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Elternzeit für Väter: Vor- und Nachteile

Obwohl in Deutschland vorrangig Frauen in die Elternzeit gehen, haben natürlich auch Männer den Anspruch auf eine Auszeit vom Job, wenn ein Kind geboren wird. Was besonders Väter beachten müssen, erfahrt ihr hier auf dieser Seite von Kinderinfo.de.

Die Elternzeit es dafür geeignet, dass sich Väter und Mütter um den Nachwuchs kümmern können, wobei der klassischen Tätigkeit nicht oder nur in einem begrenzten Zeitraum nachgegangen werden muss. Oftmals besteht nach wie vor der Glauben, dass nur Frauen in Elternzeit gehen dürfen. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn auch Männer haben das Recht dazu. Allerdings machen sich viele Väter Gedanken, was der Chef denn von der Elternzeit hält und ob dies nun gut für die eigene Karriere ist oder nicht. Prinzipiell sollte stets im Einzelfall entschieden werden, ob Väter in die Elternzeit gehen sollten.


Oftmals hängt dies nämlich auch mit finanziellen Gründen zusammen, da die Versorgung der Familie durch das Einkommen natürlich weiter garantiert sein sollte. Die Elternzeit erstreckt sich bekanntlich auf bis zu drei Jahre, wobei es das Elterngeld nur für maximal 14 Monate gibt. Alternativ könnt ihr euch auch für das Elterngeld Plus entscheiden, wobei die normale Summe vom klassischen Basis-Elterngeld über einen verlängerten Zeitraum ausgezahlt wird.

Welche Fristen müsst ihr für die Anmeldung der Elternzeit beachten?

Neben Frauen profitieren auch Väter in Deutschland von einem Kündigungsschutz. Je nach dem Abschluss vom Arbeitsvertrag fällt dieser unterschiedlich aus. Beantragt ihr allerdings die Elternzeit mindestens sieben Wochen vor dem geplanten Antritt auf dem schriftlichen Weg, so besteht der besondere Kündigungsschutz auch für Väter. Acht Wochen vor dem Start der Elternzeit kann euch der Arbeitgeber also dann keine Kündigung mehr aussprechen.

Was solltet ihr tun, wenn ihr euch unsicher seid, was der Arbeitgeber von der Elternzeit hält?

Falls ihr in eurer Firma noch kein Beispiel von einem angestellten Kollegen kennt, der oder die in Elternzeit gegangen ist, so raten wir euch dazu, dass ihr die geplante Elternzeit im Vorfeld der Antragstellung nicht mit dem Chef besprecht. Haltet ihr nämlich eure Fristen korrekt ein, so kann euch der Arbeitgeber dann nicht mehr kündigen, obwohl die beantragte Elternzeit bereits besteht. Beachtet hierzu einfach die bereits erwähnten Fristen.

Gibt es berufliche Nachteile, wenn ihr in die Elternzeit geht?

Natürlich gibt es in Deutschland die grundlegende Einstellung, dass die Elternzeit sinnvoll ist und auf jeden Fall in Anspruch genommen werden sollte. Allerdings sind nicht alle Chefs dieser Meinung, was oftmals auch die Väter betrifft, die in Elternzeit gehen möchten. Grundsätzlich müsst ihr mit keinen beruflichen Nachteilen rechnen, denn nach dem Ablauf der Elternzeit habt ihr den Anspruch auf den gleichwertigen Arbeitsplatz, den ihr zuvor besetzt habt. Dies betrifft vor allem das gleichbleibende Gehalt bzw. den Lohn.


Dem Arbeitgeber kann man natürlich auch während dem Ablauf der Elternzeit ein gewisses Engagement gegenüber der eigenen Karriere darlegen. Optimal bietet es sich also beispielsweise an, dass die Elternzeit für einen bestimmten Zeitraum genutzt wird. In der Praxis kommt es auch oft vor, dass Väter die Vollzeitstelle dann während der Elternzeit in Teilzeit ausführen. Außerdem habt ihr noch die Möglichkeit dazu, dass Weiterbildungsmaßnahmen während der Elternzeit erfolgen können. All dies könnt ihr auch gerne mit dem Arbeitgeber besprechen, was vor allem im letzteren Beispiel-Fall zu empfehlen ist.

Hinweis
Beachtet bitte, dass ein Anspruch auf eine Teilzeitstelle während der Elternzeit nur möglich ist, wenn zuvor eine Vollzeitstelle ausgeübt wurde. Außerdem müsst ihr mindestens sechs Monate lang beim Arbeitgeber tätig sein und dieser sollte mehr als 15 Mitarbeiter haben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, dann könnt ihr während der Elternzeit eine Teilzeitstelle erwarten.

Nach der Elternzeit eine Kündigung – Kommt dies vor?

Häufig liest man, dass vor allem Väter nach dem Ablauf der Elternzeit eine Kündigung erhalten haben. Das Recht hat der Arbeitgeber in einigen Fällen dazu, sodass hier seitens des Gesetzgebers Nachbesserung erfolgen müssen, was vor allem Mindestfristen betrifft.

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