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Schon gewusst? Das sind die 9 Auswahlkriterien beim Schulranzen-Kauf

Kind mit Schulranzen

Die Anschaffung der Schultasche ist einer der wichtigsten Punkte, wenn der Ernst des Lebens bevorsteht. Werktäglich schleppen die Kleinen ihre Bücher, Hefte sowie Federmappen darin zum Unterricht und wieder nach Hause. Damit sie sich dabei möglichst unbeschwert und rückenschonend bewegen, ist die Auswahl des richtigen Ranzens besonders wichtig. Wer sein Traummodell gefunden hat, der kann auch endlich die Einladungskarten für die Einschulungsfeier auf Meine-Kartenmanufaktur.de ordern.

Die optimale Passform: Achtung bei Rückenteil und Schultergurten

Zunächst einmal sollte ein Modell gefunden werden, das perfekt sitzt. Um festzustellen, ob der Schulranzen passt, ist ein Blick auf das Rückenteil notwendig. Dieses sollte körpergerecht geformt sein, atmungsaktiv und gleichzeitig an mehreren Stellen des Rückens aufsitzen. Zudem muss dieser Teil der Tasche besonders stabil gearbeitet sein, damit beispielsweise die Ecken und Kanten von Büchern nicht drücken. Eine angenehme Polsterung sorgt ebenfalls für hohen Tragekomfort.

Idealerweise sind die Schultergurte des Ranzens mindestens vier Zentimeter breit sowie 50 Zentimeter lang und gepolstert. Dafür, dass Höhe und Abstand perfekt justiert werden können, sorgen stufenlos verstellbare Gurte. Der Schulranzen muss so angelegt sein, dass er möglichst nahe am Körper sitzt. Ansonsten zieht das Gewicht der Tasche an der Wirbelsäule.

Prüft außerdem den Sitz am Hals an. Dort dürfen die Schnallen keinesfalls einschneiden. Im Nacken sollte der Schulpack auf Schulterhöhe enden. Das Modell sollte außerdem nicht zu breit sein und nicht über die Schultern hinausragen. Ein praktischer Haltegriff mit rund acht Zentimetern Länge dient zum Aufhängen.

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Die Knochen bei Grundschülern sind noch sehr weich und verformbar. Damit keine langfristigen Schäden der Wirbelsäule und Gelenke verursacht werden, muss der Schulpack perfekt sitzen. Es empfiehlt sich, zumindest den ersten Tornister im Fachhandel zu besorgen. Das Kind sollte den Schulpack probetragen und vom Experten optimal einstellen lassen.

In den ersten drei Schuljahren nutzen die meisten Kinder einen Ranzen und keinen Rucksack. Dies ist aber keine Vorschrift. Wichtig ist nur, dass ein Schulrucksack ergonomisch geformt ist und den täglichen Anforderungen der Kinder entspricht.

Das Gewicht: nicht mehr als 1,2 kg Leergewicht

Hier gibt es zwei Maße, die berücksichtigt werden müssen. Das Leergewicht der Schultasche sollte bei Grundschülern maximal 1,2 kg betragen. Wenn anschließend Bücher, Hefte, Trinkflasche und Pausenbox in der Tasche landen, ist empfehlenswert, dass das Gewicht nicht höher als 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes ausfällt. Wiegt euer Kind 30 kg, dann darf der gepackte Schulranzen nicht schwerer als 4,5 Kilogramm sein.

Solltet ihr mit diesen Gewichtsangaben nicht zurechtkommen und der Schulranzen eures Kindes schwerer sein, dann bleibt entspannt. Laut einer Studie der Universität Saarbrücken verursacht selbst ein Gewicht von 17 Prozent des Kindergewichts keine dauerhaften Probleme.

Ursachen für Rückenschmerzen bei Kindern

Etwa 15 Prozent der deutschen Kinder klagen über Rückenschmerzen. In der Regel ist der Auslöser allerdings nicht der zu schwere Schulranzen, sondern die schwache Muskulatur. Ein Bewegungsmangel durch häufiges Sitzen vor dem Tablet, insbesondere in Kombination mit Übergewicht, sind eher verantwortlich für die Beschwerden.

Selbstverständlich sollte die Schultasche dennoch nicht so prall gefüllt sein, dass der Nachwuchs Schwierigkeiten beim Tragen hat. Er muss mit dem Gewicht des Tornisters auch dann zurechtkommen, wenn dieser an der Bushaltestelle über zehn oder zwanzig Minuten auf dem Rücken sitzt.

Das beste Material: robust, wasserabweisend, umweltverträglich

Kriterien für einen guten Schulranzen

Der Stoff, aus dem der Schulranzen gefertigt ist, spielt eine große Rolle. Das Ausgangsmaterial sollte möglichst leicht sein, weshalb sich beispielsweise Leder für kleine Kinder kaum eignet. Zudem ist es wichtig, dass der Bezug robust und langlebig ist. Schließlich tragen die Kleinen die Tasche über viele Jahre und bei jeder Wetterlage. Insbesondere Kunstfasern haben sich aufgrund ihrer Leichtigkeit und teilweisen Wasserbeständigkeit bewährt.

Polyester wird seit vielen Jahren gerne verwendet. Es ist problemlos in Massen produzierbar, wasserdicht und strapazierfähig. Leider gibt es Minuspunkte beim Thema Nachhaltigkeit. Die Kunstfaser kann nicht recycelt werden. Einigen umweltbewussten Herstellern von Tornistern ist dies bewusst. Ergobag produziert mittlerweile Schultaschen aus alten PET-Flaschen. Keine Sorge, die Ranzen werden besonders auf ihre Schadstoffbelastung hin getestet. Schließlich möchte niemand, dass im Klassenraum giftige Ausdünstungen der Tornister die Luft verpesten.

Übrigens wurde im Jahr 2017 eine ausführliche Studie der Stiftung Ökotest zum Thema Schulranzen durchgeführt. Dabei erhielten tatsächlich mehrere Modelle die Note mangelhaft. Dies war neben der geringen Sicherheitsausstattung auch krebserregenden Stoffen wie polyzyklischem, aromatischen Kohlenwasserstoff geschuldet. Achtet auf die Ergebnisse von solchen Untersuchungen, bevor ihr den Tornister kauft.

Die Stabilität: Hochformat und solide Verarbeitung

Ein guter Schulranzen ist im Hochformat konstruiert und besitzt eine stabile Bodenplatte. Das Modell steht ohne Hilfe alleine und aufrecht. Nähte, Rahmen und Einzelteile sollte gut verarbeitet sein. Gerade jüngere Schüler gehen häufig nicht besonders pflegeleicht mit ihrer Ausstattung um. Zur Überprüfung der Stabilität dient die Sichtkontrolle. Außerdem helfen die Erfahrung des Fachpersonals und Kundenbewertungen, um die Langlebigkeit eines Modells herauszufinden.

Ein gleichmäßiges Bepacken des Tornisters dient ebenfalls der Stabilität. Eine seitliche Außentasche für die Trinkflasche ist dabei nicht sonderlich hilfreich, weil das Gewicht sehr einseitig verteilt wird. Auf beiden Schultern sollten ungefähr gleich viele Kilogramm ruhen.

Die Praktikabilität: kindgerechte Verschluss- und Deckelkonstruktion

Testet die Verschlüsse gemeinsam mit eurem Nachwuchs. Das Kind sollte in der Lage sein die Tasche einfach und selbstständig zu öffnen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Verschlüsse stabil sind und nicht eigenständig aufgehen.

Der Deckel muss sich vollständig aufklappen lassen. Er sollte ohne Hilfe offenbleiben, sodass das Kind beide Hände frei hat und Utensilien entnehmen kann. Denkt bei der Fächeraufteilung daran, dass das Kind schwere Gegenstände rückennah lagern können muss. Diese Packweise schont den Rücken.

Viele Eltern denken, dass sie mit einem Schul-Trolley dem Kind Erleichterung bieten. Das Gewicht der Tasche wird bequem gezogen, anstatt mühsam geschleppt. Durch die leichte Drehhaltung beim Transport der Tasche, können sich aber Fehlstellungen im Rücken entwickeln. Außerdem muss der Trolley bei Hindernissen, wie zum Beispiel Treppen, hochgehoben werden. Dabei ist zu bedenken, dass die Armmuskulatur der Kinder noch nicht voll entwickelt ist. Experten empfehlen eher den Griff zum normalen Schulranzen oder Schulrucksack.

Die Sicherheit: Reflektoren und Schadstoff-Freiheit

Als Faustregel, entsprechend der DIN-Norm 58241 für Schulranzen, gilt:

  • Funktionsteile wie Verschlüsse müssen schadstofffrei und weder eckig noch scharfkantig sein.
  • Mindestens 20 Prozent der Front- und Seitenflächen müssen von fluoreszierendem Material überzogen sein.
  • Vorne und an den Seiten sind mindestens 10 Prozent der Fläche aus retroreflektierendem Material gefertigt.

Wer sichergehen möchte, dass die Schultasche diese Bedingungen erfüllt, sollte ein DIN-zertifiziertes Exemplar kaufen.

Das Zubehör: Stimmiges Design von der Federmappe bis zur Trinkflasche

Beim Tornister alleine hört der Einschulungseinkauf noch nicht auf. Die Ausstattung der Schulkinder umfasst mindestens noch Turnbeutel und Federmappe. Ihr könnt bei einigen Herstellern Trinkflaschen, Brotzeitdosen und ähnliche Produkte im gleichen Design wie den Schulranzen kaufen. Wenn die Kinder alle Utensilien in der Lieblingsfarbe und mit dem Traummotiv besitzen, dann bietet ihnen das eine gute Wiedererkennungsmöglichkeit. Selbst die Klassenkameraden werden schnell den vergessenen Turnbeutel zuordnen können. Ein Argument für den Kauf eines Schulranzens-Sets ist auch, dass dadurch ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Für Kinder spielt das weniger eine Rolle, als für die Erwachsenen. Falls aus dem privaten Sportunterricht bereits ein Turnbeutel vorhanden ist, dann kann dieser auch getrost verwendet werden. Die Einschulung ist mit vielen Kosten verbunden. Es ist sinnvoll, an manchen Stellen zu sparen.

Der persönliche Geschmack des Kindes zählt

Wobei wir auch schon beim Thema Geschmack angelangt sind. So wichtig wie die richtige Passform und die notwendigen Sicherheits-Features auch sind – die Tasche muss gefallen. Das Kind soll stolz auf seinen ersten Tornister sein. Es soll ihn gerne mit zur Schule mitbringen. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich bei Kindern die modischen Vorstellungen schnell ändern können. Manchmal ist es besser, ein eher zeitloses Modell zu wählen, als ein besonders ausgefallenes. Sprecht euch auch mit den Eltern der besten Freunde ab. Kinder wollen dazu gehören, das fängt bereits bei Schultaschen an. Das bedeutet nicht, dass der Nachwuchs zum Mitläufer erzogen wird. Er soll sich lediglich wohl mit dem ersten Ranzen fühlen. Wenn ihr euch bei dem quietschbunten Modell 100 Prozent sicher seid und das Exemplar auch noch gut sitzt, dann spricht nichts gegen den Erwerb.

Der richtige Kaufzeitpunkt bietet große Auswahlmöglichkeiten

Besorgt den Ranzen nicht auf den letzten Drücker. Besonders begehrte Modelle können dann bereits vergriffen sein. Eine Nachbestellung ergibt, wenige Tage vor dem Schulstart, auch keinen Sinn mehr. Fachleute empfehlen, sich um den Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung auf die Pirsch nach dem passenden Tornister zu machen. Rund sechs Monate vor dem ersten Tag in der Grundschule sind in der Regel die neusten Kollektionen problemlos erhältlich und gegebenenfalls noch rechtzeitig zu ordern. In Bezug auf die Passform sollte ein eventueller Wachstumsschub einkalkuliert werden. Idealerweise wird auf eine mittelgroße Ausführung oder ein mitwachsendes Exemplar zurückgegriffen. So hat der Nachwuchs mehrere Jahre Freude an dem Ranzen. Kleiner Tipp: Mit einem Vorjahresmodell spart ihr bares Geld.

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