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Liste der Hilfen für Eltern und Kinder
Rubrik:
Hilfen

Stand: Mai 2006

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Diesen Informationen lag unter anderem der vom Land Nordrhein-Westfalen Anfang 1994 herausgegebene "Familienratgeber" für Nordrhein-Westfalen zugrunde. Darin wurden umfassend die vielfältigen Leistungen, Einrichtungen und rechtlichen Vorschriften aufgelistet, die für Familien von Interesse sind oder sein können. 
Allerdings ändern sich z.Z. und immer wieder viele Hilfsangebote, insbesondere durch die Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialämtern. Die Änderung werden wir nach und nach einarbeiten. Insbesondere bei finanziellen Hilfen können Sie sich nicht auf die Kinderinfo berufen. Fragen Sie sicherheitshalber direkt bei den zuständigen Behörden nach.

Lokale Adressen zu den nachfolgend angesprochenen Einrichtungen finden Sie im Regionalteil der Kinderinfo. Falls Ihre Stadt dort noch nicht ausreichend vertreten ist, sind wir für Informationsmaterial dankbar.

    Inhaltsverzeichnis (nach Alphabet)
  1. Baby- und Kleinkindsport Sportvereine
  2. Beratungsangebote für Eltern und Kinder, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Erziehungsberatung, Kinderbeauftragte, Sexueller Mißbrauch von Kindern, Adoption eines Kindes, Pflegekinder, Schwangerschaftskonfliktberatung, Verbraucherzentrale
  3. Bücher für Kinder und Erwachsene
  4. Erste - Hilfe - Kurs am Kind Unfallschutz für Kinder
  5. Familienbildungsstätten, Familienbildung, Computer in der Familie
  6. Ferien für & mit Kindern, Familienerholung Kinder- und Jugenderholung
  7. Finanzielle und andere Hilfen Erziehungsurlaub, Erziehungsgeld, Kindergeld, Fernseh- und Rundfunkgebührenbefreiung
  8. Frauen Frauenhaus, Frauenberatungsstellen
  9. Hilfen und Kontakte für Alleinerziehende Alleinerziehende
  10. Hilfen und Kontakte für Eltern mit Kindern mit Behinderungen Behinderung, Familien mit Kindern mit Behinderungen
  11. Jugendverbände und Vereine
  12. Kinderärzte Früherkennungsuntersuchungen für Kinder
  13. Kindergärten für Kinder mit Behinderungen
  14. Kindergartenberatung und Kindertageseinrichtungen Betreuungsangebote für Kinder
  15. Kinderkrankenhäuser Kind im Krankenhaus, Freistellung von der Arbeit bei Erkrankung des Kindes, Haushaltshilfe
  16. Kindersicherheitsartikel
  17. Kinder- und Jugendfreizeithäuser
  18. Krabbel- und Mutter-Kind-Gruppen
  19. Krisenhilfe Drogengefährdung
  20. Kulturelle Angebote
  21. Kur und Erholung Mutter-Kind-Kur
  22. Mütter Die genetische Beratung, Hilfe für Schwangere in wirtschaftlichen Notlagen, Geburt, Mutterschaftsgeld, Mutterschutz, Mutterschaftshilfe
  23. Notdienste
  24. Schüleraustausch
  25. Schulen Schülerbeförderung, Schülerunfallversicherung, Einschulung
  26. Sonderschulen
  27. Spiel- und Freizeitangebote Ferienpass, Ferienspaß
  28. Stadtteilläden und -zentren
  29. Stillgruppen Ernährungsberatung
  30. Tagesmütter- und Babysitterdienst
  31. Umwelt
  32. Wickelmöglichkeiten

2. Familienbildungsstätten

Familienbildung
Familienbildung soll das partnerschaftliche Leben in der Familie vorbereiten und fördern, es sollen Anregungen gegeben werden, um familiäre Problemsituationen besser bewältigen zu können. In einem breiten Angebot von Kursen, Veranstaltungen und Gesprächs- kreisen geht es u. a. um Geburtsvorbereitung und Säuglingspflege*, um Erziehungsfragen, um Fragen zur Partnerschaft, um Hilfen in Fragen der Haushaltsführung bis hin zu gesellschaftlichen Themen.

Computer in der Familie (siehe Ev. Familienbildungsstätte)
Viele Familien haben sich inzwischen einen Computer angeschafft und nutzen ihn privat, z.B. für Lernprogramme, zur Textverarbeitung oder für Computerspiele. Eltern kaufen auch häufig einen PC, weil sie ihren Kindern damit eine erfolgreichere berufliche Zukunft ermöglichen möchten. Bei der Anschaffung sollte auf ergonomische Qualitäten geachtet werden (z. B. strahlungsarmer Bildschirm, leises Lüftergeräusch, usw.). Das Gerät sollte ergonomisch richtig aufgestellt werden, d. h. dass Stuhl und Arbeitstisch die richtige Höhe haben sollten, dass eine blendfreie Beleuchtung möglich ist, u.ä.! Und nicht zuletzt sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder nicht zu lange vor dem Bildschirm sitzen und dass regelmäßig Pausen eingelegt werden. Volkshochschulen, Familienbildungsstätten usw. bieten Seminare an, in denen der Umgang mit dem Computer erlernt werden kann. Wenn sich in der Familie dauerhaft Konflikte um den Computer entzünden, kann es ratsam sein, die Hilfe einer Erziehungs- oder Familienberatungsstelle in Anspruch zu nehmen oder eine Zusammenarbeit mit den zuständigen Lehrkräften der Kinder anzustreben. Besonders in der Anfangszeit nach der Anschaffung nutzen Kinder den Computer häufig sehr intensiv. Meist legt sich diese Begeisterung bald wieder und das Gerät wird wie andere Medien in den Alltag integriert.


3. Beratungsangebote für Eltern und Kinder

Ehe-, Familien- und Lebensberatung
Wenn es in der Ehe/Partnerschaft oder Familie Probleme gibt, die nicht alleine gelöst werden können, sollte frühzeitig eine Beratungsstelle aufgesucht werden. Entsprechend der Vielfalt der möglichen Probleme umfaßt die Beratung insbesondere folgende Bereiche:

- Klärung der psychischen und sozialen Bedingungen,
- Partnerschaftliche Beziehung,
- Trennung und Scheidung,
- Individuelle Lebenseinstellung, Lebensplanung, Zukunftsangst,
- Sexualität,
- Familienplanung,
- Altwerden,
- Krankheit,
- Konflikte im Umgang mit Zeit und Geld.

Bei Problemen mit Überschuldung gibt es spezielle Schuldnerberatungstellen. Die MitarbeiterInnen der Beratungsstellen sind zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Die Beratung ist kostenlos.

Erziehungsberatung
Die Erziehungsberatungsstellen tragen dazu bei, mögliche Fehlentwicklungen von Kindern zu vermeiden und durch Beratung und Therapie bereits vorhandene Störungen auszugleichen. Bei Erziehungsproblemen sollten so früh wie möglich außenstehende unabhängige und erfahrene Fachkräfte zu Rate gezogen werden. Häufig lassen sich durch diese Hilfe Konflikte beseitigen. Zumindest aber kann geholfen werden, dass sie sich nicht vergrößern.
Meistens muß im Rahmen der Erziehungsberatung die Lebenssituation aller Familienmitglieder mit berücksichtigt werden. Neben den Beratungsstellen, die für den gesamten Bereich der Entwicklung und Erziehung zuständig sind, gibt es spezielle Beratungsstellen zum Thema sexuellen Mißbrauch, Gewalt in der Familie und Vernachlässigung.

Die MitarbeiterInnen der Beratungsstellen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Beratung ist kostenlos.

Kinderbeauftragte
Als besondere Interessenvertretung für Kinder gibt es in Deutschland Kinderbeauftragte. Sie verstehen sich als Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Eltern. Nordrhein-Westfalen hat 1989 als erstes Bundesland einen Landeskinderbeauftragten berufen. Allerdings hat auch das die amtierende CDU-Regierung abgeschafft.
Es wurden vielerorts Kinderbeauftragte berufen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern einsetzen. Dazu gehören die Einflußnahme in der Politik und die Persönlichkeitsarbeit, mit der für mehr Kinderfreundlichkeit geworben wird ebenso wie die Hilfe im Einzelfall.
Mittlerweile kehrt sich die Situation wieder um: Aufgrund von Sparmaßnahmen und in manchen Orten durch Druck von (verständnislosen) Politikern, werden Kinderbeauftragte wieder eingespart.

  • "Robin Hood"

  • c/o Mobile e.V., überörtliche Kinderinteressensvertretung im Internet
Sexueller Mißbrauch von Kindern
Von sexuellem Mißbrauch betroffen sind Kinder- und Jugendliche, - Mädchen und Jungen - aus allen sozialen Schichten. Die Schädiger sind zumeist keine Fremden, sondern in der Familie oder im sozialen Nahbereich des Kindes oder Jugendlichen zu finden.
Wer die Vermutung hat, ein Kind in der Familie, in der Verwandtschaft, im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft könnte von sexuellem Mißbrauch betroffen sein, oder wem sich ein Kind anvertraut hat, sollte Unterstützung in einer Beratungsstelle suchen.
Allerdings sollte nichts überstürzt werden! Bei allem, was unternommen wird, sollte das Wohl des Kindes oder Jugendlichen Maßstab für das aktuelle Handeln sein. Für die Kinder und Jugendlichen ist es bereits eine wichtige Hilfe, eine Vertrauensperson zu haben, die sie unterstützt.
Neben der Beratungsstelle Neue Wege (hier in Bochum) können auch Erziehungsberatungsstellen, der Deutsche Kinderschutzbund, der Frauennotruf und der Soziale Dienst des Jugendamtes eingeschaltet werden. Meldungen über sexuellen Mißbrauch nimmt auch die Polizei entgegen. An die Beratungsstellen können sich selbstverständlich auch die Opfer selbst wenden.

Adoption eines Kindes
Ehepaare, von denen ein Ehegatte das 25. Lebensjahr und der andere Ehegatte das 21. Lebensjahr vollendet haben sowie Einzelpersonen über 25 Jahre können ein Kind adoptieren.

Voraussetzung: Sie müssen körperlich und geistig gesund sein und gesicherte Lebensverhältnisse nachweisen. Das adoptierte Kind wird wie ein eheliches Kind in die Familie eingegliedert. Alle verwandtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen zur leiblichen Familie erlöschen. Seinen neuen Verwandten gegenüber erhält das Kind alle Rechte und Pflichten eines ehelichen Kindes, insbesondere wird es erbberechtigt und unterhaltspflichtig. Wenn die Einwilligung dem Gericht zugeht, wird sie rechtswirksam und unwiderruflich. Die Adoption erfolgt nach eingehender Beratung durch die Vermittlungsstelle.
Die Annahme eines Kindes muß durch einen Notar beurkundet und an das Vormundschaftsgericht weitergeleitet werden. Welche weiteren Unterlagen sie benötigen, erfahren sie bei der Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes. Die Vermittlungsstelle bietet auch nach der Adoption Beratung an und vermittelt Treffen mit anderen Adoptiveltern und Treffen der Adoptivkinder.

Pflegekinder
wenn Eltern für ihr Kind nicht in der eigenen Familie sorgen können, haben sie die Möglichkeit, es in einer Pflegefamilie unterzubringen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Tages- oder Wochenpflege und der Dauerpflege. Die Tagespflege kommt besonders für berufstätige Mütter in Betracht. Es gibt auch Pflegestellen, wo das Kind vorübergehend, z. B. während eines Krankenhausaufenthaltes der Mutter, aufgenommen wird. Wenn die Eltern die Kosten für die Unterbringung nicht tragen können, übernimmt das Jugendamt das Pflegegeld und einen Erziehungsbeitrag.
Bei Kindern unter 16 Jahren und einer Unterbringung von mehr als sechs Wochen brauchen sie eine Erlaubnis des Jugendamtes, wenn sie ihr Kind in eine Pflegefamilie geben. Es muss prüfen, ob das Wohl des Kindes in der Pflegefamilie gewährleistet ist. Eine Erlaubnis ist nicht notwendig, wenn sie die Erziehung an nahe Verwandte, z. B. die Großeltern, übertragen.

Sowohl Eltern, die ihr Kind in Pflege geben wollen, als auch Paare, die ein Kind zur Pflege aufnehmen möchten, wenden sich an das Jugendamt. Dieses übernimmt ggf. die Vermittlung, erteilt die Erlaubnis und entscheidet später auch über das Pflegegeld.

Schwangerschaftskonfliktberatung
Die Schwangerschaftskonfliktberatung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Die Beratung soll Rat und Hilfe bieten und zur Fortsetzung der Schwangerschaft ermutigen. Sie ist ergebnisoffen zu führen, die letzte Entscheidung wird durch die Frau in eigener Verantwortung gefällt. - Ein Schwangerschaftsabbruch ist zwar rechtswidrig, aber straffrei, wenn er nach erfolgter Beratung innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis durch einen Arzt erfolgt. Er ist nur dann nicht rechtswidrig, wenn einer der Ausnahmegründe der medizinischen, embriopathischen oder kriminologischen Indikation vorliegt. Bei medizinischer Indikation ist keine Frist einzuhalten, bei embriopathischer Indikation dürfen seit der Empfängnis maximal 22 Wochen verstrichen sein, bei kriminologischer Indikation gilt die genannte Frist von 12 Wochen.
Wer zu einem Schwangerschafts- abbruch entschlossen ist, benötigt außer bei medizinischer Indikation eine Bescheinigung über die erfolgte Schwangerschafts- konfliktberatung und ggf. eine ärztliche Indikationsfeststellung. Die gesetzliche Krankenkasse trägt die Kosten nur bei medizinischer, embriopathischer oder kriminologischer Indikation. Für nicht indizierte Schwangerschaftsabbrüche werden die Kosten bei Bedürftigkeit der Schwangeren vom Sozialhilfeträger übernommen.

Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentrale bietet Beratung zur Haushaltsführung an. Dabei können sowohl Probleme der Arbeitsteilung und des Arbeitseinsatzes im Haushalt wie auch finanzielle Fragen erörtert werden. Öffnungszeiten können telefonisch erfragt werden. Bei speziellen Problemen ist es ratsam, einen Besuchstermin zu vereinbaren
.


4. Frauen

Frauenhaus
Frauenhäuser dienen der vorübergehenden Aufnahme misshandelter und von Misshandlung bedrohter Frauen. Auch Kinder können in die Frauenhäuser mit aufgenommen werden. Den Frauen wird damit eine Möglichkeit geboten, kurzfristig Schutz zu finden. Sie erhalten psychische Unterstützung, damit sie ihr seelisches Gleichgewicht wieder finden können. Die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser helfen darüber hinaus bei Behördengängen, z. B. bei der Ummeldung, bei einem Antrag auf Sozialhilfe oder bei der Ummeldung der Kinder in Schulen oder Kindergärten. Es werden auch Beratungen und Hilfen angeboten, z. B. Rechtsberatung, Hilfe bei der Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Schulaufgabenhilfe. Bei einer Aufnahme in einem Frauenhaus müssen möglichst alle Personalpapiere mitgebracht werden.

Bewohnerinnen von Frauenhäusern müssen bei der Vergabe von Sozialwohnungen bevorzugt berücksichtigt werden.

Frauenberatungsstellen
Frauenberatungsstellen haben im wesentlichen folgende Arbeitsschwerpunkte:

Beratung und Information von Frauen in Krisensituationen des Alltags, z. B. bei Ehe- und Familienschwierigkeiten oder bei allgemeinen Lebensproblemen, therapeutische Gesprächsreihen, Gründung und Förderung von Selbsthilfegruppen.

Die Arbeit in den Frauenberatungsstellen wird ausschließlich von Frauen geleistet. Die Beratungsstellen sind nicht an Kirchen oder politische Parteien gebunden.

Die Kommunalstelle Frau und Beruf ist eine Anlaufstelle zu allen Fragen der Erwerbstätigkeit von Frauen, beispielsweise beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer Familienphase, beim Übergang von der Schule in das Erwerbsleben und bei Fragen der betrieblichen Frauenförderung.


5. Mütter

Die genetische Beratung
Wer bei seinem Kind angeborene Erkrankungen oder Entwicklungsstörungen befürchtet, oder wenn in der Familie schon Fälle solcher Erkrankungen und nicht erklärter Entwicklungsstörungen aufgetreten sind, sollte sich vor einer (erneuten Schwangerschaft) beraten lassen. Ein großer Teil der angeborenen Gesundheitsschäden kann erblich bedingt sein. Die Kenntnis dieser Erbfaktoren kann maßgebend für die weitere Familienplanung sein. Wenden kann man sich an den Hausarzt, an Frauen- oder Kinderärzte, zum Teil auch an andere Fachärzte oder Humangenetische Institute an Universitäten. Das Gesundheitsamt verfügt ebenso über eigene Beratungsstellen. Falls in der Familie bereits eine angeborene Erkrankung oder eine (nicht erklärte Entwicklungsstörung) aufgetreten ist, sollten zur Beratung alle vorhandenen medizinischen Unterlagen, z. B. Arztberichte, Gutachten usw. mitgebracht werden.

Hilfen für Schwangere in wirtschaftlichen Notlagen
Die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände und Kirchen sowie kommunale Beratungsstellen vermitteln werdenden Müttern notwendige finanzielle Unterstützung und beraten sie auch bei der Antragstellung. Sie vermitteln Hilfen der Bundesstiftung "Mutter und Kind- Schutz des ungeborenen Lebens", die Schwangeren in finanziellen Notsituationen, schnelle und unbürokratische Hilfe anbietet. Über die Höhe der Unterstützung wird im jeweiligen Einzelfall entschieden. Zuständig sind Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonisches Werk, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband), der Kirchen, von Pro Familia oder kommunale Beratungsstellen. Es gelten keine Fristen, aber wer sich in finanzieller Not befindet, sollte nicht zögern und sich umgehend an eine Beratungsstelle wenden. Für berufstätige Frauen besteht während der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Entbindung Kündigungsschutz.

Geburt
Die Geburt ist im örtlichen Standesamt anzuzeigen. Das Kind sollte außerdem umgehend bei der Krankenkasse und beim Einwohnermeldeamt angemeldet werden, wobei auch die Lohnsteuerkarte berichtigt werden sollte. Das Standesamt stellt folgende Urkunden aus: Abstammungsurkunde, auf Wunsch Geburtsurkunde oder Geburtsschein, Urkunden bzw. Bescheinigungen für die Anträge auf Kindergeld, Erziehungsgeld und Mutterschaftshilfe, für die Kirche und ähnliches. Dem Standesamt wird der oder die Vornamen für das Kind mitgeteilt. Wenn der Vorname noch nicht feststeht, kann er innerhalb eines Monats nach der Geburt beim Standesamt angegeben werden.

Die Geburt muss innerhalb einer Woche angezeigt werden. Dafür benötigt der Standesbeamte die Geburtsanzeige bzw. Geburtsbescheinigung, eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch, bei ledigen Müttern die Geburts- oder Abstammungsurkunde der Mutter. Es muss darauf geachtet werden, dass von der Klinik oder der Hebamme ein Kinderuntersuchungsheft ausgehändigt wird. Bei unverheirateten Eltern nimmt die Beurkundung zur Anerkennung der Vaterschaft jeder Standesbeamte, jedes Jugendamt, jedes Amtsgericht und jeder Notar vor. Mit Zustimmung der Mutter kann der Vater dem Kind seinen Familiennamen geben. Der Mutter ist das elterliche Sorgerecht übertragen.

Mutterschaftsgeld, Mutterschutz, Mutterschaftshilfe
Die Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft umfassen:
*ärztliche Betreuung einschl. der Vorsorgeuntersuchungen und *Hebammenhilfe,
*Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln,
*stationäre Entbindung,,
*häusliche Krankenpflege,
*Haushaltshilfe,
*Mutterschaftsgeld oder Entbindungsgeld.

In der Regel werden die Kosten für diese Leistungen von der Krankenkasse übernommen. Fehlt der Versicherungsschutz, besteht bei geringem Einkommen Anspruch auf eine Kostenübernahme durch das Sozialamt. Wer kein Mutterschaftsgeld bekommt, erhält ein einmaliges Entbindungsgeld von der Krankenkasse. Eine Haushaltshilfe kann beantragt werden, wenn der Haushalt wegen der Schwangerschaft oder der Entbindung nicht weitergeführt werden kann und keine andere Person im Haushalt das übernehmen kann. Grundsätzlich gilt, dass der Vater des Kindes nicht dazu verpflichtet ist, sich hierfür Urlaub zu nehmen. Besteht Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wird dies während der Frist des Mutterschutzes in Höhe des durchschnittlichen Nettoarbeitsverdienstes der letzten drei Monate gezahlt.
Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor und endet acht Wochen - bei Früh- oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen - nach der Geburt. Voraussetzung ist in der Regel, dass eine gesetzliche Krankenversicherung besteht und sich die werdende Mutter in einem Arbeitsverhältnis befindet.

Wer nicht erwerbstätig ist, kann ebenfalls Mutterschaftsgeld erhalten (z. B. bei freiwilliger Krankenversicherung oder wenn man arbeitslos gemeldet ist).

Für werdende Mütter, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, kann das Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt gezahlt werden. Wird der Lohn weiter gezahlt, ruht der Anspruch auf Mutterschaftsgeld.
Nähere Auskünfte erteilt die zuständige Krankenkasse. Schwangere, die arbeitslos gemeldet sind, erhalten weitere Informationen beim Arbeitsamt. Besteht kein Versicherungsschutz, erteilt das zuständige Sozialamt weitere Auskünfte.

Im Rahmen des Mutterschutzes darf die erwerbstätige Frau in den sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden (Ausnahme: Sie erklärt sich ausdrücklich dazu bereit). Acht Wochen nach der Geburt des Kindes besteht in jedem Fall absolutes Beschäftigungsverbot, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten gilt die Schutzfrist bis zwölf Wochen nach der Entbindung. Ein ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand der Mutter ist dafür nicht erforderlich.
Während der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt, bei Inanspruchnahme des Erziehungsurlaubs bis zu drei Jahren nach der Geburt besteht für jede Mutter grundsätzlich Kündigungsschutz. Das gilt auch für den Vater, wenn dieser den Erziehungsurlaub in Anspruch nimmt.
Der Mutterschutz gilt auch für Frauen, die sich in der Ausbildung befinden. Wenn das Lernziel nicht gefährdet ist, braucht die Zeit der Unterbrechung nicht nachgeholt zu werden.


6. Stillgruppen

Ernährungsberatung
Bei der Ernährungsberatung geht es z. B. um Fragen einer vollwertigen Ernährung, zur richtigen Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern, zu Schadstoffen in Lebensmitteln, zum richtigen Abnehmen, zu Reklamationen bei Lebensmitteln und vieles mehr. Die örtliche Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, die zuständige Krankenkasse und das Gesundheitsamt erteilen Auskunft im Rahmen der Mütterberatung, des jugend- und schulzahnärztlichen Dienstes sowie des gesundheitlichen Umweltschutzes. Bei Fragen zur Schadstoffbelastung von Lebensmitteln kann auch das Chemische Untersuchungsamt eingeschaltet werden.


7. Hilfen und Kontakte für Alleinerziehende

Alleinerziehende
Nichteheliche Kinder und Kinder aus geschiedenen Ehen stehen in der Regel unter der alleinigen Sorge eines Elternteiles. In der Mehrzahl der Fälle ist dies die Mutter, aber auch Väter können Kinder allein erziehen.
Nicht nur die Kinder, auch der alleinerziehende Elternteil hat unter Umständen Anspruch auf Unterhalt. Geschiedene Alleinerziehende können vom anderen Elternteil Unterhalt verlangen, wenn eine Erwerbstätigkeit die geordnete Erziehung des Kindes gefährden würde. Das Jugendamt hilft dabei, die Höhe der Unterhaltsverpflichtung festzulegen und den Unterhalt einzufordern; verzögern sich die Zahlungen, kann ein Unterhaltsvorschuss beantragt werden.
Anspruch besteht auch, wenn ein Elternteil stirbt, ohne Waisenbezüge zu hinterlassen. Beim Antrag auf Unterhaltsvorschuss ist Voraussetzung, dass das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Über die Höhe der Zahlungen informiert das Jugendamt. Waisenbezüge und Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils werden allerdings angerechnet. In der Regel werden das halbe Erstkindergeld vom Höchstbetrag abgezogen. Die Unterstützung erfolgt längstens für 72 Monate entweder in einem zusammenhängenden Zeitraum oder auch in Teilabschnitten. Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob der alleinerziehende Elternteil ledig, geschieden oder verwitwet ist oder dauernd getrennt lebt; ausgeschlossen ist er dagegen, wenn die Eltern zusammen leben. Das Jugendamt wird versuchen, Vorschusszahlungen vom Unterhaltsberechtigten zurückzuverlangen. Deshalb wird bei der Antragstellung verlangt, dass Name und Aufenthaltsort des Unterhaltspflichtigen genannt wird, sofern er bekannt ist. Der Vorschuss wird ab Antragstellung nur bis zu drei Monaten rückwirkend gewährt.
Dabei ist mitzubringen die Geburtsurkunde des Kindes. Der Unterhaltsvorschuss wird unabhängig vom Einkommen und Vermögen gezahlt. Alleinerziehende können auch Anspruch auf Sozialhilfe haben, wenn eine Erwerbstätigkeit wegen der Kindererziehung nicht erwartet werden kann. Bei Arbeit kann Anspruch auf Sozialhilfe bestehen, wenn das Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet.

Neben dem Jugendamt hilft u.a. der Verband Alleinstehender Mütter und Väter (VAMV) in Unterhaltsfragen weiter.

Daneben sollten sie wissen, dass mittellose Unterhaltsberechtigte für die Unterhaltsklage Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Alleinerziehende, Schwangere und Bewohnerinnen von Frauenhäusern müssen bei der Vergabe von Sozialwohnungen besonders berücksichtigt werden.


8. Tagesmütter- und Babysitterdienst

Häufig bietet das Arbeitsamt (Studentenservice), das Jugendamt und die Sozialdienste der Kirchen und Verbände eine Tagesmuttervermittlung an.


9. Krabbel- und Mutter-Kind-Gruppen

In vielen Städten organisieren die Familienbildungsstätten, aber auch die Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz, die und die AOK entsprechende Gruppen.


10. Wickelmöglichkeiten

Einige wenige Kaufhäuser bzw. Kaufparks bieten Wickelmöglichkeiten (Wickelräume) an. (Örtliche Verkehrsvereine oder Bürgerbüros müßten darüber Auskunft geben können)


11. Hilfen und Kontakte für Eltern mit Kindern mit Behinderungen

Behinderung
Hilfen und Nachteilsausgleiche für Behinderte haben eine umfassende Eingliederung in das soziale und berufliche Leben zum Ziel. Dabei ist es unwichtig, ob die Behinderung bereits von Geburt an oder erst als Folge einer Krankheit oder eines Unfalls besteht. Neben medizinischen und therapeutischen Hilfen gibt es Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung und Förderung, besonderen Kündigungsschutz, Zusatzurlaub, u.ä.; die finanziellen Leistungen umfassen Steuererleichterungen, höheres Wohngeld und usw. Für die einzelnen Hilfen und Nachteilsausgleiche bestehen unterschiedliche Voraussetzungen (z. B. Art und Grad der Behinderung).

Zuständig für die Hilfen sind je nach Hilfe der Rehabilitationsträger, die Versorgungsämter, das Sozialamt, das Arbeitsamt, die Hauptfürsorgestelle beim Landschaftsverband usw. Um Hilfen in Anspruch nehmen zu können, ist ein Nachweis der Behinderung zu erbringen, z. B. durch einen Schwerbehindertenausweis oder Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes.

Familien mit Kindern mit Behinderungen
Je früher eine Behinderung behandelt werden kann, desto größer sind die Aussichten, sie zu mildern oder sogar zu beseitigen. Maßnahmen zur Frühförderung von Kindern mit Behinderungen oder Kindern, die von Behinderung bedroht sind, werden deshalb bereits im Vorschulalter gewährt. Sie umfassen:
- medizinische Hilfen (z.B. in Arztpraxen, Krankenhäusern),
- therapeutische Maßnahmen (durch Krankengymnasten, Logopäden u. ä.) und
- pädagogisch-psychologische Hilfen (u. a. Sonderkindergärten und Sonderschulen).
Neben Hilfen, die in regulären Einrichtungen angeboten werden, gibt es spezielle Frühfördereinrichtungen, Heime und Tagesstätten für Kinder mit Behinderungen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit an Kuren teilzunehmen. Ansprüche auf weitere Leistungen wie Pflegegeld für Kinder, die schwerpflegebedürftig sind, und Leistungen der Sozialhilfe (Hilfe in besonderen Lebenslagen) können daneben weiterbestehen. Damit evtl. Entwicklungsstörungen von Behinderungen möglichst früh erkannt werden, sollten unbedingt die Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere und die Früherkennungsuntersuchung für Kinder in Anspruch genommen werden.


12. Sonderschulen

diese Schulen heißen heute Förderschulen und decken das gesamte Spektrum aller Behinderungen ab. Fragen Sie bei den örtlichen Schulverwaltungsämtern nach. Scheuen Sie sich auch nicht, Ihr Kind auf eine Förderschule zu geben, denn da bekommt es die Hilfen, die in "normalen" Schulen in der Regel aus Zeitmangel fehlen. Der Besuch ist auch zeitlich begrenzt.


13. Kindergärten für Kinder mit Behinderungen

Auskünfte hierzu bekommen Sie in den Jugendämtern. Träger sind aber auch Kirchen und freie Verbände, an die Sie sich auch direkt wenden können.


14. Kindergartenberatung und Kindertageseinrichtungen

Betreuungsangebote für Kinder
Je nach Alter des Kindes bestehen folgende Betreuungsangebote:

- Krabbelstuben für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren,

- Kindergärten und Kindertagesstätten für Kinder von drei bis zum Beginn der Schulpflicht,

- Horte für Kinder von 6 - 14 Jahren.

In einigen Einrichtungen gibt es auch altersgemischte Gruppen für Kinder von vier Monaten bis zum Beginn der Schulpflicht. Daneben ermöglichen Tagespflegestellen ganz- oder halbtags die Betreuung von Kindern in einer fremden Familie. Wer sich für einen Betreuungsplatz interessiert, wendet sich an die Einrichtung selbst.

Mittlerweile wurden im Land viele Offene Ganztagsschulen eingerichtet, die die Kinder umfassend betreuen sollten. Wenden Sie sich an die örtlichen Schulverwaltungsämter, um zu erfahren, welche Schule in Ihrer Nähe eine Offene Ganztagsschule ist:


15. Schulen

Schülerbeförderung
Unter bestimmten Bedingungen können die Kosten für den Weg zur Schule übernommen werden. Dies ist beispielsweise möglich, wenn:

  1. die Schule weit entfernt ist (z. B. wenn die einfache Entfernung für SchülerInnen der Primarstufe mehr als 2 km, der Sekundarstufe mehr als 3,5 km und der Sekundarstufe II mehr als 5 km beträgt,
  2. der Schüler oder die Schülerin aus gesundheitlichen Gründen ein Verkehrsmittel benutzen muss oder
  3. der Schulweg besonders gefährlich ist.
Erstattet werden können dann die Fahrtkosten zur zuständigen Schule bzw. zur nächstgelegenen Schule, auf der der gewählte Bildungsgang verfolgt werden kann. Eine Erstattung ist möglich für den Weg zur allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen mit Vollzeitunterricht, zu Fachschulen u.ä. Das Schulverwaltungsamt gibt weitere Auskünfte. Hier muss auch die Übernahme der Fahrtkosten beantragt werden. Der Antrag ist in der Regel zu Beginn des Schuljahres zu stellen.

Schülerunfallversicherung
Kinder in Kindergärten sowie Schüler und Studenten sind in der gesetzlichen Schülerunfallversicherung versichert. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf Unfälle im Kindergarten, in der Schule oder Universität sowie auf Unfälle auf dem Weg dorthin. Der Schutz besteht automatisch und ist beitragsfrei. Für Fragen oder im Schadensfall ist die besuchte Bildungseinrichtung zuständig

Einschulung
In der Bundesrepublik Deutschland besteht eine allgemeine Schulpflicht. - Der Stichtag für das Einschulungsalter wird beginnend mit dem Schuljahr 2007/2008 schrittweise vom 30. Juni auf den 31. Dezember verlegt. Um dies praktisch umsetzen zu können, wird er zunächst alle zwei Schuljahre um einen Monat verlegt und dann ab 2011/2012 um jeweils einen Monat. So wird der 31. Dezember zum Schuljahr 2014/15 realisiert sein. Durch das frühere Einschulungsalter wird die Zeit, in der die Kinder nach heutigem Erkenntnisstand besonders lern- und aufnahmebereit sind, effektiver genutzt.
Eltern können bei Kindern, die nach dem 30. September das sechste Lebensjahr vollenden, ohne weitere Begründung entscheiden, ihr Kind ein Jahr später einzuschulen.
Einschulungsuntersuchung
Bei der Schuleingangsuntersuchung erfolgt die Feststellung der Schulreife des Kindes. Der Schwerpunkt liegt in der Beurteilung der erreichten Fähigkeiten hinsichtlich der Anforderungen der Schule. Aus schulärztlicher Sicht erfolgt die Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Sinnesorgane (Hören und Sehen), von Sprache, Motorik und Wahrnehmung sowie des sozialen und emotionalen Verhaltens.
Vordringlich geht es hierbei um die Erkennung von gesundheitlichen Störungen, um möglichst noch vor Schulbeginn individuelle Fördermaßnahmen einzuleiten. Auf Wunsch oder bei Bedarf werden Impfberatungen durchgeführt.
Das Gesundheitsamt lädt die Eltern mit ihrem Kind rechtzeitig vor Schulbeginn zur Schuleingangsuntersuchung ein. Freiwillige Angaben der Eltern zur Gesundheit ihres Kindes erleichtern der Schulärztin eine möglichst ganzheitliche Beurteilung des Schulanfängers. Bitte bringen sie zur Untersuchung den Fragebogen, das Vorsorgeheft, den Impfpass sowie eventuell vorhandene medizinische Unterlagen mit. Wenn Sie aus persönlichen Gründen den Ihnen mitgeteilten Termin nicht einhalten können, teilen Sie uns das bitte rechtzeitig mit. Das ist für unsere Planung hilfreich.
Wenn Sie innerhalb ihres Stadtgebietes umgezogen oder von außerhalb in ihre jetzige Stadt zugezogen sind, melden Sie Ihr Kind bei der jetzt zuständigen Grundschule an. Diese informiert das Gesundheitsamt. Sie brauchen nichts Weiteres zu unternehmen.
Kann ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen aller Voraussicht nach eine Regelgrundschule nicht besuchen, teilen Sie das bitte frühzeitig der Schulleitung ihrer Regelgrundschule mit.
Rechtliche Grundlagen für die Einschulungsuntersuchung sind § 29 des Schulverwaltungsgesetzes, § 12 des Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst und § 42 der Allgemeinen Schulordnung.
Wenn Sie noch Fragen zur Schuleingangsuntersuchung haben, rufen Sie in "Ihrem" Gesundheitsamt an.


16. Schüleraustausch

Folgende überregionale Institutionen organisieren Schüleraustausch:

  • Gesellschaft für internationale Jugendkontakte e.V.

  • Oststraße 8 - 14, 53173 Bonn, Tel: 0228 95 73 00
  • Experimente e.V.

  • Ubiastraße 30, 53173 Bonn, Tel: 0228 957 220
  • Internationaler Lehrer-, Assistenten- und Schüleraustausch

  • Postfach 300865, 40408 Düsseldorf, Tel: 0211 475 0

17. Kulturelle Angebote

Über Kulturelle Angebote in Ihrer Stadt finden Sie u.U. auch etwas hier in der Kinderinfo. Ganz sicher aber im Informationszentrum bzw. Bürgerbüro der Stadt oder beim Touristik- bzw. Verkehrsverein.
Kulturelle Angebote sind auch im Schulalltag wichtige Voraussetzung dafür, ob Ihr Kind gerne in diese Schule geht. Erkundigen Sie sich vor Ihrer Schulwahl danach, ob diese Schule ein vielfälltiges Angebot aus Tanz, Theater, Literatur, und Musik für alle Stufen bereithält oder ob in erster Linie darauf gepocht wird, den Lehrplan durchzupauken.


18. Bücher für Kinder und Erwachsene

Bücher müssen nicht unbedingt gekauft werden. Dazu ist heute das Angebot der Stadtbüchereien sehr gross und auch viele Neuerscheinungen findet man in den Regalen. Dank Internet sind viele Stadtbücherien untereinander vernetzt, so dass sich auch immer ein nachfragen lohnt. Viele Kirchengemeinden unterhalten ebenfalls Büchereien. Um Kindern das Lesen wieder schmackhaft zu machen, haben viele Schulen eigene Schulbibliotheken eingerichtet. Aber all diese Einrichtungen helfen nicht weiter, wenn Sie als Eltern Ihren Verpflichtungen nach entsprechenden Förderungen nicht nach kommen. Sie müssen lange bevor Ihr Kind in den Kindergarten bzw. in die Schule kommt, durch regelmäßiges Vorlesen die Leselust bei den Kindern wecken. Ihr Kind vor das Fernsehgerät zu setzen ist höchst schädlich und zerstört bei Ihrem Kind jegliche Phantasie.


19. Baby- und Kleinkindsport

Sportvereine
Die Sportvereine bieten ein breites Spektrum von Sportarten an. Neben wettkampforientiertem Sport haben sie auch Kurse für "Unsportliche", die "nur fit werden und bleiben wollen" im Programm. Daneben gibt es Kurse für besondere Zielgruppen (z. B. Angebote für Mutter und Kind oder Behinderte). Wer in einen Sportverein eintreten möchte, wendet sich an den entsprechenden Verein, das Sport- und Bäderamt, den Stadtsportbund oder den Landessportbund. Dort erhält man Informationen darüber, welche Sportvereine es in der Nähe gibt und wer der entsprechende Ansprechpartner ist.

Für alle Mitglieder in Sportvereinen besteht Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz. Nichtmitglieder sind in Vereinen bei Veranstaltungen und während einer Probezeit ebenfalls versichert. Nähere Informationen erteilt der Landessportbund. Die Mitgliedschaft in einem Verein kostet in der Regel weniger als der Beitrag bei einem privaten Träger (z. B. in einem Fitnesstudio). In vielen Sportvereinen gibt es außerdem eine Familienmitgliedschaft zu ermässigten Gebühren.


20. Spiel- und Freizeitangebote

Viele Städte bieten eine preisgünstige Alternative zu den Angeboten kommenzieller Freizeitgestaltung an. Dabei sind sicherlich nicht alle Konzepte so umfangreich wie der Bochumer "Ferienpass", der Essener "Ferienspatz" usw., doch eine Information lohnt sich allemal.

Ferienpass - Ferienspaß - Ferienspatz
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die die Sommerferien ganz oder teilweise zu Hause verbringen, bieten die Jugendämter aber auch verschiedene Träger der Kinder- und Jugendarbeit Ferienaktionen an, die eine preiswerte Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung darstellen. Das Angebot reicht von der kostenlosen Benutzung von Schwimmbädern und Museen bis zur Möglichkeit, aus einer Vielzahl betreuter Angebote auszuwählen; manchmal sind sogar Fahrtkosten, Verpflegungskosten, Materialkosten usw. enthalten. Der Ferienpass ist eine preisgünstige Alternative zu den Angeboten kommenzieller Freizeitgestaltung.

Bei einigen Angeboten ist eine frühzeitige Anmeldung erforderlich. Kinder von Hilfeempfängern erhalten oft besondere Vergünstigungen.


21. Umwelt

Umweltschutz geht uns alle an. Zwar hat sich die Luftqualität im Hinblick auf sichtbare Verschmutzung verbessert - der zunehmende Verkehr ist aber Schuld an der massiven Zunahme von Allergieerkrankungen unserer Kinder. Und den zunehmenden Verkehr produzieren wir selbst. Selbst die kürzesten Fahrten zum Bäcker und zum Kiosk legen viele Menschen mit dem Auto zurück. Das schädigt nicht nur den Geldbeutel, sondern die Umwelt massiv. Das ist allerdings nichts gegen den Wahnsinn, den die Damen und Herren Unternehmer der Bevölkerung zumuten. Um Kosten der Lagerhaltung zu sparen, fahren immer mehr LKW´s durch unser Land und verschmutzen unsere Umwelt in unerträgliche Weise, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Ein anderes Problem hat auch mit der Umwelt und auch mit den Autofahrern zu tun: ich werde nicht müde, die Autofahrer an den Pranger zu stellen, die täglich tonnenweise Müll aus dem Autofenster entsorgen. "Einfach weg - wie den Verstand" stand ´mal in Düsseldorf auf Riesenplakatwänden zu lesen. Gebessert hat sich nichts - ganz im Gegenteil. Die Müllhalden an den Straßen und Autobahnen werden immer größer. Mir bleibt nur der Trost, dass sich diese hirnlosen Zeitgenossen auch selbst schädigen.


22. Finanzielle und andere Hilfen

Erziehungsurlaub
Eltern können bis zum Ende des dritten Lebensjahres des Kindes Erziehungsurlaub nehmen (auch für Adoptiv-, Stief- und nichteheliche Kinder). Anspruch haben alle ArbeitnehmerInnen, wenn das Kind mit ihnen im selben Haushalt lebt, sie es überwiegend selbst betreuen und erziehen und, sofern sie verheiratet sind oder in nichtehelicher Lebensgemeinschaft leben, der andere Elternteil erwerbstätig, in Ausbildung oder arbeitslos ist.
Zuständig ist die Erziehungsgeldstelle des Versorgungsamtes. Spätestens vier Wochen vor seinem Beginn muss der Erziehungsurlaub beim Arbeitgeber angemeldet werden. Dabei muss man auch erklären, wie lange er dauern soll. Die Eltern können sich dreimal abwechseln. Beispiel: Wenn die Mutter im ersten und dritten Lebensjahr des Kindes Erziehungsurlaub nehmen will, muss sie dies von vornherein mitteilen. Der Vater, der hier während des zweiten Lebensjahres des Kindes Erziehungsurlaub nehmen will, braucht seine Absicht erst vier Wochen vor dessen Beginn bekannt zu geben.
Während des Bezugs von Erziehungsgeld und der Inanspruchnahme von Erziehungsurlaub ist eine Teilzeitarbeit von bis zu 19 Wochenstunden beim bisherigen Arbeitgeber zulässig; wenn dieser einverstanden ist, auch bei einem anderen Arbeitgeber. Während des Erziehungsurlaubs besteht Kündigungsschutz. Der Kündigungsschutz beginnt mit der Anmeldung des Erziehungsurlaubs, höchstens jedoch bis zu sechs Wochen vor dessen Beginn.

Erziehungsgeld
Nach der Geburt eines Kindes erhalten Eltern auf Antrag ein Erziehungsgeld. Voraussetzung: Sie müssen das Kind selbst erziehen, mit ihm in einem Haushalt leben und nicht oder nur bis zu 19 Stunden wöchentlich erwerbstätig sein. In den ersten sechs Monaten nach der Geburt wird es einkommensunabhängig gewährt; für Kinder, die ab dem 01.01.1994 geboren sind, entfällt es allerdings bei besonders hohem Familieneinkommen (....). Abschließend ändert sich der Betrag, sofern das Einkommen eine bestimmte Grenze übersteigt. Für Kinder, die nach dem 01.01.1993 geboren sind, wird Erziehungsgeld bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres gezahlt. Erziehungsgeld wird für jedes Kind gezahlt. Bei Zwillingen also doppelt so viel.

Für nichteheliche Kinder oder nach einer Scheidung kann auch der Vater Erziehungsgeld erhalten. Zuständig für das Erziehungsgeld sind die Erziehungsgeldstellen beim Versorgungsamt. Die Antragsformulare gibt es auch in den Info-Zentrem, beim Standesamt, beim Jugendamt, bei der Krankenkasse oder im Krankenhaus.

Erziehungsgeld wird maximal sechs Monate rückwirkend gewährt. Es sollte am besten gleich nach der Geburt des Kindes beantragt werden. Dazu sind mitzubringen: Die Geburtsurkunde des Kindes und Einkommensnachweise. Das Erziehungsgeld wird nicht auf andere Sozialleistungen wie Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe oder Wohngeld angerechnet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann Erziehungsgeld auch an Großeltern, Tanten und Onkel gezahlt werden.

Kindergeld
Grundsätzlich wird Kindergeld bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres gezahlt. Bei Arbeitslosigkeit des Kindes beträgt die Altersgrenze 21 Jahre. Bis zum 27. Lebensjahr wird Kindergeld u. a. gezahlt, wenn das Kind sich in einer Ausbildung befindet. Kinder, die eine Ausbildungsvergütung von (...) und mehr erhalten, werden nicht mehr berücksichtigt. Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. bei einer Verzögerung der Ausbildung durch Grundwehr- oder Zivildienst, wird es auch über diese Altersgrenzen hinaus gewährt. Für ein und dasselbe Kind kann immer nur eine Person Kindergeld erhalten. Zuständig ist die Kindergeldkasse beim Arbeitsamt; Beschäftigte im öffentlichen Dienst müssen sich an ihren Dienstherrn bzw. Arbeitgeber wenden. Kindergeld muss schriftlich beantragt werden. Es wird für längstens sechs Monate rückwirkend bewilligt. Dabei sind mitzubringen: Geburtsurkunde und ggf. Einkommensnachweise, Nachweise über die Ausbildung o.ä. Für behinderte Kinder kann Kindergeld ohne Altersbegrenzung gezahlt werden.

Fernseh- und Rundfunkgebührenbefreiung (Zuständig ist das Sozialamt.)
Folgende Personengruppen können von der Rundfunk- und Fernsehgebührenpflicht befreit werden:

  • Personen mit geringem Einkommen,
  • Sonderfürsorgeberechtigte,
  • Empfänger von Hilfe zur Pflege und von Pflegezulagen,
  • Behinderte (Blinde oder dauerhaft stark sehgeschädigte Personen; Gehörlose oder stark hörgeschädigte Personen; Behinderte mit dauerhafter Erwerbsminderung (ab 80 %).

23. Kinder- und Jugendfreizeithäuser - Zentrale Informationen über die Kinder- und Jugendfreizeithäuser der Stadt gibt es in der Regel beim örtlichen Jugendamt. Viele Kirchen bekommen öffentliche Unterstützung für ihre Gemeindehäuser. Dementsprechend könnten sich auch dort Kinder und Jugendliche dort treffen. Bei den zuständigen Pastoren bzw. Pfarrern nachfragen!


24. Jugendverbände und Vereine

In jeder Stadt bzw. Kreis gibt es zahlreiche Kinder- und Jugendverbände. Besonders die Kirchen sind traditionelle Träger von Kinder- und Jugendangeboten. Aber auch die AWO, die Falken und das DRK bieten Kinder und Jugendlichen sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Welche Vereine und Verbände in einer Stadt tätig sind, weiss das Jugendamt, da fast alle von dort gefördert werden. In größeren Städten organisieren sich die Verbände im Jugendring der Stadt.


25. Stadtteilläden und -zentren

Oft eingereicht in leerstehenden Geschäftslokalen und oft in Wohngegenden mit sozialem Handlungsbedarf. Hilfe zur Mitarbeit ist immer gewünscht!


26. Erste - Hilfekurs für´s Kind

Unfallschutz für Kinder
Unfälle, von denen Kinder betroffen sind, passieren vor allem in den eigenen vier Wänden sowie im Straßenverkehr. Häufige Unfälle im Haushalt sind z. B.:

  • Vergiftungen durch Putzmittel, Arzneimittel o.ä.. (Kinder dürfen hierzu keinen Zugang erhalten)
  • Verbrennungen am Herd
  • Verbrühungen durch Heisswasser
  • Erstickung durch übergestülpte Plastiktüten
  • Verletzungen im Kinderzimmer. (Schon beim Möbelkauf sollte auf die Verletzungsgefahr geachtet werden.)
  • Verletzungsgefahren durch nichtaltersgerechtes Spielzeug
Vor allem bei Kleinkindern ist darauf zu achten, dass Spielzeug keine giftigen Farben oder Stoffe enthält, nicht scharfkantig ist usw.

Um Unfällen im Strassenverkehr vorzubeugen, sollte das Kind frühzeitig und immer wieder auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam gemacht werden. Wenn in der Nähe besondere Gefahrenstellen sind (auch auf dem Schulweg), sollten sich Eltern ggf. auch mit anderen zusammen rechtzeitig für deren Beseitigung einsetzen.

Die wichtigste Voraussetzung für ein richtiges Verhalten im Straßenverkehr ist jedoch, dass Eltern den Kindern selbst immer ein gutes Beispiel geben.


27. Kindersicherheitsartikel

Hier gibt der ADAC und der ACE  Auskunft.


28. Notdienste
  • Feuerwehr / Rettungsdienst
  • :Tel.-Nr.: 112
  • Polizei: Tel.-Nr.: 110
  • ärztlicher Notdienst
  • , Tel.-Nr.: 1 92 92
  • Zahnärztlicher Notdienst
  • , Tel.-Nr.: keine einheitliche Telefonnummer (siehe örtliches Telefonbuch unter Ärzte)
  • Giftnotruf

  • Tel.-Nr.: (030) 1 92 4 0
    • bei akuten Vergiftungen:
    • Tel.-Nr.: (030) 32 68 07 80
  • Informationszentrale gegen Vergiftungen

  • Uni-Kinderklinik Bonn, Adenauer Allee 119, 53113 Bonn, Tel.-Nr.: (0228) 19 24 0
  • Telefonseelsorge
  • : Tel.-Nr.: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222
  • Elterntelefon:
  • Tel.-Nr.: 0800 1 11 05 50 (freecall)
  • Kinder- und Jugendtelefon:
  • Tel.-Nr.: 0800 1 11 03 33
  • Frauenhaus
  • : Tel.-Nr.: keine einheitliche Telefonnummer (siehe örtliches Telefonbuch)
  • Bahnhofsmission
  • : Tel.-Nr.: keine einheitliche Telefonnummer (siehe örtliches Telefonbuch)

29. Kinderkrankenhäuser

Kind im Krankenhaus
Im Notfall ist eine direkte Aufnahme im Krankenhaus möglich. Ansonsten muss zunächst der Hausarzt bzw. der Kinderarzt eingeschaltet werden, der die Überweisung ins Krankenhaus veranlassen muss. Im nächsten Abschnitt sind alle Adressen und Telefonnummern der Ärzte, und in diesem Abschnitt die der Krankenhäuser und der Notdienste aufgelistet. Für Notfälle sollte diese Liste immer in greifbarer Nähe sein. Falls es Probleme beim Ausdrucken gibt, gibt's Tipps dazu in unseren "FAQ".

Was tun im Notfall:

  • direkt an das nächste Krankenhaus mit Kinderabteilung wenden
  • über die Notrufzentrale Hilfe anfordern (110 oder 112)
  • oder den Hausarzt benachrichtigen. (Tel:._____________________)
Folgende Sachen sollten für einen Krankenhausaufenthalt eingepackt werden: Schlafanzug, Bademantel, Hausschuhe, Waschzeug, Zahnbürste und das Lieblingsspielzeug des Kindes (auf Infektionsstationen sollte Kindern jedoch nur sehr begrenzt Bücher und Spielzeug mitgegeben werden, da die Spielsachen nur nach einer gründlichen Desinfektion wieder herausgegeben werden dürfen). Bei einer Behandlung im Krankenhaus muss das Einweisungsformular von der Krankenkasse abgestempelt werden.

Geplanten Krankenhausaufenthalt
Das Kind sollte durch vorherige Besuche an das Krankenhaus gewöhnt werden um ihm die Angst zu nehmen. Vor allem wenn das Kind noch klein ist, kann die Möglichkeit des "Rooming In" in Betracht gezogen werden, d. h. die Mitaufnahme eines Elternteils mit dem Kind. Arzt oder Krankenkasse beraten in diesen Fällen. Welche Krankenhäuser das "Rooming In" möglich machen, teilt das Aktionskomitee "Kind im Krankenhaus e. V." mit. Adresse: Hausdorfstr. 102, 53129 Bonn, Tel. (0228) 231295.

Freistellung von der Arbeit bei Erkrankung des Kindes
Bei einer Erkrankung des Kindes haben berufstätige Mütter und Väter Anspruch auf eine Freistellung von der Arbeit, um ihr Kind zu Hause zu beaufsichtigen, zu betreuen oder zu pflegen. Das Kind darf das zwölfte Lebensjahr nicht vollendet haben. Voraussetzung ist ferner, dass niemand sonst im Haushalt die Versorgung übernehmen kann.

Insgesamt können Eltern pro Jahr, Kind und Elternteil an bis zu zehn Arbeitstagen freigestellt werden, bei mehreren Kindern bis maximal 25 Arbeitstage. Für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch auf 20 Tage pro Jahr und Kind, bei mehreren Kindern auf bis zu 50 Tage. Während der Freistellung zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Voraussetzung dafür ist, dass die Mutter und das Kind gesetzlich versichert sind oder eine freiwillige Versicherung bei der AOK oder einer Ersatzkasse besteht.

Die Erkrankung muss unverzüglich dem Arbeitgeber gemeldet und vom Arzt bescheinigt werden. Die Bescheinigung ist beim Arbeitgeber einzureichen. Die Bescheinigung ist schon notwendig, wenn die Betreuung nur einen Tag dauert.

Haushaltshilfe
Die Krankenkasse stellt eine Haushaltshilfe, wenn eine versicherte Person oder der Ehepartner den Haushalt nicht weiterführen kann, z. B. wegen eines Krankenhausaufenthaltes, einer Kur oder bei häuslicher Krankenpflege. Voraussetzung dafür ist, dass keine im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann. Außerdem wird in der Regel verlangt, dass mindestens ein Kind unter zwölf oder ein behindertes und auf Hilfe angewiesenes Kind im Haushalt lebt. Zur Haushaltshilfe gehören alle Tätigkeiten, die zur Weiterführung des Haushalts notwendig sind, also der Einkauf von Lebensmitteln, die Essenszubereitung, die Reinigung der Wohnung, die Betreuung und Beaufsichtigung von Kindern usw. Die Kostenübernahme für eine selbstbeschaffte Hilfskraft ist möglich, wenn von der Krankenkasse keine Hilfe gestellt werden kann. Wird der Haushalt von Angehörigen geführt, können von der Krankenkasse die Fahrtkosten und unter Umständen auch der Verdienstausfall (der in einem angemessenen Verhältnis zu den Kosten einer anderen Hilfskraft stehen muss) übernommen werden. Zuständig ist die Krankenkasse. Wer sich eine eigene Haushaltshilfe suchen möchte, muss die Krankenkasse vorher darüber informieren. In diesem Fall sind die ärztlichen Unterlagen mitzubringen, die die Notwendigkeit der Haushaltshilfe begründen.


30. Kinderärzte

Früherkennungsuntersuchungen für Kinder
Zur Früherkennung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen haben Eltern Anspruch auf neun ärztliche Vorsorgeuntersuchungen für ihr Kind. Dabei geht es um alle Bereiche, die die Pflege und Versorgung des Kindes betreffen, also Ernährung, körperliche Entwicklung, Hygiene usw. Die erste Untersuchung findet gleich nach der Geburt statt. Die letzte in der Regel gegen Ende des fünften Lebensjahres des Kindes. Jede Untersuchung hat einen speziellen Schwerpunkt, der dem Entwicklungsstand des Kindes angemessen ist. Die vorgesehenen Termine für die Untersuchungen sind im Kinderuntersuchungsheft vermerkt.
Es sollten unbedingt alle Termine wahrgenommen werden, weil nur die frühzeitige Erkennung von Gesundheitsschädigungen eine rechtzeitige Behandlung sichern kann.

Dabei ist zu den Untersuchungen das Kinderuntersuchungsheft mit den bisherigen Befunden mitzubringen. Alle gesetzlichen und die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Vorsorgeuntersuchungen (einschl. Schutzimpfungen).
Besteht kein Versicherungsschutz, können die Kosten durch das Sozialamt übernommen werden. Ergänzend bieten die Gesundheitsämter kostenlos vorbeugende Impfungen an.


31. Krisenhilfe

Drogengefährdung
Für Drogenkonsumenten und Personen, die suchtgefährdet sind (durch illegale Drogen, abhängigmachende Medikamente usw.) steht ein nahezu flächendeckendes Angebot von Einrichtungen in freier Trägerschaft und Beratungsteams der Gesundheitsämter zur Verfügung. Die Sucht- und Drogenberatungsstellen bieten vertrauliche Beratung, Betreuung und Vermittlung von Therapien an, und sie sind bei der Klärung von Fragen zur Kostenübernahme für die Behandlung und Rehabilitation behilflich. Auch Angehörige und Freunde können in den Beratungsstellen Auskunft erhalten. Alle Beratungen können unter Wahrung völliger Anonymität gegeben werden.

Drogengefährdete können Beratungen erhalten durch Suchtberatungsstellen, Fachärzte, Selbsthilfegruppen, Therapie und Nachsorgeeinrichtungen, Dienste der Gesundheitsämter. (über die Gesundheitsämter können ggfs. auch Anschriften und Telefonnummern anderer Dienste abgefragt werden. Vielerorts stehen auch Elternkreise für drogengefährdete Jugendliche für die Beratung zur Verfügung.

Telefonnotrufe, die Tag und Nacht erreichbar sind, gibt es in: Essen (0201) 40 38 40 und Düsseldorf (0211) 32 55 55.


32. Kur und Erholung

Mutter-Kindkur
Mütter, die sich von einer Krankheit oder von Erschöpfung erholen müssen, können eine Genesungs- oder Erholungskur beantragen.

Wenn das Kind ebenfalls erholungsbedürftig ist, wenn es behindert ist oder eine Betreuung des Kindes zu Hause nicht möglich ist, kann eine Mutter-Kindkur beantragt werden. Außerdem gibt es Angebote von Familienkuren, die für Mütter und Väter gemeinsam mit ihren Kindern angeboten werden. Zu den Kuren gehören auch die Mütterkuren des Müttergenesungswerks, die in besonderen Müttergenesungsheimen durchgeführt werden. Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, wendet sich an die Krankenkasse, sonst an das Sozialamt. Auskunft erteilt aber auch das Deutsche Müttergenesungswerk und die Träger der Einrichtungen (u. a. die Wohlfahrtsverbände). Frühzeitige Anmeldung ist notwendig, um einen Platz zugeteilt zu bekommen. Die Notwendigkeit einer Kur muss darüber hinaus durch ein ärztliches Attest bestätigt werden. Die medizinische Kurbehandlung kann durch Maßnahmen wie Gruppengespräche, Einzelberatung u. ä. ergänzt werden. Mütterkuren werden häufig ohne Kinder durchgeführt, um Müttern die Gelegenheit zu geben, einmal abzuschalten. Deshalb bieten nicht alle Einrichtungen Kuren für Mütter und Kinder gemeinsam an. Die Versorgung der Kinder und des Haushalts kann unter bestimmten Bedingungen durch eine Haushaltshilfe übernommen werden.


33. Ferien für und mit Kindern, Familienerholung

Kinder- und Jugenderholung
Manchmal haben Familien nicht die Möglichkeit, die Ferien gemeinsam zu verbringen. Für diesen Fall besteht die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche an einer Maßnahme im Rahmen der Kinder- und Jugenderholung, an einem Ferienlager oder an einer internationalen Jugendbegegnung teilnehmen. Die Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung werden in der Regel durch erfahrene erwachsene Begleiter betreut. Diese sorgen dafür, dass die Kinder ihrem Alter entsprechend beaufsichtigt werden und dass sie altersgerechte Anregungen erhalten. Das Kind sollte am besten an einer Kinder- und Jugenderholung für Gleichaltrige teilnehmen. Auch das Ferienziel sollte möglichst dem Alter des Kindes entsprechen. Auskunft über Kinder- und Jugendferienmöglichkeiten hält das Jugendamt bereit. Schulen, Wohlfahrtsverbände und Jugendverbände sind ebenfalls Ansprechpartner dafür. Bei den Ferienmassnahmen gilt, sich rechtzeitig zu informieren und anzumelden, da die Zahl der Plätze begrenzt ist.

Viele Kinder- und Jugendferienfahrten werden über die Veranstalter indirekt aus Landesmitteln und kommunalen Mitteln finanziell gefördert. Darüber hinaus gibt es in besonderen Fällen individuelle Beihilfen. Informationen dazu hält der Veranstalter bzw. das Jugendamt bereit.

Familienerholung
Ein gemeinsamer Erholungsurlaub kann für das Zusammenleben in der Familie sehr wichtig sein. Deshalb fördert das Land Nordrhein-Westfalen Ferienaufenthalte, um auch jenen Familien einen gemeinsamen Urlaub zu ermöglichen, die sonst aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssten. Einkommensschwache Familien können vom Land besondere finanzielle Unterstützung erhalten. Frühzeitiges Informieren und Anmelden ist besonders für den empfehlenswert, der auf die Schulferienzeiten angewiesen ist.


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