeichen für das Zahnen bei Babys. Es kann auch sein, dass euer Kind unausgeglichener ist als sonst und es kann auch Schwierigkeiten mit Schlafen haben. Achtet auf eure Kinder ganz aufmerksam. Sie nehmen in der Regel gern alles in den Mund, im Notfall auch die eigene Hand. „Sabbert“ ein Kind ungewöhnlich stark, dann kann es ein Indiz für den Durchbruch der Milchzähne sein. Des Weiteren ist es ein Hautausschlag oder ein wunder Po, die für das Zahnen sprechen können. Zahnen bei Babys kommt oft mit einem geschwächten Immunsystem zusammen, sodass die Kinder Fieber oder einen leichten Schnupfen bekommen können. Aber keine Sorge – das ist völlig normal und gehört beim Zahnen dazu.


Die typischen Symptome des Zahnens im Überblick:

  • das „Sabbern“
  • gerötete und heiße Wangen
  • geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch
  • der Appetit lässt stark nach
  • Verstimmtheit, das Kind weint und quengelt mehr, dazu kommt ein unruhiger Schlaf
  • das Kind sucht vermehrt nach Körperkontakt.
  • sich wiederholende Infektionen.

Wichtig: Bei länger andauerndem hohen Fieber und starken Durchfällen solltet ihr unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen.

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Wann beginnt der Durchbruch der Milchzähne?

Die Milchzähne sind schon vor der Geburt des Kindes im Kiefer angelegt. Der genaue Zeitpunkt des Zahnens ist unterschiedlich, aber im Schnitt ist es der sechste Lebensmonat. Die Milchzähne brechen schubweise durch, die Reihenfolge ist folgendermaßen festgelegt:

  1. Untere mittlere Schneidezähne. Als erste erscheinen die unteren Schneidezähne. Die Babys bekommen sie zwischen dem fünften und zehnten Lebensmonat. Die Entwicklung der Zähne ist genetisch festgelegt und vererblich, das heißt also, dass eures Baby die Zähne ungefähr zu dieser Zeit bekommt, wie ihr.
  2. Obere mittlere Schneidezähne. Die oberen Schneidezähne sind als nächste an der Reihe. Sie wachsen zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat, meistens geschieht es paarweise.
  3. Obere Frontzähne. Zwischen dem neunten und dreizehnten Monat kommen die oberen Frontzähne zum Vorschein. Im oberen Kiefer ist dann eine zusammenhängende Reihe von vier Zähnen sichtbar.
  4. Untere Frontzähne. Zwischen dem zehnten und dem sechzehnten Lebensmonat bekommt euer Baby die unteren Frontzähne (rechte und linke Seite).
  5. Obere Backenzähne. Die sogenannten Molaren (die ersten Backenzähne), sind die größeren Zähne ganz hinten im Mund. Sie brechen vom zwölften bis zum 18. Lebensmonat durch.
  6. Die ersten unteren Backenzähne. Ungefähr zu selber Zeit wie die oberen Backenzähne bekommt das Kind die unteren Backenzähne.
  7. Obere Eckzähne. Zwischen dem 16 und dem 22. Lebensmonat füllen die oberen Eckzähne die Lücke zwischen den Schneide- und Backenzähnen. Auch die unteren Eckzähne wachsen ebenfalls zu diesem Zeitpunkt.
  8. Untere zweite Backenzähne. Die Zeit für die unteren hinteren Backenzähne ist zwischen dem 20. und dem 31. Monat reif.
  9. Obere zweite Backenzähne. Die letzten Milchzähne kommen dann mit 25 bis 33 Monaten. Ein vollständiges Milchgebiss mit 20 Zähnen haben die meisten dreijähriger Kinder.

Milchzähne richtig pflegen – so geht das

Die ersten Kinderzähne sollten von Anfang an richtig gepflegt werden. Es genügt vorerst, die Milchzähne täglich mit einer weichen Zahnbürste und nur mit Wasser zu putzen. Auch eine Fingerzahnbürste leistet hier gute Dienste. Auf diese Weise können Eltern das Zahnen durch sanftes Massieren des Zahnfleisches unterstützen. Mit der Zeit kann die Zahnpasta zum Einsatz kommen. Anfangs können Kinder Probleme beim Zähneputzen machen, deswegen sollten Eltern die Zahnpflege auf spielerische Art gestalten, damit es zu einem festen Ritual wird. Wenn die Kinder etwa zwei Jahre alt sind und das Milchgebiss vollständig durchgebrochen ist, sollten die Zähne zwei Mal am Tag gepflegt werden. Etwa zu dieser Zeit könntet ihr eurem Kind die ersten eigenen Putzversuche gönnen, auch wenn es vielleicht nicht auf Anhieb klappt.


Hinweis
Die Milchzähne besitzen einen sehr dünnen Schmelz, der beim Zahnen noch nicht ganz ausgereift ist. Deswegen sind die ersten Beißerchen besonders anfällig für Karies. Je früher man mit der Zahnpflege beginnt, desto besser sind die Milchzähne geschützt. Für die Zahnreinigung der Milchzähne empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) die Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid. Falls das Kind Tabletten mit Fluorid bekommt, dann ist eine fluoridfreie Zahnpasta für Kinder zu empfehlen, weil sonst die Fluoridmenge zu groß wäre. Zu hohe Fluoridmengen können später zu weißen Flecken oder braunen Verfärbungen des Zahnschmelzes führen.

Gelbe Milchzähne – die Ursachen

Zähneputzen ist nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung bei Kindern. Werden die Zähne unregelmäßig und nur ein Mal pro Tag geputzt, so kann es zu gelben Verfärbungen des Zahnschmelzes kommen. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass ihr Kind mindestens zwei- bis sogar dreimal am Tag die Zähne putzt. Das verhindert die Entstehung des gelben Zahnbelags (Bakterien). Falls eine gründliche Zahnpflege keine Besserung bringt, muss das Kind vom Zahnarzt untersucht werden. Eine professionelle Zahnreinigung, bei der der Zahnbelag entfernt wird, löst dann das Problem. Die anderen Ursachen für gelbe Kinderzähne können eingenommene Eisenpräparate oder bestimmte Medikamente sein, die das Kind über längere Zeit eingenommen hat. Auch Verletzungen nach einem Sturz können eine Verfärbung der Milchzähne verursachen. Diese Verfärbungen lassen sich jedoch nicht entfernen. Durch ordentliche Mundhygiene kann man lediglich dafür sorgen, dass sich der Zustand nicht weiter verschlimmert.

Was hilft eurem Baby beim Zahnen?

Zahnen ist bei Kindern oft mit unangenehmen Schmerzen verbunden. Damit das Baby weniger leidet, könntet ihr es aktiv unterstützen. Das kann dabei helfen:

1.Bernsteinkette. Obwohl es wissenschaftlich nicht bewiesen ist, schwören viele Hebammen und Mütter auf die Wirkung der Bernsteinkette beim Zahnen. Es ist bewiesen, dass Bernstein viele ätherische Öle enthält. Diese Öle haben eine wohltuende Wirkung auf das Organismus eines Kindes. Bernsteinöl beispielsweise beeinflusst beim Massieren die Blutzirkulation positiv und wirkt sich beruhigend aus. Diese beruhigende Wirkung soll dem Kind helfen, die schwere Zeit des Zahnens etwas zu mildern. Achtet jedoch beim Kauf der Bernsteinkette, dass sie tatsächlich für Babys geeignet ist. Solche spezielle Ketten gibt es ausschließlich im Baby-Fachhandel. Darüber hinaus muss sie aus Sicherheitsgründen folgende Eigenschaften aufweisen:

  • eine Sollbruchstelle muss vorhanden sein, z.B. ein Steckverschluss, der sich bei Zug an der Kette von alleine öffnen soll.
  • eine Bernsteinkette für Kinder muss reißfest und robust sein, 90 Newton sind hier ein Richtwert.
  • die Bernsteine müssen unbedingt einzeln verknotet sein. Falls die Kette irgendwann reißen sollte, löst sich dann lediglich nur ein Stein.

2. Beißring. Der Beißring soll zum Einsatz kommen, sobald das Kind versucht, an der Plastikplatte des Schnullers zu kauen. Ein Beißring ist leicht zu reinigen und hat keine Kanten, an denen sich das Kind verletzen könnte. Manche Beißringe sind mit Wasser gefüllt. Man kann sie im Kühlschrank abkühlen und so dem Kind zum Herumkauen geben. Die Kälte unterstützt nämlich das Zahnen, indem sie die Durchblutung des Zahnfleisches reduziert. Es kann deshalb besser abschwellen und tut nicht mehr so weh. Achtet beim Kauf auf geprüfte Qualität des Beißrings. Er sollte vor allem frei von PVC und ohne Weichmacher sein. Ein guter Beißring sollte zudem ein Prüfsiegel (wie das TÜV-Zeichen) oder gute Testnoten der Stiftungen Waren- und Ökotest aufweisen.

3. Zärtlichkeit und Ablenkung. Eltern sollen durch mehr Zärtlichkeit ihre Kinder während des Zahndurchbruchs unterstützen. Das könnten zusätzliche Kuscheleinheiten, Wiegen in den Armen und Herumtragen sein. Ablenkung in Form von Spieleinheiten und Spaziergängen lassen die Beschwerden für eine Weile vergessen.

4. Akupressur. Diese Methode kann eine Linderung der Schmerzen beim Zahnen verschaffen. Ihr solltet den Punkt Di 11 drücken, der sich am äußeren Ende der Ellenbogenfalte befindet.

5. Gels gegen Schmerzen. Spezielle Gels zum Auftragen enthalten in der Regel ein Lokalanästhetikum und Kamille Extrakte. Die Gels sollten insbesondere vor den Mahlzeiten und vor dem Einschlafen angewendet werden.

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