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Verhütungsring – Kosten, Sicherheit, Risiko & Wirkung vom Nuvaring

Verhütungsring

Bei dem Verhütungsring handelt es sich um einen biegsamen Kunststoffring, der – in der Scheide eingeführt – die Hormone Gestagen und Östrogen abgibt, um die Empfängnis zu verhüten. Der Durchmesser des elastischen Verhütungsrings beträgt etwa 5 Zentimeter, ist nur in einer Größe erhältlich. Warum? Durch die Elastizität passt sich dieser Verhütungsring dem Körper an, so dass dieser in der Regel nicht zu spüren ist. Am ersten Tag der Regelblutung wird der Verhütungsring in die Scheide eingesetzt und verbleibt dort drei Wochen. In dieser Zeit setzt der Ring kleine Mengen des Östrogens und Gestagens frei, um so wie die Pille, Spirale oder das Kondom eine Schwangerschaft zu verhindern.

Weitere Bezeichnungen des Verhütungsringes sind auch Nuvaring oder Vaginalring.

Verhütungsring – die Wirkung

Nachdem der Verhütungsring in die Scheide eingeführt wurde, verbleibt er dort für drei Wochen. Spürt die Frau den Verhütungsmittel Ring nicht, dann kann sie davon ausgehen, dass er richtig eingesetzt wurde. In den drei Wochen werden kleine Mengen an Östrogen und Gestagen freigesetzt. Über die Scheidewände gelangen diese Hormone ins Blut, um hier den Eisprung (die so genannte Ovulation) zu hemmen.

Nach Ablauf der 3 Wochen wird der Verhütungsring entfernt und im Restmüll entsorgt. In den nun folgenden 7 Tagen erfolgt die Regelblutung. An dem Wochentag, an dem der Vaginalring entfernt wurde, allerdings 8 Tage nach dem Entfernen, wird ein neuer Verhütungsring eingesetzt. Auch in der Zeit, in der die Frau den Ring nicht in der Scheide hat, bieten die abgegebenen Hormone weiterhin den entsprechenden Schutz vor einer Schwangerschaft.

Der Verhütungsring – muss vom Arzt verordnet werden

Der Ring zur Verhütung einer Schwangerschaft ist verschreibungspflichtig. Das heißt, der Verhütungsring muss vom Frauenarzt oder von der Frauenärztin verordnet werden, wobei ein eingehendes Gespräch unerlässlich ist. Die Frau wird zu früheren und aktuellen Vorerkrankungen befragt, auch Krankheiten innerhalb der Familie werden abgefragt. Nach einer eingehenden Untersuchung, wird die Frau auch über die Risiken und Nebenwirkungen, aber auch die Vor- und Nachteile des Nuvarings und alternative Verhütungsmethoden aufgeklärt.

Wichtig ist, dass eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Entscheidet sich die Frau für den Verhütungsring als Verhütungsmittel, erklärt die Ärztin oder der Arzt, wie dieser Ring richtig eingesetzt wird. Zudem wird ein Kontrolltermin vereinbart.

Verhütungsring – die Vorteile

Ein großer Vorteil des Verhütungsrings liegt darin, dass die Frau nicht täglich – wie bei der Pille als Verhütungsmittel – daran denken muss, sie einzunehmen. Bei der Pille erfolgt die Hormonaufnahme über den Magen-Darm-Trakt, bei dem Verhütungsring über die Scheide. Das heißt, im Falle, dass die Frau erbricht oder sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen hat, ist die Wirkung des Verhütungsrings nicht beeinträchtigt – bei der Pille schon. Durch den Verhütungsring können die Stärke und die Dauer der Regelblutung abnehmen.

Beim Geschlechtsverkehr:
Sollte der Verhütungsring beim Geschlechtsverkehr stören, kann er für die Dauer von maximal 3 Stunden entfernt werden. Der Verhütungsmittel Ring sollte mit lauwarmen Wasser gereinigt und bis zum Einsetzen hygienisch aufbewahrt werden.

Sobald sich nach der Entbindung die Gebärmutter zurückgebildet hat, kann der Verhütungsring wieder zur Verhütung eingesetzt werden. Allerdings sollte in der Stillperiode darauf verzichtet werden.

Verhütungsring – die Nachteile

War der Verhütungsring länger als 3 Stunden außerhalb der Scheide, ist der Schutz vor einer Schwangerschaft nicht mehr gewährleistet. In diesem Falle empfiehlt sich – bei eventuellem Geschlechtsverkehr – die Verwendung eines Kondoms, um auf Nummer sicher zu gehen.

Es kann sein, dass der Verhütungsring ausgestoßen wird – beispielsweise bei schwerer Verstopfung oder einer Gebärmuttersenkung. Generell sollte die Frau bei der Verhütung mit dem Verhütungsring überprüfen, ob der Ring noch vorhanden ist. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Ring bricht, so dass in dem Fall das Risiko einer Schwangerschaft gegeben ist.

Zudem sind Nebenwirkungen mit manchen Medikamenten möglich, so dass die Verhütungssicherheit dadurch beeinträchtigt wird. Mit welchen Medikamenten und Präparaten Probleme auftreten können, ist in der Beschreibung des Verhütungsrings nachzulesen.

Nuvaring – die Nebenwirkungen und Risiken

Wie auch bei anderen Verhütungsmitteln, kann der Verhütungsring ebenfalls einige Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder vermehrte Scheidenentzündungen mit sich bringen. Auch Akne, Gewichtszunahme, schmerzende Brüste, Stimmungsschwankungen oder Verringerung der Libido sind bei manchen Frauen, die mit dem Verhütungsring verhüten, zu beobachten.
Wie bei dem Verhütungspflaster tritt bei dem Verhütungsring ein erhöhtes Thrombose-Risiko auf.

Bei früheren oder bestehenden Thrombosen oder daraus entstandenen Folgeerkrankungen darf der Nuvaring nicht verwendet werden. Generell sollten Frauen, die den Verhütungsring eingesetzt haben und unter anhaltenden und akuten Beschwerden leiden, die Frauenärztin oder den Frauenarzt zur Klärung aufsuchen.

Bei Krebserkrankungen, wie beispielsweise Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs, sollte auf die Verwendung des Vaginalrings verzichtet werden – auch bei Lebererkrankungen ist vom Verhüten mit dem Hormonring abzuraten.

Stillende Mütter sollten ebenfalls auf die Verwendung des Verhütungsrings verzichten.

Verhütungsring – die Kosten

Die Kosten für eine Dreimonatspackung Verhütungsringe liegen bei knapp 50 Euro. Gegen Vorlage des Rezeptes in der Apotheke wird dieses Verhütungsmittel ausgehändigt.

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