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Zahnen beim Baby: Effektive Tipps, Symptome und Anzeichen

Milchgebiss

Ist euer Baby im Moment schlecht gelaunt, steckt sich häufig die Fäustchen in den Mund oder habt ihr vielleicht einen vermehrten Speichelfluss bei eurem Liebling festgestellt? All das kann darauf hindeuten, dass euer Baby seine ersten Milchzähne bekommt. In diesem Artikel erfahrt ihr unter anderem, mit welchen Symptomen sich das sogenannte Zahnen bemerkbar macht und in welcher Reihenfolge die Zähnchen durchbrechen. Außerdem haben wir hilfreiche Tipps für euch zusammengestellt, wie ihr eurem Baby das Zahnen erleichtern könnt.

Wann kommen die ersten Milchzähne?

Sobald der erste Milchzahn durch das Zahnfleisch lugt, sind Eltern entzückt und werden sich lange an dieses Ereignis erinnern. Kein Wunder, mit dem ersten Zähnchen wird ja irgendwie schon ein kleiner neuer Lebensabschnitt eingeläutet, denn das Gebiss bereitet sich auf die Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung vor. Doch wann genau machen sich die ersten Zähne bemerkbar?

Der Zeitpunkt, an dem die ersten sichtbaren Milchzähne schubweise durchbrechen, ist von Baby zu Baby unterschiedlich. In den meisten Fällen jedoch zeigt sich das erste Zähnchen etwa im Alter zwischen sechs und neun Monaten. Vorhanden sind die Zähne allerdings schon viel länger, denn diese werden bereits während der Schwangerschaft angelegt und warten versteckt im Kieferknochen darauf, auszubrechen.

Bei manchen Babys zeigt sich der erste Zahn mit vier Monaten sogar schon etwas früher. Es kann allerdings genauso gut vorkommen, dass euch euer Baby mit neun oder zehn Monaten immer noch zahnlos anstrahlt und in ganz seltenen Fällen kommen Babys schon mit einem Zahn auf die Welt. Der sogenannte Hexenzahn oder das Hexenzähnchen ist jedoch äußerst selten und kommt nur bei einem von 2000 bis 3000 Babys vor.

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Jedes Baby entwickelt sich ganz individuell und so verhält es sich natürlich auch bei den Zähnen. Sollte bei eurem Baby also mit neun Monaten noch weit und breit kein Zähnchen zu sehen sein, ist dies sicherlich kein Grund zur Sorge. Habt einfach noch etwas Geduld und genießt die Zeit, in der ihr und euer Baby noch von den Symptomen des Zahnens verschont bleibt. Mit einer Entwicklungsverzögerung hat es übrigens nichts zu tun, sollte sich der erste Zahn noch ein bisschen länger im Kieferknochen verstecken.

Gut zu wissen:
Sind bei eurem Kind mit 14 Monaten noch keine Anzeichen für die ersten Zähnchen zu erkennen, solltet ihr vorsichtshalber einen Zahnarzt aufsuchen. Zwar ist ein spätes Durchbrechen der Zähne meist erblich bedingt, aber so seid ihr auf der sicheren Seite.

In welcher Reihenfolge kommen die Zähne?

Das Gebiss eines Kindes besteht aus insgesamt 20 Milchzähnen, doch welcher Zahn lässt sich wohl zuerst blicken und verleiht eurem Liebling ein noch niedlicheres Lächeln? Meist brechen die Milchzähne in einer bestimmten Reihenfolge durch und sobald der erste Zahn zu sehen ist, kommt ungefähr jeden weiteren Monat ein neuer Zahn hinzu. Dabei brechen bei fast allen Kindern die unteren zentralen Schneidezähne zuerst durch das Zahnfleisch, gefolgt von den beiden zentralen Schneidezähnen im Oberkiefer sowie den seitlichen Frontzähnen.

Sobald alle acht Schneidezähne zu sehen sind, brechen nach und nach die insgesamt zwölf Backen- und Eckzähne durch. Bis auch der letzte Backenzahn zu sehen und das Milchgebiss komplett ist, sind die Kinder meist zwischen zwei und drei Jahre alt. Fast schon schade, dass die Milchzähne bereits in wenigen Jahren wieder ausfallen, um von den bleibenden Zähnen abgelöst zu werden. Aber bis es so weit ist und euch euer Kind stolz mit seiner ersten Zahnlücke anlacht, müssen erst einmal die Milchzähne wachsen.

Woran ihr erkennen könnt, dass euer Baby zahnt

Weinen, quengeln, vermehrter Speichelfluss, Probleme beim Ein- und Durchschlafen sowie schlechte Laune gehören zu den typischen Anzeichen beim Zahnen. Dass ihr den ersten Zahn eures Kindes nur durch Zufall bemerkt, ist leider nur eine seltene Ausnahme. In den meisten Fällen ist das Zahnen mit Schmerzen und weiteren Komplikationen verbunden und kann sowohl für das Kind als auch für die Eltern zu einer starken Belastungsprobe werden.

Die Anzeichen für das Sprießen der ersten Zähne sind völlig individuell und können sich in ihrer Dauer und Intensität voneinander unterscheiden. Nicht immer sind die Symptome bei jedem neuen Zahn gleich, oft sind diese stärker oder schwächer ausgeprägt als beim vorangegangenen Durchbruch. Dass ein neuer Zahn durchbricht, erkennt ihr häufig zuerst daran, dass euer Baby häufiger quengelt und weinerlich ist. Kein Wunder, jeder der schon einmal Zahnschmerzen hatte, weiß, wie sich Schmerzen im Mund und in der Kopfregion anfühlen.

Sprießt ein neuer Zahn, könnt ihr dies auch an den roten und heißen Bäckchen bei eurem Kind erkennen. Die sogenannten Rot- oder Zahnungsbäckchen kommen daher, dass beim Zahnen die Partie rund um den Kiefer stärker durchblutet wird, wodurch wiederum die Bäckchen eine rötliche Farbe aufweisen können. Zudem wird beim Zahnen die Speichelproduktion angeregt, was dazu führt, dass euer Baby viel sabbert. Durch den erhöhten Speichelfluss kann es um den Mund herum vorübergehend zu Hautirritationen oder zu einem kleinen rötlichen Ausschlag kommen.

Da die Kieferknochen während dem Zahnen spannen und sich die Zähnchen zum Durchbrechen Platz verschaffen müssen, ist meist das betroffene Zahnfleisch stark gerötet und geschwollen. Gleichzeitig schmerzt und juckt das Zahnfleisch. Das schmerzende und juckende Zahnfleisch ist auch der Grund, warum zahnende Babys noch häufiger als sonst ihre Hände oder greifbare Gegenstände in den Mund stecken und ausgiebig darauf herumkauen.

Wir haben euch die häufigsten Anzeichen für das Zahnen auf einen Blick zusammengefasst:

  • Die Backen sind gerötet und heiß.
  • Die Haut im Gesicht ist sehr sensibel, wund und gerötet.
  • Der Schlaf ist unruhig und mit einem häufigen Aufwachen verbunden.
  • Das Baby hat schlechte Laune, ist weinerlich sowie unzufrieden und quengelt viel.
  • Der Speichelfluss ist stark erhöht und das Baby sabbert viel.
  • Gegenstände oder die eigenen Hände werden häufig zum Kauen in den Mund gesteckt.
  • Das Zahnfleisch ist gerötet sowie geschwollen und kann hellweiße Stellen aufweisen.
  • Das Baby sucht eure Körpernähe und ist anhänglicher.
  • Das Baby hat entweder keinen großen Appetit oder will häufiger angelegt werden.
  • Erhöhte Temperatur (maximal bis 38,5 ° C), weicher Stuhl und ein wunder Popo.

In den meisten Fällen lassen die Symptome wenige Tage nach dem Durchbrechen des Zahns wieder nach und ihr und euer Baby könnt neue Kraft sammeln, bis sich der nächste Milchzahn ankündigt.

Bitte beachten:
Die aufgezählten Symptome können vereinzelt oder in Kombination sowie unterschiedlich stark auftreten. Oft werden Babys beim Zahnen zwar von Schmerzen geplagt, in selteneren Fällen geschieht das Zahnen jedoch ohne erkennbare Begleiterscheinungen und plötzlich lugt eine weiße Kante aus dem Zahnfleisch hervor.

Warum Zahnen oft mit einem Infekt einhergeht

Bei einigen Kindern kann das Zahnen mit Fieber, Durchfall oder anderen Anzeichen eines Infekts einhergehen. Es ist allerdings ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Fieber & Co. Begleiterscheinungen vom Zahnen sind. Vielmehr deuten Durchfall, Fieber, anhaltende Appetitlosigkeit, Erbrechen sowie Blasen im Mundraum auf einen Infekt hin. Dass beim Zahnen vermehrt Infekte auftreten können, liegt laut Ärzten daran, dass das Immunsystem des Kindes in dieser Zeit geschwächt ist. Gleichzeitig lässt der sogenannte Nestschutz in der Zeit des Zahnens nach und Viren haben ein leichtes Spiel.

Erkältungen oder andere fiebrige Infekte können nicht so leicht abgewehrt werden, da der Körper des Kindes viel Kraft für das Durchbrechen der Milchzähne aufwenden muss. Eine leicht erhöhte Körpertemperatur bis 38,5 ° C sowie weicher Stuhlgang stellen hingegen typische Anzeichen für das Zahnen dar und können durchaus vorkommen. Da das Durchbrechen des ersten Milchzahns häufig in die Zeit der Umstellung auf feste Nahrung fällt, können unübliche Darmaktivitäten, wie vorübergehender Durchfall oder Verstopfung, durchaus hin und wieder auftreten.

Bitte beachten: Leidet euer Kind unter ernsteren und länger anhaltenden Krankheitssymptomen, wie Fieber, Hautausschlägen oder anhaltender Appetitlosigkeit, solltet ihr unbedingt den Kinderarzt aufsuchen. Das Gleiche gilt, sollte euer Kind länger als einen Tag unter Durchfall leiden.

Was hilft bei Zahnschmerzen?

Zum Glück gibt es einige Hilfs- und Hausmittel, die Schmerzen sowie den Juckreiz beim Zahnen lindern können und die sich seit vielen Jahren bewährt haben. Wir haben euch die besten Zahnungshilfen zusammengestellt, damit euch euer Baby bald wieder glücklich und zufrieden anlächeln kann und das mit seinen niedlichen ersten Zähnchen:

Beißring

Beißringe gehören zu den Lieblings-Gegenständen von Babys und werden seit jeher verwendet, denn das Herumkauen auf einem Beißring stellt in der Zeit des Zahnens eine Wohltat dar. Zudem kann ein Beißring dabei helfen, den durch das Durchbrechen der Zähne entstehenden Juckreiz sowie die Schmerzen zu lindern, indem er Babys eine große Kaufläche bietet.

Achtet bei einem Beißring jedoch unbedingt darauf, dass dieser keine schädlichen Materialien enthält und nicht kaputtgehen kann. Zudem sollte der schadstofffreie Beißring unterschiedliche Oberflächen besitzen, um für ein abwechslungsreiches Beißgefühl beim Baby zu sorgen. Um Verletzungen vorzubeugen ist es außerdem wichtig, dass der Beißring keine spitzen Kanten oder Ecken besitzt. Der Beißring sollte mit Spülmittel unter warmen Wasser oder in der Spülmaschine gereinigt werden können.

Konnte ein Beißring bei eurem Baby das Zahnen erleichtern?

Bewahrt den Beißring am besten vor der Benutzung für einige Zeit im Kühlschrank auf, denn durch den kühlenden Effekt wird die Durchblutung im Zahnfleisch reduziert und die Schwellung geht zurück. In das Gefrierfach sollte der Beißring jedoch nicht gelegt werden, ansonsten können Verletzungen im Mundraum durch Erfrierungen entstehen.

Hier findet ihr einen hochwertigen und gleichzeitig niedlichen Beißring aus Naturkautschuk, bei welchem euer Liebling kraftvoll zubeißen kann

Bitte beachten: Veilchenwurzel anstelle eines industriell hergestellten Beißrings zu verwenden, ist umstritten, denn diese kann gewisse Risiken bergen. Zwar sind Veilchenwurzeln natürlich, allerdings besteht die Gefahr, dass sich auf diesen Bakterien oder Keime befinden. Denn selbst, wenn die Wurzel regelmäßig ausgekocht wird, können sich sehr schnell Keime darauf bilden und sich vermehren. Solltet ihr die Veilchenwurzel dennoch ausprobieren wollen, achtet unbedingt auf eine ausreichende Hygiene. Kocht diese regelmäßig aus und lasst die Wurzel anschließend gut durchtrocknen. Außerdem müssen rissige sowie kaputte Wurzeln umgehend entsorgt werden.

Zahnfleisch- sowie Fußreflexzonenmassagen

Eine sanfte Massage des gereizten Zahnfleischs wirkt sich schmerzlindernd auf das Zahnen aus und lindert den Juckreiz. Wascht für die Massage im Vorfeld eure Hände und massiert das Zahnfleisch mit eurem Finger. Alternativ könnt ihr speziell genoppte Fingerlinge aus Silikon verwenden, welche sich auch hervorragend für die erste Zahnpflege eignen. Um den positiven Effekt der Zahnfleischmassage zu erhöhen, könnt ihr zusätzlich ein schmerzlinderndes Zahnungsgel aus der Apotheke verwenden oder das Zahnfleisch ganz einfach mit gekühltem Kamillentee einreiben und massieren.

Hier kommt ihr zu den praktischen Fingerlingen:

Nicht nur eine Zahnfleischmassage übt eine wohltuende Linderung beim Zahnen aus, auch das Massieren der Fußreflexzonen kann eurem Baby helfen. Massiert dabei sanft die Zehenkuppen eures Babys, denn dort liegen die Reflexzonen der Kauleisten. Zudem lässt sich euer zahnender Liebling durch die körperliche Nähe und die Streicheleinheiten besser beruhigen.

Schmerzlinderndes Betäubungsgel

Sind die Schmerzen beim Durchbrechen der Zähne sehr stark, kann ein spezielles und rezeptfreies Betäubungsgel aus der Apotheke verwendet werden. Diese wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und werden in der Regel vor den Mahlzeiten sowie vor dem Schlafengehen auf die Kieferleisten aufgetragen und enthalten meist Auszüge aus Kamille.

Um eventuellen Schluckbeschwerden vorzubeugen, solltet ihr nur eine kleine Menge des Betäubungsgels verwenden und auf das betroffene Zahnfleisch auftragen. Achtet außerdem darauf, dass das Betäubungsgel keinen Zucker enthält, denn dieses greift die eben erst durchgebrochenen Zähnchen an. Am besten lasst ihr euch im Vorfeld von eurem Kinderarzt oder in der Apotheke über die Anwendung beraten.

Homöopathische Mittel

Auch die Kräfte der Natur können einen positiven Einfluss auf das Zahnen bei Babys ausüben. So schwören viele Eltern auf die sogenannten Osanit-Kügelchen, um die Schmerzen beim Durchbrechen der Zähne zu lindern. Bei den Osanit-Kügelchen handelt es sich um zuckerfreie Streukügelchen, die ganz unproblematisch in die Backentaschen eures Babys gelegt werden. Dabei können die Globuli bei akuten Schmerzen alle fünfzehn bis dreißig Minuten verabreicht werden. Sobald die Symptome nachlassen, solltet ihr die Gabe der Kügelchen wieder reduzieren. Auch folgende Globuli können das Zahnen positiv beeinflussen:

  • Belladonna
  • Chamomilla (Kamille)
  • Magnesium phosphoricum
  • Calcium phosphoricum

Einige Eltern schwören hingegen auf die Escatitona-Zahnungstropfen, welche dem Baby mit etwas Flüssigkeit verabreicht werden. Auch Schüssler-Salze oder Bachblüten können beim Durchbrechen der Zähne für eine Linderung sorgen. Am besten ist es, ihr holt euch diesbezüglich den Rat eurer Hebamme.

Bitte beachten:
Auf Schmerzmittel solltet ihr nur im Notfall zurückgreifen und nur, wenn der Kinderarzt diese verschrieben hat. Das Gleiche gilt für spezielle Fieber- oder Zahnungszäpfchen.

Hartes Brot oder gekühlte Obst– und Gemüsestücke

Ein sehr einfacher Tipp, der sich allerdings über Generation bewährt hat, ist, eurem zahnenden Baby ein hartes Stück Brot zu geben, um ausgiebig darauf herumzukauen. Auch andere harte Lebensmittel, wie zum Beispiel Apfel- oder Karottenstücke, können zum Beißen verwendet werden. Damit sich euer Baby nicht an den Lebensmitteln verschluckt, solltet ihr es jedoch stets beaufsichtigten. Beachtet auch, dass Obst, Gemüse sowie Brot Zucker enthalten, weshalb auf diese Zahnungshilfe nur hin und wieder zurückgegriffen werden sollte. Um den positiven Effekt zu erhöhen und den Juckreiz zu lindern, könnt ihr das Obst oder Gemüse zuvor in den Kühlschrank legen.

Weitere Tipps, um das Zahnen erträglicher zu machen:

Kalter Löffel oder kalter Waschlappen: Auch auf einem zuvor im Kühlschrank aufbewahrten Löffel kann euer Baby herumkauen, um sein Zahnfleisch zu kühlen und dieses zu massieren. Zudem bietet sich ein kalter und gut ausgedrückter Waschlappen zum ausgiebigen Kauen an, denn nicht alle Kinder bevorzugen beim Zahnen harte Gegenstände, wie einen Beißring oder ein hartes Stück Brot.

Kamille- oder Salbeitee: Abwarten und Teetrinken ist auch beim Zahnen im wahrsten Sinne des Wortes ein bewährtes Hausmittel, denn die darin enthaltenen ätherischen Öle haben einen beruhigenden Effekt auf gereiztes und schmerzendes Zahnfleisch. Verwendet ungesüßten sowie gekühlten Kamille- oder Salbeitee und reibt diesen mit eurem gewaschenen Finger oder einem Wattestäbchen sanft auf die Kauleisten. Zusätzlich kann euer Baby den Tee natürlich auch trinken.

Ablenkung und ganz viel Kuscheln: Geduld, liebevolle Ablenkung und ganz viele Kuscheleinheiten sind nach wie vor die beste Medizin, um eurem Liebling das schmerzhafte und unangenehme Zahnen zu erleichtern. Während neue Zähnchen durchbrechen sind die meisten Kinder sowieso anhänglicher und suchen häufig den Körperkontakt zu euch. Nicht nur das gemeinsame Spielen, auch Spazierengehen stellt eine willkommene Abwechslung dar und kann helfen, den Zahnschmerz für einige Zeit zu vergessen.

Häufiger Windel wechseln: Da einige Babys während dem Zahnen unter einem wunden und stark gereizten Popo leiden, kann es helfen, die Windel in kürzeren Abständen zu wechseln. Zudem solltet ihr regelmäßig eine Wundcreme auftragen.

Lätzchen verwenden: Lätzchen und spezielle Halstücher für Babys können verhindern, dass ihr euren Liebling in einer Tour umziehen müsst, weil entweder der Strampler oder das Hemdchen durch den vermehrten Speichelfluss durchnässt ist. Durch das viele Speicheln verliert euer Baby mehr Flüssigkeit, weshalb ihr zudem auf eine ausreichende Trinkmenge achten müsst.

Bernsteinketten mit Vorsicht genießen

Häufig werden Bernsteinketten verwendet, um die Schmerzen beim Zahnen zu lindern. Allerdings sind diese stark umstritten, denn die Wirkung dieser Ketten ist nicht wissenschaftlich belegt. Zudem besteht bei schlecht verarbeiteten Ketten die Gefahr, dass diese reißen und Perlen verschluckt werden, was im schlimmsten Fall zu einem Ersticken führen kann. Wird die Kette um den Hals getragen, können sich Babys zudem strangulieren. Solltet ihr euch dennoch für eine Bernsteinkette entscheiden, achtet beim Kauf unbedingt auf folgende Kriterien:

Um das Wohl eures Kindes zu gewährleisten, müssen die verarbeiteten Bernsteine einzeln verknotet sein, denn sollte die Kette reißen, ist lediglich ein Bernstein lose.
Eine Bernsteinkette muss mindestens bis zu 90 Newton reißfest sein.
Um ein Strangulieren mit der Kette zu verhindern, muss sich diese selbstständig öffnen, was unter anderem bei einem Steckverschluss der Fall ist.

Zahnpflege ab dem ersten Milchzahn

Milchzähne sind sehr anfällig für Karies und bedürfen von Anfang an einer besonderen Zahnpflege. Zwar sind die Wurzeln von Milchzähnen bereits fest im Kiefer verankert, allerdings ist der Mineralstoffgehalt deutlich geringer, als es bei den bleibenden Zähnen der Fall ist. Hinzu kommt, dass der Zahnschmelz von Milchzähnen mit höchstens 1 mm nur die Hälfte so dick ist wie bei den zweiten Zähnen.

Aus diesen Gründen muss bereits ab dem ersten Zahn regelmäßig geputzt werden, um eine gesunde Mundhygiene zu gewährleisten. Laut Zahnärzten wird durch das frühzeitige und regelmäßige Zähneputzen ab dem ersten Milchzahn die gesunde Zahnentwicklung gefördert und Karies effektiv vorgebeugt. Neben dem regelmäßigen Zähneputzen ist zudem eine gesunde und gleichzeitig zuckerarme Ernährung essenziell, um Karies vorzubeugen und den wichtigen Zahnschmelz zu erhalten.

Doch wie werden die Zähne eures Babys überhaupt richtig geputzt? Beim ersten Zahn reicht es, diesen morgens und abends mit einer speziellen Fingerzahnbürste zu reinigen. Diese sogenannten Fingerlinge, welche häufig aus Silikon hergestellt werden, eignen sich gleichzeitig dafür, um das gereizte Zahnfleisch beim Durchbrechen der Zähne zu massieren. Anstelle einer Fingerzahnbürste könnt ihr das erste Zähnchen auch einfach zweimal täglich mit einem Wattestäbchen oder einem weichen Tuch reinigen.

Ab dem zweiten Zahn solltet ihr auf eine spezielle Zahnbürste für Babys zurückgreifen, die meist gleichzeitig als Beißring verwendet werden kann. Gewöhnt euer Baby mit Spaß und lustigen Ritualen an das Zähneputzen und seid ihm stets ein gutes Vorbild in Sachen Zahnhygiene. Indem ihr euer Kind mit der Zahnbürste spielen lasst, kann es sich zudem spielerisch an das Zahnputz-Ritual gewöhnen. Sobald euer Kind verlässlich ausspucken kann, sollte für das Zähneputzen außerdem eine kleine Menge Kinderzahnpasta verwendet werden, um den Zahnschmelz zu härten.

Das A und O der Zahnpflege bei Babys und Kleinkindern ist, diese keine gesüßten oder säurehaltigen Getränke, wie beispielsweise gesüßten Tee oder Fruchtsäfte, durch ein Fläschchen trinken zu lassen. Hin und wieder könnt ihr jedoch Säfte mit ganz viel Wasser verdünnen und diese nicht in das Fläschchen, sondern in einen kind- und altersgerechten Becher füllen.

Hier kommt ihr zu einer Zahnbürste, die auf die speziellen Bedürfnisse der ersten Milchzähne eingeht:

Bitte beachten:
Zu einer guten Zahnpflege gehört auch, dass ihr mit eurem Kind regelmäßig zum Zahnarzt geht, damit dieser die kindliche Gebissentwicklung kontrollieren und bei eventuellem Kariesbefall rechtzeitig handeln kann.

Kann trotz Zähnchen weiterhin gestillt werden?

Nur weil euer Baby mittlerweile ein paar Zähnchen hat, bedeutet das nicht automatisch, dass ihr abstillen müsst. Jede Mama muss für sich selbst entscheiden und herausfinden, ob das Stillen mit Zähnchen als unangenehm empfunden wird oder schmerzhaft ist. Zudem beißen nicht alle Babys beim Stillen zu. Hinzu kommt, dass die ersten Milchzähne im Unterkiefer durchbrechen und Babys ihre Zunge beim Saugen sowieso über ihre untere Kauleiste schieben. Somit ist die empfindliche Brustwarze besser vor schmerzhaften Bissen geschützt.

Kleiner Tipp: Brechen auch im Oberkiefer Zähne durch und euer Baby beißt hin und wieder zu, kann es helfen, euren kleinen Finger in den Mundwinkel eures Schatzes zu schieben. So könnt ihr das Saugen an eurer Brust sanft unterbrechen und euer Baby lernt, dass keine Milch fließt, sollte es zubeißen.

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