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Strahlende Fahrräder signalisieren Sicherheit
Rubrik:
Verkehr

Kinder sollten erst nach abgeschlossener Fahrradprüfung allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren dürfen

Eine alarmierend hohe Zahl von Unfällen, an denen Kinder mit Fahrrädern beteiligt sind, melden übereinstimmend die zuständigen Landesministerien und die Verkehrssicherheitsorganisationen. Der vermeintlich sichere Schulweg erweist sich für junge Radfahrer, die nur oberflächlich vorbereitet Kurs auf die Schule nehmen, mitunter als Stolperstrecke, auf der Gefahren lauern.

Die Unfallzahlen lassen aufhorchen: 1990 verunglückten bundesweit insgesamt 50.577 Kinder im Straßenverkehr. Während in den alten Bundesländern ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent auszumachen war, stieg dagegen die Zahl der verunglückten Kinder in den neuen Ländern Prozent. 1990 kamen 16.082 Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs waren zu Schaden. Auch hier war wieder eine traurige Steigerung in den neuen Bundesländern um 52,4 Prozent auszumachen.

Die Vereinigung "Hilfe für das verkehrsgeschädigte Kind e.V." (HVK) weist darauf hin, daß Eltern, die ihre Kinder mit dem Fahrrad zur Schule schicken, doppelte und dreifache Verantwortung tragen und zum Schutz und zur Sicherheit der Jungen und Mädchen eine Menge an Vorleistungen erbringen müssen. Bevor die Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sollten sie die Schule des Radfahrens absolvieren. Die Ausbildung nimmt einen längeren Zeitraum in Anspruch. Nach ersten Fahrübungen mit dem Dreirad und dem Roller als erstem Zweiradfahrzeug und Grundübungen auf einem Spiel- und Lernfahrrad, steigen die Fahrschüler auf ein größeres Fahrrad mit verkehrsgerechter Ausstattung um, wobei das Fahrtraining auf den Geh- und Radweg verlegt wird.

Für die Kinder der 3. und 4. Klasse bietet die Grundschule auf schuleigenen Fahrrädern eine Fortsetzung der Fahrradübungen an, die in der Regel mit einer Fahrradprüfung, die die Polizei durchführt, abgeschlossen wird.

TL, Kinderredaktion (3.7.98)