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Reisen als Großfamilie: Besonderheiten und Tipps

Reisen als Großfamilie

In Deutschland werden Familien bereits als Großfamilie bezeichnet, wenn sie drei Kinder haben. Während kinderreiche Familien vor wenigen Jahrzehnten noch völlig normal waren, gibt es heutzutage kaum noch (Ehe-) Paare, die sich für vier, fünf oder noch mehr Kinder entscheiden. Im Gegenteil: Der Durchschnitt liegt bei etwa 1,5 Kindern pro Frau – Tendenz sinkend. Das hat einerseits finanzielle Gründe, denn jedes zusätzliche Kind kostet auch zusätzliches Geld und das können oder wollen sich viele deutsche Familien nicht mehr leisten. Andererseits erfordert die Großfamilie etwas mehr Planungsaufwand, nicht nur im Alltag, sondern beispielsweise auch im Urlaub. Das Reisen ist für kinderreiche Familien also eine besondere Herausforderung. Mit folgenden Tipps kann diese aber gemeistert werden und alle Familienmitglieder werden die gemeinsame Zeit genießen. Genau darin liegt schließlich die schöne Seite einer Großfamilie: Einsamkeit oder Langeweile kommen niemals auf.

Urlaub als kinderreiche Familie – ja oder nein?

Wenn schon der Alltag mit vielen Kindern manchmal in einem regelrechten Chaos endet und den Eltern viel Energie raubt, trauen sie sich oft nicht, eine gemeinsame Reise zu planen. Schließlich erfordert es zusätzlichen Organisationsaufwand, aus den gewohnten Strukturen auszubrechen und sich auf etwas Neues einzulassen. Genau darin liegt aber zugleich die Chance eines Familienurlaubs als Großfamilie. Jeder Einzelne kann von diesen neuen Erfahrungen profitieren und als Persönlichkeit reifen. Reisen bildet, sagt man schließlich nicht ohne Grund. Aber auch der Familienzusammenhalt wird durch solche gemeinschaftlichen Erlebnisse gestärkt und so mancher unbedeutender Konflikt löst sich in Luft auf, wenn alle hin und wieder einen „Kulissenwechsel“ haben. Dieser tut bekanntlich gut, schenkt eine neue Perspektive und kann so manche Verbesserung im Familienalltag anregen. Auch anschließend können also vielleicht neue Routinen etabliert oder bestehende Gewohnheiten optimiert werden. Eltern sollten einen Urlaub deshalb auch, oder gerade, mit vielen Kindern als Chance sehen und sich nicht durch unbegründete Sorgen abschrecken lassen.

Besonderheiten bei Reisen mit vielen Kindern

Trotzdem ist eine gute Organisation, zusätzlich zu normalen Fragen der Reiseplanung mit Kind, das A und O, damit der Familienurlaub zum vollen Erfolg wird. Je besser dieser nämlich geplant ist, desto stressfreier wird er für alle Beteiligten und jeder kann die Auszeit vom Alltag bestmöglich genießen – auch die Eltern. Eine der größten Herausforderungen bei Reisen als Großfamilie besteht darin, dass jedes Familienmitglied auf seine Kosten kommt. Der Urlaub darf nicht zur zusätzlichen Belastung für die Eltern oder beispielsweise für die älteren Geschwister werden, während alles nur auf die Bedürfnisse der kleinsten Familienmitglieder ausgerichtet ist. Dennoch dürfen diese natürlich nicht vernachlässigt werden. Es gilt also, einen Kompromiss zu finden, mit dem jeder glücklich ist und bei dem sich jeder – zumindest zeitweise – entspannen kann.

Gleichzeitig sind, wie eingangs erwähnt, bei vielen Familien auch finanzielle Aspekte wichtig. Je mehr Personen in den Urlaub fahren, desto teurer wird er zwangsläufig. Kleinere Kinder sind in manchen Dingen noch kostenlos, für ältere Kinder zahlen die Eltern aber oft bereits den vollen Preis. Wer also nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat, muss vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch Abstriche machen, um einen Urlaub mit allen Kindern zu finanzieren. Auch diese Hürde lässt sich aber mit der richtigen Organisation meistern. Manchmal wollen zudem die älteren Kinder überhaupt nicht mehr mit in den Familienurlaub, sondern sie bevorzugen vielleicht die Zeit alleine im „sturmfreien“ Zuhause oder auf einer Reise mit Freunden. Das kann die Urlaubsplanung erleichtern, gleichzeitig ist es aber schade, wenn nicht die ganze Familie zusammen ist. Hier müssen die Eltern je nach Einzelfall eine geeignete Lösung finden – pubertierende oder erwachsene Kinder zum Familienurlaub zu zwingen, ist aber nur selten sinnvoll und kann die Stimmung vermiesen.

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Vorfreude wecken und Kinder aktiv einbeziehen

Kinder freuen sich

Eine bessere Strategie liegt darin, den Urlaub richtig zu präsentieren, sodass er für alle Familienmitglieder attraktiv wirkt. Dann will sicherlich jeder mit und jeder geht auch mit einer positiven Grundstimmung an die Sache heran. Das gelingt erneut, indem alle Familienmitglieder bei der Reise auf ihre Kosten kommen, denn dann haben sie einen Grund, um sich auf die Auszeit mit den Eltern sowie Geschwistern zu freuen. Sinnvoll ist daher, alle Kinder, die alt genug sind, aktiv in die Planungen miteinzubeziehen. Das betrifft weniger die organisatorischen Fragen, sondern eher die individuellen Wünsche und Erwartungen. Am besten darf daher zu Beginn der Urlaubsplanung jeder eine Liste erstellen mit

  • Ideen für Reiseziele,
  • Wünschen für Unterkunft, Aktivitäten & Co,
  • Erwartungen an die gemeinsame Zeit mit der Familie,
  • aber auch möglichen Befürchtungen.

Je genauer die Eltern wissen, wie sich jedes einzelne Kind den Urlaub vorstellt, desto besser können sie nach einer Lösung suchen, welche diese Vorstellungen bestmöglich unter einen Hut bringt. Dabei dürfen sie sich selbst nicht vergessen, sprich auch Mutter und Vater dürfen jeweils eine solche Liste erstellen. Zugleich liegt es an ihnen, für die kleinsten Familienmitglieder zu sprechen und deren Bedürfnisse bei der Reiseplanung zu berücksichtigen. Jedoch sollte ihnen bewusst sein, dass es die eine Lösung, die für alle rundum perfekt ist, meistens nicht gibt. Im Regelfall findet sich aber ein Kompromiss, mit dem alle grundlegend zufrieden sind – und in solchen Kompromissen sind kinderreiche Familien bekanntlich Experten. Nach der ersten Ideensammlung kann die Planung also konkreter werden und auch hierbei können ältere Kinder aktiv helfen. Mögliche Aufgaben sind zum Beispiel

  • Internetrecherche für geeignete Unterkünfte,
  • Planung von gemeinsamen Aktivitäten oder
  • die Erstellung einer Packliste für sich und kleinere Geschwister.

Damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende, sprich jedes Familienmitglied sollte selbst überlegen, inwiefern es sich an der Reiseplanung beteiligen kann. Denn im „Teamwork“ liegt noch eine weitere Stärke der Großfamilie und so bleibt nicht alles an den Eltern hängen.

Entlastung statt Belastung – auch für die Eltern

Entspannen in der Hängematte

Die Eltern können also nicht nur versuchen, sich rund um den Familienurlaub zu entlasten, sondern das sollten sie sogar. Auch für sie ist so eine Auszeit vom Alltag schließlich in regelmäßigen Abständen wichtig, um neue Energie zu tanken. Natürlich sollten die Kinder also Spaß auf der Reise haben, aber auch für die Eltern darf sie nicht nur Stress bedeuten. Bei den Planungen sollte daher stets auch die Frage im Raum stehen, inwiefern die Eltern von unterschiedlichen Optionen bei Reisezielen, Unterkünften, Aktivitäten & Co profitieren. Wo beispielsweise eine Kinderbetreuung angeboten wird, können sie solange vielleicht im Wellness-Bereich entspannen. Manchmal können die Kinder auch gewissen Aktivitäten alleine nachgehen, ohne Begleitung der Eltern. Oder die älteren Geschwister übernehmen an einigen Tagen beziehungsweise stundenweise die Betreuung der Kleinen, sozusagen als Arbeitsteilung, damit jeder mal machen kann, wonach ihm oder ihr der Sinn steht.

Eine möglichst detaillierte Planung vorab ermöglicht also auch, solche Vereinbarungen und Regeln für den Urlaub zu treffen, damit es vor Ort keine Diskussionen gibt und jeder die Reise als Großfamilie genießen kann. Es können beispielsweise Aufgaben verteilt oder Zeitpläne entworfen werden. Spontanität wird hingegen immer schwieriger, je mehr Kinder mitreisen. Dennoch können einzelne Zeiträume bewusst für Spontanes eingeplant werden: Einzelne Familienmitglieder erhalten zum Beispiel „freie“ Stunden oder Tage, an denen sie selbst und spontan entscheiden können, wie sie diese verbringen möchten. Auch können gewisse Zeiträume für gemeinsame Aktivitäten eingeplant werden; wie diese Aktivitäten aussehen, wird aber ebenfalls spontan entschieden. Zumindest ein grobes Grundgerüst sollte für den Familienurlaub aber vorab stehen – dann fühlt sich hinterher niemand unfair behandelt.

Familienurlaub bedeutet nicht, alles gemeinsam machen zu müssen

Frau ließt Buch auf Bank

Die vorangegangenen Beispiele haben bereits deutlich gemacht, dass eine Reise als Großfamilie keinesfalls bedeutet, dass alle Familienmitglieder ständig zusammen sein und alles gemeinsam machen müssen. Stattdessen sollte auch Raum für Individualität bleiben. Nur dann ist es möglich, die Wünsche aller Mitreisenden zu erfüllen. Vor allem ältere Kinder, beispielsweise in der Pubertät, haben oft ein großes Autonomiebestreben. Sie wollen vielleicht mit neugewonnenen Freunden am Strand abhängen oder abends in eine Bar gehen, während Kinder im Grundschulalter lieber noch Sandburgen bauen. Auch sie finden manchmal vor Ort neue Freunde, mit denen sie sich gerne ohne Geschwister, Eltern & Co beschäftigen. Bei kleineren Kindern ist hingegen noch eine ständige Aufsicht notwendig. Der Familienurlaub sollte daher zwar auch gemeinsame Aktivitäten umfassen, doch ebenso ist es wichtig, sich hin und wieder in „Untergruppen“ aufzuteilen und dadurch jedem den Freiraum zu lassen, diesen Urlaub nach den eigenen Vorstellungen zu verbringen. Davon profitieren auch die Eltern.

Mit dieser Grundregel im Hinterkopf gilt es, bei der Reiseplanung als Großfamilie noch eine weitere Grundsatzentscheidung zu treffen: Soll die gesamte Familie in einer gemeinsamen Unterkunft nächtigen oder will sie sich auch diesbezüglich aufteilen. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. In derselben Unterkunft lässt sich mehr „Quality Time“ als Familie verbringen. Die Reise fühlt sich mehr nach Familienurlaub an und oftmals lässt sich auch Geld sparen, indem spezielle Angebote für Familien mit vielen Kindern genutzt werden, wie es sie beispielsweise oft in Familienhotels gibt. Sie bieten neben den finanziellen auch noch weitere Vorteile wie die Möglichkeit, Wäsche zu waschen oder Essen für Babys zuzubereiten.

Jedoch können auch mehrere kleinere Zimmer, beispielsweise Doppelzimmer, gebucht werden oder die Familie entscheidet sich für einzelne Bungalows auf einem Campingplatz. So genießen die Familienmitglieder mehr Privatsphäre und sie müssen weniger Rücksicht aufeinander nehmen, beispielsweise bei den Schlafenszeiten. Diese Option eignet sich gut, wenn die Familie einen Großteil der Zeit auch getrennt verbringen möchte, sprich jeder geht eigenen Aktivitäten nach und man trifft sich nur zum Essen oder für einzelne Programmpunkte. Dann genießen die einzelnen „Untergruppen“ mehr Freiheit und Autonomie. So können beispielsweise Kinder in einem ähnlichen Alter gemeinsam untergebracht werden, sprich die Teenager können länger wach bleiben, oder die Großeltern können zwischendurch in Ruhe entspannen. Kleinkindern und Babys können hingegen bei den Eltern untergebracht werden. Auch diesbezüglich muss jede Großfamilie eine individuelle Lösung finden, mit der alle glücklich sind.

Begleitpersonen – eine Grundsatzentscheidung

Großeltern mit Enkelkind

Mit den Großeltern ist ein weiteres wichtiges Stichwort gefallen. Der Familienurlaub muss sich schließlich nicht nur auf die „Kernfamilie“ beschränken, sprich auf die Eltern und ihre Kinder. Es ist durchaus möglich und üblich, dass auch andere Familienmitglieder oder weitere Begleitpersonen mitreisen. Dabei kann es sich zum Beispiel um

  • Großeltern,
  • andere Verwandte,
  • Partnerinnen oder Partner der älteren Kinder sowie
  • Freunde der Kinder oder der Eltern (mit ihren Kindern)

Manchmal reisen alle gemeinsam an, manchmal treffen sie sich erst vor Ort. Auch diese Variante bringt viele Vorteile mit sich. So stehen beispielsweise mehr potenzielle Betreuungspersonen zur Verfügung, welche die Eltern bei der Aufsicht kleinerer Kinder unterstützen und damit entlasten können. Auch lassen sich Aufgaben wie das Einkaufen oder Kochen unter mehr Personen verteilen, sprich jeder hat am Ende weniger Arbeit. Zudem ist der gemeinsame Urlaub mit Verwandten oder Freunden eine wertvolle Gelegenheit, um Zeit zusammen zu verbringen, die im Alltag oft fehlt. Allerdings bedeutet diese Art von Urlaub eben auch noch mehr Trubel. Es müssen noch mehr verschiedene Vorstellungen berücksichtigt werden. Man muss noch mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Und es herrscht noch mehr Konfliktpotenzial. Es ist daher auch vollkommen verständlich, wenn Eltern keine Begleitpersonen wünschen.

Wichtig ist aber, dass für alle Familienmitglieder dieselben Regeln gelten. Darf beispielsweise eine Tochter ihren Partner mitbringen, so muss dies auch für die anderen Kinder gelten. Ansonsten kommt es zu Eifersucht und Streitigkeiten. Die Eltern sollten diese Grundsatzentscheidung daher im Voraus treffen und klar kommunizieren. Entscheiden sie sich für Begleitpersonen, sind getrennt Unterkünfte oft eine gute Lösung. Dadurch können sich alle Mitreisenden besser aus dem Weg gehen; sie finden Ruhe und Privatsphäre. Auch sind die einzelnen Kernfamilien, Paare & Co voneinander unabhängiger. Vor allem ältere Mitreisende wie die Großeltern, aber auch Kinder in der Pubertät oder erwachsene Kinder, schätzen diese zusätzliche Freiheit meist sehr.

Geld sparen im Familienurlaub: Tipps

Wie bereits erwähnt, lässt sich bei der Unterkunft viel Geld sparen, wenn es sich um spezielle Angebote für kinderreiche Familien handelt. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, um den Urlaub auch als Großfamilie günstiger und damit bezahlbar(er) zu machen. Hier einige Tipps:

  • Frühbucher-Rabatte nutzen, sowohl bei Unterkünften als auch bei Flügen, Zugfahrten oder Tickets für Aktivitäten.
  • Immer prüfen, ob Kinder bis zu einem gewissen Alter kostenfrei oder vergünstigt sind.
  • Kalkulieren, ob die Anreise mit einem großen Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln günstiger ist. Je mehr Personen, desto preiswerter ist meist der eigene oder Mietwagen.
  • Ein Reiseziel in der Nähe wählen, denn über die Qualität des Familienurlaubs entscheidet nicht die Entfernung – durchaus aber über den Preis.
  • Luxushotels meiden und stattdessen nach Alternativen wie Familienhotels, Hostels, Ferienwohnungen oder Gästezimmern suchen, beispielsweise auf einem Bauernhof.
  • Selbstverpflegung anstelle vom Essen in Hotels, Restaurants & Co. Mit einer guten Arbeitsteilung bedeutet sie für die Eltern dennoch nicht allzu viel Aufwand, dafür aber große Kosteneinsparungen.
  • Eine günstige Urlaubsart wählen, beispielsweise den Wander- anstelle des Skiurlaubs oder den Strandurlaub in Europa anstelle des Roadtrips durch ferne Länder.
  • In der Nebensaison reisen. Das ist mit schulpflichtigen Kindern nicht immer einfach, zumindest sollte aber die Hauptreisezeit in den Sommerferien gemieden oder ein unbekannteres Reiseziel ausgewählt werden.
  • Leihen statt kaufen, wenn die Kinder im Urlaub beispielsweise Ski fahren oder surfen wollen. Sie brauchen nicht direkt eigene Skier, Surfboards & Co – oft hält das Interesse im Kindes- und Jugendalter ohnehin nur kurz an und so sparen die Eltern zugleich Platz im Auto.

Es gibt also viele Möglichkeiten, um als Großfamilie im Urlaub viel Geld zu sparen, ohne dass die einzelnen Familienmitglieder auf etwas verzichten müssen sowie ohne übermäßigen Aufwand für die Eltern. Manchmal bieten sich auch ungewöhnliche Lösungen an wie der Besuch bei Freunden, der mit einem Urlaub verbunden wird, oder das „Housesitting“, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Umso wichtiger ist dann aber natürlich, die Unterkunft so zu hinterlassen, wie sie vorgefunden wurde. Dass die Kinder nicht zuhause sind, bedeutet also nicht, dass für sie plötzlich keine Regeln mehr gelten.

Klare Regeln festlegen – und zwar gemeinsam

Kind auf Wiese

Natürlich müssen im Urlaub nicht exakt dieselben Regeln gelten wie zuhause. Das gilt beispielsweise für Schlafenszeiten. Während es für kleinere Kinder wichtig ist, die gewohnten Routinen zumindest grob beizubehalten, dürfen diese bei älteren Kindern und auch für die Eltern selbst gerne aufgeweicht werden. Trotzdem ist es wichtig, vorab klare Regeln für den Familienurlaub zu definieren und diese den Kindern altersangemessen zu vermitteln. Das gilt beispielsweise für den Umgang mit dem fremden Eigentum im Hotel, bei den Freunden & Co. Aber auch die Sicherheit aller Mitreisenden muss stets oberste Priorität haben. Es gilt also zum Beispiel eindeutig zu klären, wer wann die Verantwortung für wen hat, sprich die Aufsicht übernimmt. Auch bei Dingen wie Schwimmwesten für die Kanufahrt oder in ähnlichen Situationen dürfen sich Eltern auf keine Kompromisse einlassen, welche die Sicherheit eines Familienmitglieds gefährden.

Zudem ist bei diesen Urlaubsregeln die Rücksicht ein essentielles Thema. Wie vorab erwähnt, ist diese wichtiger, je kleiner die gemeinsame Unterkunft ist. Dann gilt es beispielsweise ruhig zu sein, wenn das Baby seinen Mittagschlaf macht. Zudem darf niemand einfach seine Sachen auf dem Bett der anderen Familienmitglieder verteilen oder nachts laut die Musik aufdrehen. Grundregeln also, wie sie vermutlich auch in der Heimat gelten. Diese müssen an die Art der Unterkunft und das Alter der Familienmitglieder angepasst werden. Je klarer und nachvollziehbarer solche Regeln für alle sind, desto harmonischer wird der Urlaub als Großfamilie ablaufen. Der eine oder andere Konflikt lässt sich meist dennoch nicht verhindern, wie eben zuhause auch.

Schlussendlich ist daher auch wichtig, dass alle – vor allem die Eltern – realistische Erwartungen an die Reise hegen. Am Ende wird nicht alles perfekt sein und vielleicht geht der eine oder andere Plan nicht ganz auf. Wer jedoch flexibel und gelassen bleibt, wird die wertvolle Urlaubszeit mit der Großfamilie dennoch genießen können.

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