Startseite Baby Baby schläft nicht – 8 Tipps, die ihr wissen solltet!

Baby schläft nicht – 8 Tipps, die ihr wissen solltet!

Baby schläft nicht

Ein guter und erholsamer Schlaf fördert maßgeblich die Entwicklung sowie das Wachstum von Babys. Gleichzeitig werden die vielen neuen Eindrücke im Schlaf verarbeitet und Energie für den nächsten aufregenden Tag gesammelt. Doch was tun, wenn das Baby schlecht schläft, häufig schreiend aufwacht oder gar nicht einschlafen will?

In diesem Artikel erfahrt ihr das Wichtigste rund um das Thema Schlaf bei Babys und wir informieren euch über mögliche Gründe für Ein- sowie Durchschlafprobleme. Zudem stellen wir euch Tipps und Tricks vor, wie sich der Schlaf eures Babys verbessern lässt und der Satz „Schlafen wie ein Baby“ nicht nur eine Redewendung bleibt.

Wie viel Schlaf brauchen Säuglinge?

Der Schlaf-Wach-Rhythmus von Babys ändert sich im ersten Lebensjahr und auch darüber hinaus sehr stark und wird immer neu angepasst. Bereits um die 36. Schwangerschaftswoche herum entwickeln sich beim Ungeborenen verschiedene Phasen des Schlafens, Wachens und Träumens, welche in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt in etwa beibehalten werden und gleichmäßig über den Tag sowie die Nacht verteilt sind. Erst mit der Zeit lernen Säuglinge, sich auf den Wechsel zwischen Tag und Nacht einzustellen und im Zuge dessen regelmäßige Schlafens- und Essenszeiten zu entwickeln. Das Schlafbedürfnis liegt bei Neugeborenen im Durchschnitt zwischen 16 und 18 Stunden täglich, wobei in der Regel nicht länger als 1,5 Stunden bis maximal 3 Stunden an einem Stück geschlafen wird. Neugeborene haben einen erhöhten Nahrungsbedarf, weshalb sie regelmäßig aufwachen, um diesen zu stillen. Dabei ist es dem Baby ganz egal, welche Uhrzeit gerade ist.

Baby schnarcht

Wie gefällt dir der Artikel bisher?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
Bitte bewerte den Beitrag: Baby schläft nicht – 8 Tipps, die ihr wissen solltet!! Aktuell gibt es 2 Bewertungen mit 5,00 von 5 Sternen!

In den ersten drei bis vier Monaten schlafen Babys nachts hauptsächlich in einem leichten REM-Schlaf (Leicht- oder Traumschlafphase), wohingegen die Tiefschlafphasen weniger stark ausgeprägt sind. Doch durch diesen wichtigen Schachzug der Natur ist gewährleistet, dass die neugeborenen Babys erkennen, ob sie Hunger und Durst haben, ihnen kalt oder warm ist, die Windel gewechselt oder ein anderes Bedürfnis befriedigt werden muss. Etwa ab dem 4. Monat entwickeln sich die Babys nach und nach zu Nachtschläfern, was auch den Eltern meist wieder etwas mehr Schlaf beschert. Zudem pendelt sich das Schlafverhalten langsam, aber sicher ein und das Baby beginnt, sich auf einen Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen. Somit schlafen die Babys am Abend ungefähr zur gleichen Zeit ein und wachen in der Nacht sowie in der Früh etwa zur gleichen Zeit auf.

Bis zum 6. Lebensmonat kann die Schlafdauer an einem Stück bereits bis zu sechs Stunden betragen, wobei ein gelegentliches Aufwachen ganz normal ist, um eine oder auch mehrere Milchmahlzeiten einzunehmen und mit gefülltem Bäuchlein weiterschlummern zu können. Theoretisch können Babys jedoch ab einem halben Jahr den Großteil der Nacht ohne Anlegen oder das Fläschchen durchhalten. Etwa im Alter zwischen sieben und neun Monaten beträgt die durchschnittliche Schlafdauer um die 13 bis 15 Stunden, wobei bis zu 11 Stunden davon in der Nacht stattfinden. Spätestens mit einem Jahr haben die meisten Kinder nachts eine längere Schlafperiode und halten nur noch am Vormittag sowie am Nachmittag einen kürzeren Tagesschlaf ab. Die gesamte Schlafdauer beträgt in diesem Alter zwischen 12 und 13 Stunden.

Gründe für Ein- und Durchschlafprobleme

Euer Baby schläft nicht ein, macht die Nacht zum Tag, wacht nachts immer wieder auf oder hat einen sehr unruhigen Schlaf? Ihr hingegen könntet gefühlt jederzeit im Stehen einschlafen? Damit seid ihr nicht allein: Der Schlaf von Babys stellt Eltern insbesondere im ersten Lebensjahr häufig vor eine Herausforderung und der Schlafentzug ist auch der Grund, dass die meisten frisch gebackenen Eltern in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt mit dunklen Augenringen unterwegs sind. Nichtsdestotrotz muss das Baby erst einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln und das dauert seine Zeit. Zudem ist es völlig normal, dass ein Baby nicht von Anfang an wieder allein und ohne eure liebevolle Zuwendung einschläft, sollte es in der Nacht aufwachen.

Erst, wenn ein oder mehrere Punkte häufiger bei eurem Baby auftreten, wird in der Regel von Schlafproblemen gesprochen:

  • Euer Baby schläft sehr spät ein und wacht am nächsten Morgen sehr früh auf
  • Euer Baby wacht nachts häufig auf, ohne hungrig oder durstig zu sein
  • Euer Baby findet nur in den Schlaf, wenn ihr es schaukelt, füttert oder mit ihm kuschelt
  • Euer Baby schläft nur wenige Stunden am Stück und zum Teil nicht länger als eine Stunde durch

Doch woran kann es liegen, dass das Sandmännchen euer Baby Nacht für Nacht bei seinen Besuchen zu überspringen scheint? Probleme beim Ein- oder Durchschlafen können vielseitige Gründe haben. So können neben Hunger und Durst temporäre Ursachen, wie zum Beispiel Krankheiten sowie Wachstums- und Entwicklungsschübe, für einen schlechten Schlaf verantwortlich sein und das Schlafverhalten des Babys ändern. Vor allem, wenn sich neue Zähnchen ankündigen, können die zahnenden Babys meist nicht in den Schlaf finden, denn unter anderem durch das Liegen wird der Kopf besser durchblutet, was wiederum die Schmerzen verstärkt. In einigen Fällen tritt eine Linderung ein, indem ihr ab der Brusthöhe eures Kindes ein Keilkissen unter die Matratze legt.

Weitere Ursachen für Ein- und Durchschlafprobleme können folgende sein:

  • Überreizung am Tag, zum Beispiel durch zu viel Besuch oder zu viele neue Eindrücke
  • Schlafumgebung ist nicht auf die Bedürfnisse des Babys angepasst
  • Das Baby schwitzt oder friert
  • Abweichung vom Alltag, zum Beispiel eine längere Autofahrt, ein Urlaub oder Eingewöhnung in die Kita
  • Wirbel- oder Gelenkblockaden
Bitte beachten:
Halten die Schlafprobleme dauerhaft an oder sind diese bei eurem Baby sehr stark ausgeprägt, solltet ihr euren Kinderarzt aufsuchen. Dieser kann abklären, ob eventuell chronische oder akute Krankheiten hinter den schlaflosen Nächten stecken.

8 Schlaftipps für erholsame Nächte

Für Babys ist ein erholsamer Schlaf lebenswichtig für Körper und Geist, denn währenddessen werden die vielen neuen Erlebnisse und Eindrücke des Tages verarbeitet und der sich im Wachstum befindende Körper kann sich regenerieren. Zudem entwickelt sich das Gehirn im Schlaf besser und der Stoffwechsel sowie die Abwehrkräfte können sich in den Schlafphasen erholen. Kurzum: Ausreichend Schlaf trägt nicht nur zu einem allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern fördert die Gesundheit sowie die Entwicklung von Babys nachhaltig. Auch auf die Laune hat der Schlaf einen großen Einfluss, denn sind Babys unausgeschlafen, macht sich das häufig durch vermehrtes Quengeln und Weinen bemerkbar. Zudem sind die Kleinen weniger neugierig und anstatt ihrem angeborenen Entdeckerdrang nachzugehen, sind die Babys oft lustlos und schlapp.

Um einer unruhigen oder gar schlaflosen Nacht vorzubeugen, stellen wir euch acht Tipps und Tricks vor:

  • 1. Fester Tagesablauf
  • Das Leben von Babys ist aufregend genug und jeden Tag kommt etwas Neues und Spannendes hinzu, was verarbeitet werden muss. Aus diesem Grund sind ein geregelter Tagesablauf mit festen Wach- und Schlafphasen, gleich bleibende Schlafenszeiten sowie regelmäßige frische Luft, äußerst wichtig, um einen Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln zu können. Zudem sorgt ein fester Tagesablauf für Sicherheit und Geborgenheit beim Baby.

    2. Tag und Nacht unterscheiden

    Damit Babys in der Nacht erholsam schlafen können, müssen sie lernen, zwischen Tages- und Nachtzeit zu unterscheiden, weshalb euer Kind tagsüber in einer hellen Umgebung schlafen sollte. Für den Nachtschlaf hingegen legt ihr euren Liebling in einen abgedunkelten sowie geräuscharmen Raum sowie unbedingt in sein oder euer Bett. Sprecht in der Nacht mit sehr leiser Stimme, wenn ihr euer Baby stillt oder es anderweitig beruhigen wollt. Zudem solltet ihr euer Baby nachts nur wickeln, wenn es wirklich nötig ist.

    3. Einschlafrituale durchführen

    Achtet darauf, dass der abendliche Ablauf, zum Beispiel in der Reihenfolge Stillen, Windel wechseln und Schlafanzug anziehen, immer gleich abläuft, damit euer Baby weiß, es ist nun Schlafenszeit. Zudem sind feste Einschlafrituale sehr wichtig, damit das Baby sich auf seinen Schlaf vorbereiten und besser zur Ruhe kommen kann. Eine wiederkehrende Einschlafroutine sorgt außerdem für Sicherheit und Orientierung im gesamten Tagesablauf und gleichzeitig wird die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind nachhaltig gestärkt.

    Möglich Rituale für das Einschlafen sind unter anderem das Vorsingen oder Vorspielen von Schlafliedern, das Aufziehen einer Spieluhr, das Vorlesen einer kurzen Gute-Nacht-Geschichte, eine Babymassage, das Einschalten eines Nachtlichts oder ein warmes Bad. Für welches Einschlafritual ihr euch letztendlich entscheidet, ist nebensächlich, sofern keine unnötigen Reize auf euer Baby ausgeübt werden. Wichtig bei einem Einschlafritual ist jedoch, dass ihr euch genügend Zeit dafür nehmt. Babys sind sehr sensibel was eure Gefühlslage angeht und Stress überträgt sich sofort und beeinträchtigt den Schlaf maßgeblich.

    4. Gesunde Schlafumgebung schaffen

    Zu einer gesunden und babyfreundlichen Schlafumgebung gehört, dass euer Baby am besten ein eigenes Bettchen in eurem Schlafzimmer hat. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn euer Baby hin und wieder oder in bestimmten Situationen in eurem Bett schläft, dennoch sollte es nicht zur Gewohnheit werden. Allerdings dauert es bei einigen Babys sehr lange, bis sie sich in ihrem eigenen Bett wohlfühlen und allein darin schlafen können. Hier müsst ihr mit der Zeit herausfinden, wo euer Liebling zur Ruhe findet. Zudem solltet ihr etwa ab drei Monaten versuchen, euer Baby zum Einschlafen in sein Bettchen zu legen und nicht zu warten, bis es bei euch im Arm oder beim Stillen einschläft. Auf diesem Weg beugt ihr frühzeitig einem falschen Einschlafschema vor.

    Auch auf Folgendes solltet ihr bei einer gesunden Schlafumgebung achten:

    • Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad
    • Feste Matratze im Babybett
    • Gut passender Schlafsack anstelle von einer Decke, um einer Überhitzung und einem Ersticken vorzubeugen
    • Keine zusätzlichen Decken, Kissen oder Kuscheltiere
    • Rückenlage für eine bessere Atmung
    • Raum sollte abgedunkelt und gut gelüftet sein

    5. Keine Action vor dem Schlafen

    Bevor ihr euer Baby zum Schlafen legt, solltet ihr anregende Aktivitäten sowie akustische und optische Reize vermeiden. Zudem ist es wichtig, abends und in der Nacht auf helle Lichter zu verzichten und stattdessen lediglich gedämmtes Licht oder eine Nachttischlampe einzuschalten. Auch sollte im Hintergrund kein Fernseher oder Radio laufen, damit sich euer Baby beruhigen kann und nicht von Lichtern sowie Geräuschen abgelenkt und um seinen wohlverdienten Schlaf gebracht wird.

    6. Übermüdung vermeiden

    Eine Übermüdung gehört zu den häufigsten Ursachen von Schlafproblemen bei Babys, weshalb dieser unbedingt vorgebeugt werden muss. Ein großer Fehler ist, sein Baby gezielt munter und wach zu halten mit der Absicht, dass es später länger schläft. Vor allem Neugeborene in den ersten Lebenswochen werden etwa alle anderthalb bis zwei Stunden müde und müssen schlafen, um sich einen natürlichen Schlafrhythmus anzugewöhnen. Ist der Zeitpunkt überschritten, wird das eigentlich übermüdete Baby wieder kurzzeitig aktiv. Sobald die Müdigkeit zurückgekehrt ist, sind die Babys oft so überdreht, dass sie nicht mehr einschlafen können und dies meist lautstark kundtun. Eltern müssen also die Anzeichen der nahenden Müdigkeit richtig erkennen und deuten, um ihr Baby rechtzeitig hinlegen zu können.

    Wir haben euch die häufigsten Müdigkeitsanzeichen zusammengestellt:

    • Augenreiben und an den Ohren ziehen
    • Am Daumen lutschen
    • Ausgiebiges Gähnen
    • Anhänglichkeit und verstärktes Kuschelbedürfnis
    • Mimik ändert sich (Stirn wird gerunzelt, Grimassen gezogen, etc.)
    • Baby beginnt plötzlich zu strampeln oder die Fäuste werden geballt
    • Baby wirkt abwesend
    • Stimmung ändert sich

    7. Pucken als Einschlafhilfe

    Hat euer Baby sehr große Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen, könnt ihr das sogenannte Pucken ausprobieren, wobei sich diese Wickel-Methode nur bis etwa zum 3. Lebensmonat eignet. Zudem sollten Babys nur nachts und während einer längeren Schlafphase gepuckt werden. Zum Pucken eignen sich dünne Baumwolldecken besonders gut, wobei die Beinchen ausreichend Freiraum haben müssen und nicht fixiert werden dürfen. Am besten lasst ihr euch diesbezüglich von eurer Hebammen beraten und die richtige Methode zeigen.

    8. Richtige Kleidung

    Wer hat das nicht schon mal erlebt? Man liegt im Bett und ist kurz vor dem Einschlafen, aber der Schlafanzug zwickt oder engt ein. Auch für euer Baby ist die richtige Kleidung für die Nacht essenziell, um gut und erholsam schlafen zu können. Achtet daher darauf, dass euer Baby den Temperaturen entsprechend gekleidet ist und keine störenden oder kratzenden Etiketten an der Kleidung vorhanden sind. Zudem können raschelnde oder unbequeme Stoffe den Nachtschlaf stören. Neben der richtigen Kleidung solltet ihr eurem Baby vor dem ins Bett bringen zudem eine frische Windel anziehen. Achtet hierbei allerdings darauf, dass die Windel nicht nur saugstark ist, sondern diese richtig sitzt und weder einschnürt noch die sensible Babyhaut zwickt.

    Bitte beachten:
    Zeigen sich nach wie vor keine Verbesserungen beim Ein- und Durchschlafen oder schreit euer Baby sehr viel, solltet ihr nicht zögern und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Hebammen, eine Eltern-Kind-Beratung oder die Schreiambulanz stehen euch in schwierigen Situationen bei und können euch mit wertvollen Tipps unterstützen. Zudem sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden, um mögliche Krankheiten als Ursache für die Schlafprobleme ausschließen oder gegebenenfalls frühzeitig beheben zu können.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.