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Grundschule adé: Tipps für den Wechsel auf die weiterführende Schule

Grundschule adé: Tipps für den Wechsel auf die weiterführende Schule

Gerade erst haben wir die Einschulung gefeiert und schon ist die Grundschulzeit zu Ende. Unsere Kinder haben sich in den vier Jahren zu kleinen Persönlichkeiten entwickelt, die im Schulalltag gut zurechtkommen und selbstbewusst im Unterricht aktiv sind. Nun steht der Wechsel auf die weiterführende Schule an: Unsere „Großen“ sind wieder die „Kleinen“ und es kommen viele Veränderungen auf sie zu, mit denen auch wir Eltern erst einmal zurechtkommen müssen. Mit den folgenden Tipps meistert ihr und eure Kinder die Neuheiten, die die weiterführende Schule so mit sich bringt.

Die weiterführende Schule: Was alles anders wird

Ein Schulwechsel bedeutet eine ganze Reihe an Veränderungen: Neue Räumlichkeiten, neue Lehrer und neue Mitschüler stehen ganz weit oben auf der Sorgenliste von Kindern. Auch wir Eltern müssen uns erst an den neuen Schulalltag gewöhnen, wollen aber gleichzeitig unsere Kinder beim Wechsel auf die weiterführende Schule unterstützen. Wir zeigen euch, welche weiteren Veränderungen auf die Kinder zukommen und wie sie diese mit eurer Hilfe meistern.

Neue Fächer

Deutsch, Mathe, Religion, Musik, Sport, Sachkunde, Kunst, Werken – das sind die typischen Fächer in der Grundschule. Soweit möglich, sind sie inhaltlich aufeinander abgestimmt, sodass sich die Kinder den Unterrichtsstoff besser merken können und ihn in den verschiedenen Fächern präsent haben. Auf der weiterführenden Schule müssen sie lernen, nach jeder Schulstunde das eine Fach auszublenden und sich auf vollkommen neue Inhalte zu konzentrieren. Das ist gerade am Anfang ganz schön anstrengend.

Außerdem kommen ab der fünften, teils auch erst ab der sechsten oder siebten Klasse ein paar Schulfächer dazu, die bisher nicht oder nicht in der Form auf dem Stundenplan standen: Fremdsprachen (in der Regel Englisch und Französisch, wahlweise auch Latein und/oder eine weitere lebende Fremdsprache), Biologie, Physik, Chemie, Erdkunde, Sozialkunde und Geschichte. Je nach Schule und Bundesland können noch weitere Fächer dazukommen, zum Beispiel Psychologie, Technik, Wirtschaft und Informatik.

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Die neuen Schulfächer sind für die meisten Kinder eine spannende Sache, auf die sie sich freuen. Manchen Kindern bereiten sie aber eher Unbehagen, weil sie nicht so recht wissen, was da auf sie zukommt. Ihr als Eltern könnt eurem Kind die Ängste nehmen, indem ihr beispielsweise von eurer eigenen Schulzeit erzählt. Besonders schön ist es, wenn ältere Geschwisterkinder oder andere bekannte Kinder, die schon länger auf die weiterführende Schule gehen, von ihren Erlebnissen erzählen. Dabei sollten natürlich möglichst schöne und lustige Geschichten ausgepackt werden. Das weckt die Neugier auf die neuen Fächer.

Mehr Hausaufgaben

Mehr Schulfächer auf dem Stundenplan zu haben, bedeutet leider auch, dass mehr Hausaufgaben anfallen. Damit diese so stressfrei und effizient wie möglich erledigt werden können, solltet ihr in Absprache mit eurem Kind eine feste Zeit ausmachen, wann nach der Schule mit den Hausaufgaben begonnen werden soll. Aus der Erfahrung in der Grundschulzeit wisst ihr und euer Kind, ob es vorher eine kurze Verschnaufpause braucht oder ob es die Hausaufgaben gleich nach dem Mittagessen angehen möchte.

Mehr Hausaufgaben

Gerade auf der weiterführenden Schule sind die Schultage unterschiedlich lang. Überlegt gemeinsam mit eurem Kind, wann an den einzelnen Wochentagen die beste Zeit für Hausaufgaben ist und erstellt einen Wochenplan. Der sollte auch die Aktivitäten am Nachmittag und anstehende Termine berücksichtigen, damit genügend Zeit für die Schularbeiten bleibt.

Damit euer Kind seine Hausaufgaben konzentriert erledigen kann, braucht es die richtige Lernumgebung. Wichtig ist, dass der Platz ruhig und hell ist und dass es möglichst keine Ablenkungen gibt, die die Konzentration eures Kindes beeinträchtigen: Spielsachen, Radio, Fernseher, Haushaltsgeräte und Geschwister sollten sich daher außer Hör- beziehungsweise Reichweite befinden.

Jedes Kind kann sich nur eine begrenzte Zeit am Stück konzentrieren. Bei 10- bis 12-Jährigen hält die Konzentration etwa 30 Minuten lang an. Danach solltet ihr für eine Pause sorgen. Ein bisschen Bewegung an der frischen Luft bei einer Runde Fußball oder Federball bringt neuen Sauerstoff ins Gehirn. Auch trinken ist sehr wichtig, damit der Kopf gut arbeiten kann.

Mehr Klassenarbeiten und Tests

Mit der steigenden Anzahl an Schulfächern fallen aber nicht nur die Hausaufgaben üppiger aus als noch in der Grundschule, auch das Lernpensum erhöht sich: Mehr Fächer bedeuten eben mehr Tests und mehr Klassenarbeiten. Spätestens ab der sechsten Klasse wird euer Kind eine oder vielleicht sogar mehrere Fremdsprachen lernen, für die genauso Klassenarbeiten anstehen wie für die Hauptfächer Deutsch und Mathe.

Deswegen ist es für Kinder ab der fünften Klasse umso wichtiger zu wissen, wie sie effektiv und erfolgreich lernen können. Grundsätzlich gibt es ganz verschiedene Methoden, um sich den Schulstoff besser einzuprägen. Was manche unterschätzen: Das Lernen fängt schon in der Schule an. Aktives Mitarbeiten im Unterricht ist daher angesagt. Kinder, die aufmerksam den Unterricht verfolgen und mitdenken, haben den Stoff schon viel besser drauf. Wichtig ist es auch, nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder sich unsicher ist.

Zuhause kommt es unter anderem darauf an, den richtigen Lernrhythmus zu finden und beim Lernen konzentriert zu bleiben. Manchen Kindern hilft es auch, zusammen mit einem Klassenkameraden zu lernen. Wieder andere kommen mit einem Karteikasten, einer Mindmap oder anderen Hilfsmitteln besser zurecht. Wie die schulische Leistung am besten angekurbelt werden kann, findet ihr mit ein wenig experimentieren heraus.

Bloß keinen Stress: Wie Eltern ihren Kindern helfen können

Der Wechsel auf eine weiterführende Schule ist eine aufregende Zeit im Leben eines Kindes. Nach den Sommerferien verändert sich der gesamte Schulalltag: Die Kinder gehen nun mit neuen Mitschülern in eine Klasse, der Schultag dauert länger und die Anforderungen der Lehrer sind nun größer. Die Kinder müssen erst lernen, mit diesen neuen Belastungen umzugehen, und sich in der neuen Schule zurechtfinden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass wir Eltern den Druck nicht noch vergrößern, sondern stattdessen den Schulalltag für die Kinder so stressfrei und angenehm wie möglich gestalten.

Unterstützung anbieten, aber nicht aufdrängen

Das Lernen und die Erledigung der Hausaufgaben geht natürlich noch nicht ganz ohne die Unterstützung der Eltern. Die Kinder müssen durch den Wechsel auf die weiterführende Schule ihren Tagesrhythmus umkrempeln und sich an neue Zeiten für Schule, essen, spielen und Hausaufgaben erledigen gewöhnen.

Deswegen ist es hilfreich, wenn ihr mit eurem Kind – abgestimmt auf den Stundenplan und die Aktivitäten – einen Wochenplan mit den Lern- und Hausaufgabenzeiten erstellt. Helft ihm dabei, eine gute Herangehensweise an die Hausaufgaben und an das Lernen zu entwickeln. Etwa, wenn die schwerste Aufgabe zuerst erledigt wird oder sich leichte und schwerere Aufgaben abwechseln um die beste Methode zum Lernen herauszufinden.

Seid für Fragen ansprechbar, denn besonders in der Anfangszeit wird euer Kind eure Unterstützung brauchen. Grundsätzlich sollten die Kinder ihre Aufgaben und das Lernen aber möglichst selbstständig erledigen, ohne dass ständig ein Elternteil neben ihnen sitzt. Denn auch das geht auf Kosten der Konzentration.

So gern wir Eltern auch sicherstellen wollen, dass unsere Kinder ihre Hausaufgaben machen und mit allem zurechtkommen – bei der Kontrolle sollten wir uns unbedingt zurückhalten. Sprecht die Hausaufgaben nach der Fertigstellung gemeinsam durch, aber verzichtet darauf, sämtliche Fehler korrigieren zu wollen. Die Lehrer brauchen ein realistisches Bild vom Wissensstand ihrer Schüler. Es soll mehr darum gehen, zu schauen, ob euer Kind alles erledigt und nichts vergessen hat.

Keine zu hohen Erwartungen haben

Viele Eltern setzen ihre Kinder durch eine hohe Erwartungshaltung ungewollt unter großen Druck. Sie wünschen sich, dass ihr Kind nur gute Noten mit nach Hause bringt, gut im Unterricht mitmacht und die Hausaufgaben konzentriert und möglichst fehlerfrei erledigt.

Keine zu hohen Erwartungen haben

Wird dieser Wunsch immer wieder nachdrücklich gegenüber dem Kind geäußert oder droht bei schlechten Leistungen gar eine Schimpftirade oder eine Strafe, hat das Kind mit dem Druck zu kämpfen – zu Lasten seiner Motivation und seines Selbstvertrauens.

Gerade in der fünften Klasse und später in der Pubertät können die Noten um ein bis zwei Stufen absacken. Macht euch daher keine Sorgen, wenn das erste Zeugnis auf der weiterführenden Schule nicht so gut ist wie die bisherigen und die Mitarbeit noch etwas zu wünschen übriglässt. Das Kind muss sich erst an die neue Schule gewöhnen.

Auf schlechte Noten solltet ihr grundsätzlich nie böse oder mit Strafen reagieren, sondern euer Kind vielmehr trösten und darüber sprechen, was ihr gemeinsam nächstes Mal besser machen könnt.

Einen Ausgleich zur Schule schaffen

In der weiterführenden Schule sind die Schultage länger als bisher, gleichzeitig muss euer Kind mehr Hausaufgaben erledigen und mehr lernen. Das geht auf Kosten der Freizeit. Schafft daher für euer Kind einen Ausgleich zum Schulalltag, sodass Freizeit und Spaß neben den sonstigen Pflichten nicht zu kurz kommen.

Kinderturnen

Da euer Kind bis zum Nachmittag viel sitzt, sollte in der Freizeit Bewegung unbedingt auf dem Plan stehen. Im Idealfall hat euer Kind bereits ein sportliches Hobby, um überschüssige Energie abzubauen und dem Dauer-Sitzen entgegenzuwirken. Generell ist ein Hobby gut als Ausgleich zur Schule.

Falls euer Kind noch kein Hobby hat, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich eine Freizeitbeschäftigung zu suchen. Erkundigt euch in eurem Heimatort oder in der nahen Umgebung über das Angebot und nutzt Schnupperstunden. Dadurch kann euer Kind besser entscheiden, ob das Hobby seinen Vorstellungen entspricht oder nicht. Mehr als zwei feste Termine in der Woche sollten es aber nicht sein. Wichtiger ist es für eine gesunde Entwicklung, dem Kind mehr Zeit zum Spielen und zum Freunde treffen zu lassen.

Schulwechsel die Zweite: Falls es doch nicht passt

Bevor sich die Grundschulzeit zum Ende neigt, machen wir Eltern uns viele Gedanken darum, wie es für unsere Kinder nach dem Wechsel weiter geht und auf welche Schule wir sie schicken möchten. Diese Entscheidung zu treffen, ist nicht immer einfach und bereitet den meisten Eltern Kopfzerbrechen. Denn trotz aller gründlicher Überlegung und der Empfehlung der Grundschule kommt es vor, dass sich herausstellt, dass die ausgesuchte weiterführende Schule doch nicht die richtige für das Kind ist.

Haben wir richtig entschieden?

Aber wie erkennen Eltern, ob die gewählte Schulform die richtige für ihr Kind ist? In den ersten Monaten wird das nur schwer auszumachen sein, weil sich das Kind erst umgewöhnen muss. Die meisten Kinder haben sich aber bis zum zweiten Halbjahr in der neuen Schule eingelebt. Oft kristallisiert sich erst dann heraus, ob die Schule passt.

Achtet daher auf mögliche Anzeichen, dass sich euer Kind auf der Schule nicht wohlfühlt. Regt euer Kind dazu an, vom Tag dort zu erzählen: Was es so erlebt hat, ob es Spaß hat und wie es ihm dort geht. Zeigt eure Kind Anzeichen von Unter- oder Überforderung, solltet ihr einen Schulwechsel in Erwägung ziehen. Aber: Schlechte Noten sind in der ersten Zeit kein Alarmsignal, sondern bei einem Schulwechsel vollkommen normal.

Um zu klären, ob ein Wechsel auf eine andere Schulform sinnvoll ist oder euer Kind eine Klassenstufe überspringen beziehungsweise wiederholen sollte, ist am Ende der fünften Klasse ein Gespräch mit dem Klassenlehrer eine gute Sache.

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