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Wie Kinder Warten und Geduld erlernen können – unsere Tipps

Wie Kinder Warten und Geduld erlernen können

Bereits im Alter von sechs Monaten kann Euer Kind ein Zeitgefühl entwickelt haben. Das bedeutet für Euch, dass das Kind die täglichen Abläufe einschätzen kann und so oftmals ungeduldiger erscheint. Beginnt Ihr damit zum Babykost- und Milchflaschenwärmer zu gehen, weiß das Baby, dass nur wenige Schritte erforderlich sind bis es endlich zur Milch- oder Kostaufnahme kommt. Bereits in diesem Prozess kann es zu Ungeduld kommen, wenn der zeitliche Ablauf durch beispielsweise ein kurzes Telefongespräch oder den klingelnden Postboten verzögert wird.

Der erste Schritt Geduld zu lernen

Wenn Ihr bemerkt habt, dass das Kind in letzter Zeit ungeduldiger ist, solltet Ihr damit beginnen die Wartezeit für das Kind angenehmer zu gestalten. Geht es um die Zubereitung von Nahrung, solltet Ihr Eurem Kind jeden Schritt der Zubereitung von Babykost erklären. Mit der Zeit wird sich das Kind den Schritt der Zubereitung von Nahrungsmitteln merken. Dadurch geht Ihr den ersten Schritt, um dem Kind Geduld beizubringen.


Ab einem Alter von etwa zwei Jahren entwickelt ein Kind ein Zeitgefühl. Dadurch kann es erneut zu Problemen kommen, die sich in der Ungeduld des Kindes äußern. Deshalb ist es wichtig dem Kind Geduld beizubringen. Da das Kind ab einem Alter von etwa zwei Jahren Zeitangaben versteht, solltet Ihr Eurem Kind sagen, dass es beispielsweise nur noch fünf Minuten zu warten hat. Freut sich das Kind auf ein Ereignis, wie zum Beispiel:

  • Einkaufen
  • Spielen
  • Fernsehen

dürft Ihr auch sagen, dass das Kind morgen oder übermorgen wieder mit ins Einkaufszentrum darf. Seid Euch bewusst, dass das Kind genau einschätzen kann, wann der versprochene Zeitpunkt ist.

Die Trotzphase überwinden

Gerade in der Trotzphase des Kindes kann es dazu kommen, dass das Kind besonders ungeduldig ist. Bereits im Babyalter kann es zu vermehrtem Trotz kommen. Dabei wird das Baby innerhalb von wenigen Sekunden zur Hochform auflaufen und den Frust durch einen Schrei- oder Weinkrampf äußern. Die Trotzphase tritt im Alter von zwei Jahren vermehrt auf. Deshalb solltet Ihr Euch darauf vorbereiten.

Es kann auch passieren, dass das Kind plötzlich damit beginnt Euch zu schlagen oder zu treten. Für Eltern ist gerade der Beginn der Trotzphase unangenehm. Die Trotzphase ist eine wichtige Entwicklung für das Kind. Mithilfe dieser Phase lernt das Kind mit Frust und anderen Emotionen umzugehen. Die Trotzphase kann nicht verhindert werden, jedoch gibt es Methoden, um diese Lebensphase besser zu überstehen.


Da das Kind in der Trotzphase zu einer höheren Verletzungsgefahr neigt, solltet Ihr alle Gegenstände beseitigen, an denen sich das Kind verletzen kann. Wer auch bei einem Trotzanfall des Kindes gelassen bleibt, beendet die Anfälle des eigenen Kindes schneller. Da kleine Kinder nicht nachtragend sind, habt Ihr nach dem Anfall des Kindes keine Probleme mehr.

Ein Wutanfall und Ungeduld treten meist dann auf, wenn das Kind müde, überfordert oder hungrig ist. Deshalb solltet Ihr überprüfen, ob einer der genannten Zustände auf das Kind zutrifft. Ihr solltet es vermeiden mit einem hungrigen Kind zum Einkaufen zu gehen. Durch die Lebensmittel, die im Supermarkt zu sehen sind, verschlimmert sich die Ungeduld und Trotzigkeit des Kindes.

Kommt es zu Ungeduld oder einem Trotzanfall solltet Ihr Eurem Kind nicht nachgeben. Das Kind wird nämlich lernen auf welchem Weg es genau das bekommen hat, was es will. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr gelassen bleibt und dem Kind keine Wünsche bei Trotzigkeit erfüllt.

In der Regel endet die Trotzphase des Kindes im Alter von vier Jahren. Nach der Trotzphase wird auch die Ungeduld des Kindes geringer und Ihr entspannt Euch wieder viel besser im Alltag.

Die Geduld steigt mit dem Alter

Je älter ein Kind wird, desto mehr Geduld hat es. Ab einem Alter von etwa drei Jahren solltet Ihr Eurem Kind mit Spielen helfen die Ungeduld zu reduzieren. Das Spielen mit Kindern reduziert die Ungeduld und fördert zugleich die motorische und kognitive Entwicklung.

Wenn ein Kind ungeduldig ist, dürft Ihr auch ein spannendes Buch zur Hand nehmen und dem Kind daraus vorlesen. Ist ein Kind bereits vier Jahre alt, ist es dazu in der Lage sich selbst zu beschäftigen und so die Ungeduld zu vertreiben. Dabei wird ein Kind das ursprüngliche Bedürfnis nicht vergessen, sondern nur zeitlich nach hinten verschieben.

Viele Menschen berichten häufig darüber, dass das Kind zu Hause ungeduldig ist aber im Kindergarten nicht.

Die Ungeduld zu Hause

Wenn die Ungeduld eines Kindes zu Hause nicht nachlässt aber im Kindergarten solltet Ihr an der Strategie arbeiten. Meist ist es so, dass ein Kind im Kindergarten gelernt hat, dass es sich lohnt auf etwas zu warten. Das liegt daran, dass die Erzieherinnen im Kindergarten darauf achten, dass die Geduld eines Kindes trainiert wird. Freut sich ein Kind auf die Bastelrunde, Sportrunde oder die Spielrunde im Kindergarten? Dann hat es bereits früh gelernt darauf zu warten. Sorgt dafür, dass das Kind nach dem Warteprozess einen Belohnungseffekt erkennt. Dadurch sorgt Ihr langfristig dafür, dass sich das Kind geduldiger verhält.

Fördert die Selbstständigkeit Eures Kindes

Wollt Ihr erreichen, dass das Kind noch geduldiger wird? Dann solltet Ihr das Kind selbstständiger werden lassen. Dadurch werdet Ihr ganz einfach dafür sorgen, dass das Kind mehr Gelassenheit lernt. Zeigt dem Kind, wie es sich selbst anziehen kann. Die ersten Versuche des Anziehens der Kleidung werden viel Geduld erfordern und so dem Kind zeigen, dass es sich lohnt geduldig zu sein. Dadurch werdet Ihr feststellen, dass das Kind deutlich geduldiger wird.

Die Grenzen richtig setzen

Kennt Ihr das Problem, dass das Telefon klingelt das Kind aber endlich das Essen haben will? Bringt dem Kind schon früh bei, dass es auch Auszeiten für Euch gibt. Klingelt es an der Tür oder klingelt das Telefon ist es wichtig, dass das Kind weiß, dass es dann warten muss.

Mit der Zeit wird das Kind die Situationen erkennen, in denen es zu warten hat. Dadurch trainiert Ihr die Geduld des Kindes und schont zur gleichen Zeit Eure Nerven. Wichtig dabei ist, dass Ihr dem anfänglichen Beschweren nicht nachgebt. Nur so lernt das Kind, dass es mit schlechtem Verhalten nicht zum Ziel kommt.

Zudem solltet Ihr lernen, dass Ihr Euch nicht für das Kind aufopfern sollt. Vergisst das Kind das Kuscheltier für den Kindergarten oder die Hausaufgaben für die Schule lernt es, dass das eigene Handeln Konsequenzen hat. Dadurch helft Ihr dem Kind selbstständiger zu werden und aus dem eigenen Handeln Konsequenzen zu erkennen. Das ist für die spätere Entwicklung sehr wichtig.

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