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Clusterfeeding: Wenn das Baby unersättlich ist

Clusterfeeding

Die letzte Stillmahlzeit liegt erst eine Stunde zurück und euer Baby verlangt schon wieder die Brust? Bei diesem Phänomen handelt es sich um das sogenannte Clusterfeeding. Was Clusterfeeding genau bedeutet und warum das häufige Stillen in kurzen Abständen insbesondere bei Neugeborenen verbreitet ist, erfahrt ihr in diesem Artikel. Zudem klären wir euch darüber auf, ob ein Stillplan sinnvoll ist und wir haben hilfreiche Tipps und Tricks für euch zusammengestellt, die euch den oft sehr anstrengenden Stillmarathon erleichtern sollen.

Was ist Clusterfeeding überhaupt?

Ihr habt das Gefühl, dass euer Baby nicht genügend Milch bekommt und deswegen immer an eurer Brust trinken will? Dieses Verhalten ist ganz normal und vor allem bei Neugeborenen verbreitet. Scheint euer Baby einen unersättlichen Hunger zu haben und gefühlt nur an eurer Brust zufrieden zu sein, wird von einem Clusterfeeding gesprochen, welches auch unter dem Namen Stillmarathon oder Dauerstillen bekannt ist.

Ableiten lässt sich Clusterfeeding von den beiden englischen Wörtern „cluster“ (auf Deutsch: Anhäufung, Ansammlung) sowie „feeding“ (auf Deutsch: füttern). Somit wird von Clusterfeeding oder Dauerstillen gesprochen, wenn das Baby phasenweise besonders häufig und noch dazu in kurzen Abständen gestillt werden möchte. Dabei können die Phasen den ganzen Tag über, allerdings vorwiegend in den Abendstunden, auftreten. Dieses Stillmuster ist insbesondere bei Neugeborenen und in den ersten Lebenswochen zu beobachten, wenn der kleine Körper besonders schnell wächst und sich rasant entwickelt.

Warum kommt es vor allem bei Neugeborenen zu einem Clusterfeeding?

Zwar sind die Gründe für das Clusterfeeding noch nicht wissenschaftlich belegt, allerdings gibt es einige logische Erklärungen für das Bedürfnis nach einem häufigen Anlegen an die Brust. In den ersten Wochen nach der Geburt ist der Magen der Neugeborenen noch so winzig, sodass beim Stillen lediglich kleine Mengen Muttermilch aufgenommen werden können. Die getrunkene Milch wandert daraufhin sehr schnell in den Magen und weiter in den Darmtrakt.

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Aufgrund der guten Verträglichkeit der nahrhaften Muttermilch passiert diese den Magen- sowie Darmtrakt in rund 90 Minuten und das Neugeborene meldet sich schon nach kurzer Zeit wieder, um erneut gestillt werden. Verständlich, denn der kleine Magen ist im Nu wieder leer und möchte gefüllt werden. Im Prinzip versuchen Babys durch das Clusterfeeding ihren Bauch ausreichend zu füllen und sich auf die Essenspause während dem Schlafen vorzubereiten. Dies würde auch erklären, dass das Clusterfeeding vorwiegend in den Abendstunden vollzogen wird.

Gerade in den ersten Wochen nach der Geburt wachsen die kleinen Nimmersatte sehr schnell und viel. Die Phasen der Wachstumsschübe verbrauchen natürlich sehr viel Energie, die unter anderem in Form von Muttermilch wieder zugeführt werden muss. Wird euer Baby dauerhaft nur etwa alle drei bis vier Stunden gestillt, kann der Energiespeicher nicht ausreichend aufgefüllt werden. Hinzu kommt, dass das Stillen und Saugen an der Brust sehr anstrengend ist, weshalb Neugeborene häufig dabei einschlafen und nach dem Aufwachen weiter trinken.

Zudem gehen Stillexperten davon aus, dass Clusterfeeding die mütterliche Milchproduktion anregt. Ein sehr schlauer Schachzug der Natur, denn gerade die ersten Lebenswochen werden von Mutter und Baby als Anpassungsphase genutzt, um sich gegenseitig besser kennenzulernen und aufeinander einzustellen. Mit einem häufigen Stillen funktioniert das gegenseitige Kennenlernen ausgesprochen gut und gleichzeitig wird das Band zwischen Mama und Kind nachhaltig gestärkt.

Der Hunger von Neugeborenen wird außerdem von dem sogenannten Hormon Cholecystikinin (CCK), das unter anderem im Magen-Darm-Trakt eine große Rolle spielt, gesteuert. Steigt der CCK-Wert durch das Stillen an, wird dem Gehirn etwa 20 Minuten nach der Nahrungsaufnahme signalisiert, dass das Baby satt ist und das Saugen sowie Trinken an der Brust wird daraufhin eingestellt. Allerdings sinkt der Wert bereits nach zehn bis zwanzig Minuten wieder und das Neugeborene verspürt sofort wieder ein Hungergefühl. Bis das Baby wirklich satt ist, können mehrere Still-Vorgänge nötig sein.

Obwohl Clusterfeeding insbesondere bei Neugeborenen vorkommt, können auch ältere Babys das Bedürfnis verspüren, häufig und in sehr kurzen Abständen zu trinken. Dieses Phänomen ist vor allem dann zu beobachten, wenn sich die Babys in einer Wachstums- oder Entwicklungsphase befinden. Dabei kann das Clusterfeeding durchaus an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sowie zur jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Dass Babys vor allem abends zum Dauerhunger neigen, liegt unter anderem daran, dass sie kleine Vorräte für die Nacht anlegen wollen. Mit zunehmenden Alter nimmt das Clusterfeeding in der Regel wieder ab, denn dann wird das Trinken an der Brust schneller und gleichzeitig effektiver. Auch beim Stillen und für kleine Nimmersatte gilt: Übung macht den Meister!

Gut zu wissen:
Muttermilch kann schlaffördernd wirken? Ja, kann sie tatsächlich, denn abends ist das in der Muttermilch enthaltene Serotonin höher konzentriert als über den Tag. Serotonin, welches zuvor aus der Aminosäure Tryptophan umgewandelt wurde, wird nicht umsonst als „Glückshormon“ bezeichnet, denn es wirkt sowohl beruhigend als auch schlaffördernd für Babys. Dies ist auch der Grund, warum Babys nach dem letzten abendlichen Stillen meist etwas länger schlafen.

Probleme mit einem Still-Zeitplan

Im Durchschnitt wollen Babys zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden zum Trinken an die Brust angelegt werden. Eine Stillmahlzeit dauert dabei in der Regel zwischen 20 und 25 Minuten. Allerdings ist es bei Säuglingen sehr schwer, von durchschnittlichen Werten zu sprechen, denn natürlich gibt es Babys, die wollen etwas weniger oder eben häufiger gestillt werden. Genauso kommt es vor, dass Babys entweder nur an einer oder an beiden Brüsten saugen wollen und auch die Dauer des jeweiligen Stillvorgangs variiert von Baby zu Baby sowie von Mahlzeit zu Mahlzeit.

So können aus den durchschnittlichen 25 Minuten gut und gerne 15 Minuten werden, da das Baby zum Beispiel während des Stillens eindöst, um nach dem Aufwachen wieder genüsslich weiterzutrinken. Wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals und insbesondere vor einer längeren Schlafpause, wird in diesem Zuge von einem Clusterfeeding oder auch Dauerstillen gesprochen.

Doch kann ein Still-Plan dem Clusterfeeding vorbeugen?

Obwohl dem Clusterfeeding nicht vorgebeugt werden kann und dies auch überhaupt nicht notwendig ist, empfehlen einige Hebammen sowie Ärzte frischgebackenen Mamis nach wie vor, ihr Baby nicht häufiger als alle zwei bis vier Stunden zum Trinken an die Brust anzulegen und zudem ein Still-Protokoll zu führen. Wird diese Zeitangabe als Grundlage genommen, gelten höchstens 12 Stillmahlzeiten über 24 Stunden verteilt als normal. Kein Wunder also, dass bei Stillenden Unsicherheit aufkommt, sollte das eigene Baby häufiger die Brust verlangen und angelegt werden wollen.

Clusterfeeding zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Babys zu einer bestimmten Zeit des Tages, meistens in den Abendstunden, häufig an der Brust trinken wollen. Werden die gesamten Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden zusammengerechnet, ist es am Ende meist sogar so, dass die empfohlenen zwölf Mal nicht überschritten werden. Doch auch wenn, ist dies absolut in Ordnung und kein Grund zur Sorge.

Es macht übrigens auch keinen Unterschied, für welche Brust sich euer Liebling entscheidet und ob während einer Stillmahlzeit an nur einer oder an beiden Brüsten getrunken wird. Sobald euer Baby satt ist, wird es eure Brust von allein loslassen und entweder entspannt in euren Armen liegen und kuscheln oder bereits während dem Stillen eingeschlafen sein.

Ihr seht selbst:
Beim Stillen ist der beste Plan, keinen festen Plan zu haben und das Baby stattdessen einfach nach Bedarf anzulegen. So kann sich der kleine Nimmersatt nach Lust und Laune satt trinken und seine Reserven auffüllen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Tagesablauf ohne einen starren Stillplan viel entspannter ist, was gleichzeitig für euch und euer Baby weniger Stress bedeutet. Zudem muss der Tag nicht komplett auf die Stillmahlzeiten des Babys angepasst werden.

Wird nach Bedarf gestillt, ist außerdem sichergestellt, dass das Baby ausreichend Nahrung erhält, und zwar genau dann, wann diese benötigt wird. Des Weiteren kann sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage an Muttermilch besser aufeinander einstellen, was wiederum positive Auswirkungen auf die gesamte Milchproduktion hat und diese anregt. Hinzu kommt, dass das Nuckeln und Saugen an der Brust beruhigend wirkt und Babys nach einem besonders aufregenden oder spannenden Tag besser abschalten und einschlafen können.

Das häufige Stillen und die Nähe zur Mama sorgen außerdem dafür, dass sich Babys wohl und geborgen fühlen und sich ein bisschen vor der noch unbekannten Welt „verstecken“ können. Doch auch Wachstumsschübe, die ersten Zähnchen, Stress, eine ungewohnte Umgebung oder Bauchschmerzen können zu einem vorübergehenden „Clustern“ führen und Mamis Brust noch attraktiver für den Nachwuchs werden lassen.

Babys sind zu jung, um sich an einen Plan zu halten und selbst Erwachsene essen oder trinken in den seltensten Fällen immer zur gleichen Uhrzeit. Aus diesem Grund ist es am besten, ihr legt euer Baby an, sobald es ein Zeichen für Hunger von sich gibt. Zu den frühen Hungeranzeichen gehören unter anderem Lippenlecken, Schmatzen sowie Mundöffnen, Saugen an den Fingern oder an der ganzen Hand sowie das Drehen des Kopfes mit offenem Mund. Denn indem euer Baby seinen Kopf zu den Seiten bewegt, versucht es die Milchquelle zu riechen und diese zu erreichen. Weinen oder schreien gehört hingegen zu den späten Anzeichen von Hunger.

Gut zu wissen:
Der Sinn eines Stillprotokolls ist, dass die Mutter sowie die Hebamme in den ersten Lebenswochen einen Überblick darüber haben, wie häufig das Neugeborene trinkt. Frischgebackene Mamis können mithilfe eines Stillprotokolls zudem erkennen, wann welche Brust zum Trinken angeboten wurde. Solltet ihr ein Stillprotokoll führen, werdet ihr jedoch schnell erkennen, dass der Rhythmus in den wenigsten Fällen über Wochen oder gar Monate regelmäßig ist und je nach momentanem Bedarf des Kindes variiert. Vor allem während eines Wachstumsschubs ist es durchaus normal, dass Babys jede Stunde angelegt werden wollen.

Besteht ein Zusammenhang zwischen Clusterfeeding und Muttermilchmenge?

Insbesondere beim ersten Kind machen sich Mamas häufig Sorgen darüber, dass das ständige Anlegen im Zuge des Clusterfeedings eine zu geringe Milchmenge bedeutet. Wir können euch jedoch beruhigen, denn beim Clusterfeeding oder Dauerstillen besteht keinesfalls ein Zusammenhang mit der vorhandenen Milchmenge sowie Milchbildung. Nur weil euer Baby gefühlt alle halbe Stunde gestillt werden möchte, heißt das nicht, dass ihr zu wenig Milch habt.

Vielmehr wird die Milchproduktion durch das häufige Stillen angeregt, was in den ersten Lebenswochen äußerst wichtig ist. Denn durch das Trinken an der Brust wird unter anderem der Grundstein gelegt, um eine längerfristige Versorgung mit der nahrhaften Muttermilch zu gewährleisten sowie die körperliche sowie geistige Entwicklung des Kindes zu fördern.

Doch woher wisst ihr, ob euer Baby von eurer Muttermilch satt wird? Wie viel Milch euer Liebling während einer Stillmahlzeit getrunken hat, könnt ihr natürlich nicht so einfach nachvollziehen. Allerdings kann euch euer kleiner Nimmersatt mit einigen Anzeichen signalisieren, dass er in diesem Moment keinen Hunger mehr hat. Zu den Anzeichen gehören unter anderem:

  • Der Körper entspannt sich und das Baby wirkt „milchtrunken“ sowie zufrieden.
  • Die Fäuste sind nicht mehr geballt und auch die Beine entspannen sich.
  • Arme und Beine hängen locker herunter.
  • Je mehr das Sättigungsgefühl einsetzt, umso langsamer trinkt das Baby. Bei großem Hunger und zu Beginn des Stillens wird hingegen kräftig an der Brust gesaugt.
  • Die Brust wird losgelassen.
  • Das Baby schläft ein oder dreht seinen Kopf von der Brust weg.

Bitte beachten: Sollte euer Baby den ganzen Tag und nicht nur in einzelnen Phasen über den Tag verteilt angelegt werden wollen, könnte dies darauf hindeuten, dass zwar genügend Muttermilch vorhanden ist, die Brust allerdings nicht richtig entleert werden kann. Da euer Baby unter Umständen nicht ausreichend mit der nahrhaften Muttermilch versorgt wird, solltet ihr in diesem Falle eure Hebamme oder einen Stillexperten zurate ziehen. Das Gleiche gilt, sollte euer Kind an Gewicht verlieren, nicht genügend volle Windeln produzieren oder ständig vor Hunger weinen und sich ausschließlich an der Brust beruhigen lassen. Doch häufig reicht es schon aus, das Stillschema oder die Stillposition leicht zu verändern.

Wann hört Clusterfeeding wieder auf?

Wie alle anderen Phasen auch, hört das Clusterfeeding mit zunehmenden Alter von ganz allein und plötzlich wieder auf. In den meisten Fällen tritt das Clustern bei Neugeborenen sowie in den Abendstunden auf und dauert zudem nicht die gesamte Stillzeit über an. Wann genau das intensive Dauerstillen jedoch aufhört, ist von Baby zu Baby verschieden, weshalb wir keinen Richtwert für euch parat haben. Bei einigen Babys lässt das Clustern bereits nach wenigen Wochen nach, andere Babys wiederum verlangen beispielsweise vor dem Schlafen auch mit sechs Monaten noch sehr häufig die Brust.

Zudem spielt das Clusterfeeding auch bei Wachstumsschüben, die im ersten Lebensjahr regelmäßig und im Abstand von mehreren Wochen stattfinden, eine große und nicht zu unterschätzende Rolle. So kann das Dauerstillen zwischen den Wachstumsschüben komplett aufhören, um dann kurze Zeit später für einige Tage oder Wochen erneut aufzutreten. Doch auch ohne Wachstumsschub ist es völlig normal, dass Babys zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden angelegt werden wollen.

7 Tipps für Mamas bei Clusterfeeding

Das Clusterfeeding verlangt vielen Mamis sowohl psychisch als auch physisch so einiges ab. Das A und O beim Stillmarathon ist, dass ihr bei den Stillzeiten flexibel bleibt und euch nicht unter Druck setzen lasst. Um euch die Zeit beim Dauerstillen etwas zu erleichtern, haben wir einige hilfreiche Tipps und Tricks für euch zusammengestellt:

1. Probier´s mal mit Gemütlichkeit

Clusterfeeding bedeutet für euch, dass ihr die nächsten Stunden hauptsächlich mit dem Stillen eures Schatzes beschäftigt seid und vielleicht wollt ihr in dieser Zeit auch mal etwas anderes machen, als euren kleinen Nimmersatt beim Trinken zu bewundern. Macht es euch also auf der Couch oder im Bett gemütlich, lest ein gutes Buch, eine Zeitschrift oder blättert mal wieder in einer Tageszeitung. Auch das Anhören von Hörbüchern oder von Musik wirkt sich durchaus entspannend beim Stillen aus.

2. Kleinen Snackvorrat anlegen

Nicht nur in der Schwangerschaft, auch in der Stillzeit ist es enorm wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine ausgewogene Ernährung zu achten. Am besten nehmt ihr mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und vor dem Stillen zu euch. Zudem könnt ihr euch eine Kanne Tee oder ein großes Glas Wasser für das Stillen bereitstellen. Durch das regelmäßige Essen und Trinken könnt ihr euren Energiespeicher wieder auffüllen und nötige Kraft tanken.

3. Auf sich selbst schauen und kreativ werden

Hat sich Besuch angekündigt, allerdings ist euer Baby heute nicht so gut gelaunt und clustert häufig? Habt kein schlechtes Gewissen und verschiebt das Treffen einfach auf einen anderen Tag, denn gerade beim Clusterfeeding ist es wichtig, so viel Zeit zu zweit wie nur möglich einzuplanen. Nutzt außerdem die Momente, in denen euer Baby eingeschlafen ist, für ein kleines Nickerchen oder entspannende Ruhepausen.

Um trotz des Clusterfeedings zumindest ein bisschen mehr Flexibilität in den Alltag zu bekommen, könnt ihr zum Beispiel auf ein spezielles Baby-Tragetuch zurückgreifen. Dieses stellt ein optimales und praktisches Hilfsmittel dar und sorgt bei der Mami für mindestens eine freie Hand und beim Baby für Geborgenheit. Zudem kann euer Baby im Tragetuch aktiver am Alltag teilhaben und dabei eure Nähe spüren.

4. Erwartungen anpassen

Im Durchschnitt, in der Regel, normalerweise: Alles Wörter, die ihr beim Clusterfeeding getrost vergessen könnt, denn jedes Baby ist anders und trinkt dementsprechend unterschiedlich oft und viel. Nur weil euer Baby vielleicht etwas häufiger angelegt werden will als das gleichaltrige Kind in der Nachbarschaft, bedeutet dies nicht, dass etwas nicht stimmt.

Sofern euer Liebling stetig zu- und nicht abnimmt, regelmäßig seine Windel füllt und nicht ständig vor Hunger schreit, braucht ihr euch keine unnötigen Sorgen machen, dass euer Baby nicht satt wird. Scheut auch allerdings nicht und fragt bei eurer Hebamme oder bei einem Stillexperten nach, solltet ihr Angst oder das Gefühl haben, euer Kind bekommt zu wenig sättigende Muttermilch.

5. Stillplan erstmal über Bord werfen

Verzichtet unbedingt darauf, erzwungene Pausen zwischen den Stillmahlzeiten einzuhalten. Davon habt weder ihr noch euer Baby was. Schenkt eurem Baby Vertrauen und lasst es trinken, sobald dieses hungrig ist und an eure Brust möchte. Ein weiterer Vorteil an dieser Stilltechnik ist, dass ihr nicht an einen festen Zeitplan gebunden seid und eure Milchproduktion auf natürliche Weise angeregt wird. Das Wissen, dass die letzte Stillmahlzeit erst zwei Stunden zurückliegt oder eine Stunde gedauert hat, bringt euch, außer Stress und Panik, rein gar nichts.

6. Lieber abpumpen, statt sofort zuzufüttern

Einige Mamis gehen beim Clusterfeeding dazu über, gleich zuzufüttern, um zu gewährleisten, dass das Baby ausreichend Nahrung zu sich nimmt. Das Zufüttern führt allerdings dazu, dass tatsächlich weniger Milch produziert wird. Durch das Clusterfeeding wird die Milchproduktion hingegen angeregt und Mama und Baby können ihre Bedürfnisse besser aufeinander anpassen. Solltet ihr eine Pause von der sehr anstrengenden Clusterzeit brauchen, pumpt lieber Muttermilch ab und lasst euren Partner oder eine andere nahestehende Person das Füttern mit einem Fläschchen übernehmen. Ein schlechtes Gewissen ist hier übrigens fehl am Platz!

7. Richtige Anlegetechnik finden

Achtet darauf, dass euer Baby beim Stillen korrekt angelegt ist und die Brust effektiv entleert werden kann. Durch eine richtige Anlegetechnik wird gewährleistet, dass die Milchproduktion angeregt und euer Baby satt wird. Seid ihr euch dennoch unsicher, scheut euch nicht und zieht eure Hebamme oder einen Stillexperten zurate.

Fazit Clusterfeeding

Das Clusterfeeding ist sehr weit verbreitet und kommt vor allem bei Neugeborenen in den Abendstunden sowie in den Wachstumsphasen vor. Allerdings kann das Dauerstillen oder das Marathonstillen auch den ganzen Tag über phasenweise auftreten. Kennzeichnend für das Clusterfeeding ist, dass die Babys zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages häufig und in kurzen Abständen gestillt werden wollen.

Zum Clusterfeeding kommt es unter anderem, weil der Magen von Neugeborenen noch sehr klein ist und dementsprechend nur eine geringe Menge an Muttermilch aufgenommen werden kann. Da die Muttermilch den Magen-Darm-Trakt sehr schnell durchläuft, lässt der nächste Hunger somit nicht lange auf sich warten.

Babys sollten generell nach Bedarf und nicht nach einem Stillplan gefüttert werden. Das ist sowohl für die Mama als auch für das Baby am besten und stärkt die Mutter-Kind-Beziehung nachhaltig. Zudem wird die Milchproduktion durch das häufige Stillen angeregt und es steht ausreichend Muttermilch zur Verfügung. Es gibt also keinen Grund, der gegen das Clusterfeeding spricht. Im Gegenteil: Durch das Clusterfeeding ist sichergestellt, dass das Baby Nahrung bekommt, wann immer diese benötigt wird.

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