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Wasser für Babys: Ab wann darf mein Baby Wasser trinken?

Baby Wachstumsschub

Die ersten Wochen und Monate nach der Geburt bringen viele Veränderungen und Herausforderungen für die frisch gebackenen Eltern mit sich. Um die Frage, ob euer Baby genug Wasser trinkt, müsst ihr euch in den ersten Monaten jedoch keine Gedanken machen. Im Gegenteil, denn die Nieren können zu viel Flüssigkeit noch nicht verarbeiten. Doch ab wann dürfen Babys Wasser trinken und welche Menge ist unbedenklich?

Antworten auf diese und viele weitere wichtige Fragen erhaltet ihr in diesem Artikel. Zudem klären wir euch unter anderem über die Gefahr einer Wasservergiftung auf und wir haben hilfreiche Tipps, wie ihr euer Baby im Anschluss an das Trinken von Wasser gewöhnen könnt.

Ab wann dürfen Babys Wasser trinken?

Durch die Muttermilch sowie durch die Flaschennahrung erhalten voll gestillte und gesunde Babys in den ersten sechs Monaten ausreichend Flüssigkeit, weshalb in dieser Zeit auf zusätzliches Wasser verzichtet werden sollte. Hat euer Baby Durst, wird es von selbst nach der Brust oder der Flasche verlangen. Dabei ist die erste Milchportion, welche Vormilch genannt wird, immer der Durstlöscher für die Babys und erst wenn der Durst gestillt ist, kommt die sogenannte Hintermilch zum Zuge. Diese ist fettreicher, hat mehr Kalorien und ist somit bestens zum Sättigen der kleinen Schleckermäuler geeignet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Eltern, Säuglingen erst ab sechs Monaten zusätzlich Wasser anzubieten und auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt hierzu Folgendes: „In den ersten vier bis sechs Monaten erhält Ihr Baby durch die Muttermilch oder Flaschennahrung genügend Flüssigkeit.“ Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. sollten Babys erst ab dem 3. Beikostbrei, der etwa ab dem 6. Monat gefüttert wird, Wasser zum Trinken erhalten.

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Bezogen auf ihr Körpergewicht haben Säuglinge zwar einen höheren Wasserbedarf als Erwachsene, dennoch wird keine zusätzliche Flüssigkeit benötigt. Muttermilch besteht aus über 80 Prozent aus Wasser, weshalb der Flüssigkeitsbedarf von gesunden Säuglingen durch das regelmäßige Anlegen an die Brust ausreichend gedeckt wird. Dies gilt auch für das Füttern mit Säuglingsersatznahrung, achtet hierbei allerdings darauf, die Menge sowie das angegebene Mischverhältnis unbedingt einzuhalten. Gleichzeitig enthalten sowohl Muttermilch als auch Flaschennahrung alle wichtigen Nährstoffe, die Babys in den ersten Monaten benötigen.

Auch mit der Einführung der Beikost braucht ihr eurem Baby noch kein Wasser anbieten, sofern nur ein oder zwei Milchmahlzeiten durch den Brei ersetzt werden. Der zuerst eingeführte Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei sowie der danach eingeführte Milch-Getreide-Brei liefern gemeinsam mit den verbleibenden Milchmahlzeiten in der Regel ausreichend Flüssigkeit für das Baby. Sobald die dritte Breimahlzeit auf dem Speiseplan eures Kindes steht, könnt ihr zusätzlich zum Getreide-Obst-Brei Wasser zum Trinken anbieten.

Dabei sind 200 Milliliter Wasser über den Tag verteilt mehr als ausreichend. Bei Babys bis zum 12. Monat liegt der empfohlene Richtwert der gesamten täglichen Flüssigkeitszufuhr bei rund einem halben Liter pro Tag. Sobald Kinder ausschließlich Familienkost zu sich nehmen, erhöht sich der tägliche Flüssigkeitsbedarf auf etwa 700 Milliliter täglich. Lasst euch von den Zahlen jedoch nicht verunsichern, es ist wirklich nicht nötig, akribisch auf eine Mindesttrinkmenge zu achten. Indem ihr eurem Kind regelmäßig Wasser anbietet, wird das Grundbedürfnis zu trinken ganz automatisch gestillt.

Gut zu wissen:
Grundsätzlich dürfen gesunde Neugeborene kein Wasser trinken und sollten bis zum sechsten Monat „wasserfrei“ bleiben. Durch die Muttermilch, beziehungsweise die Flaschennahrung wird der Flüssigkeitsbedarf der Babys bis zur Einführung des 3. Beikostbreis ausreichend gestillt.

Ist Wasser gefährlich für Babys?

In der Tat kann es für Babys gefährlich werden, sollte es zu viel Flüssigkeit, zum Beispiel in Form von Wasser oder Tee, zusätzlich zur Muttermilch oder Flaschenmilch erhalten. Dies ist damit zu begründen, dass die Nieren der Babys noch nicht vollständig ausgereift sind, um eine größere Menge an Flüssigkeit verarbeiten zu können. Im schlimmsten Fall führt zu viel Flüssigkeit zu einer sogenannten Wasservergiftung oder Wasserintoxikation, welche in schwerwiegenden Fällen zu Schäden an den Hirnzellen führen und zum Teil lebensbedrohlich werden kann.

Bei einer Wasservergiftung kommt es aufgrund der Flüssigkeitsmenge zu einem Natriummangel im Blut, was wiederum dazu führt, dass Wasser in das Gewebe der Kinder übertritt. Zu Beginn einer Wasservergiftung wirken die Babys häufig apathisch sowie aufgedunsen, im weiteren Verlauf kommen Zittern und Krampfanfälle hinzu. Weitere Symptome sind Reizbarkeit und Schläfrigkeit in Verbindung mit einer Körpertemperatur unter 36 °C.

Hat euer Kind Wasser getrunken und ihr stellt anschließend einer der Symptome fest, solltet ihr umgehend den Kinderarzt oder das Krankenhaus aufsuchen. Wird eine Wasservergiftung frühzeitig erkannt und daraufhin behandelt, sind dauerhafte Schäden äußerst selten. In der Regel wird betroffenen Kindern eine Elektrolytlösung verabreicht, um unter anderem den empfindlichen Natriumhaushalt wieder zu stabilisieren und für einen ausgeglichenen Wasser- sowie Mineralhaushalt zu sorgen.

Sobald euer Baby in Form der Beikost feste Nahrung erhält, ist die Gefahr einer Wasservergiftung geringer, denn über die verabreichte Nahrung werden zusätzliche Salze und Nährstoffe aufgenommen. Etwa im Alter von zwölf Monaten sind die Nieren eures Kindes dann so weit ausgereift, dass zusätzliches Wasser ohne Bedenken verabreicht werden kann.

Bitte beachten:
Auch übermäßig verdünnte Flaschennahrung kann im schlimmsten Fall zu einer Wasservergiftung führen, weshalb die angegebene Wassermenge auf der Packung nicht überschritten werden darf. Zudem sollte davon abgesehen werden, Muttermilch mit Wasser zu strecken.

Ausnahme: Zusätzlich Wasser bei Krankheit

Dass bis zum sechsten Monat keine zusätzliche Flüssigkeit zur Muttermilch oder Flaschenmilch benötigt wird, gilt nur für gesunde Babys. Ist der normale Flüssigkeitsgehalt aufgrund einer Krankheit gestört, muss dieser unbedingt wieder ausgeglichen werden. Hat euer Baby zum Beispiel Durchfall, Erbrechen oder Fieber und der kleine Körper verliert aufgrund dessen wichtige Flüssigkeit sowie Nährstoffe, müsst ihr zusätzlich Wasser zum Trinken einflößen.

Zudem brauchen nicht nur Erwachsene, sondern auch Babys bei Hitze mehr Flüssigkeit. Um einen zu großen Flüssigkeitsverlust bei hohen Temperaturen vorzubeugen, kann Babys etwas Wasser angeboten werden. In der Regel reicht es jedoch aus, das Baby öfters anzulegen und zu stillen. Euer Baby reguliert seinen Trinkbedarf im Grunde selbst, indem es häufiger, aber dafür kürzer angelegt werden möchte und somit hauptsächlich die durstlöschende sowie dünnflüssigere Vormilch erhält.

Gut zu wissen:
Bei Flaschennahrung solltet ihr an heißen Sommertagen darauf achten, dass euer Baby häufiger sein Fläschchen bekommt, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu stillen.

Hinweise, dass euer Baby ausreichend getrunken hat

Da es manchmal gar nicht so einfach ist zu erkennen, ob euer Baby ausreichend trinkt, haben wir euch die eindeutigsten Hinweise auf einen Blick zusammengefasst:

  • Die Haut eures Kindes ist fest und hat zudem eine gesunde Farbe
  • Ihr nehmt ein hörbares Schlucken eures Babys beim Trinken wahr
  • Euer Baby legt kontinuierlich an Gewicht zu
  • Die Windel ist innerhalb von 24 Stunden mindestens fünfmal nass

Welches Wasser ist am besten geeignet?

Sobald euer Baby etwa ein halbes Jahr alt ist und ihr mittlerweile bei eurem 3. Beikostbrei angelangt seid, wird es Zeit, eurem Liebling zusätzlich Wasser zum Trinken anzubieten. Doch welches Wasser ist für Babys am besten geeignet und vor allem unbedenklich? Babys brauchen in der Regel kein besonderes Wasser. Die Wasserqualität von Leitungswasser in Deutschland ist sehr hoch und wird regelmäßig kontrolliert, sodass es keine gesundheitlichen Bedenken gibt.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung muss das Leitungswasser hierzulande vor dem Trinken nicht abgekocht werden. Es reicht völlig, wenn ihr das Wasser so lange laufen lasst, bis es klar und kalt aus der Leitung kommt. Um jedoch kein Risiko einzugehen und mögliche Krankheitserreger abzutöten, könnt ihr das Leitungswasser, zum Beispiel für die Zubereitung der Flaschennahrung, bis zum 6. Lebensmonat vorsichtshalber abkochen.

Im Ausland hingegen sollte generell nur abgekochtes Wasser verwendet werden, welches ihr anschließend auf Raumtemperatur abkühlen lasst. Zudem wird Eltern dringend davon abgeraten, Babys Wasser aus Bleileitungen zum Trinken zu geben, um ernsten gesundheitlichen Schäden vorzubeugen. Bereits eine geringe Konzentration von Blei in Trinkwasser kann bei Babys und Kleinkindern Nervenschäden sowie eine Bleivergiftung hervorrufen, welche im schlimmsten Fall zu Hirnschäden führen kann. Stammt das Wasser aus einem Hausbrunnen, sollte dieses zuvor auf seine Trinkqualität geprüft werden.

Alternativ zum Leitungswasser könnt ihr eurem Baby auch stilles Mineralwasser, welches für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, oder spezielles Babywasser aus dem Fachhandel oder der Drogerie zum Trinken geben. Notwendig ist Babywasser hierzulande und aufgrund der guten Trinkwasserqualität jedoch nicht. Zudem können ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees hin und wieder als abwechslungsreicher Durstlöscher für Babys fungieren. Am besten verwendet ihr hierfür spezielle Tees für Säuglinge. Als Standardgetränk sollte jedoch ausschließlich Wasser gereicht werden.

Bitte beachten:
Auf zuckerhaltige Getränke, wie zum Beispiel Limo oder unverdünnten Saft, solltet ihr verzichten. Diese enthalten viel Zucker und sind zu kalorienreich für Kinder. Das Gleiche gilt für alle Getränke, die koffein- oder süßstoffhaltig sind und zusätzlich Honig, Sirup oder andere Zuckeraustauschstoffe enthalten. Auch Milch ist als Durstlöscher nicht zu empfehlen, da diese nicht zu den Getränken, sondern zu den Lebensmitteln gezählt wird.

Babys ans Wasser trinken gewöhnen

Genauso wie das Essen, Krabbeln oder Sitzen muss natürlich auch das Trinken geduldig erlernt und geübt werden. Dabei stellt vor allem ihr als Eltern ein wichtiges Vorbild für euer Kind dar. Versucht euer Baby gleich zu Beginn an das Trinken aus einem Becher oder Glas zu gewöhnen. Zwar wird euer Liebling nicht sofort den Tassen- oder Becherrand mit seinen Lippen umschließen können, allerdings beugt ihr vor, dass der Durst nur aus der Flasche gestillt wird. Generell sollte Wasser nicht aus der Flasche getrunken werden, denn häufiges und andauerndes Nuckeln kann schnell zu Schäden an den Zähnen eures Kindes führen. Aus diesem Grund sollte die Flasche weder für Getränke noch als Einschlafhilfe oder zur Beruhigung eingesetzt werden.

Im aufrechten Sitzen und indem ihr den Rumpf zusätzlich stabilisiert, fällt das Trinken aus einem Glas oder Becher am einfachsten. Zudem öffnet euer Kind automatisch seinen Mund, sobald die Oberlippe befeuchtet wird. Ein praktischer Tipp ist deshalb, den Becher bis zum Rand mit Wasser zu füllen, damit die Oberlippe mit der Flüssigkeit in Berührung kommt und euer Kind zum Trinken animiert wird. Kommt euer Kind noch nicht mit einem herkömmlichen Trinkgefäß zurecht, könnt ihr vorerst auch auf einen sogenannten Trinklernbecher zurückgreifen, welcher das Ausschwappen von Wasser durch einen praktischen Silikondeckel verhindert.

Guter Tipp:
Indem ihr gemeinsam mit eurem Kind Wasser trinkt und dieses für seine Trink-Leistungen lobt, wird das Trinken automatisch zu etwas Positivem.

Die wichtigsten Fragen im Überblick

Im Folgenden haben wir einen Überblick für euch zusammengestellt, der auf die wichtigsten Fragen in Sachen Wasser für Babys eingeht:

Ab wann dürfen Babys Wasser trinken?

In den ersten Lebensmonaten werden die Babys über die Muttermilch oder die Pre-Nahrung ausreichend mit Flüssigkeit sowie wichtigen Nährstoffen versorgt. Erst ab dem dritten eingeführten Beikostbrei, also etwa im Alter von sechs Monaten, sollten Babys zusätzlich zu den letzten vorhandenen Milchmahlzeiten Wasser zum Trinken bekommen.

Ist Wasser für Babys gefährlich?

Trinken Babys zu früh Wasser, kann im schlimmsten Fall eine Wasservergiftung drohen, denn die Nieren sind noch nicht dazu bereit, eine größere Flüssigkeitsmenge zu verarbeiten. Zu den Symptomen einer Wasservergiftung gehören unter anderem eine Körpertemperatur von unter 36 °C sowie Schläfrigkeit. Zudem können im weiteren Verlauf ein Zittern sowie Krampfanfälle auftreten. Um dauerhafte und ernste Schäden zu vermeiden, muss bei Auffälligkeiten umgehend der Kinderarzt oder das Krankenhaus aufgesucht werden.

Wie viel Wasser sollten Babys trinken?

Da Babys durch die Muttermilch, beziehungsweise Flaschenersatznahrung sowie die Breimahlzeiten Flüssigkeit erhalten, sind bis zum Alter von einem Jahr rund 200 Milliliter Wasser über den Tag verteilt völlig ausreichend. Sobald die Kinder vollständig auf Familienkost umgestellt sind, sollte die tägliche Wasserzufuhr auf etwa 700 Milliliter pro Tag erhöht werden.

Ist Leitungswasser geeignet?

Die Qualität von Leitungswasser wird in Deutschland akribisch kontrolliert und kann ohne Bedenken für Babys verwendet werden, sofern es nicht aus Bleileitungen kommt. Alternativ könnt ihr eurem Baby auch stilles Mineralwasser mit der Aufschrift „Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ oder spezielles Babywasser zum Trinken geben.

Gibt es Alternativen zu Wasser?

Wasser gilt als gesündester Durstlöscher für Babys, doch hin und wieder kann ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee für Abwechslung sorgen. Auf zucker- sowie kalorienhaltige Getränke solltet ihr hingegen komplett verzichten. Auch Milch ist als Getränk nicht geeignet, da es zu den Lebensmitteln gehört und die Kinder somit satt macht und nicht in erster Linie den Durst löscht.

Woraus sollen Babys trinken?

Am besten ist es, euer Baby lernt gleich zu Beginn aus einem Becher oder Glas zu trinken. Auch sogenannte Trinklernbecher sind zum Trinken lernen sehr gut geeignet. Um unter anderem Karies und einem Dauernuckeln vorzubeugen, sollte Wasser nicht aus einer Flasche getrunken werden.

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