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Eizellenspende in Deutschland – Ablauf, Kosten & Rechtliches

Eizellenspende

Eizellenspende – für Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch eine Möglichkeit, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Doch in Deutschland ist die Eizellenspende verboten!

Das Embryonenschutzgesetz aus dem Jahr 1990 verbietet die Eizellspende – allerdings ist diese Art der künstlichen Befruchtung in anderen Ländern, wie zum Beispiel Dänemark, Tschechien, Polen oder Spanien, erlaubt.


Wie eine Eizellenspende funktioniert, welche Kosten auf das Paar zukommen und wie es im rechtlichen Bereich aussieht, möchte ich euch im Folgenden näher erläutern.

Wie läuft die Eizellenspende ab?

Möchte eine Frau ihre Eizellen aus der natürlichen Reserve der Eierstöcke spenden, erfolgt dies anonym, selbstlos und uneigennützig, so dass diese Spende eine solidarische Geste gegenüber der Frau darstellt, die die Eizellenspende erhält. So kann die Eizellenspende einer Frau, die kinderlos und eventuell unfruchtbar ist, die Möglichkeit bieten, selbst schwanger zu werden.

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Dabei werden die gespendeten Eizellen über eine In-vitro-Fertilisation (IVF) der Empfängerin transferiert.

Für die Eizellspende sind Frauen zugelassen, die


  • gesund sind
  • schon Geschlechtsverkehr hatten
  • zwischen 18 und 35 Jahren alt sind
  • nicht rauchen und auch keine Drogen nehmen
  • selbst und auch deren Familienangehörigen keine Erbkrankheiten haben
  • keine gynäkologischen Erkrankungen haben
  • keine sexuell übertragbaren Krankheiten haben
  • beim Psychologen die Untersuchung positiv bestehen.

Die Eizellenspende darf allerdings nicht in Deutschland vorgenommen werden, sondern in einem Land, in dem die Eizellenspende legal ist, wie Spanien, Dänemark, Polen oder Tschechien. Generell wird die Eizellenspende vertraulich behandelt, die Spendern und deren Privatsphäre werden geschützt. Zwischen der Spenderin der Eizellen und der Empfängerin besteht keinerlei Kontakt. So lange eine Eizellspende anonym verläuft, ist die Spende legal.

In Dänemark gibt es beispielsweise verschiedene Arten der Eizellspende Ausland – vollkommen anonym oder mit späterer Namensnennung der Spenderin, wenn das Kind 18 Jahre alt ist und auf eigenen Wunsch wissen möchte, wer die Eizellenspende damals getätigt hat. In Dänemark ist auch eine Eispende unter befreundeten Paaren erlauft, also sozusagen eine „private“ Spende.

Die Eizellenspende – Kosten und Ablauf

Generell muss die Eizellspende im Ausland erfolgen, da die Eizellspende in Deutschland verboten ist. Kinderlose Paare, deren unerfüllter Wunsch nach einem Kind endlich in Erfüllung gehe soll, reisen für diese Art der künstlichen Befruchtung ins Ausland.

Die Frauen, die ihre Eizellen spenden möchten, müssen ebenfalls ins Ausland reisen. Im Ausland selbst werden sie von der Klinik entsprechend über die Eizellenspende aufgeklärt. Ärzte und Psychologen untersuchen die Frau danach eingehend, um festzustellen, ob sie überhaupt spenden darf und um mögliche gesundheitliche Gefahren für die Empfängerin auszuschließen.

Die Spenderin wird im ersten Stepp auf den Prozess und die Synchronisation beider Zyklen, also der von Spenderin und Empfängerin, vorbereitet. Dabei erfolgt die Behandlung mit bestimmten Medikamenten, die die Gebärmutter

  • auf die Übertragung der Eizellen vorbereiten,
  • beziehungsweise dabei helfen, dass die benötigte Menge an Eizellen produziert werden.

Dabei wird mittels diverser Routineuntersuchungen überwacht, ob die Entwicklung der Eizellen korrekt abläuft. Wenn die zu spendenden Eizellen reif sind, werden sie durch den so genannten transvaginalen Eingriff der Spenderin entnommen.

Die Eizellspende ist kostenlos, Eizellen Spenden gegen Geld gibt es in dieser Form nicht. In manchen Ländern erhält die Spenderin eine kleine finanzielle Entschädigung für den Aufwand.

Der Samen, der für die Befruchtung der Eispende notwendig ist, kann am gleichen Tag gewonnen und entsprechend aufbereitet werden. Mittels der In-vitro-Fertilisationstechnik werden der Samen und die Eizellen miteinander vereint und über die In-vitro-Fertilisation der Empfängerin transferiert.

In Spanien und Tschechien bekommt eine Eizellenspenderin zwischen 600 und 1.300 Euro.

Die Eizellenspende in Deutschland

Wie bereits mehrfach erwähnt, ist das Eizellen spenden in Deutschland verboten. Wer unbedingt ein Kind möchte und diesen Weg der künstlichen Befruchtung in Betracht zieht, muss in die Länder reisen, in denen die Eizellenspende legal ist.

Die medizinischen Risiken der Eizellenspende

Frauen, die durch eine Eizellenspende schwanger wurden, gelten als Risikoschwangere. Eine eingehende ärztliche Betreuung ist als sinnvoll zu erachten. Gerade in der Anfangszeit der Schwangerschaft kann es zu Blutungen kommen.

Die rechtliche Situation der Eizellenspende

Das Verbot der Eizellenspende in Deutschland soll zum einen die Leihmutterschaft und zum anderen den kommerziellen Missbrauch vermeiden. Wer sich in Deutschland den Kinderwunsch durch eine Eispende erfüllen möchte, muss dafür in die europäischen Nachbarländer reisen, da dort die Eizellenspende legal ist.

Ist eine Frau durch die Eizellenspende im Ausland schwanger, wird sie in Deutschland von den Frauenärzten entsprechend betreut.

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